Montag, 5. Februar 2018

Topfen oder wachsen lassen?



Da stehen sie nun 4 ausgesamte blühbereite und kräftige 
vom Efeu-Apfelbaum überstanden und konnten sich recht gut
gegen die plötzlich auftretenden Brennnesseln behaupten. 

Auch die ersten Aufräumarbeiten wegen 'Friederike' konnten 
ihnen hinter dem Liegestuhl am Rande des Beinwellfeldes 
noch nicht viel anhaben. Und die ersten frostigeren Nächte 
mit Schneefall haben sie ebenfalls unbeschadet überstanden.

Doch was jetzt kommt, da bin ich mir ziemlich unsicher, 
ob die 4 Pflanzen das nun auch noch überleben können. 
Denn relativ dicht hinter dem Liegestuhl wird in den 
nächsten Wochen unser 3x 8m großes und etwa 1m hohes 
Wildrosen-Hochbeet entstehen. Und da als Hochbeet-
Umrandung 1m hohe Stammstücke vom Fallholz verbaut 
werden, wird es in diesem Bereich wahrscheinlich recht 
ruppig zugehen. Nur leider mag der Stinkende Nieswurz 
nicht gern umgepflanzt oder getopft werden. Und wenn, 
dann eher als junger Sämling. Doch jetzt haben wir sowieso 
mindestens 1 Woche richtigen Winter. Bleibt erst einmal 
abzuwarten, wie sie die Nachtfröste mit -8°C überstehen 

Fotos: S.Schneider


Kommentare:

Edith Wenning hat gesagt…

Liebe Silke,
bevor sie zertrampelt werden, würde ich zum Umpflanzen raten, damit sie am neuen Standort genügend weit auseinanderstehen und sich gut entwickeln können. Wenn man einen großzügigen Erdballen absticht, merken die Pflanzen gar nicht, dass sie versetzt wurden. Das ist meine Erfahrung. Ich habe große Sämlinge auch schon in Töpfe gepflanzt und auf der Staudenbörse abgegeben.
Liebe Grüße
Edith

filzundgarten hat gesagt…

Liebe Silke,
das wusste ich gar nicht, dass die Hellebori Umpflanzen nicht vertragen. Ich habe zwei, deren Standort nicht optimal ist. Vielleicht sollte ich sie lieber bald umsetzen - natürlich, wenn es wieder wärmer ist. Ich würde es an deiner Stelle auch wagen. Wäre doch sonst zu schade drum.
Liebe Grüße, Ute

bergblumengarten hat gesagt…

Klingt ja sehr gut, was ihr vorhabt. Ein Wildrosenhochbeet in der Größe. Die Stämme haben dann auch gleich eine prima Verwendung und können im Garten verbleiben. Mit den Helleborus kenne ich mich nicht so gut aus....ich würde sie sicher umpflanzen.
LG Sigrun

SchneiderHein hat gesagt…

@ Edith
Das Hauptproblem ist aber wohin … Es gibt zur Zeit keine Fläche, die in den nächsten Wochen nicht in Mitleidenschaft gezogen wird. Und im Topf würden sie auch ständig von A nach B getragen werden müssen. Außerdem stehen H. foetidus kurz vor der Blüte - wären also gutes Bienenfutter für die ersten warmen Tage. Doch wenn ich sie umpflanze, leiden sicherlich die Blüten. Und meist gehen sie nach dem Versamen ein. Ein etwas kleineres Kind habe ich gestern noch in der Gruppe entdeckt. Das werden ich in den nächsten Tagen dann wirklich in einen großen Topf setzen, damit es vielleicht im Herbst einen sicheren Platz am Lenzrosenweg bekommen kann. Bei den anderen 4 Pflanzen werden wir wohl versuchen als Schutz den Liegestuhl über sie zu stellen. Auch nicht optimal, aber so können sie sich vielleicht noch versamen. Denn diese Fläche werden wir erst im nächsten Frühjahr pflastern lassen. Und der Beinwell, der dort auch noch steht und jetzt mit Füßen getreten wird, soll im nächsten zeitigen Frühjahr als Unterpflanzung für die Wildrosen auf das Hochbeet umziehen.
Optimal ist für diese gesunden und leider fast letzten Nieswurz-Pflanzen keine der Lösungen. Aber vielleicht doch das kleinste Übel unter diesen recht schwierigen Umständen. Ich könnte mir zwar irgendwann neue kaufen, aber diese hier sind die Urenkel der x-ten Generation, die wir mit dem Garten geerbt haben ...

SchneiderHein hat gesagt…

@ Ute
Wenn man einen großen Wurzelballen nahezu unbeschadet aus der Erde befreien kann, nehmen sie es einem nicht so übel. Bei meiner Mutter hatten wir eine Lenzrose, die an ihrem zu feucht-schattigen Standort kümmerte allerdings lieber im Herbst umgepflanzt. Das hat sie gut überstanden. Nur leider hatte ich sie irgendwie zu tief gesetzt. Nun kümmert sie deswegen auch schon wieder. Oder weil an ihr der Dickmaulrüssler sein Unwesen treibt …

Die Helleborus foetidus verhält sich anders als Christ- und Lenzrosen. Der Sämling braucht einige Zeit bis er zur Blüte kommt, und oftmals stirbt die Pflanze meist 2 oder 3 Jahre nachdem sie geblüht und sich versamt hat ab. Daher befürchte ich, dass sie beim Umpflanzen nicht richtig zur Blüte kommt und auch keine Kinder mehr produzieren kann. Daher werde ich wohl versuchen sie lieber mit dem Liegestuhl zu schützen - siehe @ Edith

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sigrun
Aus der Not gebohren ;-) Denn der Abtransport der Stämme würde unseren Garten endgültig zerstören. Das Vlies für den Untergrund liegt schon bereit. Ich hoffe, es hindert Hopfen & Co dann wirklich daran aus dem Untergrund hervorzukommen … Und am Montag, so das Wetter es zulässt, wird unsere 21,5m lange Kiefer in ca. 1m lange Stücke zerlegt, so dass die Stammstücke dann einen stabilen inneren Rahmen bilden. Wie wir das Gebilde dann ganz oder teilweise verkleiden steht noch nicht fest. Aber ich bin mir sicher, dass es lange dauern wird, bis das Holz verrottet ist …

Nun hoffe ich nur, dass all' die bereits vorhandenen Rosen-Container nicht zu sehr durch den starken Frost gelitten haben. Ich konnte sie vor dem Wintereinbruch in der Dämmerung nur noch notdürftig verpacken. Und es wäre schade, wenn sie nach den 2 bzw. 3 Jahren nun kurz vor der Pflanzung eingehen würden. Allerdings habe ich dank dieses Hochbeetes dann mal wieder einen guten Grund die Wildrosen-Sammlung in Sangerhausen zu besuchen ;-)