Samstag, 24. Februar 2018

Für heute geschafft ...



Es wird zwar noch mindestens bis zum Frühjahr 2019 dauern, 
bis der Garten dann hoffentlich die geplante Form annimmt. 
Aber mit vereinten Nachbarschaftskräften haben wir nach 
'Friederikes Besuch' gestern wohl das Beste daraus gemacht. 
Hier, im 70cm hohen Hochbeet ist das Fall-Holz von 2 Kiefern, 
2 Fichten und auch einer Blautanne aus dem östlichen Garten 
auf einer Fläche von 3x 8m untergekommen 

Doch bis daraus das Wildrosen-Hochbeet mit dem umgesiedelten
 Beinwell als Unterpflanzung entsteht, braucht es noch viel Zeit. 
Jetzt können wir uns zumindest aber wieder nahezu ungehindert 
in diesem Teil des Gartens bewegen, die handlicheren Schäden 
allein beseitigen und alle Bäume sowie die Sträucher behutsam
in Form bringen.

Und da wir nun wohl mal wieder einen ziemlich frostigen Winter 
bekommen, können die schon so lange wartenden Container-Rosen 
ab morgen auf dem Hochbeet Probestehen. Denn die Töpfe sind 
im geshredderten Nadelholz sicherlich viel besser vor der Kälte 
geschützt, als nur im Übertopf mit etwas Luftpolsterfolie 

Foto: S.Schneider


Kommentare:

Elke Schwarzer hat gesagt…

Hallo Silke,
das Hochbeet ist eine geniale Idee. Über das viele Totholz werden sich die Insekten freuen und ihr habt das Holz gut und platzsparend genutzt.
VG
Elke

Edith Wenning hat gesagt…

Das 'Friederike-Gedächtnis-Hochbeet' im Sinne von 'Aus der Not eine Tugend machen' sieht ganz toll aus, liebe Silke, und mit Wildrosen und Beinwell kann ich es mir sehr gut vorstellen. Vielleicht solltet ihr die Schnittstellen eurer 'Palisaden' mit einem Holzschutzanstrich behandeln, damit ihr recht lange etwas davon habt.
Einen schönen Sonntag wünscht Edith

SchneiderHein hat gesagt…

@ Elke
Ja, ich bin auch froh, dass ich recht schnell nach Friederikes Besuch auf diese Idee kam, und unsere nördlichen Nachbarn diese Lösung auch gut fanden und tatkräftig unterstützten. Denn ohne ihn und seine Helfer wäre das nicht machbar gewesen. Im Idealfall profitieren jetzt beide Gärten davon, da die Pflanzen im nächsten Jahr dann schon höher stehen. Außerdem wäre das ein riesiger Aufwand gewesen all' das Holz unserer Kiefer und der Kiefer sowie Fichte aus dem Nachbargarten, die und besuchen, entsorgen zu lassen. Unser Garten wäre danach dann endgültig hin gewesen, da wir das Material nur durchs kleine Wäldchen und über die Wiese hätten abtransportieren lassen können.

Zwar habe ich vor das Beet im nächsten Jahr nach den Pflasterarbeiten teilweise oder sogar ganz zu verkleiden - damit es dann besser zu unserem geplanten 'Betongarten' passt. Aber es bleibt trotzdem noch reichlich Totholz für die Tiere. Das Holz der alten Apfelbäume habe ich gerettet, der Efeu-Apfelbaum bleibt soweit als möglich erhalten und das Mirabellen-Holz habe ich ebenso gerettet wie ein Stück Stamm von der Kiefer aus dem Nachbargarten. Die werden Beetbegrenzungen bzw. helfen mir die Sträucher wieder in Form zu bringen. Außerdem bekommt der Hochwald-'Kompost' jetzt ja mehr Sonne. Und dort werde ich auch wieder eine neue Umrandung aus Totholz erstellen.

SchneiderHein hat gesagt…

@ Edith
Ja, das ist ein treffender Begriff ;-) Ich gebe zu, im Moment trauere ich der alten romantischen Fläche vergangener Jahre noch etwas nach. Ich hätte lieber auf ein Rosenbeet verzichtet und dafür gern die alten Apfelbäume behalten. Aber sie sind ja nun mal im Laufe der Jahre eingegangen. Und wenn das Beet in ein paar Jahren gut eingewachsen ist, dann wird es auch nicht mehr so wuchtig wirken …

Eventuell ändere ich ja noch meine Meinung, aber ich muss zugeben, dass uns eine andere Gestaltung des Hochbeetes vorschwebt. Uns gefällt der Kontrast zwischen einem geometrisch angelegten 'Betongarten' und überbordender 'Wildnis'. Das Beinwellfeld wird daher als zusätzlicher Wohnraum im nächsten Jahr für uns gepflastert. Und auch sonst brauche ich noch ein paar Wirtschaftwege, wo ich mich im Sommer auch mal wieder etwas unbeschwerter in Sandalen durch den Garten bewegen kann. Wenn ich nur noch in Gummistiefeln gießen, schneiden oder umpflanzen kann, unterbleibt die auch im Wildwuchsgarten notwendige Pflege. Der Garten wird - wenn es nach Plan läuft - wieder strukturierter werden. Aber das heißt nicht, dass er deswegen aufgeräumt ist. Ich werde nur das Laub dann wieder ab und an von den Wegen in die Grünflächen fegen, bis es die Drosseln wieder auf die Flächen scharren ;-)
Eventuell werden wir den hinteren Teil des Hochbeetes - also nach der Treppe bis zum neuen Hochwald-'Kompost' auch so bestehen lassen wie es jetzt ist. Aber das wird die Zeit zeigen. Im Moment haben wir noch reichlich mit den Aufräumarbeiten zu tun. Außerdem müssen wir erst einmal in Ruhe abwarten welche Pflanzen Friederikes Besuch überstanden haben und was davon wie zu retten ist. Geduld bringt nicht nur Rosen ...

Steiermarkgarten hat gesagt…

Liebe Silke,
es tut mir Leid, dass Friederike solch einen Schaden bei euch angerichtet hat. Die Idee mit dem Hochbeet ist aber super! Ihr habt etwas sehr schönes daraus gemacht!
Liebe Grüße,
Carina

SchneiderHein hat gesagt…

@ Carina
Bis daraus etwas Schönes wird, wird es leider noch mindestens 1 Jahr dauern. Inzwischen ist es schon 22 Jahre her, dass wir diesen Teil des Gartens in Angriff genommen hatten, um aus dem ehemaligen Nutzgarten mit herrlichem alten Obstbaumbestand und einer Blumenrabatte am Wegesrand einen Wohngarten zu gestalten. Nicht nur Friederike hat Schaden angerichtet: Zunächst verleideten mir unzählige Nacktschnecken ab 2002 die Gartenfreuden, so dass wir unsere Stauden-Sammelleidenschaft aufgaben. Dann kamen ab 2004 die weißen Rosen, denen wir aber durch unsere Sträucher-Leidenschaft leider nicht genug sonnige Plätze zur Verfügung stellen konnten. Ab 2011 wussten wir, dass wir durch unsere natunahe Gartengestaltung uns auch ein massives Zeckenproblem eingehandelt hatten. Und in den letzten Jahren litten unsere traumhaften teils wohl 80 Jahre alten Obstbäume und viele andere Pflanzen unter den zu trockenen Sommern. So war schon im November 2016 dieser Teil des Gartens nach dem Schneeb, der dann auch noch unseren Efeu-Apfelbaum zerbrach, nicht mehr das, was er mal war. Die Zeit für eine überarbeitete Gartenanlage war also nach 20 Jahren gekommen. Nur hatten wir dafür im letzten Jahr noch keine Zeit. Jetzt hat es Friederike den Anfang gemacht. Zwar etwas anders als geplant, aber im Idealfall wird es mit dem Wildrosen-Hochbeet jetzt sogar interessanter ;-)

freitagsfish hat gesagt…

da habt ihr aber enorm viel arbeit geschafft und ein gutes fundament für das kommende gelegt! und in ein so großes hochbeet könnte man ja nach einiger zeit "sackenlassen" auch neue obstbäume pflanzen...

SchneiderHein hat gesagt…

@ freitagsfish
Ja, als ich gestern bei Restschnee & Tauwetter im Sonnenschein dort nach langer Zeit mal wieder einen Gartenspaziergang machte, konnte ich mich langsam mit dem massigen 'Pool' anfreunden.Zwar vermisse ich noch immer unsere herrlichen alten Obstbäume, aber ein Garten unterliegt nun mal auch naturgemäß dem Wandel :-(
Wenn Obstbäume nicht so lange bräuchten, bis sie dort zur Geltung kämen, würde ich sicherlich wieder Apfelbäume pflanzen. Aber ich würde diese Baumgröße, die ich mir wünsche nicht mehr erleben. Und so, wie hier jetzt immer mehr alte Häuser abgerissen werden und drum herum neue Steinwüsten entstehen, macht der Nachhaltigkeitsgedanke hier leider keinen Sinn. Daher werde ich lieber noch ein paar Blühsträucher wählen, um die entstandenen Lücken in der Nordseite zu füllen. Allerdings können sich dort einige Pflanzen jetzt erst richtig entfalten. Und gestern stellte ich fest, dass die große Lücke im über 40-ährigen riesigen Buchsbaum sich eventuell durch einen noch im Topf stehenden Säulentaxus mildern lässt - so er diese eisigen Temperaturen auch noch überstanden hat …
Mit viel Glück treibt die Mirabelle eventuell wieder - sie hat allerdings schon lange Pilzbefall. Und der Efeu-Apfelbaum hat zumindest im letzten Jahr trotz der massiven Schneebruchschäden noch geblüht & sogar Äpfel getragen. Und vielleicht hat ihn Friederike doch noch nicht ganz umgebracht. Das wird der Sommer zeigen. Zumindest bleibt der Stamm mit dem alten blühenden Efeu am Rande des Hochbeetes bestehen!

Sara von Buelsdorf hat gesagt…

Alles ganz anders ... in jedem Fall ein ungewohntes Bild!

Aber es gibt ja auch relativ schnell wachsende Gehölze ... bzw. man könnte höhere Bäume pflanzen (lassen) - ist ja kein so einfaches Unterfangen, dann hat man gleich adäquaten Ersatz, wobei der sich auch erst einwachsen müsste.

Aber manchmal ist was Neues ja auch nicht verkehrt ... nichts bleibt wie es ist ...

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Leichter gesagt als getan! Wir hatten damals schon Probleme den Schneeball in den Garten zu bekommen - und da gab es noch keinen Steg! Und pflanzen lassen - auf gar keinen Fall. Dabei würde mir ja noch mehr kaputt gemacht, als jetzt schon gelitten hat. Ich war froh, dass es zeitlich klappte, dass wir das Holz aus unserem Garten sammelten und zum Shredder trugen. Wir hätten zwar Hilfe haben können. Aber da wäre so manche unscheinbare Pflanze auch noch drauf gegangen …

Wenn jetzt nicht der nächste Wintereinbruch die Container-Pflanzen schädigt, dann habe ich schon so einiges für die lichte Grenzbepflanzung. Die Traubenkirsche hat jetzt endlich genug Entfaltungsraum. Und der Weißdorn besteht 'dank' Friederike nun zwar nur aus einen 1,2m hohen Stamm, aber wenn der noch lebt, dann wird er an der Nordseite sich auch gut entwickeln. Ein 1m hoher Holunder-Sämling hat jetzt auch genug Licht. Ein Schneeball leidet seit Jahren an der Südseite unter der Hemlocktanne und einen weißen Sommerflieder hätte ich auch gern mal wieder.
Von Bäumen habe ich Abstand genommen, Im Idealfall schlägt der Efeu-Apfelbaum doch wieder aus. Auf jeden Fall wird der absterbende Stamm so noch lange von den dicken Efeu-Ranken gehalten. Eine Birke hat sich schon vor Jahren vor der Korkenzieherweide eingesamt. Die habe ich also auch schon und sollte es bei der belassen.
Notfalls werde ich die Lücken jetzt provisorisch mit Hartriegel & Co füllen, und bei Zeiten noch Varianten von Spieren, Deutzien, Pfeifensträuchern oder Heckenkirschen dort integrieren. Die Immergrünen wie Wachholder und Kirschlorbeer sind dort im Laufe der Jahre leider alle eingegangen. Es war dort in wohl schon lange zu dunkel und zu trocken. Wie das mit Sonne und Regen in diesem Jahr aussieht, muss ich erst feststellen. Daher wird in diesem Jahr nicht viel passieren. Und glücklicherweise sehen wir von all' dem im und am Haus kaum etwas. Daher lasse ich mir Zeit und schneide in diesem Jahr hoffentlich mal wieder alles nach und nach in Form. Vielleicht bekommen wir im Laufe des Jahres genug Material zusammen, um das Hochbeet schon zu bepflanzen. Aber vermutlich sollten wir den dann hoffentlich vorhanden Mulch- & Kompostmix noch einen weiteres Jahr sacken lassen. Im Moment sehe ich das auch noch nicht, dass wir schon im Herbst pflastern. Das wird wohl erst im zeitigen Frühjahr 2019 möglich sein. Mal schauen, ob wir es bis zum Sommer 2019 schaffen die Pläne für den hinteren Teil des Gartens in die Tat umzusetzen. Inzwischen habe ich ja schon oft die Erfahrung machen müssen, dass aus Jahresplänen schnell mal 5 Jahre werden ;-(

Und eigentlich wollte ich in dieser Woche endlich den Teich zumindest runterschneiden, aber nun bin ich heute schon wieder mit dem Winterschutz-Programm beschäftigt. Und für mehr wird es am Tag wohl nicht reichen ...