Dienstag, 30. Januar 2018

Lichtblick im Scherbenhaufen



Schon am Samstag konnte ich mich an dieser 
kleinen blühenden Glockenblume erfreuen.

Sie hatte die versteckte Zeit seit dem 18. Januar 2018 
unter unserer riesigen Kiefer wohl nahezu unbeschadet 
überstanden und blühte einfach so im Dunklen weiter.

Ein paar Fußtritte konnten wir beim beengten Teil-Entasten 
des mächtigen Kieferstammes und den ersten Aufräumarbeiten 
leider nicht verhindern, aber ihr geht es den Umständen 
entsprechend noch erstaunlich gut.

Friederikes Besuch überstanden. Sein Gestell ist durch 
die diversen Asteinschläge total verbogen. Ich gebe zu, 
sein Verlust trifft mich hart: Denn wir hatten ihn 1996 - 
gleich zu Beginn dieses Gartens, als Hochzeitsgeschenk 
von meiner Mutter und Großmutter bekommen ...

Doch glücklicherweise kam ich bald nachdem ich etwas 
durchgefroren wieder im Haus ankam, auf die Idee mal 
bei Ebay nachzufragen. Und nun kommt schon in der 
nächsten Woche ein alter gebrauchter Moment-Ersatz.

Von unseren Alu-Stapelstühlen haben 3 oder gar 4 überlebt. 
Wie gut, dass wir 2002 noch 4 dieser Stühle für Wohnzwecke 
bzw. Gartenfeiern nachgekauft hatten. Die werden dann 
irgendwann in unseren neu gestalteten Wohngarten 
umziehen ...

Fotos: S.Schneider


Kommentare:

Gartendeko-Blog hat gesagt…

Oh menno, das tut mir aber leid. Was für ein Glück, dass Du den Tisch bei ebay nochmal gefunden hast. Ist immer schade, wenn es ausgerechnet solche Erinnerungsstücke trifft. Ich wünsche Dir ein schönes Gartenjahr und alles Liebe

Monika

SchneiderHein hat gesagt…

@ Monika
Na ja, ein schönes Gartenjahr sieht anders aus ;-) Wenn Wetter, frei verfügbare Zeit und Kräfte mitspielen, dann fangen wir wohl im April/Mai mit den Dingen an, die ich mir eigentlich für Januar/Februar vorgenommen hatte bevor uns Friederike heimsuchte. Und das ist dann leider auch die Zeit, wo wir in unserem Frühlingsgarten reichlich Schaden anrichten - also normalerweise den Pflanzen fast nur beim Wachsen und Blühen zuschauen. Aber es kommen ja hoffentlich noch andere schönere Gartenjahre ...

carola hat gesagt…

Silke,
ich habe das eben erst hier entdeckt was Frederike in eurem wundervollem garten angerichtet hat.
das ist schon eine katastrophe . . . wir haben hier oben fast nichts von diesem sturm bemerkt - naja, wir haben eben jeden tag ein bisschen sturm ;-) und es war hier nicht anders als durchschnittlich bei windtärke 5-8.
wie ich deinen plänen entnehme (altersgerecht) wollt ihr nun doch im haus bleiben?
schade auch für die drei mädchen, sie werden nun nicht mehr so einen schönen garten haben wie Maus . . .
aber es ist eben mit (alten,hohen) kiefern immer heikel - und ich bin gespannt was ich beim schatziputzi in Wannsee vorfinden werden nächtsen Monat . . .
was machen die eichhörnchen? sind sie noch im garten, oder hat der sturm sie in folge "vertrieben" ?

meine gartenpläne hier sind schon gewaltig "geschrumpft" - eben wegen der wetterverhältnisse. ich muß im grunde noch einmal neu planen und werde zunächst nur die Hochbeet-anlage verwirklichen können - und das sehr bald - damit dort das gewünschte gemüse heranwachsen kann.
und ich muß auch erst einmal abwarten was der Knick so alles mitbringt . . . und wie du schon schreibst, langsam wachsendes ist nicht mehr unser . . .

lg
von der schlei
carola

Anette hat gesagt…

Es ist schon heftig, wenn man auch noch alte Erinnerungsstücke einbußt. Gut, dass ihr Ersatz gefunden habt.
Bestimmt sieht es nach dem Aufräumen nicht mehr ganz so schlimm aus und ihr könnt euren Garten wieder etwas genießen.
Viele Grüße,
Anette

SchneiderHein hat gesagt…

@ Anette
Ja, ich war richtig erleichtert, als ich den Tisch gefunden hatte. Zwar sind wohl sogar noch mehr im Umlauf - wie ich später feststellte, aber der kommt ohne viel Aufwand ins Haus. Während wir für alle anderen eine Abholung einige 100km entfernt hätten organisieren müssen. Und da unsere Liegen auch mal wieder einen Schutzanstrick benötigen, weiß ich, was ich im Frühsommer zu tun habe ;-) Vielleicht kommen dann auch gleich noch die 4 bräunlichen Rank-Obelisken ihren silbrigen Anstrich. Die standen zum Glück noch am Haus. Sonst hätte der Kieferstamm sie schon vor ihrem Einsatz erschlagen …

Am Donnerstag, als noch etwas Frühling bei uns war, habe ich zumindest mal die 3 Wegplatten zur Betonfläche freigeschnitten und gefegt. Da sieht es jetzt etwas freundlicher aus. Nur gut, dass ich von meinen Lenzrosen nur wenige Blätter entfernt habe. Plötzlich soll ein paar Tage Dauerfrost kommen. Nun muss ich zunächst mal die geretteten Rosen-Container und Lenzrosen-Töpfe verpacken. Schon komisch, dass ich zu Beginn des Gartenjahres gedanklich schon beim Pflanzen und der Neuanlage in 2019 bin ;-)

SchneiderHein hat gesagt…

@ Carola
Tja, der Garten, den Du kennst, der war schon im letzten Sommer so gut wie verschwunden, denn nachdem der Efeu-Apfelbaum zusammengebrochen war, und irgendein Sturm den toten hinteren Apfelbaum umgekippt hatte, war das auf der Nordseite hinter dem Hochwald schon ziemlich extreme Wildnis. Wenn es klappt, ist das mit dem Wildrosen-Hochbeet auf der inzwischen wild verwucherten Fläche ideal. Mal schauen, ob uns das Wetter heute noch etwas aufräumen lässt. Im Moment kann ich meine Rosenkübel & Co nur schwer auf der Betonfläche winterwarm verpacken. Da liegen reichlich Kieferäste zum Shreddern rum.
Und der Kieferast trieft an den Schnittstellen. Die Mädchen hätten an dem 'Garten' jetzt bestimmt viel Freude, aber würden dabei auch total verharztes Fell auf diesem Abenteuer-Spielplatz bekommen. Außerdem da hinten mit den Dreien an der Leine … ;-) Nee, da gehen wir lieber noch etwas auf dem Hof und an der Straße spazieren und machen etwas Verkehrs-Erziehung. Im Moment hätte ich keine ruhige Minute, wenn sie ihre Draußen-Umwelt allein erkunden können. Drinnen stellen sie genug an …
Tja, das sich der Mausegarten nun so sehr ändern würde, damit hatte ich auch nicht gerechnet. Aber ich bin froh, dass sie ihren Garten zumindest in Teilbereichen noch bis zum Schluß so nutzen konnte, wie er ihr vertraut war. Und für den vorderen Teil am Haus ist nun auch keine Zeit zur Verfügung. So bleibt Allegra ihr vertrautes Garten-Umfeld am Teich wohl auch noch lange genug erhalten, um ab und an ein paar Pfötchen vor die Tür zu setzen, wenn es wieder schöner wird.

Also, wenn es uns schon mal treffen sollte, dann war der Zeitpunkt eigentlich genau richtig. Denn die 3 Gitter für den Rosen-Paravent & die 4 Rosen-Rank-Obelisken standen zum Glück noch am Haus. Und die ganzen Rosen, die noch im Container auf gute Standorte warteten, die hatte ich zum Glück auch noch nicht in der wild wuchernden Fläche provisorisch mit den Töpfen für den Winter versenkt. Das alles hätte dann nämlich die Kiefer erschlagen. Und auch die Lenzrosen-Pötte stehen glücklicherweise durch unser 'Year of the cats' noch am Haus & Teich. Stünden sie schon am Lenzrosenweg, würden sie jetzt ständig mit Füßen getreten. Und so kann ich mich nun nochmals im vorderen Teil des Gartens an ihnen erfreuen ;-)

Ich würde Dir auch dazu raten zunächst mal den Garten zu beobachten und dann zu entscheiden. Ich hatte ja damals den Vorteil, dass ich unseren Garten a schon einige Jahre kannte. Und als ich ihn im August 1995 sah, war recht schnell entschieden, was bleiben durfte und was umquartiert werden sollte.
Tja 1996 fingen wir zunächst mit der Haus-Entrümelung an - das haben wir in 2017 auch getan ;-) Indem wir uns zusätzlichen Lagerraum für unsere Sammlungen organisiert haben. Und dann fingen wir mit dem mittleren Gartenteil an. Dann kam der Weg zum Beet der 'Vergessenen Gemüse', Jahre später das Haus und dann Teich mit Steg. Und im Moment sieht es so aus, als ob wir das nun nach 22 Jahren nochmals so machen. Und in ca. 7 1/2 Jahren wird sich entscheiden, ob mir das Anwesen nach 30 Jahren dann wirklich gehört, oder ob ich nur weiterhin im Grundbuch als Zahlungspflichtige für Grundsteuer & Co eingetragen bleibe und einen Testamentsvollstrecker auf Lebenszeit habe. Aber solange werden wir wohl auch wegen der Katzenmädchen, der verbliebenen schützenswerten alten Bäume, der Eichhörnchen, der Vögel & der anderen Tiere hier bleiben ...