Samstag, 6. Januar 2018

Ein Amselmann ...



Hätte dieser schwarze Herr nicht gegen 13:30 Uhr …

die Aufmerksamkeit der beiden grauen Mädchen ...

im Treppenhaus erregt, dann 

wäre mir sein Rivale auf dem Steg wohl kaum aufgefallen.

Und so entschied ich mich dann mal ohne die sonst bei uns 

Zwar hängt bei uns in Hausnähe seit dem kurzen Kälteeinbruch
 im Dezember ein einsamer Meisenknödel, aber der blieb 
bis jetzt unbeachtet. Und auch die Amseln haben noch längst 
nicht alle Hagebutten der Rosa multiflora vor dem Wäldchen 
abgeerntet. Doch die Natur hat durch die - bis auf wenige Tage 
zu warme Witterung, den Tisch für die Tiere noch immer 
recht gut gedeckt. Und so werden wir unsere Fütterungszeit 
wohl wieder weiter Richtung Frühjahr verschieben. Wenn 
die Partnersuche, das Brutgeschäft, sowie die Aufzucht der 
Jungtiere viel Energie kosten, und die Gärten noch nicht 
wieder ausreichend Nahrung zu bieten haben.

Bei uns vor dem Fenster erschienen in dieser einen Stunde 
jedenfalls nur die 2 Amselmänner und ein Kohlmeisenpaar.
Doch gegen Mittag beim kleinen Gartenrundgang machte sich 
sogar mal wieder einen Specht bemerkbar. Und beim Lüften 
hörte sich der Vogelgesang schon ziemlich nach Frühjahr an.
Ob die übers Haus ziehenden Kraniche von Ost nach West 
oder West nach Ost flogen, konnte ich vor einigen Tagen 
in der Dämmerung leider nicht erkennen. Aber ich gehe 
davon aus, dass das kurze Schnee-Schauspiel um den ersten 
und zweiten Advent bei uns noch nicht der richtige Winter 
war 

Fotos: SchneiderHein


Kommentare:

jahreszeitenbriefe hat gesagt…

Gestern hörte ich auch einen Amselmann frühlingshaft rufen... Aber auch ich vermute, der Winter hat noch längst nicht sein letztes Wort gesprochen, fing er doch gerade erst an... ;-) Liebe Grüße und ein gutes Jahr - Ghislana

Elke Schwarzer hat gesagt…

Hallo Silke,
ich habe auch gestern bei der Zählung mitgemacht. Blöderweise kommen manche Arten erst heute wieder vorbei.
Ist ja lustig, wie die grauen Samtpfoten alle auf der Fensterbank hocken.
Hier ist die Multiflora-Rosa leergefressen!
VG
Elke

Meriseimorion Mosaike hat gesagt…

Liebe Silke,
was für ein herrlicher Fensterplatz mit Blick in deinen schönen Garten!
Dort würde ich auch gern verweilen und dabei deine Katzen kraulen....
Wunderschön!
Ich hab am Wochenende auch die Vögel gezählt, so ganz erfolgreich war ich aber nicht.
Irgendwie war nicht viel los im Garten.
Mal schauen wie es weiter geht mit dem Winter, die Vögel haben anscheinend irgendwo ein schönes Plätzchen gefunden und kommen erst wieder, wenn das Futter knapp wird.
Eine gute Woche wünsche ich dir.
Liebe Grüße
Kerstin

SchneiderHein hat gesagt…

@ Ghislana
Ich hoffe wirklich, dass der Winter nun mal so langsam loslegt und das Pflanzenwachstum sowie die Tierwelt mal etwas ausbremst. Sonst bekommen bei uns so einige Pflanzen wieder was auf den Deckel, und die erste Vogelbrut leidet dann wieder unter Futtermangel & Kälte. Von daher bin ich inzwischen richtig froh, dass wir einen gut gemischten Garten aus immergrüner Bepflanzung und Sträuchern haben. Das mildert die späten Winter etwas ab. Meist halten sich dort schon früh oder sogar auch im Winter die Insekten für die Vögel auf, da es dort etwas geschützter ist. Und auch die Nistplätze sind für die erste Brut etwas wärmer und wettergeschützter. Amseln bevorzugen deswegen bei uns jetzt immer häufiger die Eiben als erste Nistplätze.

SchneiderHein hat gesagt…

@ Elke
Vielleicht ist Deine Multiflora ja leergefressen, da das Füttern mehr Vögel anlockt …
Unsere Amseln scheinen sich die Hagebutten gut einzuteilen. Ebenso war das im Spätsommer bei der Eberesche am Wiesenrand zu beobachten: Immer ein paar Früchte pro Tag. Wahrscheinlich gibt es bei uns kaum Konkurrenzkampf und die Gartenvogel-Population bleibt bei uns ziemlich konstant solange der Winter nicht zu kalt ist.
Unser Eichelhäher-Paar stand zwar auch schon vor einigen Tagen mal auf dem Gartentisch, in der Hoffnung, dass es bald wieder Erdnüsse gibt. Aber die konnte ich ja dann auch nicht mitzählen, ebenso wie den Zaunkönig, der immer mal am morschen Steg nach Nahrung sucht …

Tja, und wegen des grauen Trios bin ich nun wirklich am Überlegen ob ich in den nächsten Jahren überhaupt füttern sollte. Bei Maus gehörte der Gartentisch glücklicherweise ja irgendwie zum Haus. Dort ist sie nie auf Vogelfang gegangen. Und Allegra fand Mäuschen immer viel interessanter. Aber die 3 Mädchen könnten recht erfolgreiche Jägerinnen werden. in den nächsten Monaten werden wir zwar nur an der Leine mit ihnen in den Garten gehen - auch wenn sie nun schon kastriert sind. Aber irgendwann im Laufe des Jahres sollen sie auch zeitlich begrenzte Freigängerinnen werden.

SchneiderHein hat gesagt…

@ Kerstin
Auch wenn wir zur Zeit keinen richtigen Winter haben, so muss es bei uns im Treppenhaus durch ein bauphysikalsches Problem leider in der kalten Jahreszeit recht kühl bleiben. Die Mädchen tragen ja Pelzmäntel, aber in bequemen Hausklamotten und mit dicken Socken an den Füßen ist es dort meist recht frisch …
Daher habe ich die Vögel & die Katzen-Mädchen die meiste Zeit auch lieber etwas erhöht vom Bett aus durch das Gartenfenster beobachtet, während sie ganz nah am Vogel-TV im Treppenhaus saßen.

Na, meine Ausbeute war mit 2 Amselmännern und einem Kohlmeisenpaar bisher auch das schlechteste Zählergebnis. Aber darauf kommt es ja wohl nicht an. Außerdem fand ich es auch mal spannend, wie viele Vögel sich ohne gut gefüllte Futterbar zeigen würden. Und ich gehe auch davon aus, dass die Natur noch genug zu bieten hat. Denn sonst wären unsere Hagebutten schon lange weg. Aber die werden von einem Amselmann zur Zeit wohldosiert tag für Tag gefuttert :-)

bergblumengarten hat gesagt…

Über das Für und Wieder vom richtigen Zeitpunkt der Vogelfütterung wird immer noch rege diskutiert. Inzwischen setzten sich sogar die großen Gartencenter für die Ganzjahresfütterung ein. Wobei das nichts zu sagen hat, da ja hier die wirtschaftlichen Interessen im Vordergrund stehen. Der NABU meint wohl, dass man mit der Fütterungshilfe nicht die Vögel erreicht, die auf der roten Liste als gefährdet erscheinen. Nur die, die wir so üblicherweise hier als Gartenvögel beobachten. Aber mir ist das auch schon viel Wert. Wichtiger ist wahrscheinlich, bestimmte Pflanzenarten anzusiedeln oder den Garten einfach ohne Pestizide zu bewirtschaften. Bzw. auch den Garten wild zu lassen und nicht alles im Herbst einzukürzen.
Wünsche dir noch ein gesundes neues Jahr und danke für den Tipp mit der Liste.
Ich hätte jetzt nicht gedacht, dass dort noch irgendwer liest. So ist das....:-))
LG Sigrun

Gartenstreifzug hat gesagt…

Hab euren Blog über die Kommentare vom Geniessergarten gefunden.
Und bin jetzt hier durch euren Garten gestreift. Wunderschön, hier würde ich mich sehr wohl fühlen.
Werde wieder vorbei schauen
Liebe Grüße Arlene

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sigrun
Mag sein, dass ich einfach schon zu lange dabei bin - schon zu alt bin, und daher gern an alten Traditonen festhalte. Ich mag halt keine Blogs abonnieren, sondern drehe dann meine Runden, wenn es gerade passt. Außerdem gesellen sich dort auch immer mal wieder neue Gartenblogs dazu. Das finde ich bequemer als so wie in den Anfangsjahren immer mal wieder auf anderen Gartenblogs die Linklisten zu durchflöhen.

Also auf Gartencenter würde ich bei der Vogelfütterung auch nicht setzen ;-) Da sehe ich auch ganz klar nur wirtschaftliche Interessen. Ebenso, wie bei vielen anderen scheinbar gartentauglichen Naturschutz-Produkten. Und ich sehe es genauso wie der NABU. An erster Stelle sollte das Umfeld mit Nährgehölzen stehen. Das haben wir aber im Vergleich zu vielen anderen Gärten in der Siedlung schon jahrelang praktiziert bzw. haben gegen die Vernichtung von Gehölzen in unserer Umgebung angepflanzt - soweit das unser Garten zuließ. Das Grundstück unserer Nachbar und unseres sind allmählich fast die letzten Flächen, wo nicht radikal aufgeräumt wird. Denn meist werden beim Eigentümerwechsel jetzt nicht nur die alten 30er-Jahre Häuschen in Grund und Boden gestampft, sondern auch gleich die alten Gärten mit niedergemacht. Und dann entstehen trotz Niederschlagswasser-Gebühr in unserer Umgebung meist verpflasterte sterile und angeblich ja so pflegeleichte Kiesgärten. So haben die neuen Nachbarn dann auch gleich einen guten Grund sich beim alteingessenen Nachbarn zu beklagen, dass die alte hohe Lärche im Herbst und überhaupt viel zu viel Schmutz & Arbeit macht. Und dann macht natürlich auch die Ganzjahresfütterung Sinn ;-( Ebenso wie die zahlreichen trendigen Supermarkt-Insektenhotels, die dann im nackten Garten auf Besucher warten …

SchneiderHein hat gesagt…

@ Arlene
Ich hatte vorhin bei Dir nochmals gestöbert und dann festgestellt, dass Dein Blog schon länger bei uns auf der Linkliste beheimatet ist ;-) Aber im letzten Jahr hatten unsere sterbende Maus, unsere alte graue Dame Allegra und die 3 wilden Katzenmädchen unser Leben voll im Griff. Nun finden wir hoffentlich in diesem Jahr wieder mehr Zeit für Haus & Garten, um da weiterzumachen, wo wir vor einigen Jahren einfach notgedrungen aufgehört haben und den Garten einfach machen ließen. Aber das gehört eben auch mal zum Gartenleben. Genauso, wie ich Dir zustimme, dass der Garten zum Umfeld passen sollte. Wobei wir uns dann bald nach den 3 Nachbarn im Süden und Osten richten müssten, die fast alles platt machen und inzwischen am liebsten in Fußbankhöhe gärtnern würden ...

bergblumengarten hat gesagt…

Silke, ich hoffe, dass Heiner mich erhört und du mich dort auch wieder aktuell finden kannst....:-))
Mit den neuen Gärten, da sprichst du mir aus der Seele. Diesen Trend muss man leider sehr oft beobachten. Auch Mietgärten bestehen meistens nur aus einer Terrasse und grüner Wiese ringsum. Alle wollen ein Haus, aber einen Garten, der noch Arbeit macht, die wenigsten. Dabei finde ich, dass Rasen ganz schön viel Arbeit macht. Demnächst wollte ich mal was über Insektenhotels schreiben....das ist wirklich schlimm.
Ein schönes Wochenende,
LG Sigrun

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sigrun
Bei Heiner braucht man etwas Geduld. Soweit ich weiß sammelt er immer mal wieder Blogs und stellt sie dann bei Gelegenheit ein.

Ja, Rasen macht wirklich Arbeit. Das sehe ich immer wieder im Garten meiner Mutter. Auch wenn der jetzt seit einigen Jahren zum Glück nicht mehr vertikutiert wird, und es ihr nun mit immer mehr Elfenkrokussen dankt …
Aber da sie sonst weder Kraut noch Gänseblümchen in der Fläche duldet und ich Lenzrosenkinder, Rosen etc dort gern einsamen, ist sie ständig mit dem Messer unterwegs. Und auch wenn Renate (Genießer-Garten) mir für die Gartenpflege gerade gestern einen Mähroboter vorschlug, so lässt sich das Kabel dafür schlecht an überwiegend gerundeten Beetkanten verlegen. Außerdem hat es einen ganz besonderen Charne, wenn es keine Rasenkantensteine gibt, und die Stauden und Sträucher teilweise auf der ruhigen grünen Fläche liegen dürfen. Das wäre einem Mähroboter aber egal - ebenso wie den meisten Männern, die frau theoretisch mit dem Rasenmähen beauftragen könnte ;-) Daher bin ich nun schon seit einigen Jahren für meine Mutter am Suchen, wie wir ihren Rasen am Besten abschaffen ohne die Fläche zu sehr zu versiegel, sie pflegeleichter wird, nicht zu viele Stolperfallen und möglichst kaum Rutschgefahr bei feuchter Witterung und im Winter mit sich bringt. Früher hätte ich dafür Mulch gewählt. Aber da auch sie inzwischen immer mehr Zecken im Garten hat, währe das keine gute Lösung.
Von daher kann ich ja gut verstehen, dass Leute jetzt den staubtrockenen Kiesgarten wählen. Nur ich hätte da keine Lust im Sommer unter einem Sonnenschirm zu braten - das wäre für mich nämlich kein Garten ;-)

Auf Deinen Post bin ich gespannt. Ich bevorzuge ja eher die natürlicheren Varianten wie Totholz am Baum und unsere nicht verputzte Mauer am Teich ...