Mittwoch, 12. April 2017

Ist die Katze ...


… aus dem Haus, tanzen die Mäuse auf dem Tisch:



Heute, am Mittwoch vor genau 2 Wochen haben wir 
neben dem Hochwald-Kompost unter dem mächtigen alten Ilex 
uns auch so manche Maus mit ins Haus brachte. Die letzte Maus 
fing unsere kleine Katze sogar noch Anfang des Jahres und brachte 
sie mit ins Bett. Zu dem Zeitpunkt hofften wir noch, dass es 
einen letzten Sommer mit ihr geben könnte. Aber uns blieben 
nur noch ein paar sommerliche Frühlingstage. Und das letzte 
Mäuschen sahen die Maus und ich uns ganz gemütlich im Sessel 
sitzend zwischen den morschen Podestbalken an 

Und auch, wenn nun häufiger der Nachbarskater Cäsar bei uns 
vorbeischaut, so gibt es noch genug Zeiten, wo ein Mäuschen jetzt

Wegen der Amseln blieb es jedoch noch etwas auf Abstand.

Und unter der Etagere war ein prima Mause-Versteck, 
um in aller Ruhe die Lage zu sondieren.

Denn eifrig bewachte Familie Amsel ihren Futterplatz ...

Doch in einem unbeobachteten Moment sprintete die vorwitzige
Gelbhalsmaus zur Haus-Rückseite und labte sich ausgiebig an 
den dort angeboten Speisen. So lange der flinke Nager sich aus 
beiden Schalen bediente, traute sich nun auch kein Vogel 
mehr ans Häuschen heran.

Aber irgendwann hatte Herr Amsel den Tisch einige Zeit für sich. 
Denn zwischen den einzelnen Gängen am üppigen Körnerbuffet 
legte die mutige Maus immer mal wieder einen kleinen Verdauungs-
spaziergang ein. Und diese Entspannung nutzte der Drosselmann 
sogleich für eine kleine Erfrischung in der ersten Etage.

'nicht umgezogen' - wie es in einem Kommentar unter dem Post 
so treffend formuliert wurde, dann hätten wir diesen Tanz 
ums Futterhaus heute wahrscheinlich gar nicht miterlebt ...

Und jedes Mal, wenn die flinke Gartenmaus nun einen neuen Anlauf 
unternahm, scheuchte sie die beiden großen Vögel vom Futterplatz.

Selbst der sonst alles vereinnahmende Amselmann kam erst
wieder an die Futterbar heran, wenn die kleine mutige Maus 
sich zwischendurch zu einer kurzen Pause auf die Sessellehne 
zurückzog, bevor der Reigen von Neuem begann. Und als 
dieser Trubel endlich vorbei war, trauten sich 2 Kohlmeisen 
ans Futterhäuschen, die wohl schon länger ganz ungeduldig 
auf den umliegenden Zweigen gewartet hatten ...

Fotos: W.Hein


Nachtrag, Samstag 22. April 2017:
Übrigens ist vom 12. - 14. Mai 2017 die Stunde der Gartenvögel.
Bis dahin werden wir sicherlich den Tieren noch ein gut gefülltes 
Futterhaus sowie 2 Winter-Meisenknödel zur Verfügung stellen. 
Und wir sind schon gespannt, ob dann noch die Gelbhalsmaus 
mehrmals täglich auf dem Tisch erscheint, oder ob der Nachbars-
kater Cäsar die allzu mutige Maus irgendwann mal am Futterplatz
erwischt. Ebenso könnten wir irgendwann mal wieder ein Eich-
hörnchen am Sonnenblumenschälchen mit der Kamera stellen. 
Aber im Moment ist es leider noch zu scheu und reagiert sofort 
auf jede Bewegung im Haus 


Kommentare:

Daniela hat gesagt…

Das sind so niedliche Bilder mit dem Mäuslein und den Amseln! Ihr habt denen aber auch ein tolles Buffet zur Verfügung gestellt.

Der Verlust Eurer Maus tut mir sehr leid! Auch ich habe meine Katze letzten August verloren durch schwere Krankheit. Sie hieß übrigens Mausi. ;-) Ich finde das ist eine toller Katzenname.
Ich lebe immernoch "katzenlos", kann mich nicht durchringen eine neue Katze zu haben. Mausi hat zum Schluss sehr gelitten, das möchte ich so schnell nicht mehr erleben.

Trotz aller nachvollziehbarer Traurigkeit wünsche ich Euch ein schönes Osterfest mit hoffentlich wieder so schönen Beobachtungen!

Liebe Grüße
Daniela

Jule hat gesagt…

Ich habe es gerade erst gelesen. Der Verlust eurer kleinen Maus tut mir wirklich von Herzen leid. :-(
So rührend habt ihr euch um sie gekümmert (ich habe gerade alles nachgelesen auf dem Graue-Katzen Blog).
Ich schicke dir ganz viele Umarmungen und wünsche euch ganz viel Kraft! Auf dass bald die Trauer überwunden ist und die Gedanken an schöne Zeiten überwiegen.
Ich zünde heute Abend eine Kerze für die kleine Maus an!
Ich wünsche euch trotzdem allem schöne Ostern!

Alles Liebe, Jule

Heidi hat gesagt…

Ein Familienmitglied, und sei es ein vierbeiniges zu verlieren, ist ein großer Schmerz. Und immer wieder kehren unsere Gedanken zurück in die Zeit, da wir uns mit ihnen freuen konnten. Auch Gewohnheiten, die man den "Herzen auf vier Beinen" zuliebe angenommen hatte, währen noch lange...
So haben wir z. B. eine feuerfeste Tür vom Flur in die Garage...und als unsere Vierbeiner noch bei uns waren, begleitete mich vor allem die Jüngste oft auf Schritt und Tritt. So hatte ich mir angewöhnt, diese Tür aufzuhalten, damit unsere Tapsi nicht durch den Selbstschließmechnismus eingeklemmt werden konnte...Dieses Aufhalten der Tür passierte mir (besonders wenn ich in GEdanken war) noch gute 2 Jahre nach ihrem Gang in den Hundehimmel...
Ich wünsche Euch, auch im Hinblick auf viele rückwärts gerichteten Gedanken, ein frohes Osterfest und alles Gute
Heidi

LiSa hat gesagt…

Guten Morgen liebe Silke!
Es tut mir sehr leid für euch, dass euch eure Maus verlassen hat.Ich weiß aus Erfahrung wie schwer das ist(unsere Katze ist letztes Jahr zwischen den Weihnachtsfeiertagen gestorben) und wie lange man damit zu kämpfen hat :(.

Das kleine Mäuschen auf dem Tisch finde ich süß! Die scheint nicht sonderlich scheu zu sein.

Wünsch dir schöne Feiertage.
Sabine

Seifenfrau R hat gesagt…

Wie traurig, liebe Silke.
Trotzdem wünsche ich ein schönes Osterwochenende!
LG

Mein Elfenrosengarten hat gesagt…

Ach, liebe Silke,
ja das Leben bringt uns durch seinen ewigen
Kreislauf auch immer wieder Trauriges.
Aber die Bilder sind so schön geworden.
Nun darf das Mäuschen sich auf dem Tisch tummeln.
Ich wünsche dir und deinen Lieben ein wunderschönes Osterfest
und sende dir liebe Frühlingsgrüße
von der Urte

zabor hat gesagt…

Was für ein gelungenes Foto, Maus und Amsel!
Ihr habt lange nicht mehr Anm Tisch gesessen wie man sieht, habt ihr Angst das alles zusammen bricht ;-)

Elke Schwarzer hat gesagt…

Hallo Silke,
so ein süßes Mäuschen lässt man ja gern auf dem Tisch herumtanzen.
Der Nachbar hat Vogelfutter auf das Dach vom Gartenschuppen geworfen. Nun hockt dort immer eine fette Ratte. Dann lieber so eine nette Gelbhalsmaus.
VG
Elke

Edith Wenning hat gesagt…

Das ist keine gute Nachricht, liebe Silke, ich weiß von meinen Kindern, was es heißt, so ein Kätzchen zu verlieren und beerdigen zu müssen. Da ist es noch gut, wenn man einen eigenen Garten hat. Aber das Leben geht weiter und sei es mit einem auf dem Tisch tanzenden Mäuschen.
Dir und Deinen Lieben ein gesundes Osterfest.
Liebe Grüße von Edith

Lykka Gard hat gesagt…

Liebe Silke,
das Einzige was Dir den Schmerz geringer vorkommen mag, ist die Tatsache, das kleine Graue sich nicht mehr quälen muss.

Trotzdem wünsche ich noch ein schönes Osterfest!

Deine Aufnahmen sind phantastisch!
LG lykka

Sara Mary von Buelsdorf hat gesagt…

Niedlich! So etwas habe ich noch nie gesehen - Maus und Vogel vereint. Bei uns an der Terrasse huschte auch schon mal eine Maus, aber so fix, daß ich so schnell gar nicht gucken konnte und schon gar nicht die Kamera holen.
Allegra ist wohl nicht so die Mäusefängerin? Oder der Nachbarskater?

Ich wünsche Euch auch schöne Feiertage, auch wenn der Verlust Eurer Maus alles derzeit überschatten wird, doch ich sehe es auch so wie Lykka - sie ist erlöst und das tröstet letztendlich ein wenig.

Alles Liebe
Sara

bergblumengarten hat gesagt…

Das ist der Nachteil der Vogelfütterung, dass man damit immer Mäuse anlockt. Bei uns wohnten sie unter der Garage, obwohl Nachbars Katze dort öfters lauerte. Tolle Aufnahmen wieder von deinem Futtertisch, der so wunderbar vom Efeu berankt wird.
LG Sigrun

Sisah vom Fließtal hat gesagt…

Hallo Silke,
du bist ja wieder auf Sendung, das freut mich. Ich kann mich noch sehr gut an deine wohltuenden Trostworte zu den Verlusten meiner (Garten)-begleiter erinnern. Es dauert einige Zeit bis man darüber hinweg ist, jeder Gang durch den Garten birgt Erinnerungen. Und genauso wie du, bemerke ich erst später, dass unsere Haustiere 'Bewacher' des Gartens waren. Als Dooley ,unser Kater gestorben war, patroullierten plötzlich die Nachbarkater mitten durch das Gelände...Sammy der neue Hund war anfangs noch nicht so territorial, erst jetzt benimmt er sich häufig so wie ein Hütehund und rast knurrend Richtung Komposthaufen um irgendwelche nicht sichtbaren Eindringlinge zu verscheuchen.
Deine Vogelbilder in deinem Wildnisgarten sind klasse...Gelbhalsmäuse? Die scheinen sich in eurer Umgebung sehr wohl zu fühlen...meine Schwester. die in eurer Region wohnt, kann auch sehr spannende Geschichten über Groß-Familiengründungen unter der Holzterrasse erzählen. Du brauchst ganz sicher eine neue dynamische Katze an deiner Seite...um die Population etwas zu dezimieren....und nicht nur deswegen ;-)

Viele Grüße
Sisah

Topfgartenwelt hat gesagt…

Das sind herrliche Bilder von der Maus und der Amsel. Es tut mir sehr leid, dass Eure Katze gestorben ist.

LG kathrin

kleiner-staudengarten hat gesagt…

Hallo Silke,
wunderbare Eindrücke und so klasse eingefangen - schade, dass eure Maus gehen musste...die schmusigen Begleiter wachsen einem ans Herz und man vermisst sie doch sehr. Danke noch für deinen Kommentar auf meinem Blog - einen schönen Sonntag wünsch ich dir, Marita

Ein Schweizer Garten hat gesagt…

Deine Bilder sind so wundervoll, und doch ist da ein trauriger Gedanke an deine Katze. Tja, man vermisst die felligen Familienmitglieder sehr, leider weiss ich nur zu gut, wie es sich anfühlt. Unser schwarz-weisser zugelaufener Streunerkater der unbekannterweise schon ziemlich alt sein muss, wird uns vielleicht auch schon bald verlassen, ich mag gar nicht drandenken, so sehr ist er mir in den letzten 6 Jahren ans Herz gewachsen. Mittlerweile müsste er ca. 16 Jahre alt sein.
Lg Carmen

Doro hat gesagt…

Sehr tolle Bilder,das gelingt sicher nur,wenn Vogel und Maus sich sicher fühlen....Tja,alle um und im " Mausehaus" merken ,dass die Maus fehlt- und trotzdem sehr präsent ist.....Doro

Sara von Buelsdorf hat gesagt…

Liebe Silke,
jetzt komme ich noch einmal hierher.

Schade, dass Euch ein letzter Sommer nicht mehr vergönnt war, andererseits geht es Eurer Katze da, wo sie jetzt ist, vermutlich besser.

Ich wundre mich immer über Eure Holzmöbel im Garten! Mein Tischchen an der Terrasse zeigt nun stärkere Verfallserscheinungen - es steht zwar relativ geschützt unter der hohen Tanne, doch das reicht auf Dauer nicht aus. Vielleicht nochmal mit einer Schraube zusammenzuhalten versuchen ... bis gar nichts mehr geht. Auf dem Sperrmüll findet sich schließlich immer noch was ... Das ist der Nachteil einer unbedachten Terrasse. Doch die Kosten lohnen sich für uns nicht mehr.

Wir füttern - ganz gegen unsere Gewohnheit - derzeit auch noch die Vögel. Nun hatten wir allerdings auch einen ziemlichen Vorrat, den wir nicht das ganze Jahr über aufheben wollen. Aber die Vögel nehmen das Futter derzeit auch besonders gut an. Hoffentlich füttere ich damit nicht auch die Mäuse. Wir haben an sich kein Problem damit, doch am Haus an der Hauswand ist ein Loch, das sollte nicht sein. Mit Giften mag ich nicht hantieren, aber wie man sie da wegbekommt, ist mir ein Rätsel. Weiter hinten im Garten wä re das kein Problem, nur direkt am Haus möchte ich dann doch keine Mäuse.

Ob ich zur Stunde der Gartenvögel überhaupt daheim sein werde, weiß ich heute noch nicht, werde aber versuchen, daran zu denken.
Es ist aber schwieriger geworden, seit wir das Vogelhaus umziehen mußten, denn die Körner haben sich allesamt ausgesamt. Es war sehr scher, das zähe Gras da zu entfernen. Inzwischen hatte ich an der Stelle 3 große Vinca minor gepflanzt, die sich dort ausbreiten sollen. An der Terrasse ist es aber auch kein guter Platz fürs Futterhaus, denn so "haben" unsere Nachbarn auch noch ordentlich was von all den Spelzen, die mit auf ihre Terrasse fliegen. Keine Dauerlösung, so daß wir das Haus wohl weiter hinten in den Garten stellen werden. Dort kann ich die Vögel jedoch kaum beobachten. In diesem Garten ist eigentlich nirgends der geeignete Platz oder ich müßte die auskeimenden Körner in Kauf nehmen, was ich nicht will.

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
Sara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Daniela
Ich kann mir gut vorstellen, wenn das geliebte Tier leiden musste und irgendwie doch nicht gehen wollte, dass das für einen Neuanfang noch keine gute Grundlage ist.
Da hatte ich/wir es einfacher mit unserer Maus. Sie erweckte zwar den Eindruck, dass sie noch gerne etwas länger geblieben wäre, aber ob das nun ein Tumor oder andere Gründe waren, die bei ihr seit Ende Dezember zu Dauerdurchfall führten, wissen wir nicht. Jedenfalls lehnte sie ab Mitte März die Behandlung ab und wir sowie unser Tierarzt waren der Meinung, wir sollten sie einfach leben lassen - so wie es ihr gefiel. Das dauerte dann doch nur noch 2 Wochen, statt der maximal 4 Wochen, die unser Tierarzt anfangs vermutete. Aber die waren intensiv und schön. Bis zum Schluß haben wir ihr noch Nahrung angeboten, aber ihr stand irgendwann nur noch der Sinn nach dem 'Heilwasser' aus Bachbars Garten.

Erst vor einigen Wochen haben wir mit Kater Mang in der Nachbarschaft ähnliches erlebt, der auch seine letzten Tage ohne tierärztliche Behandlung so verbringen durfte, wie es ihm gefiel und dann 'einfach' im Kreis seiner Familie sterben durfte.
Inzwischen habe ich die letzten Stunden eines natürlichen Todes bei 3 meiner eigenen Katzen - und nun auch bei Kater Mang, miterlebt und jedes Mal war zwar viel Trauer dabei, aber Maus und die Kater hatten ihr Leben gelebt.

Und eigentlich wollten wir Allegra nun einen ruhigen Lebensabend als Einzelkatze ermöglichen. Aber erst, als ich mich gedanklich öffnete, dass ich nicht bis zu ihrem Tod auf neues Leben in Haus & Garten warten möchte, kam sie häufiger wieder aus ihrer Kleiderkammer hervor und genoß einige der sonnigen Sommer-Stunden zusammen mit mir im Treppenhaus …

Zwar gestaltet sich die Zusammenführung der 4 Katzen nun aus diversen Gründen wesentlich schwieriger als geplant, aber für uns alle ist es so wohl trotzdem besser. Mental war ich mit meiner Trauer wegen der Maus für Allegra wohl kaum zu ertragen. Und inzwischen ist die kleine Maus halt ein anderer Bestandteil meines Lebens geworden ...

SchneiderHein hat gesagt…

@ Jule
Wie Du ja inzwischen weißt, hat sich nun viel geändert. Und die Trauer wurde durchs Leben abgelöst. Bisweilen hätte ich zwar gern die ruhigen schmusigen Morgenstunden und Tage mit der Maus zurück. Aber da hatte uns die Natur ja leider Grenzen gesetzt. Und jetzt wußten wir ja, worauf wir uns einlassen würden. Daher war der Entscheidungsweg ja auch etwas länger. Und trotz Dekoverlusten, vermehrten Flohproblemen - Allegra hätte ja wirklich als verflohte Katze im August gereicht, den dazugehörigen Würmern, dann die Giardien, jetzt wohl auch noch Kokzidien und die nötige Schonkost 4 bis 5x am Tag kochen, möchte ich keine aus dem Trio-Infernale für nix auf der Welt hergeben. Sie passen perfekt zu uns. Und in ein oder zwei Jahren werden sie ja auch etwas 'vernünftiger' - nur was sie dann im Garten anstellen werden … es sind halt Russenmädchen ;-)