Sonntag, 13. November 2016

Und plötzlich war alles ganz anders ...



Irgendwie sah der Garten hinter dem Wäldchen so anders aus. 
Die Scheinakazie trug trotz Wintereinbruch noch reichlich Blätter. 
Doch was war denn mit dem Efeu-Apfelbaum los? Unten herum war 
alles so eng, und oben klaffte eine merkwürdige Lücke.

Belaubte Äste versperrten den Weg zur Betonfläche.

Und ein einsamer roter Apfel hing erstaunlicherweise in Greifhöhe.

Waren die Efeublüten früher nicht viel weiter oben?

Am Stamm des Baumes zeigte sich die traurige Wahrheit.

Ein riesiger Ast war aus dem alten kranken Baum gebrochen.

Und so sah nun plötzlich der klägliche Rest vom früher 

Unter dem mächtigen Ast befindet sich irgendwo die Viridiflora. 
Aber die Stauden im ehemaligen Erdbeerfeld werden wohl kaum 
unter dem Efeu- und Astgewirr leiden müssen.

Irgendwann las ich einmal 'Efeu würgt nicht'.

Doch kann Efeu anscheinend so schwer werden, dass 
ein kränkelnder Baum unter der immergrünen Last 
in Kombination mit zu viel Schnee zusammenbricht ...

Also werden wir die viel zu langen Efeuranken bald kürzen.

Und in nächster Zeit gibt es jetzt noch viel mehr 
zum Sägen, Schneiden & Shreddern …

Fotos: W.Hein


Aber wenigstens gibt es durch diesen Schnee-Unfall
jetzt eine neue Bärengeschichte aus dem Wildwuchsgarten.


Kommentare:

Edith Wenning hat gesagt…

Bei Euch, liebe Silke, ist das passiert, was ich schon seit langem befürchte. Unter unserem riesigen Efeubaum, der von Jahr zu Jahr breiter wird, versteckt sich ein alter Süßkirschbaum. Wenn ich Deine Fotos sehe, würde ich am liebsten gleich morgen mit einem kräftigen Rückschnitt beginnen.
Eine gute neue Woche und liebe Grüße
Edith

SchneiderHein hat gesagt…

@ Edith
Nach der gestrigen Erfahrung kann ich Dir nur dazu raten ;-(
Ich war damals richtig erleichtert, als ich den Post über 'Efeu würgt nicht' im www entdeckte. Denn das mächtige und noch dazu blühende Efeu machte aus dem knorrigen alten Baum ein wirkliches Highlight im Garten - zumal der Apfelbaum ja trotzdem blühte und Äpfel trug. Also ein immergrüner Obstbaum, der den Vögeln reichlich Nistplätze, Schutz und Nahrung bot. Und auch im Frühjahr durch die Obstbaumblüte und später im Jahr duch das blühende Efeu Insekten mit Nahrung versorgte.
Nun müssen wir mal schauen, was vom Efeu und vom Baum noch zu retten ist. Aber vermutlich wird uns auch dieser Apfelbaum nun eingehen. Im Laufe der 20 Jahre sind der kleine schräge Apfelbaum. der hohe dahinter und der linke hinter dem Hochbeet eingegangen. Und die Mirabelle am ehemaligen Erbeerfeld hat einen Pilzbefall, der den Baum wohl auch in den nächsten Jahren eingehen lässt. Die Obstbäume sind in die Jahre gekommen - sie wurden wohl teilweise schon in den 30ern gepflanzt. Und in vielen Gärten wurden sie schon vor vielen Jahren gefällt. auch der alte Apfelbaum unserer südlichen Nachbarn hat in diesem Sommer wieder einige alte Äste verloren. Bei ihm krachte auch ohne Efeubewuchs schon Ende der 90er ein riesiger Ast mit ca. 25cm Durchmesser an einem windstillen Sommertag unvermittelt vom Baum. Alles ist vergänglich …

LiSa hat gesagt…

Hallo Silke!
Der alte Apfelbaums sieht jetzt wirklich traurig aus.
Im ist die Last von Efeu und Schnee einfach zu viel gworden. Schade drum.
GlG
Sabine

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sabine
Ich war gestern auch geschockt, als ich eigentlich nur eine Rose am Teich fotografieren wollte, und mir der Garten hinter dem Steg irgendwie merkwürdig vorkam. So ganz ist noch nicht zu erahnen was uns vom Baum & beerenbesetzen Efeu erhalten beibt. Aber wir werden uns demnächst behutsam durch das Gewirr schneiden. Gut, dass es erst jetzt passiert ist. Der Garten ruht, und bis auf Francine Austin im Kübel ist den Pflanzen darunter auch kaum etwas passiert.

Nun wird der Garten halt wesentlich lichter. Er hatte sich Richtung Norden ja ohnehin schon in den letzten Jahren von selbst ausgelichtet: Zuerst der vordere schiefe kleine Apfelbaum, der in diesem Jahr umgefallen ist. Dann der Apfelbaum dahinter, von dem bereits im vorletzten Sommer reichlich tote Äste abgebrochen sind. Dazu noch 2 riesige Äste von Nachbars Kiefer und nun das Efeu mit Baum.
Ich bin aber froh, dass es jetzt passiert ist, denn ich habe noch reichlich Rosen als Kübelpflanzen, die spätestens im nächsten Jahr in die Erde sollten. Durch diese Veränderung werden sie nun vielleicht einen ganz anderen Standort erhalten ;-) Und der alte Apfelbaum kann vielleicht nun doch noch als Rankgerüst für eine nicht so wild wuchernde Wildrose nützlich sein ...

Mein Elfenrosengarten hat gesagt…

Wow, da könnt ihr froh sein, dass keiner drunter war.
Nicht auszudenken! Ja, der Efeu wird sicher seinen Teil beigetragen
haben. Aber Bäume werden eben auch immer größer und älter.
Unser riesiger Walnuss hat schon öfter riesige Äste verloren und sieht ganz schön
ramponiert aus :-( Er ist eben schon sehr alt. Ach es wär so schade um ihn.
Hoffentlich hat euer Baum nicht zu viel Schaden gemacht und
ihr könnt ihn weiter erhalten.
Ganz viele liebe Grüße sendet dir die Urte

Mach Mal hat gesagt…

Sehr traurig, dass der Ast abgebrochen ist. Wobei ich den Anblick des einsamen, roten Apfels sehr faszinierend finde! Liebe Grüße, Kathreen von "Mach mal"

Meriseimorion Mosaike hat gesagt…

Liebe Silke,
oh je, das sieht ja wirklich traurig aus.
Wir haben Efeu an der Hauswand und da ist es auch mal zum Schneebruch gekommen, weil zu viel Schnee auf den vielen Blättchen lastete.
Doch hat dabei kein Baum darunter leiden müssen,
schade um euren schönen Apfelbaum.
Ich hoffe ihr könnt den Baum noch retten.
Hoffentlich geht es euch gut und ihr habt nicht zu viel Stress,
sondern auch Zeit zum Garten genießen.
Bei diesen Temperaturen wohl eher ein "durch die Fenster Garten genießen".
Danke für deine Schmetterling Nachforschungen!:-)
Liebe Grüße
Kerstin

Elke Schwarzer hat gesagt…

Hallo Silke,
ach, wie schade.
Mir hat der Schnee die Zimtrose so weit runtergedrückt, dass ich sie schneiden musste, mit aufrichten war nichts mehr...
Vielleicht kannst du das Totholz im Garten unterbringen für Käfer und andere Tierchen?
VG
Elke

Kath rin hat gesagt…

Wow! Also Euer Efeu wirklich gigantisch gewachsen. Im alten Garten war er zwar auch überall anzutreffen, aber eher etwas kleiner, obwohl genügend Bäume zum Ranken in der Nähe gewesen wären. Bei uns hat der Schnee vor allem die noch nicht verräumten Zitronenbäumchen beschwert. Mittlerweile stehen sie im Keller und ihnen ist nichts passiert.

lg kathrin

SchneiderHein hat gesagt…

@ Urte
Das Efeu trägt sicherlich die Hauptschuld! Früher hatte ich die teils bis zum Boden herabhängenden Ranken immer wieder eingekürzt und dann für die Oster- & Herbst-/Winterdeko auf dem Hof verarbeitet. Doch das ist bis jetzt leider unterblieben. Da kam in diesem Jahr so einiges dazwischen, was mich nicht nur vom Posten abhielt. Und dann jetzt noch dazu der Schnee, der auf all' den Efeublättern liegenblieb. Das war zu viel für den ohnehin schon krebsgeschädigten Baum. Ob er überlebt, wird sich zeigen. Inzwischen haben sich ja schon einige alte Obstbäume verabschiedet. Doch glücklicherweise stehen die ja alle in einem Bereich, wo wir selten langgehen, daher dürfen die morschen Äste auch am Baum bleiben solange sie sich halten können.

SchneiderHein hat gesagt…

@ Kathreen
Es ist nicht nur ein Ast :-( Zwei Bruchstellen hat Wolfgang fotografiert, und was weiter oben im Baum passiert ist, war in dem Gewirr noch nicht zu erkennen. Wir müssen abwarten, ob er überleben kann. Es hängt wohl auch vom Winter ab, ob er durchkommt. Und wenn die Sommer nun immer so trocken bleiben, dann wird er wohl damit auch immer mehr Probleme haben …
Der Apfel ist jetzt übrigens gepflückt - siehe Link zum anderen Blog ;-)

SchneiderHein hat gesagt…

@ Kerstin
In der Nachbarschaft war es mal der wilde Wein, der morgens plötzlich von der Hauswand gefallen war. Aber da war kein Schnee daran schuld. Früher hatte das Wetter immer mal wieder dafür gesorgt, dass das Efeu im Baum nicht zu schwer wurde. Denn mehrmals waren die Triebe im Winter verfroren. Aber trotz der Trockenheit der letzten Sommer - der Laubfall gab uns das ganze Jahr das Gefühl es wäre Herbst, hat sich das Efeu in den letzen Jahren prächtig entwickelt. An die Gefahr der Schneelast habe ich leider nie gedacht.Wir werden in den nächsten Tagen uns behutsam durch das Gewirr von Zweigen, Ästen und Efeuranken arbeiten und schauen was zu retten ist …

Es stimmt, in den letzten Tagen habe ich den Garten bei dem winterlichen Anblick wirklich gern durchs Fenster genossen. Davor plagte mich beim Anblick des Gartens immer wieder das schlechte Gewissen, da ich so gar keine Lust auf Garten hatte und vor allem die Kübelpflanzen darunter leiden mussten. Doch bei der kleinen eingeschränkten Gartenbegehung konnte ich feststellen, dass die meisten Rosen & Sträucher auch ohne mein Zutun irgendwie den Sommer überstanden haben. Nur bei den Hellebori gab es wohl mehr Verluste. Aber da hatte ich ja im Frühjahr auch extrem verlauste Exemplare, an denen sich kaum Marienkäfer labten.

Nun hoffe ich, dass sich unser Leben wieder etwas normalisiert, und wir wieder etwas mehr Zeit für Haus & Garten haben. Alle 2 Jahre steht bei uns das Leben im Sommer/Herbst nun mal aus beruflichen Gründen fast still - und das muss der in die Jahre gekommene Garten halt aushalten ;-(

SchneiderHein hat gesagt…

@ Elke
Bei uns wartet der Sommerflieder am Hauseingang noch auf Schere & Säge. Der versperrt fast den Weg zum Haus - so sehr hat der Schnee ihn nach unten gedrückt. Aber da warte ich lieber auf die nahenden frostfreien Tage …

Welche Chancen der Baum hat steht noch nicht fest. Auf jeden Fall werden wir den Rest etwas vom Efeu befreien. Und die Äste, die sich dann noch am Baum befinden, die dürfen auch gern bleiben - ganz egal ob sie abgestorben sind oder noch etwas leben.
Ich bin leider nie dazu gekommen ausreichend Bilder vom hinteren Apfelbaum zu posten, der auch schon seit einiger Zeit tot ist. Es war über die Jahre faszinierend zu beobachten, wie dort Vögel und Insekten gearbeitet haben. Inzwischen liegt die ganze Baumkrone am Boden und sollte schon längst an den Grenzen als Hindernis für auswanderfreudige Pflanzen verarbeitet sein. Doch dazu kam es bisher noch nicht. Im Sommer haben dann Hopfen, wilde Waldrebe und Efeu das Totholz überwuchert. Aber die Insekten & Vögel haben ja immer noch den dicken Stamm als Quartier oder Futterquelle. Mal abwarten, wann der Baum nun fällt. Der erste Apfelbaum, der eingegangen war, liegt inzwischen mitten im Beet. Im Sommer diente er der Rose SeaFoam als Rankgerüst und der Steinsame als Kletterhilfe. Doch durch den Astbruch vom Efeu-Apfelbaum ist er nun auch geschädigt. aber irgendwo werden sich die Stämme und das tote Apfelgeäst sicherlich noch nützlich machen ...

SchneiderHein hat gesagt…

@ Kathrin
Das Efeu war schon bei der Gartenübrnahme vor über 20 Jahren am Baum. Allerdings hatte ihm der Winter 1995/1996 arg zugesetzt und wir mussten viele abgestorbene Ranken damals entfernen: http://wildwuchs-unter-aufsicht.blogspot.de/1996/02/aus-dem-ersten-gartenalbum.html

Sara Mary Waldgarten hat gesagt…

Oha, ja das kann passieren. Na, wenn der Efeu älter wird, umwickelt er ganz schön die Bäume. Aber ich lasse ihn auch am Ahorn hochwachsen. Noch ist er ja jung, der Efeu ... und bis es mal soweit ist, wer weiß, ob wir dann noch hier sind ...Auch an der hohen Tanne der Terrasse rankt nun Efeu empor - oder würdest Du ihn an einer Tanne nicht hochranken lassen? Echte Tannen sind ja im Ggs. zu Fichten Tiefwurzler ...

Das mit dem Apfelbaum liest sich so schön - ein immergrüner Obstbaum, das stelle ich mir ja auch so schön vor - hätte wohl eher Efeu in den alten Pflaumenbaum ranken lassen sollen anstatt der 'Lykkefund'. Und beides geht ja wohl schlecht?

Den Efeu kannst Du bestimmt erhalten - es wird heute ja sogar schon Efeu mit langen Ranken verkauft. Eine Freundin, die ihre Pergola erneuern mußte, hat solchen gekauft, das sieht so aus, als wäre der schon immer da hochgerankt. ;-)

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
An Nadelbäumen würde ich es nicht mehr dulden. Leider hat Wolfgang nun schon 3 Jahre lang den Zeitpunkt verpasst, als sich das Efeu noch gut vom Stamm der Douglasie hätte entfernen lassen. Ich hoffe, diesen Winter bekommen wir das wieder in den Griff …
Ich hatte mir auch nie Gedanken darüber gemacht, aber vor einigen Jahren haben Nachbarn ihre alten Fichten fällen lassen. Das Projekt wurde erheblich mühsamer und teurer, da das Efeu verhinderte, dass ein Baumkletterer über den Stamm in den Baum kam.
Ein anderer Nadelbaum bei uns auf der Straße hatte ebenfalls Efeu bis zur Baumspitze und ich fand das sah gar nicht so gut aus.
Und bei uns im Garten entsteht der Waldcharakter nun mal auch durch die kahlen Stämme von der Douglasie und einigen Wachholdern. Daher soll sich das Efeu nicht überall bei uns im Garten austoben.

Bei uns steht Lykkefund zusammen mit Rosa longicuspis in der Mirabelle. Und ein Kind der Hedi Grimm entwickelt sich in der Zwetschge. Das sind auch schöne Kombinationen, da der Baum 2x blüht und 2x Früchte trägt. Aber bei Efeu im Obstbaum ist bei diesem dichten Bewuchs natürlich ein perfekter Nistplatz. Beides würde ich nicht Kombinieren. Da leidet die Rose. Und ich erinnere mich noch an eine offene Pforte in der Nachbarschaft, wo Veilchenblau nach 10 Jahren eine Pflaume gefällt hatte …

Mal schauen, was nun von wem übrig bleibt. Das Efeu was zu viel ist, kommt für die Winterdeko auf den Holzhaufen auf den Hof und in die Fensterbänke. Und ein Teil der Zweige werde ich nun mal wieder ins vereiste Katzenfenster hängen. So viel Deko wollte ich bei mir ja in diesem Jahr gar nicht haben, aber zum Durchshreddern ist das Material jetzt noch zu schade ...