Samstag, 19. November 2016

Jetzt kann ich mir ruhig Zeit lassen ...



Eigentlich wollte ich nun bald wieder den Gartentisch 
weihnachtlich dekorieren, und wie in den Jahren zuvor 
dort integrieren ... 

stimmte mich vor einigen Tagen sehr nachdenklich. 

Und nachdem ich gestern auf dem Weg nach Braunschweig 
das Schild 'Wildvogel-Geflügelpest Sperrbezirk' am Ortseingang 
von Peine sah, war ich froh, dass ich bis jetzt noch keine 
Erdnußsäule aufgehängt bzw. ein Futterhaus aufgestellt habe. 

Meine Gedanken zur Vogelfütterung stehen ausnahmsweise 
mal hier auf unserem Blog 'SchneiderHein'. Denn schließlich 
betrifft es eher den Garten meiner Mutter, da sie normaler-
weise ganzjährig füttert. Und das Randgebiet von Braunschweig 
ist nur wenige Kilometer vom Speerbezirk entfernt. Daher 
haben wir gestern den Vögeln und der eigenen Gesundheit 
zuliebe die Ganzjahresfütterung auf unbestimmte Zeit 
nun leider eingestellt ... 

Foto: S.Schneider


 und die Stallpflicht in Peine informiert. Außerdem werden 
die Sperr- und Beobachtungsgebiete im Umkreis von 
3 bzw. 10km aufgeführt.


Der Nabu schrieb zum Thema Vogelgrippe am 24.11.2014 -
also vor 2 Jahren … Winterfütterung trotz Vogelgrippe? Es 
gibt keinen Beweis für Wildvögel als Verursacher der Vogel-
grippe. Amsel, Spatz und Meise sind keine Überträger 
des Virus. Aber Hygiene ist am Futterplatz trotzdem wichtig, 
daher empfiehlt der Nabu Futterspender- & Silos. 
'Die Naturschützer geben Entwarnung: Zum einen sei die Rolle 
der Wildvögel bei der Ausbreitung der Krankheit äußerst gering, 
zum anderen infizieren sich vor allem Wasservögel wie Gänse, 
Enten, Schwäne, nicht aber Meise, Rotkehlchen und Co.'
 Und weiter 'Futterhäuschen und Trinkschalen müssen mehrfach 
wöchentlich mit heißem Wasser gereinigt werden, um die 
Keimzahlen zu senken.'


Am 10.11.2016 veröffentlichte der Nabu den Artikel
 'Vogelgrippe H5N8 wieder in Detuschland - Geflügelpest 
gefährdet auch Wildvögel'.


Der aktuelle Spiegel Nr. 47 vom 19.11.2016 zeigt 
unter dem Titel 'Hausarrest für Hühner' eine Grafik mit 
Fällen von Geflügelpest - Zeitraum 8. bis 17.11.2016. 
Dort wurden im Ort Barth neben 20 gestorbenen Hühnern 
auch 20 befallene Tauben registriert.


Und Tauben sind häufiger Gäste in unserem Garten


Nachtrag Montag, 28. November 2016:
Und wie ich eben zufällig erfuhr, sollte unsere kleine Maus 
vielleicht vorsichtshalber im Haus bleiben: Denn in der 
Region Hannover gibt es inzwischen den ersten Fall von 
Vogelgrippe. Bei einer toten Reiherente wurde am Samstag 
der Verdacht auf das H5N8-Virus bestätigt. Um den Fundort 
wird nun erst morgen - wie zuvor in Peine, ein Sperrbezirk 
eingerichtet und daran schließt sich ein Beobachtungsgebiet 
an. Zwar liegt unser Garten ganz knapp außerhalb dieses 
Beobachtungsgebietes, aber warum sollte sich ein infiziertes 
Tier nicht in unseren Garten verirren? Und natürlich gibt es 
in Hannover eine Ausnahme von der Regel: 'Hunde und 
Katzen dürfen grundsätzlich weder im Sperrbezirk noch 
im Beobachtungsgebiet frei umherlaufen… Es bestehe die 
Gefahr, dass sie das H5N8-Virus nach dem Kontakt mit 
verendeten Vögeln weiter verbreiten. Für das Beobachtungs-
gebiet in Hannover soll es allerdings eine Ausnahme-
genehmigung für Hunde- und Katzenhalter geben. In Bereichen, 
die mindestens 50m von natürlichen und künstlichen Gewässern 
entfernt liegen, dürften die Tiere frei laufen.' Doch so ganz 
geheuer erscheint mir das nicht. Denn unsere kleine, und 
teilweise auch sehr neugierige Maus hatte in jungen Jahren 
mal ganz stolz eine kopflose Taube nach Hause geschleppt … 


All' diese Links sollen keine Panik verbreiten, sondern 
sie tragen nur die zur Zeit verfügbaren Informationen 
zusammen.


Nachtrag Sonntag, 29. Januar 2017:
Inzwischen sind die meisten Warnhinweise an den Straßenrändern 
zwischen Hannover und Braunschweig wieder abgebaut. Und auch 
wir haben wegen des frostigen Wetters zur 'Stunde der Wintervögel' 
am 7. Januar 2017 unser selbstauferlegtes Vogelfütterungs-Verbot 
aufgehoben. In letzter Zeit versammelten sich fast alle altbekannten
 Vögel am Tisch. Nur verhindert der Drosselmann oftmals die Besuche
 seiner Artgenossen. Und seiner Angebeteten stellt er schon wieder 
so sehr nach, dass sie Mühe hat in Ruhe am Futterhaus zu fressen.

Seit heute Nacht haben wir keinen Frost mehr. Und es wird aller-
höchste Zeit für Hygienemaßnahmen am Futtertisch. Denn auch 
wenn die beiden Futterschalen im Häuschen häufiger getauscht und 
gereinigt wurden, so befinden sich trotzdem einige Kotspuren 
auf der Tischfläche. Ich hoffe, dass unsere Grundwasserpumpe 
die frostigen Tage in der Garage gut überstanden hat, und uns 
heute nicht den Dienst versagt ...

Heute früh entdeckte ich zufällig noch einen Post in den Weiten 
des www, der sich intensiv mit dem Thema Vogelgrippe und Katzen 
beschäftigt. Schade, dass ich nicht schon viel früher mal wieder auf 
dem Blog Katzen-Fieber vorbei geschaut habe!


Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hallo,

bitte füttert die Vögel trotzdem. Vogelgrippe betrifft bisher nur Wasservögel, die Ansteckungsgefahr bei Singvögeln ist sehr gering. Weitere Infos: http://www.nabu-bremen.de/index.php?option=com_content&id=1977:winterfuetterung-trotz-vogelgrippe&Itemid=604

SchneiderHein hat gesagt…

@ Anonym
Danke für den Link, ich habe ihn gern mit in den Post aufgenommen und mich danach noch etwas weiter mit dem Thema beschäftigt.
Und da uns heute der aktuelle Spiegel ins Haus flatterte, finde ich meine Sorge um die Wildvögel zur Zeit durchaus berechtigt. Denn in dem Text auf Seite 124 steht: 'Wir wissen inzwischen, dass manche Wildvögel trotz Infektion ihre Wanderung fortsetzen können.' und weiter 'Lange gingen die Seuchenexperten davon aus, dass grippekranke Tiere zu schwach seien, um weiterzufliegen, und folglich kaum andere Vögel anstecken könnten.' … 'Influenza-Erreger hat es in den frei lebenden Populationen immer gegeben, sagt Kuiken. Zu tödlichen Erregern mutierten sie wohl erst in den Riesenställen der Massenproduzenten, wo Tausende Tiere auf engstem Raum leben, und es für das Virus keine Rolle spielt, ob es seinen Wirt umbringt. Das nächste Huhn ist ja nicht weit. Als hoch pathogene Varianten, sagt Kuiken, gelangten die Viren dann zurück zu den wilden Verwandten.'

Und da inzwischen nicht nur Wasservögel sondern auch Tauben infiziert sind, ist es fraglich, was das Virus eventuell bei Raben, Eichelhäher und Elster anrichten kann. Ebenso halten sich an den Futterplätzen auch häufiger Eichhörnchen, Igel, Mäuse und Katzen auf. Und Enten hatten wir auch schon häufiger am Teich im Garten …

Natürlich muss jeder selbst entscheiden wie wichtig ihm das Vogel-TV ist. Warum unsere Vögel zur Zeit auch ohne Herbst-Fütterung bestens versorgt sind, habe ich in beiden Posts hinreichend erklärt. Und ich stehe auf dem Standpunkt, dass ich nicht einerseits Tiere durch Beifütterung unterstützen kann, wenn ich sie zur Zeit eventuell der Gefahr aussetze sich an den Futterplätzen mit dem Virus zu infizieren.