Montag, 2. Mai 2016

laminiert


Als ich heute Nachmittag im besonnten Teil unserer Wiese 
2 Zecken an den Halmen entdeckte, griff ich zu Wolfgangs 
großzügigen gelben Gummistiefeln und schlurfte sogleich
auf Zeckenfang ins Grüne. 

Und das war dann relativ schnell das Ergebnis von ca. 1,5qm 
sonniger Wiesenfläche zwischen dem Steg und der Tischgruppe. 
Einige warteten auf den Halmen, manche bevorzugten die 
vertrocknete Stengel als Tarnung und andere krabbelten aus 
dem Untergrund auf die unbehandelten Stiefel …

Gartenhelfer gibt! Denn so lassen sich auch schnell mal 
mehrere kleine Plagegeister einfach festkleben und erst 
später 'laminieren' - wie meine Mutter inzwischen diese Art 
des Zeckenfangens nennt.

Erstaunlich finde ich nach diesem Erlebnis mal wieder, dass 
sich die Zecken im sonnigen Bereich aufhielten, dabei relativ 
dicht beieinander saßen, und ich in anderen Bereichen der 
kleinen Wiesefläche keine lauernden Zecken entdecken 
konnte. Das bestätigt mal wieder meine Vermutung, dass sich 
die Tierchen an Stellen versammeln, wo sie auf Wirte hoffen. 
In diesem Fall sind es unsere beiden grauen Katzendamen und 
der Nachbarskater Cäsar, die gern auf dem Steg sitzen und 
in die Wiese schauen. 

Übrigens hatte ich trotz der täglichen Einahme von 1 bis 
2 Teelöffeln Schwarzkümmelöl vor einigen Tagen eine Nymphe 
am Oberschenkel. Das bestätigt mal wieder meine Vermutung: 
'Der beste Zeckenschutz ist, sich nicht in Gefahr zu begeben …'

Fotos: S.Schneider


Kommentare:

bergblumengarten hat gesagt…

Liebe Silke,
da hast du sicherlich Recht. Mich haben die Zecken früher in Erlangen an den unterschiedlichsten Orten befallen....mal im Wald beim Heidelbeeren suchen, mal im Garten und auchl bei der Wanderung durch hohes Gras. Aber eine Zecke war ganz gemein...sie viel unserem Großen, der damals auf der Schulter im Tagebuch war ins Gesicht und biss sich am Oberlid fest. Ich bin heute noch begeistert von dem sicheren Handgriffs des alten Kinderarztes...der hatte es echt drauf....mutig und geschickt und risikobereit. Welcher Arzt ist das schon noch....
Dir einen schönen Feiertag heute,
LG Sigrun

LiSa hat gesagt…

Oh Gott Silke!
Bei diesem Anblick wird mir ganz schummerig.
Ich glaube ich würde keinen Schritt mehr in den Garten wagen :(
Bislang habe ich erst 3 x in meinem Leben eine Zecke in natura gesehen....das langt mir bis ans Lebensende.
GlG und trotzdem einen schönen Feiertag.
Sabine

Edith Wenning hat gesagt…

Liebe Silke, nachdem ich das gelesen habe, kribbelt es an meinem ganzen Körper. In meinem Garten wächst alles ziemlich dicht, so dass ich mich oft durch die Sträucher zwängen muß. Aber eine Zecke habe ich mir noch nicht eingefangen (bis jetzt), wohl aber bei Waldspaziergängen. Aber das ist schon Jahre her. Meine Tochter muß ihre Katzen auch immer nach Zecken absuchen. Die sind schon ziemlich eklig. Bei mir gibt es aber Schnecken. Die sind noch ekliger, aber nicht so gefährlich.
Schöne sonnige Frühlingstage und liebe Grüße
Edith

Gartendrossel hat gesagt…

Liebe Silke,
o je Zecken, und so viele, wozu der Klebefilm doch überall für gut ist ;-)))
Diese kleinen Plagegeister hatten wir noch nicht in unserem Garten, GsD, vielleicht ist es denen auch zu kalt hier im Nordwesten.
Naja, wir haben halt viele Schnecken, aber ich halte sie mit meinen Schneckenpools, gefüllt mit Schneckenbier (Radler oder Alsterwasser) in Schach.

Schöne Maitage mit vielen Gartenfreuden wünscht Dir Traudi,
die liebe Grüße mitschickt

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sigrun
Dann gehörst Du also auch zu denen mit Zeckenerfahrung ;-(
Na ja, ich war ja auch ganz erstaunt, dass die Freundin meines verstorbenen Vaters wohl 2010 nach dem Heidefriedhofs-Besuch in Dresden auch mal Antibiotika nehmen musste. Da scheint es das Problem bei Euch ja wohl auch schon länger zu geben …
Meine Ärztin war erstaunlicherweise 2011 noch ziemlich Boreliose-/Zeckenunerfahren als ich mit meiner Wanderröte anrückte. Es ist wohl sogar in Hannover noch immer ganz unterschiedlich wo die Plagegeister auftauchen. Aber man sollte wohl immer und überall achtsam sein.

@ Sabine
Das ging mir gestern fast so. Schon seit einiger Zeit drückte ich mich davor einige Buschwindröschen auszubuddeln und zu topfen. Und als ich mich gestern dann mal in den Bereich traute, hatte ich binnen weniger Minuten 2 Weibchen & 1 Männchen am unbehandelten Stiefel. Leider ließen sich die Weibchen beim Betreten der Betonfläche gleich fallen. Nur das Männchen konnte ich noch erwischen. Ich sollte meine Gartenarbeit wohl wirklich lieber in die Wintermonate verlegen ;-(
Allerdings, dort wo ich am Sonntag mit Wolfgang die Grenze vom Hopfen befreite, ist uns erstaunlicherweise gar keine Zecke begegnet. Vor einigen Jahren entdeckte ich dort beim Strauchrückschnitt an einem brütend heißen Sommertag sofort 4 an der Sammeltasche. Es ist leider kaum kalkulierbar wo die Tierchen auftauchen. Nur scheinen sie sich tatsächlich an Orten zu versammeln, um dann möglichst gleichzeitig einen Wirt zum Saugen und für die Verpaarung zu erwischen …

@ Edith
Das Kribbeln hört glücklicherweise irgendwann fast auf. Ich gebe zu, dass ich dank dem Tesaabroller in dieser ziemlich gefährlichen jahreszeit nun etwas beruhigter durchs Leben gehe ;-) Denn nix ist blöder als wenn man so ein Tierchen entdeckt, und es einem dann runterfällt. Besonders bei unseren Katzen ist das nicht so toll, wenn sie im Fell krabbeln und dann dank Frontlineschutz im Haus abspringen. Denn die Krabbler haben auch im Haus viel bessere Überlebenschancen als in den Medien oftmals behauptet. Und die Tierchen sitzen auch im Haus nicht nur dumm rum …
Und auch im Garten halten sich die Tierchen oftmals viel lieber am Wegesrand als im undurchdringlichen Gestrüpp auf. Denn Katzen bevorzugen auch gern gepflasterte Wege für ihre Kontrollgänge. Ebenso sind natürlich Igelrennstrecken attraktiv für die Blutsauger und natürlich Vogelfutterplätze.
Ich bin wirklich mal gespannt, was bei der Gartenstudie über Zecken im Garten der Uni Hohenheim rauskommt. Bisher halten die sich mit ihren Ergebnissen und Auswertungen ja noch ziemlich bedeckt. Aber nach meinen Beobachtungen werden Zecken mit ihren Ortungs- & Kommunikatiossystem wirklich noch unterschätzt …
Und tut mir leid, über das Schneckenproblem kann ich mich inzwischen nur noch amüsieren. Denn damit arrangieren wir uns hier schon seit 2002 ;-)

@ Traudi
Es waren schon mal mehr. Wahrscheinlich haben die Zeckennestbekämpfung am Wiesenrand im Sommer 2011 und meine fast täglichen Kontrollgänge im Frühsommer am Wiesenrand in den letzten Jahren doch etwas geholfen. Obwohl ein Nest mit ca. 3000 Eiern ja wohl schon reicht um einen Garten dauerhaft zu verseuchen. Und solche Gelege hatten wir wohl seit 2004 schon häufiger im Garten. Denn jahrelang haben wir zwar Igel mit vollgesogen Zecken gesehen, aber leider nichts dagegen unternommen …
Das mit der Kälte ist leider kaum ein Problem. Denn ich hatte sogar mal bei 0° C an einem frühen Morgen beim Vögelfüttern eine Nymphe auf dem Schuh. Sie sind dann zwar noch nicht so fix unterwegs, aber lauern trotzdem in der Mulchschicht. Und Vögel zählen nun auch mal zu den Zeckentransporteuren ;-(