Montag, 18. April 2016

Ich steh' dazu ...



Den wenigen Hummeln & Bienen gefallen die Blüten 
von Helleborus foetidus und dem weiß-blauen Beinwell 
im ehemaligen Erdbeerfeld.

Der noch immer nicht runtergeschnittene Schneefelberich 
ist den nach Nahrung suchenden Brumseln sicherlich egal. Denn 
zwischen den trockenen Stengeln konnten sie trotzdem den 
 Lerchensporn und die angeknabberten Scillablüten anfliegen.

Und auch die Unmengen von herabgefallenem Efeu-Laub 
werden sie kaum am Blütenbesuch hindern. Ebenso werden 
die Vögel in dieser Unordnung sicherlich einiges an Getier 
entdecken. Denn hier wird gern gescharrt und gepickt. 

Nur der Gartenbesuch in diesem ziemlich verwilderten Teil 
des Gartens - wo die Betonfläche allmählich unter dem Laub 
verschwindet, ist weniger erbaulich. Zwar ist es faszinierend, 
wie sich die Pflanzen ohne eine ordnende Hand durchkämpfen, 
und trotzdem alles schnell und üppig begrünt. Aber so wild 
hatten wir uns vor 20 Jahren den geplanten Wildwuchsgarten 
dann doch nicht vorgestellt ...

Doch auch in diesem Frühjahr heißt es leider mal wieder 
den eigenen Garten hinten an zu stellen. Einerseits geht 
der Job vor. Und wenn dann ausreichend Zeit & Kondition 
zur Verfügung stehen, und noch dazu das Wetter passt, 
fordert auch der Garten meiner Mutter seinen Tribut. Denn 
auch dort wachsen die Bäume & Sträucher immer wieder 
gern gen Himmel. Und so kämpfe ich zur Zeit mit einem 
ca. 45 Jahre alten Wachholder an der Garage, den ich 
nun mal wieder in mehreren Etappen in Form bringe. 
Inzwischen hatte er seine früher mal handhabbare Größe 
weit überschritten, und nahm mit 4m Breite, 2m Tiefe und 
über 7m Höhe reichlich Raum in dem kleinen Garten ein

In der letzten Woche war der erste Teil des Rückschnitts 
am Ungetüm geschafft. Und jetzt warten 5 alte, noch richtig 
große, stabile Ikeataschen voll geshreddertem Wachholder-
Mulch drauf von Braunschweig nach Hannover zu reisen. 
Eine sehr dicke Mulchschicht soll mir dabei helfen den 
wild wuchernden Hopfen an der Südseite des Wäldchens 
etwas daran zu hindern in den nächsten Wochen den Zaun 
zum Nachbarn zu erklimmen. Und außerdem ist Wachholder-
schnitt ein ideales Mulchmaterial für Wirtschaftswege. 
Das Freihalten der südlichen Grenze hat für uns zur Zeit 
nämlich oberste Garten-Priorität 

Fotos: S.Schneider


Nachtrag: Samstag 23. April 2016:
Am Montag nahm ich mir dann den 2. Teil des Wachholders vor, 
so dass nochmals 4 blaue Taschen, diverse Wannen & Weidenkörbe 
mit geshreddertem Material gefüllt wurden. Gestern kamen dann 
nochmals 3 gut gefüllte Taschen hinzu. Und für die 1,5m lange 
dreiteilige Stammspitze, die noch in ca. 5m Höhe zu kappen ist, 
da muss mal ein echter Mann ran ... 

Mir reicht es bei uns im Garten heute den Weg an der Grenze 
freizuschneiden, den Hopfen zu bändigen, das Schnittgut zu 
häckseln und die 2 Wagenladungen voller Mulch in den Garten 
zu schleppen.

Denn im Garten meiner Mutter warten auf mich in diesem Jahr 
noch die ca. 30 Jahre alte Tränenkiefer, eine Korkenzieherweide
zwei fast handhabbare 'kleinere' Wachholder an der Ostgrenze
ein Apfelbaum, eine ca. 40 Jahre alte 6m hohe Hemlocktanne
diverse alte Sträucher hinter dem Haus und im weißen Vorgarten 
sowie einige immergrüne Gehölze auf ihren Formschnitt. Und 
daher kann ich zur Zeit gut damit Leben, dass unser Wildwuchs-
garten im hinteren Teil noch etwas weiter wuchert & verwildert.


Kommentare:

Elke Schwarzer hat gesagt…

Hallo Silke,
deine Reste vom Schneefelberich sehen aber durchaus noch dekorativ aus.
Meine Stinkende Nieswurz wird noch von Hummeln angeflogen, die findet kein Ende mit der Blüte.
Der Steinsame, den ich von der habe, hat nun tatsächlich Knospen, obwohl er so klein ist. Da freue ich mich schon auf die Blüte.
VG
Elke

SchneiderHein hat gesagt…

@ Elke
Nachschub kommt trotzdem! Nur in den letzten Wochen habe ich immer wieder alle Pläne über den Haufen geworfen. Rund um den Gartentisch mit den Töpfen sieht es übel aus. Aber Deinen Schneefelberich-Topf haben die Vögel zum Glück nicht als Baummaterial geplündert. Da kommt nun sogar eine kleines Mädesüß aus dem Garten meiner Mutter mittendrin zum Vorschein …

Die Steinsame blüht bei uns seit ca. einer Woche. Aber wesentlich weniger als im letzten Jahr. Die ist schon wieder mit grünen Ranken auf Expansionskurs ;-(