Donnerstag, 6. August 2015

Weidenröschen am Weg



Im letzten Herbst musste das schmalblättrige Weidenröschen - 
Epilobium angustifolium, einiges an Umfang einbüßen, denn 
es neigt sogar in unserem Garten zum Wuchern. Und leider 
habe ich erst jetzt entdeckt, dass ich mit dem Entfernen der 
überzähligen Ausläufer lieber bis zum Frühjahr gewartet hätte. 
Denn sie lassen sich von April bis Juli im Salat verwenden oder 
als Gratin zubereitenDoch 3 Stengel kommen jetzt zur Blüte 
und bringen zusätzlich etwas Farbe an den Wegesrand.

Und beim Anblick dieser Blütenkerze bedauere ich wieder einmal, 
dass nun auch der zweite weiße Bestellversuch in diesem Frühjahr 
scheiterte. Ob es mir nach über 15 Jahren vielleicht irgendwann 
doch noch gelingt, zusätzlich ein weiß blühendes Weidenröschen 
für unseren Garten zu bekommen?

Fotos: S.Schneider


Kommentare:

Lykka Gard hat gesagt…

Diese Weidenröschen haben eine tolle Farbe. Ich habe sie auch im Garten. Allerdings bekommen sie von mir den Platz angewiesen. Alles andere wird dann leider rausgerissen. Ich habe genug was wuchert wo es nicht soll. ZBsp. die orangen farbigen Taglilien. Mein lieb sie, ich kann sie nicht mehr leiden.
Noch herrscht bei uns keine richtige Linie. Kommt noch, wenn wir da wohnen. Aber ach ich bin schon ganz zufrieden.
Also das weiße Weidenröschen habe ich noch nicht gekannt. Setzt sich wohl schlecht durch.
LG lykka

Miuh von romantischeslandleben hat gesagt…

Das ist ja super...! Jetzt weiss ich endlich, was das für eine Pflanze ist, die bei uns vor zwei Jahren einfach so aufgetaucht ist. Plötzlich wuchsen die langen Stängel aus der mit Erde gefüllten Garten-Badewanne. Aus Neugier / Mitleid habe ich die Pflanzen wachsen lassen und mich später sehr über die feinen Blüten gefreut! Endlich haben sie einen Namen :-) liebe Grüsse, Miuh

SchneiderHein hat gesagt…

@ Lykka
Wenn sie unten anfangen ihre Saatschoten zu öffnen, ist das für mich meist die Zeit ihre Blütenspitze sicherheitshalber zu schneiden. Daher haben sie sich bisher nur durch Ausläufer bei uns ausgebreitet. Aber in diesem Jahr war es wohl auch ihnen zu trocken, dass ich erst gestern unten herum etwas Flaum entfernte und die 3 Rispen noch etwas blühen lassen kann.
Das weiße Weidenröschen wurde bei uns in der Nähe mal in einem Staudenkatalog von 1998 angeboten. Nur da blühte es bei der Abholung noch nicht und entpuppte sich dann später als dieses rosa 'Unkraut'. Und bei meiner anderen Bestellung in einer anderen Staudengärtnerei wurde leider wohl so einiges verwechselt. Vielleicht klappt es dann im nächsten Frühjahr bei der dritten Gärtnerei. Aber es wird wahrscheinlich auch weniger wuchsfreudig sein - wie das bei vielen weißen Varianten der Fall ist ...

Taglilien neigten bei mir leider nie zum Wuchern, denn über sie fielen im Frühjahr gern die Schnecken her. Eine konnte ich noch retten, die lebt seitdem im Topf bei meiner Mutter. Und die andere cremeweiße habe ich durch einen Rettungsversuch verloren.

@ Miuh
Ich freue mich auch immer wieder, wenn mir das www zufällig bei der Pflanzenbestimmung hilft ;-) Und als ich gestern die Rezepte entdeckte, habe ich mich wirklich geärgert, dass ich die Ausläufer auf den Kompost geworfen habe ...

Lykka Gard hat gesagt…

Im Grunde genommen sind es die orangefarbigen Taglilien die wuchern. Ich habe am Stettiner Haff Lehmboden und gedüngt mit Pferdemist. Ich werde welche wegwerfen.
Am Bogensee habe ich Sandboden. Da wachsen sie auch nicht besonders.
Würdest Du um die Ecke wohnen, brächte ich Dir welche vorbei.
LG lykka

SchneiderHein hat gesagt…

@ Lykka
Ich hatte von meiner Mutter gehört, dass sie nicht oder kaum gedüngt werden sollen, da sie dann mehr Energie in die Blätter anstatt in die Blütenproduktion setzen. Aber bei ihr blühen die in Orange vielleicht deswegen auch nicht mehr so üppig. Von denen hat sie nämlich auch schon seit Jahren eine große Staude. Aber im Schatten und noch dazu unter einer Korkenzieherweide ist das nun mal kein guter Platz - auch wenn es dort ebenfalls Lehmboden gibt.
Sie sind eben Sonnenkinder - und die Sonnenplätze sind bei mir für die empfindlicheren weißen Rosen reserviert.
Hoffentlich findest Du in deiner Nähe jemanden, damit sie nicht einfach entsorgt werden müssen. Mir tut es um fast jedes Pflänzchen leid, das auf dem Kompost landet ...

Lykka Gard hat gesagt…

Ja mir auch. Nun die Lilien sind in den Gärten rundum weit verbreitet. Ich werde mal sehen, ob sich jemand findet. Lilien sind Sonnenkinder da hast Du recht.
Was ich noch schreiben wollte, diese Schneckenviecher kriechen bei uns auch rum. Zu hunderten kommen sie über den Rasen in die Beete. Legen ihre Eier unter den Steinen und an Einfassungen ab.

SchneiderHein hat gesagt…

@ Lykka
Mir scheint, dass dieses Gartenjahr ähnlich wie 2002 werden kann. Da hatten wir auch wochenlang Hitze und dann kam der Dauerregen und mit ihm die Schneckenplage. Denn Trockenheit macht ihnen kaum etwas aus. Sie warten dann eben …

Und da wir ja erst im September 2001 hier einzogen, hatte ich in den ersten 5 Jahren des Gartens gar nicht so genau bemerkt, was da im Verborgenen unter den Stauden abging. Dir geht es nun wohl ähnlich ;-(

Übrigens habe ich in diesem Jahr recht häufig festgestellt, dass in fast allen gekauften Stauden- & auch Gehölztöpfen Schneckeneier gleich mitgeliefert werden ...