Montag, 3. August 2015

Saat in wolligen Gebilden



Während das Weidenröschen oben bald wieder blüht, …

arbeitet es im unteren Teil schon an der Saatproduktion.

Eigentlich gehört das rosa blühende Unkraut hier ja nicht her.

Aber sollen 4 zartrosa Blütenblätter ein Unkraut definieren, 
während die 3 hellrosa Blütenblätter vom Froschlöffel gleich 
daneben im Hochbecken ein gutes Kraut sind?

Oder liegt es daran, dass die Saat des Weidenröschens 
an den wolligen Gebilden weiter fliegen und sich somit 
besser ausbreiten kann?

Da bleibt der Froschlöffel - hier im Hintergrund des Hochbeckens, 
seinem Standort doch eher treu. Aber dafür ist seine Blütezeit 
auch vergleichsweise kurz …

Welches Weidenröschen ich hier nun heute auf dem Hochbecken 
fotografiert habe, kann ich nicht ganz genau bestimmen. Denn 
es gibt viele verschiedene Epilobium, von denen sich sogar zwei 
verschiedene in diesem Feuchtgebiet eingesamt haben. Bei diesem 
tippte ich im Juli 2010 auf das kleinblütige Weidenröschen. Aber 
wir haben auf jeden Fall auch noch ein ähnliches mit behaarten 
leicht blau-grauen Blättern in diesem Bereich. Sie wachsen beide 
bunt gemixt im Hochbecken sowie im Steinfeld davor durcheinander 
und blühen mal fast weiß, dann zartrosa und selten ziemlich pink.

Fotos: S.Schneider


Und nachdem ich morgens Aufnahmen vom Weidenröschen 
gemacht hatte, entdeckte ich am Nachmittag auf dem Blog
 'Stein-Blumen' diesen wunderschönen Makro-Post über 
die flugbereite Saat des Weidenröschen …


Kommentare:

jahreszeitenbriefe hat gesagt…

Wie schön..., die Kleinen. Hier gibt es vor allem auf offenem Boden (auf Kahlschlägen und Waldbrandflächen) das Schmalblättrige Weidenröschen, ein herrlicher Anblick. Aber sie werden nie lästig, denn sobald sich der Boden wieder schließt, sind sie weitergezogen... Lieben Gruß Ghislana

Meriseimorion Mosaike hat gesagt…

Liebe Silke,
ich Danke dir!!!!!:-)
ja ich mache mir auch oft Gedanken,
wer legt eigentlich fest, ob etwas ein Unkraut ist oder nicht?
Nur gut, dass ich das in meinem Garten selber entscheiden kann,
deshalb sind dort auch viele schöne Unkräuter zu finden.
So darf das schöne Weidenröschen,
genau wie bei dir,
an vielen Plätzen dort wachsen.
Ich wünsche dir ein schönes Wochenende!!!
Liebe Grüße
Kerstin

carola hat gesagt…

Hallo Silke,
jetzt weiß ich also endlich wie das von mir heißgeliebte wildpflänzchen heißt! dieses jahr hat es sich schier wie verrückt in meinem topfgarten breit gemacht. ich liebe es. auch wenn es aktuell mit den vielen saatständen nicht mehr ganz so hübsch aussieht.

liebe grüße und streichler
carola

Edith Wenning hat gesagt…

Liebe Silke, ich schließe mich dem an, was Kerstin zuvor geschrieben hat. Es ist gut, daß man in seinem Garten selbst bestimmen kann, was erwünscht ist und was nicht. Bei den Zeigerpflanzen, als Unkraut bezeichnet, stelle ich immer wieder fest, daß sie anspruchslos sind und sich hartnäckig weigern, wenn man sie loswerden will (Löwenzahn, Giersch). Danke, daß Du Dir die Zeit genommen hast für den Kommentar bei mir. Jede Medaille hat bekanntlich zwei Seiten. Es gibt immer ein Für und ein Wider. Aber 'retten' hört sich doch gut an. Ob mit oder ohne Samenbildung, alle Pflanzen haben es in diesem Jahr nicht leicht gehabt. Selbst die Bäume lassen jetzt Anfang August teilweise schon ihre Blätter fallen. Dir noch einen schönen Sonntag und liebe Grüße Edith

SchneiderHein hat gesagt…

@ Ghislana
Das schmalblättrige habe ich auch. Allerdings sollte es damals bei meiner ersten Bestellung ein weißes Weidenröschen sein - doch es war rosa und durfte bleiben. Auch wenn sie alle zum Wuchern neigen, so sind sie so blühfreudig, dass ich trotz weiß-blauem Farbkonzept im Sommer nicht auf sie verzichten möchte ;-)

@ Kerstin
Ich konnte mich eigentlich schon immer mehr für die Wucherpflanzen am Wegesrand begeistern. Richtig gut geordnete Beete waren eher selten etwas für mich. Daher durfte sich das Weidenröschen sich immer irgendwo einschleichen und wurde nur punktuell gezupft.

@ Carola
Schön, wenn Du es nun beim Namen nennen kannst. Schneide die Saatstände doch einfach ab, dann treibt es nach und blüht bestimmt bald wieder.
Ich habe gestern mal wieder etwas bei Dir nachgelesen. Schön, dass die Piepmätze Euch und die Sonnenblume besuchen. So ein Vogel-TV ist herrlich :-)

@ Edith
Selbst Löwenzahn & Giersch haben es bei uns schwer, da der Boden fast überall bedeckt ist. Allerdings sind es bei uns Hopfen, Efeu, Waldmeister und Steinsame, die etwas zu viel Garten erobern. So hat jeder halt andere 'Unkräuter'. Allerdings will ich bis auf den Hopfen keines von ihnen ganz loswerden …

Ja, die Bäume! Unsere Mirabelle sieht an einem Ast jetzt richtig schlecht aus. Der Apfelbaum im südlichen Nachbargarten verliert wohl mindestens 1/3 seiner Krone. Diverse Fichten und eine Blautanne im nördlichen Nachbargarten sind an der Grenze gestorben. Und 2 unserer hohen wachholder im Hochwald werden in der Spitze ganz braun. Was dieser Sommer alles angerichtet hat, wird sich wohl erst im nächsten Frühjahr richtig zeigen. Aber ich gehe davon aus, wir werden bald noch mehr natürliche Insektenhotels im Garten bekommen. Und der Specht wird sich zukünftig noch viel lieber bei uns aufhalten ...

Sara Mary von Buelsdorf hat gesagt…

Das wächst bei uns auch und darf hier auch wachsen. Wo man es nicht haben will, ist es leicht herausgerupft. Und es ist ein hervorragendes Heilkraut. Ich würde es trocknen und als Tee verwenden! U.a. auch ein Männerkraut! Aber nur dieses mit den lanzettartigen Samenkapseln ist das Heilkräftigste.

Liebe Grüße
Sara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Ich habe davon gestern einige im Teich gezupft bzw. gekürzt. Es war mal wieder viel zu viel. Und eh' die dann auch noch Saat verteilen und bald kein Stein mehr im Weg zu sehen ist.
Das große Weidenröschen werde ich es wohl mal im nächsten Jahr im Salat probieren. Aber diese sind mir zu fitzelig ;-)

Sara Mary © Mein Waldgarten (© Herz und Leben) hat gesagt…

Zum Verzehr sind wohl alle geeignet, für Heilzwecke nur ganz bestimmte

http://mein-waldgarten.blogspot.de/2011/06/kleinblutiges-weidenroschen-epilobium.html

Zum Glück lassen sie sich einfach auszupfen. So viele sind es bei mir noch nicht, wenn auch schon einige.

Auf den Geschmack wäre ich auch gespannt, habe das noch nie probiert.

Liebe Grüße
Sara