Donnerstag, 6. August 2015

im und am Wasser



Wildes Durcheinander aus bereits verblühtem Igelkolben
verlassenen Larvenhüllen im Vordergrund.

Weiter rechts wuchert nun ein blau-violettes Blütenmeer 
aus Wasserminze vor dem noch nicht geschnittenem Schilf.

Denn ohne die niederliegenden Schilfhalme und das Dickicht 
aus Schwertlilienblättern wäre die Minze meist recht haltlos 
und sehr windanfällig.

Da bietet der Steg der Froschlöffelrispe und 
der Gauklerblume schon einen besseren Halt.

Doch das Mädesüß neigt sich trotzdem zum Wasser. Ihre langen 
Blütenstengel hat das Sturmtief Zeljko so sehr hin und her 
gepeitscht, dass einige jetzt den Teichweg versperren. Aber 
auch so fast im Wasser liegend bekommen sie noch reichlich 
Insektenbesuch 

Fotos: S.Schneider


1 Kommentar:

SchneiderHein hat gesagt…

Umkopiert aus Rosa arvensis: 'Jetzt fühlt sie sich wohl!' vom 6.8.2015


Blogger Anette Ulbricht 'Neuer Gartentraum' hat gesagt…

So eine große Artenvielfalt wie du im und am Teich bietest, sieht man selten in Privatgärten.
Alles wirkt so natürlich und gar nicht angepflanzt.

Vor einiger Zeit fragtest du mich nach Bildern von unserem Teich.
Der Garten beherbergt nur einen Miniteich, der selten auf Fotos erscheint. Im alten Garten, den wir vor sechs Jahren aufgaben, befand sich ein sehr großer Teich, der leider irgendwann Löcher in der Teichfolie bekam und deshalb ständig Wasser verlor.
Die mit den Reparaturen verbundene Arbeit konnten wir kaum allein stemmen und beschlossen, dass es im neuen Garten keinen Teich geben wird. Nach einiger Zeit fehlte aber doch was. Der Garten war so nicht vollständig. Jetzt beherbergt eine kleine Teichwanne einige Pflanzen und Molche. Bei Gelegenheit werde ich wieder einige Fotos von unserem kleinen Biotop machen.
Liebe Grüße,
Anette

11. August 2015 um 22:29



Blogger SchneiderHein hat gesagt...
@ Anette
Gerade gestern, als ich die Links zu diesem Post in den Tiefen unseres Blogs suchte, fiel mir auf, was für eine Vielfalt wir noch im Sommer 2007/2008 hatten. Da gab es noch Bachbunge, Pfeilkraut, Wasserlobelien, Gnadenkraut, Wasserfenchel, Schachtelhalm und noch viel mehr. Aber im Laufe der Jahre ist es schwer diesen Artenreichtum zu erhalten. Oftmals sind es gerade die schwächeren Pflanzen, die beim Ordnung schaffen mit herausgerissen werden und denen wir dann kaum noch einen geschützten Platz am Teichrand anbieten konnten, der nicht sogleich wieder von den stärkeren Pflanzen vereinnahmt wurde.

Mit Entsetzen musste ich vorgestern feststellen, dass es das Schilf inzwischen sogar unter die Magnolie hinter dem Teich geschafft hat. Vielleicht waren es aber auch selbstgemachte Leiden, da ich im Frühjahr so 'clever' war das geshredderte Schilf als Mulchmaterial dort zu verstreuen …
Jedenfalls war unser größter Fehler im Teich dem Schilf einen kleinen Gitterkorb zur Verfügung zu stellen, den er schon lange verlassen hat. Wir haben vor lauter Freude über das Wachstum nicht bedacht, wie schnell sich unter Wasser die Wurzelgeflechte vereinen. Nun ist es schon lange zu spät dort die Pflanzen voneinander zu trennen. Unsere Teichfolie hält zur Zeit noch, aber wenn wir uns wieder geordnetere Verhältnisse wünschten, müssten wir den Teich komplett neu anlegen.
Aber da sind wir wohl kein Einzelfall. Inzwischen kenne ich einige Blogger, die irgendwann ihren Teich zuschütteten. Und bei uns wird er vielleicht im Laufe der Jahre zum Sumpfbeet, denn im Moment ist nicht absehbar wann wir die Kraft und Zeit aufbringen diesen Teil des Gartens neu anzulegen.
Also arrangieren wir uns mit den Pflanzen, die wuchern und überleben. Und als ich vorgestern einen Teil der Schilfhalme einkürzte, hatte das den angenehmen Nebeneffekt, dass die Wasserminze und das Mädesüß zwischen den gekappten Halmen Halt fanden ;-)

Ja, ohne so eine kleine Wasserwelt fehlt etwas. Aber es geht eben auch kleiner. Ich bin im Nachhinein sehr froh, dass wir bei meiner Mutter keinen Teich mit Folie angelegt haben, und stattdessen lieber den einen schon früher im Erdreich versenkten Mauerkübel mit drei weiteren zur kleinen Teichlandschaft ausgebaut haben. So ein kleiner Teilbereich lässt sich besser pflegen. Und Molche, Frösche und Posthornschnecken fühlen sich darin trotzdem wohl.

Da bin ich ja mal gespannt auf Deine Einblicke! An Deinen alten Teich kann ich mich gar nicht erinnern. Aber soweit ich mich an Deinen alten Garten erinnere, lag Dein Schwerpunkt damals auch eher bei den Kübelpflanzen ...

12. August 2015 um 07:17