Montag, 22. Juni 2015

weiche Triebe in der Wildnis



Wie so oft in unserem Garten muss man sehr genau hinschauen, 
um hier in den Zweigen der Scheinquitte im schattigen Südbeet 
die 3 winzigen Knospen des Kußröschens zu erkennen ...

Und auch im Gemisch aus Scheinquitte, Berberitze und 
Geißblatt-Ranken schlängeln sich ihre Blütentriebe empor.

Ein etwas kränklicher weicher Trieb hat den Weg 
zu etwas mehr Licht gefunden. Aber er ist leider viel 
zu schwach, um den weißen Blütenkopf zu halten.

Daher war die Idee damals gar nicht so schlecht, das zierliche
vor die Berberitze an den Rand der Betonfläche zu pflanzen. 
Denn als ich im Juli 2004 nach dem Einkauf bei Hagebau mit 
dem kleinen Röschen Zuhause ankam, mochte ich dem Mini-
Verkaufsschild in dem kleinen Plastiktopf nicht so ganz trauen
Das behauptete nämlich, dass ich mir eine Miniaturrose mit 
einer Wuchshöhe von 25cm in den Garten geholt hätte, die 
von Juni bis Oktober blüht, und im März auf 10cm zurück-
geschnitten werden sollte … 

Nach fast 11 Jahren in unserem Garten freut sie sich über 
das Rankgerüst aus Scheinquitte und Berberitze in das ihre 
weichen Triebe normalerweise eingeflochten werden, um 
ihren schweren Blütenbüscheln etwas Halt zu geben. Und da 
ihre Blätter bisweilen etwas krankheitsanfällig sind, fällt das 
Problem in der grünen Strauch-Wildnis kaum auf.

Sie ist nun neben White Rambler leider das einzige Baummarkt-
Röschen mit einem fantasievollen Namen, das die schwierigen 
Winter ab 2009/2010 überleben konnte. Die 2 Snowfield, die 2 
unterschiedlichen White Princess mit kugeligen und auch leicht 
gefüllten Blüten, eine Snow Princess, die 2 White Bottom und 
die Buchsbaumgruppe am Ende der Betonfläche legte, gehören 
nun leider seit einigen Jahren alle zur Gruppe 'Es war einmal …'

Fotos: S.Schneider


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