Montag, 22. Juni 2015

Vogelfutter oder Auswanderer?



Das sieht eindeutig nach Vogelfutter aus. Denn auf dem Gehäuse 
der Posthornschnecke befindet sich eine kleine Hackspur. Und da 
der Boden ausnahmsweise mal abgetrocknet ist, hat die Schnecke 
anscheinend rotes Blut verloren. 

Die winzigen Wasserlinsen um sie herum sind beim Herausfischen 
wohl zusammen mit den beiden Stöckchen aus aus dem Metallbecken 
gezogen worden. Und ob sie diesen Vogelangriff überlebt hat, daran 
kann ich mich leider nicht erinnern. Doch normalerweise sehen 
die Posthornschnecken dann so zertrümmert aus ...

Und da es zur Zeit wieder recht häufig vorkommt, dass mir 
in Teichnähe die schwarz-blauen Gehäuse begegnen, werfe 
ich sie inzwischen achtlos in den Teich zurück. Manche weisen 
weißliche Hackstellen auf, und andere sind noch vollkommen 
unbeschädigt. Daher bin ich mir nicht sicher, ob nun alle in 
Beckennähe gefundenen Schnecken tatsächlich wegen zu tief 
sitzender Würmer als Vogelfutter für hungrige Amselkinder 
gefischt werden. Oder ob es auch Auswanderer gibt, die am 
Ende des Metallrandes einfach nur vom Beckenrand fallen … 

Fotos: S.Schneider


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