Donnerstag, 4. Juni 2015

üppiges Weiß vor blauem Himmel



Heute, am späten Nachmittag gibt es endlich den perfekten Moment, 
fotografieren. Und da, wie so oft, Wunsch & Wirklichkeit bisher nicht 
zusammenpassten, konnte unserer verspätetes Hochzeitsgeschenk nun 
nochmals 2 Jahre in die Höhe schießen 

Weiße Blütenrispen zwischen frisch-grünen Blättern.

Herrliches Licht- & Schattenspiel.

Und ein markanter Stamm.

Annährungsversuche zur Hemlocktanne.

Schattenspender für Pfeifenstrauch & Deutzie.

Blühender Hintergrund für den verblühenden Flieder.

Eyecatcher und ...

Gartenabschluss.

Fotos: W.Hein


Als ich an diesem sonnig-heißen Tag gegen 20 Uhr nach Hause kam 
und aus dem Auto stieg, empfing mich schon auf dem Hof ein sehr 
angenehmer süßlicher Duft. Und ich konnte es kaum glauben, aber 
die Scheinakazie duftete bei fast windstillen Wetter über 35m weit. 

Nur, was uns immer mehr erschreckt: Es waren kaum Bienen, 
Hummeln oder andere Fluginsekten an ihr zu sehen. Dabei entsteht 
und gilt als hervorragende Bienenweide. In den vergangen Jahren 
summte & brummte es zur Blütezeit immer in dem Baum. Und 
besser hätten die Wetterbedingungen doch nicht sein können 


Nachtrag Samstag, 13. Juni 2015:
Nachdem es gestern unter unserer Scheinakazie heftig 'schneite' 
und allmählich die Rosenblüte auch bei uns beginnt, konnte ich 
gegen 10 Uhr im besonnten Teil des Gartens mal drei Bienen 
gleichzeitig an den halbgefüllten Blüten des White Rambler im
Ilex am Steg beobachten. Und schon bald darauf interessierten 
sie sich zusammen mit einer Hummel eher für den ausgesamten 
HartriegelWie auch in den letzten Tagen, als die Scheinakazie 
noch blühte, war es im Garten erschreckend still. Wahrscheinlich 
konnten auch die 6 blühenden Holunder kaum Insekten anlocken.

Zunächst gab ich unserem schattigen Garten die Schuld. Aber auch 
auf dem sonnig-heißen Südhof voll blühender Glockenblumen 
und im Vorgarten an den Wildrosen konnte ich gestern bei leicht 
windig-heißem Wetter nur 2 Hummeln gegen 11 Uhr entdecken.

Auch im Garten meiner Mutter, deren Garten ca. 70km östlich 
von unserem entfernt liegt, waren die Beobachtungen ähnlich 
erschreckend. Egal ob die Blühpflanzen besonnt waren oder 
kurzeitig im Schatten lagen, konnten weder die Rosa multifloras, 
Holunder, Glockenblumen, eine halbgefüllte Moschatahybride 
eine weit geöffnete Schneewittchen oder eine Deutzie viele 
Fluginsekten anlocken. Lediglich im besonnten Vorgarten waren 
offensichtlich 2 Bienen am Nachmittag enttäuscht, dass die 
ca. 10m lange Ligusterhecke noch nicht ihre Blütenrispen 
geöffnet hatte.

Und heute gegen 9 Uhr - als der Duft der jetzt zu 1/3 blühenden 
Hedi Grimm, durch die geöffnete Gartentür sogar ins Haus zog, 
konnte ich kurzzeitig mal 8 Bienen an ihren erwartungsvollen 
Blüten zählen ...


Kommentare:

LiSa hat gesagt…

Guten Morgen!
Ein wunderschöner, riesiger Baum den ich in Natura leider noch nie gesehen habe.
Bei uns hier summt und brummt es gsd. immer noch an allen Ecken aber es ist mehr als bedauerlich was mit den Bienenvölkern passiert.
LG
LiSa

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sabine
Schön, dass es bei Dir noch brummt & summt. Hat das Regenwetter also bei Euch aufgehört? Dann ist der Rosenzaun ja sicherlich gut besucht!

Bei den Obstbäumen hatte ich das Problem ja schon vor Jahren festgestellt. Da war es im Frühjahr ein riesiger Schwarm Haarmücken, der sich einige Tage im Garten aufhielt und anscheinend die Apfelbäume bestäubte …

Wie gut besucht unsere Scheinakazie im letzten Jahr war, weiß ich nicht, denn da hatte ich mich zur Blütezeit kaum im Garten aufgehalten. Aber in diesem Jahr war es schon merkwürdig, dass die üppig blühenden Holunder kaum Besuch hatten/haben. Und Hummeln sowie andere Fluginsekten seit gestern den gewöhnlichen Hartriegel der Scheinakazie vorziehen, obwohl sie noch etwas nachblüht.
Und noch dazu wurden in diesem Frühjahr in ca.1km Entfernung am Straßenrand zum Schnellweg reichlich richtig alte üppige Scheinakazien gefällt, so dass nun doch eigentlich noch mehr Bedarf bestehen müsste. Aber im Gegenteil so wenig Brummen & Summen wie in diesem Jahr ist wirklich erschreckend. Ob das am kalten Mai liegt? Denn das Blütenangebot war in unserem Garten kaum weniger als in den Jahren zuvor. Und der Beinwell war noch nie so blütenreich wie in diesem Jahr.

Sara Mary © Mein Waldgarten (© Herz und Leben) hat gesagt…

So würde ich mir das auch gefallen lassen mit Blüten vorm abgeblühten Flieder. Bei uns fehlt an der Stelle der Platz, aber alles andere macht es zur Zeit wieder wett, worauf sich derzeit das Augenmerk richtet.
Danke auch für den Link und die Rosenbestimmung. Da, wo diese Rosen standen, sahen sie allerdings nicht sonderlich gesund aus - an einem staubigen Parkplatz. ;-) Das Laub teilweise gelb .... aber vielleicht wegen der derzeitigen Trockenheit?
Auch sahen sie ziemlich niedrig aus, und ich denke, die stehen da aber schon ein paar Jahre. Daher wundert mich die Größenangabe. Aber wer weiß, wie das alles zusammenhängt. Die Blüten schauen jedenfalls genauso aus.

Komisch, daß bei Euch keine Bienen oder Hummeln sind. Bei uns summt und brummt es in einem fort. Vielleicht regionsspezifisch .... oder hat da irgendwer Gifte in der Umgebung ausgebracht?

Liebe Grüße
Sara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
ich denke mir, dass man die Rosen ähnlich wie Rosa rugosa auch radikal mit der Heckenschere runtersäbeln kann. Auf einem Parkplatz ist das durchaus vorstellbar.

Heute, sah ich mal 3 Bienen gleichzeitig hinten im Garten am gerade aufgeblühten White Rambler. Und noch ein paar Hummeln …
Als ich gegen 11 Uhr nach BS fuhr, stand unser Vorgarten in sonniger voller Rosenblüte, und der Hof voller geöffneter pfirsichblättriger Glockenblumen. Ich sah eine Hummel auf dem Hof und eine an der Rugosa im Vorgarten. Und in den Nachbargärten war mir auch nichts aufgefallen.

Und in BS sowohl hinten im Garten, auf dem ebenso sonnig-heißen Hof voller Glockenblumen und im Vorgarten an der überreich blühenden Multflora auch fast nix. Nur 2 Bienen versuchten an den noch nicht geöffneten Ligusterblüten an der Vorgartenhecke zu naschen.
Mit zu viel Sonne kann es auch nicht zusammenhängen, denn meine Mutter hat auch hinten im Garten eine zur Zeit üppig blühende Deutzie, einen Holunder und eine Multiflora, die tagsüber mal im Schatten und dann in der Sonne stehen. Und trotzdem waren auch da kaum Bienen und Hummeln zu sehen. So gesehen war es bei ihr ebenso ruhig wie bei uns. Vielleicht liegt es an den Siedlungen und den dort fehlenden Imkern ...

Sara Mary © Mein Waldgarten (© Herz und Leben) hat gesagt…

Das kann natürlich sein, obwohl es nicht danach ausschaute. Aber gut, ob man das jetzt noch so genau erkennen kann?
Schon seltsam - das mit den Bienen. Gerade in diesem Jahr sehe ich wieder recht viele von ihnen und hatte mich darüber auch sehr gefreut. Hummeln sowieso ... Wer weiß, wie das alles zusammenhängt. Einen Imker haben wir aber auch nicht gerade in der Nähe, jedenfalls nicht daß ich wüßte.
Da wo wir vorher wohnten, waren jedoch auf der Apfelplantage Bienenstöcke, auch im Wald ...

Linda hat gesagt…

Beautiful! :)