Mittwoch, 3. Juni 2015

Jetzt kommt Lachs ...



Die erste Blüte in einem für Omi Oswald sehr gewöhnungs-
bedüftigen rosa Farbton ist inzwischen abgefallen. Und nun 
erscheinen kräftig lachsfarbene Knospen, die ebenfalls nach 
all' den Jahren in unserem Garten ziemlich ungewöhnlich 
für sie sind. Mich würde wirklich interessieren, wie diese 
Farbveränderung zustande kommt. Ist es nun das zusätzliche 
Wässern in der Überschwemmungszone am Teich, oder war 
es das ungewöhnliche kalte Maiwetter - bzw. beeinflussen
 beide Faktoren die Blütenfarbe?

Foto: S.Schneider


Nachtrag Dienstag, 9. Juni 2015:
Inzwischen zeigt Omi Oswald an einem anderen Trieb 
vertrautere Farben von Apricot über Cremegelb bis Weiß. 
Vielleicht haben sich in diesem rosa- bzw. jetzt lachs-
farbenen Seitentrieb etwas andere Farbgene entwickelt?

Denn bei Jacqueline du Pré sind in den neueren Trieben 
hoch über dem roten Rhododendron die herrlich roten 
Staubgefäße leider fast verschwunden …


Kommentare:

Sara Mary © Mein Waldgarten (© Herz und Leben) hat gesagt…

Schon interessant, diese Farbveränderungen!
Züchter können das vielleicht eher beantworten, schließlich werden sie ihre Versuche mit Rosen anstellen und ich denke mal, auch manipulieren, so daß sich bestimmte Farben entwickeln. Rosenzucht fände ich sowieso spannend. Na, wenn ich mal viiiieeel Zeit habe, vorläufig sieht es nicht danach aus. ;-) Da bleibts bei der Stecklings"zucht" ;-)

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Ich hatte vor einigen Tagen mir endlich mal das Buch von Reinhard Witt ' Naturnahe Rosen' - http://shop.reinhardwitt.de/home/6-naturnahe-rosen-band-1-strauchrosen.html -in Ruhe durchgelesen. Da gibt es einen sehr interessanten Text über die Wandlungsfähigkeit der Blütenfarbe bei Rosen. Es ist also wirklich keine Seltenheit, dass Rosen in manchen Jahren mal ganz andere Blütenfarben zustande bringen. Und Züchter haben nun mal keinen Einfluß auf den späteren Standort bzw. Witterungseinflüssen. Da scheint es wirklich viele Faktoren zu geben, die die Blütenfarbe zeitweilig beeinflussen können.

Im Anfang war ich bei der Ghislane de Feligonde auch total verwundert, wie unterschiedlich sie auf den Blogs aussieht. Aber die ist je nach Standort einfach ein extremer Verwandlungskünstler. Und bei meiner Mutter blüht sie im Frühsommer auch wesentlich gelb-weißer als im Spätsommer.

Jedenfalls hat Omi Oswald inzwischen wieder vertrautere Farben. Vielleicht war es einfach im Mai zu kalt für sie, und dann noch dazu die meist feuchten Füsse ...

Sara Mary © Mein Waldgarten (© Herz und Leben) hat gesagt…

Danke, liebe Silke, für diesen Buchtipp. In das Buch muß ich bei Gelegenheit auch mal reinschauen. Ähnliches kann man ja auch bei anderen Pflanzen beobachten, auch im Zusammenhang mit sich wandelnden abiotischen Faktoren und sei es nur mehr oder weniger Licht ... der Löwenzahn mit seiner Gestalt ist da ein bekanntes Beispiel.
Aber man ist schon überrascht, wenn eine Rose plötzlich so anders blüht. Meine schöne Unbekannte lachsfarbene sieht im Prinzip auch noch so aus wie immer, aber die Vorstadien wirken teilweise fast glutvoll. Aber klar, Sonnengarten und vorher Schatten ...
Schade, daß es im Mai so kalt war und jetzt regnets .... zum Glück allerdings, denn hier war vieles verdorrt, das wirst Du ja mitbekommen haben.

Liebe Grüße
Sara