Sonntag, 24. Mai 2015

Zu rot für meinen Geschmack ...



Jetzt, so im ganz frühen Morgenlicht lasse ich mir den sehr alten

Seine intensiv roten Blüten kommen noch nicht so knallig daher. 
Und wenn Jacqueline du Pré über ihm nun nicht mit ihrer ersten 
Blüte so ein Senkrechtstarter wäre, würden sich ihre roten Staub-
gefäße mit dem Rhododendronrot vor dem Wäldchen ergänzen.

Doch, da ich so gar kein Fan von Rot bin, freue ich mich wirklich, 
dass das immergrüne Gehölz in diesem Jahr höchstens 20 Blüten-
büschel hervorgebracht hat. Und im Moment stört es mich auch 
überhaupt nicht, dass frische Holundertriebe und wild wuchernder 
Hopfen das Gesamtbild etwas abmildern.

Fotos: S.Schneider


Nachtrag Samstag, 30. Mai 2015:
Nachdem es am Nachmittag etwas geregnet hat, erhellt das 
Abendlicht vor dem Wäldchen die nun mehr pinkfarbenen 
weit geöffneten Blüten. Und ich muss ehrlich zugeben, dass 
ich mich auf den Moment freue, wenn der Rhododendron 
gleich nach der Blüte wieder in Form geschnitten und von 
den Hopfenranken sowie den Holundertrieben befreit ist. 
Und dann ist hoffentlich auch schon die Zeit gekommen, 
wo Rosa multiflora, Jacqueline du Pré und der NoName-
Rambler das dann nur grüne Rhododendron-Klettergerüst 
für einige Wochen weiß verhüllen 


Kommentare:

Lykka Gard hat gesagt…

Hhm, Du bist mir ja ein Herzchen. Warum schmeißt Du den Rhododendron nicht raus, wenn er Dir so garnicht gefällt? Mir persönlich gefällt er ja gut. Du bringst es nicht übers Herz eine Pflanze zu töten, nicht wahr? Nun willst Du Dich weiter ärgern, wenn er blüht, bis er endlich stirbt?
Ich wünsche Dir trotzdem noch einen schönen Abend und einen schönen Sonntag!
lykka

SchneiderHein hat gesagt…

@ Lykka
Genau, was kann der arme Rhododendron dafür, dass die zweite bzw. sogar dritte Gartengeneration seine Blühfarbe nicht mag. Rausnehmen heißt bei seiner Größe dann wirklich töten. Dafür, dass er eventuell sogar schon Ende der 60er, als die Eltern meine Patenonkels das Beet hinter der gerade fertiggestellten Garage anlegten, gepflanzt wurde und tapfer ein Leben unter den 2 trockenen Grenzfichten auf der Südseite ertrug.
Ich gebe zu, solange das eher pinkige Rot noch nicht voll erblüht in Erscheinung tritt, mag ich den Farbtupfer im Grünen. Nur heute beim Sonnenschein nach dem Regen wäre ich am Liebsten mit Schere & Astschneider in den Garten gezogen ;-)
Aber bei feuchter Witterung ist mir das wirklich zu gefährlich. Erst gestern musste ich mir mal wieder eine schon leicht gefüllte Nymphe entfernen. Aber zum Glück konnte der Zecken-Heimtest keine Borrelien in dem Tierchen feststellen.
Von daher ist so eine spontane Aktion leider nicht sinnvoll. Und ich sollte lieber warten und bei trockener Witterung gut verhüllt & eingenebelt dort aufräumen, damit ich mich danach an den Rosen erfreuen kann. Bei manchen Sträuchernfinde ich es schade, dass sie nur recht kurz blühen - wie z.B. die Baumpäonie. Aber dieses pinkige Etwas könnte eben schneller durch sein - wenn es nach mir ginge ;-)