Samstag, 30. Mai 2015

So groß kann er nicht bleiben ...



In diesem Jahr ist der Holunder auf der schattigen Südseite 
herrlich üppig und voller Blüten. Eigentlich war der Strauch 
vor 19 Jahren nur als vorübergehendes Füllmaterial geplant. 
Doch da er sich viele Jahre kaum entwickelte, durfte er im 
Beet bleiben. Und seit einigen Jahren entfernen wir häufiger 
die neueren Triebe am Strauch. Im letzten Jahr hatten wir 
ihn jedoch nicht nach der Blüte eingekürzt. Und jetzt nimmt 
er ca. 4m in der Höhe und fast 3m in der Breite ein. So 
bleibt kaum noch Platz für die Zierhimbeere, den Hibiskus 
und den japanischen Schneeball. Daher dürfen sich die 
Fluginsekten noch gerne an den Blüten laben. Aber für 
die Vögel werden sich hier nur wenige Beeren entwickeln 
können. Denn sonst wächst auch er uns bald zu weit 
über den Kopf …

Foto: S.Schneider


Nachtrag Sonntag 7. Juni 2015:
Inzwischen sind die ersten Dolden an diesem Holunder im 
halbschattigen Südbeet bereits verblüht. Aber von unseren 
insgesamt 7 Holunderbüschen tragen noch 5 weitere Sträucher 
reichlich Blütenteller. 

Und da unsere riesige Scheinakazie zwar überreich blüht
dabei zeitweilig an heißen Tagen sogar über 30m weit duftet, 
und trotzdem kaum summende oder brummende Insekten 
anlocken kann, könnten wohl ruhig einige der Holunderblüten 
geerntet werden ... 

Denn dieses Holunderblüten-Sirup-Rezept auf dem Blog 
'LiSas Seifen und mehr …' klingt verlockend.


Kommentare:

Barbara hat gesagt…

Ich wusste gar nicht, dass man Holunder nach der Blüte auch einkürzen sollte. Meiner steht nun dreissig Jahre am gleichen Ort und ist nicht sehr üppig und nur ca. 3m hoch. Du hast ja ein wunderbares Exemplar. Wir haben unseren gepflanzt weil uns gesagt wurde, dass er die bösen Hausgeister vertreiben würde ;-) !! Spass beiseite, ich liebe ihn wegen der Blüte und den Beeren im Herbst (für die Küche!).
Liebe Grüsse, Barbara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Barbara
Das mit den Hausgeistern kenne ich aus der Erinnerung etwas anders, aber vielleicht hatte ich das damals auch falsch verstanden: Einen Holunder sollte man nicht aus dem Garten entfernen, weil das Unglück bringt. Daher dürfen bei uns auch Sämlinge bleiben :-)

Wie ich schon schrieb, war er ursprünglich als vorübergehendes Füllmaterial geplant und sollte später klein gehalten werden. Denn er stand bei der Gartenübernahme irgendwo als ca. 1m hoher Sämling im Weg. Ich glaube, wir hatten schon damals mindestens 4 Holunder im Garten.
Und aus meinem weißen Vorgarten hatte ich damals auch schon über 10 Jahre Erfahrungen mit Holundern sammeln können. Den in BS schnitt ich regelmäßig im Frühjahr, da er zeitweilig an den jungen Trieben extrem verlaust war. Aber natürlich lasse ich normalerweise auch die Blüten dran und freue mich später mit den Vögeln über die Beeren. Nur dann würde noch mehr vom Rubus eingehen und der 19 Jahre alte Hochstamm-Hibiskus würde das wohl auch nicht mehr überleben.
Zum Beerenernten eignen sich ohnehin die beiden Sträucher in BS im Vorgarten und hinten im Garten an der Grenze wesentlich besser - die müssten jetzt auch um die 30 Jahre alt sein. Der hinten im Garten tendiert zur Zeit aber auch eher zu 4 bis 5 m, obwohl ich ihn häufig schneide. Und ein weiterer, den ich hier aus unserem Garten gepostet habe, der im Hochwald steht, der blüht ungeschnitten jetzt in über 6m Höhe. Der darf das da gerne. Aber an anderen Stellen muss ich regelmäßig eingreifen. Und das hat sich nach der Blüte an eingekürzten frischen Trieben als ganz sinnvoll rausgestellt ...