Montag, 4. Mai 2015

Sauerklee gerettet?


Waldsauerklee - für viele ein Unkraut. Aber für meine Mutter 
und mich eine Erinnerung an das Grab meines Großvaters, 
das nun schon seit fast 10 Jahren eingeebnet ist. Doch bevor 
wir dort zum letzten Mal waren, entdeckten wir zufällig im 
blaublütigen Immergrün etwas weißen Sauerklee. Der wurde 
vorsichtig ausgebuddelt, und wir nahmen ihn mit in den Garten. 
Und noch immer freuen wir uns zu dieser Jahreszeit, wenn 
seine kleinen weißen Blüten mit den zarten rosa Streifen über 
den grünen Blättchen in der Hofrabatte erscheinen.

Und auch bei uns im Wildwuchsgarten zog etwas vom Sauerklee 
in die Wiese ein. Doch im Laufe der Jahre wurde er bei uns 
leider immer weniger statt mehr. So entschloss ich mich ihn 
vor einigen Wochen auszugraben und in einen Topf zu pflanzen. 
Und da er bei meiner Mutter im halbschattigen Bereich des 
Südhofes gedeiht, stand er auch bei mir im etwas schattigeren 
Teil des südlichen Hofes. Aber auch dort schien es ihm nicht 
zu gefallen. So zog er in Allegras Katzengras-Schalen vor 

Nur hatte ich dabei leider unsere bauwütigen Drosseln 
nicht berücksichtigt, die zur Zeit überall zerren & zuppeln, 
um reichlich Material in ihre Nester zu verschleppen.

Ich hoffe, der Klee hat hier nun trotzdem eine Chance …

Fotos: S.Schneider


Kommentare:

Bianca N. hat gesagt…

Dafür drücke ich die Daumen!
Finde Waldsauerklee auch sehr schön, und wenn er dann auch noch mit so wichtigen Erinnerungen verbunden ist..
Liebe Grüße
Bianca

SchneiderHein hat gesagt…

@ Bianca
Danke für die guten Wünsche :-) Ich könnte mir zwar notfalls auch welchen von meiner Mutter nachholen, aber so üppig ist er dort auch nicht.
und als ich gestern zum Wochenend-Katerfüttern bei unseren nördlichen Nachbarn war, sah ich dort ca. 1qm Sauerklee am blauen Zaun. aber der hat eben nicht diesen Erinnerungswert und ist nur ein schönes Blümchen.
Leider ist es für manche Pflanzen gar nicht so einfach geeignete Standorte zu finden. Denn selbst für Maiblumen ist es bei uns wohl zu trocken. Die sind nämlich - wie ich gestern feststellen musste, von unserer Nordseite hinter der Teichmauer einfach zu unseren Nachbarn ausgewandert und toben sich da jetzt im lichteren Schatten herrlich aus ...