Samstag, 30. Mai 2015

Omi Oswald ...



… immer noch extrem rosa.

Was ist mit Omi Oswald los? Bisher kannten wir diese zauberhafte 
zarten Apricot-Hauch an den Knospen bzw. im ersten Blütenstadium. 
Und nun präsentiert sich ihre erste Blüte in diesem Rosenjahr in 
ganz extremen Pink. Das sieht vor allem in der Blickachse vom Haus 
zusammen mit den gelben Sumpfschwertlilien für unseren Geschmack 
wirklich gruselig aus.

Nun frage ich mich, ob ich eventuell dieses intensive Rosa selbst 
verursacht habe. Denn in den letzten Wochen habe ich häufiger 
den Teich aufgefüllt, um am Steg in der Tiefwasserzone meine 
Gießkannen für die Kübelpflanzen zu füllen. Und dabei lief 
der Teich oftmals über, so dass die Überschwemmungszone nun 
viel mehr Feuchtigkeit als früher erhielt. Bei einigen unserer 
weißen Rosen kommt es bei hoher Luftfeuchtigkeit - vor allem 
im Herbst vor, dass sie plötzlich einen rosa Hauch zeigen. Und bei 
der eigentlich weißen Aspirin war es im Winter 2007 auch einmal 
extrem mit der Blütenverfärbung. Hat sich durch das häufigere 
Bewässern nun die Luftfeuchtigkeit verändert, oder war eventuell 
sogar die Bodenfeuchtigkeit dafür verantwortlich? Denn in den 
letzten Wochen war es sehr trocken, und der fast ständige 
vorhandene Wind vertrieb recht schnell die Regentropfen. Die 
Dünenrose neben ihr reagierte jedenfalls wenn nur mit einer 
üppigeren Blüte ...

Fotos: S.Schneider


Kommentare:

Sara Mary von Buelsdorf hat gesagt…

Schon dieser zauberhafte Name - einfach zu süß!
Von der Verfärbung der Rosen kann ich inzwischen auch ein Lied singen. Das it erstmalig im jetzigen Garten aufgetreten. So etwas hatte ich noch nie - in keinem userer Gärten! nUnd die waren doch recht unterschiedlich.
Wer weiß, welche Einflüsse da tatsächlich eine Rolle spielen. Vielleicht sogar der Klimawandel?
Liebe Grüße
Sara

Gartenwildwuchs hat gesagt…

Also rosa statt weiß ist wirklich verrückt. Mir ist so etwas letztes Jahr mit Astern passiert, aber genau umgekehrt . Sie waren ursprünglich rosa und anschließend weiß...
LG Steffi

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Also ich kenne das mit der Verfärbung an weißen Rosen schon ziemlich lange von der Schneewittchen. Und ganz früher ist es wohl kaum aufgefallen, da die letzten Rosen meist vor dem ersten Frost für die Vase geschnitten wurden ...
Und meist tritt diese Farbveränderung nur im Herbst/Winter auf. Von daher spielen vielleicht auch Temperaturschwankungen eine Rolle. Denn der Mai war ja auch ungewöhnlich kühl. So ähnlich ist das ja auch häufiger im Herbst: kältere Nächte und warme Mittagsstunden.

@ Steffi
Von vielen rosa Rosen gibt es ja auch eine weiße Variante. Und manchmal kommt dann auch mal die ursprüngliche rosa Pflanze an einzelnen Blütenblättern oder einer ganzen Blüte bzw. sogar an einem Trieb wieder durch.
Bei einem neuen Trieb hätte ich das auch in Erwägung gezogen, aber dieser Rosentrieb steht schon einige Jahre.

Bei weißen Astern habe ich das auch schon häufiger erlebt, dass sie sich durch die Witterung teilweise rosa verfärbten. Umgekehrt hat das vielleicht mit der Sonneneinstrahlung zu tun. Denn bei weißen Rosen beginnen die Knospen ja auch häufiger mit einem rosa, roten oder gelben Hauch, der später nicht mehr zu sehen ist.

Sara Mary © Mein Waldgarten (© Herz und Leben) hat gesagt…

Stimmt, liebe Silke, diese Art der Verfärbung, die Du meinst, kenne ich auch schon sehr lange. Nur die im Frühjahr bei Blühbeginn oder Knospenaufbruch ist mir relativ neu. Bei meinen Rosen hatte ich es eher auf den Sonnengarten und damit verbundene Sonneneinstrahlung (Südseite) und warme Temperaturen zurückgeführt. Da der Mai kühl war, kann es zumindest am Mai auch nicht gelegen haben. Wenn, dann spielen da sicher längere Zeiträume eine Rolle. Nehme ich jedenfalls an. Doch das wäre wohl ein Forschungsgebiet für sich ... und so bleiben nur die spärlichen Beobachtungen und eigene minimale Aufzeichnungen darüber.

Liebe Grüße
Sara