Sonntag, 5. April 2015

Das weiße Leberblümchen am Mittag



Pünktlich am Ostersonntag enthüllte das weiße Leberblümchen - 
Hepaticia nobilis var. nobilis weiße Töne, sein Blütengeheimnis.


Fotos: S.Schneider


Nachtrag Freitag, 17. April 2015:
Dieses herrliche Pflänzchen mit roten Staubgefäßen sowie 
habe ich indirekt Urte vom Blog 'Der Elfenrosengartenzu 
verdanken. Denn ohne ihre traumhafte weiße Überraschungs-
post, die Anfang Februar bei mir eintraf, hätte ich in diesem 
Jahr wohl noch nicht schon wieder bei der Staudengärtnerei 
Peters bestellt. Doch nach diesem Kommentar hatte ich dann
endlich eine Idee, wie ich mich für ihre wundervolle Arbeit 

Und so hüpfte beim Bestellen der Helleborus 'Hochzeitskleid' 
irgendwie für meine Mutter die 'Anne' in den Warenkorb, 
für mich noch die Helleborus torquatus 'Schneeeule' sowie 
für Urte und mich noch je ein weißes Leberblümchen.

Was ich jedoch bei der Bestellung nicht ahnte, dass die beiden 
Leberblümchen vollkommen unterschiedlich sein könnten. Und 
das war bei der Lieferung Anfang März für einen Leberblümchen-
Laien wie mich auch noch nicht zu erahnen. Also kam die schon 
wesentlich weiter entwickelte Staude für Urte in einen neuen 
Topf und wartete zusammen mit anderen überwiegend weißen 
Pflänzchen aus unserem Garten ab Mitte März auf ihre Reise 
zum Elfenrosengarten in den Vorharz. Doch leider verzögerten 
Wohlbefinden, Termine, Sturm Niklas und dann auch noch Ostern 
das Vorhaben, so dass Urte das zaghaft blühende und wesentlich 
zierlichere Pflänzchen bisher nur von einem Foto in unserem 
Garten kennt. Aber ich hoffe, sie wird im Laufe der Jahre daran 
ebenso viel Freude haben, wie ich nun an unserem wesentlich 
späterblühenden Oster-Leberblümchen.

Und womit mich Urte Anfang Februar überraschte, das zeige ich 
spätestens Anfang Mai auf DekoGerümpel ...


Kommentare:

Sara Mary von Buelsdorf hat gesagt…

Wie hübsch!
Ich wollte gerade sagen ... hatte ich bei Dir nicht irgendwo gelesen, daß die Weißen bei Dir ausgestorben waren?
Nun wünsche ich Dir, daß sie sich am neuen Platz beständiger zeigen und sich möglichst vermehren.

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
Sara

Meriseimorion Mosaike hat gesagt…

Weiße Leberblümchen, Toll!!!
Ich würde die Leberblümchen so gerne mal im Wald entdecken, doch irgendwie scheint der Boden hier nicht zu passen, so hab ich noch nie eins entdeckt. Doch in deinem Garten sehen sie zauberhaft aus, so ein schönes zartes Blümchen!!!!
Ich wünsche dir ein schönes frühlingshaftes Wochenende!
Liebe Grüße
Kerstin

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Ich hatte noch nie ein weißes Leberblümchen …
Die, die ich im Garten habe, hatten wir mit dem Garten übernommen- bzw. inzwischen sind aus den 3 Pflanzen nun 5 geworden.

Irgendwann hatte ich mal geschrieben, dass ich keine weißen Leberblümchen brauche, da sie in unserem Wildwuchs kaum auffallen würden, und sie in weiß bei uns wohl auch kaum eine Chance hätten. Außerdem finde ich die heimischen mit der violetten Blüte so zauberhaft, dass es mir eigentlich gereicht hätte nur die im Garten zu haben. Aber ich sollte eben nie nie sagen - bzw. mich nicht in Versuchung bringen ;-)

@ Kerstin
Gibt es bei Euch keine Buchenwälder auf Kalkgestein? Das sind die idealen Voraussetzungen für Leberblümchenaufkommen.
Allerdings, als meine Mutter und ich im letzten Frühjahr in die Leberblümchen in den Elm fuhren, waren wir sehr enttäuscht. Denn dort wurden vor einigen Jahren die Waldflächen wohl ausgelichtet und der Boden anschließend mit dem Material gemulcht. Das war wohl zu viel Material für die Pflanzen, so dass dort nur noch an den Randbereichen Leberblümchen zu entdecken waren. Das blaue Blütenmeer, das meine Mutter noch aus Kindertagen in Erinnerung hatte, war verschwunden ...

Sara Mary © Mein Waldgarten (© Herz und Leben) hat gesagt…

ah so, wußte ich nicht oder nicht mehr. Wenn viele beieinander stehen schaut es doch schön aus, das sehe ich z.B. beim weißen Vinca minor, das dieses Jahr besonders gut treibt und blüht :-) Aber auch in Bunt finde ich die schön, wenn lila, blau und weiß beieinander stehen.

Sara Mary © Mein Waldgarten (© Herz und Leben) hat gesagt…

Im Elm hatte ich übrigens noch keine Leberblümchen gesehen. Aber extra gemulcht?? Da könnte ich mal unsere Naturpädagogin fragen, die dazu Verbindung hat. Dann liegt es vielleicht eher am Auslichten, obwohl Leberblümchen auch in lichteren Wäldern wachsen. In der Salzgitteraner Gegend findest Du sie aber noch sehr zahlreich. Sie vermehren sich, auch wenn manche Zeitgenossen meinen, sie würden beständig dezimiert. So viel wird davon doch nicht geklaut. ;-) Sonst nähmen die Bestände kaum zu.

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Wir waren im letzten Jahr deswegen extra im Reitlingstal. Und da wir nur ganz am Rand der Parkplatzflächen am Lokal welche sahen, fragte meine Mutter mal dort nach, warum die verschwunden sind. Dort hatte man ihr das so begründet.

Bei mir werden sie ja auch im Herbst & Frühjahr übermulcht. Nur sind das höchstens 5 bis 7mm, die da als Nadel-& Laubgemisch draufkommen. Ich kann mir schon vorstellen, dass das dort stellenweise zu viel war. Aber vielleicht arbeiten sie sich im Laufe der Jahre ja wieder nach oben …
In diesem Jahr haben wir den Termin verpasst. Aber ich hoffe, dass wir dort im nächsten Jahr mal wieder 'in die Leberblümchen fahren'. Obwohl 'in die Waldgoldsterne' da jetzt wohl besser passt ...

Ulrike Selberherr hat gesagt…

Wow, sind die hübsch. Ich wusste bis jetzt gar nicht, dass es auch weisse gibt. Leberblümchen gehören zu meinen Lieblingspflanzen. In meinem Garten wachsen - noch von meiner Großmutter gepflanzt - rosa und blaue. Ich freue mich jedes Jahr auf sie.

SchneiderHein hat gesagt…

@ Ulrike
Gesehen hatte ich sie schon ab und an. Nur war mir nicht bewusst, dass auch so viele weiße Varianten angeboten werden. Und eigentlich wollte ich ja nur die normalen blau-violetten im Garten haben ;-)

Aber ich sammele nun doch lieber Buschwindröschen. Das ist überschaubarer, und die haben nicht so extrem hohe Anschaffungskosten. Nur zum Posten bin ich leider noch nicht gekommen ...

Sara Mary © Mein Waldgarten (© Herz und Leben) hat gesagt…

Im Reitlingstal habe ich noch gar keine gesehen. Vielleicht, weil ich nicht zur passenden Jahreszeit dort war und so nicht drauf achtete. Mag sein, daß das da anders ist, als an den Stellen, die ich kenne.
Buschwindröschen? Gibt es da auch diverse Arten? Weil Du von Sammeln schreibst? Bei mir im Garten zeigte sich jetzt auch eines.