Sonntag, 8. Februar 2015

Der Kieferast im Sonnenschein ...


So wild wünsche ich mir unseren Wildwuchsgarten dann doch nicht:

Schon am 2. Februar, als ich bei Tauwetter den matschig-
grauen Garten betrat, war mir diese Veränderung am Zaun 
der Nordgrenze aufgefallen. Der unter der Schneelast 
plötzlich abgebrochene Ast von Nachbars über 10m hoher 
Kiefer thront noch immer auf dem Zaunpfahl. Doch er 
fügt sich so perfekt in die grüne Grenze ein, dass unseren 
Nachbarn der ca. 5m lange Ast - fast parallel zum Zaun,
wahrscheinlich beim Gartenspaziergang noch gar nicht 
aufgefallen ist. 

Und wenn es nach mir geht, dann darf er dort auch so lange 
bleiben, bis er verfällt. Denn in seiner Nähe wächst ein Geiß-
blatt am alten Zaun, das dort nun eine ideale Kletterhilfe 
hätte. Nur ganz links versperren mir die ausladenden Zweige 
des Kieferastes den ca. 50cm breiten Wirtschaftweg zwischen 
Zaun und Strauchbepflanzung. Das kann auf Dauer nicht so 
bleiben. So werde ich mich demnächst mal mit Schere und 
Astschneider bewaffnen, um mir den Weg einfach freizu-
schneiden. Nur im Moment füllen die bis 2m hochstehenden 
Kieferzweige noch sehr schön die zur Zeit trostlose grau-
braune Grenze, so dass ich damit gern noch etwas warte. Und 
außerdem steht im Moment noch so viel zu shredderndes 
Material in Körben in der Garage, dass ich die Kiefer lieber 
vor Ort häcksele und gleich wieder auf der Fläche verteile.

Weiter links war bereits im Sommer vom toten Apfelbaum 
ein riesiger Ast aus der Baumkrone auf den Tramelpfad vor 
der Grenze geknallt. Doch der störte bis jetzt überhaupt 
nicht. Inzwischen haben sich dort am Holz sogar herrliche 
Baumpilze entwickelt. Daher werde ich das Totholz wohl 
nur teilweise unter dem Baum entfernen. Vieles wird 
einfach umgeschichtet oder etwas verlagert. Und schon 
bald wird das Geäst von der wild wuchernden Waldrebe 
und dem Efeu überwachsen sein. Lediglich den Hopfen
ganz links im Bild über der Korkenzieherhasel, würde ich 
dort sehr gern ausrotten. Er erobert sonst schon bald 
den ganzen Garten. 

Aber das sind Gartenarbeiten, die ich zwar an den nächsten
 trockenen Tagen unheimlich gern in Angriff nehmen würde, 
nur damit riskiere ich dann wohl doch irgendwann einmal, 
dass sich aus meinem alljährlichen nervigen Winterhusten 
demnächst eine Lungenentzündung entwickeln könnte. 
Also übe ich mich lieber noch etwas in Geduld. Obwohl 
gerade in dieser Ecke sicherlich auch die Zecken gern 
ihr Unwesen treiben. Daher wäre gerade jetzt ein idealer 
Zeitpunkt für diese Aufräumarbeiten. Denn je nach Wetter 
könnten diese äußerst unangenehmen Tierchen schon 
in einigen Tagen in Bodennähe in Erscheinung treten. 
Und das ist dann leider schon wieder das Ende 
meiner unbeschwerten Gartenzeit

Foto: S.Schneider


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