Freitag, 28. Februar 2014

Unser Garten ist volljährig


Im Februar 1996 begannen irgendwann die ersten Gartenarbeiten. 
Doch die wichtigste Gartenaufgabe war zunächst die Südgrenze 
so bearbeiten zu lassen, dass der mitgeerbte Grenzstreit wegen 
der beiden Fichten am Zaun und der Korkenzieherweide hinter 
der Garage beeigelegt werden konnte. Nachdem die beauftragte 
Gartenbaufirma die Arbeit beendet hatte, sah der Garten so aus

Der nächsten Schritte waren dann das von meinem Onkel selbst 
zusammengeschweißte Gewächshaus entfernen zu lassen, und 
zusammen mit meiner Mutter den Baumschnitt von den beiden 
Fichten und der Weide zu shreddern. Dann wühlten wir die alten
verdammt schweren vor Ort gegossen Betonplatten aus dem 
Weg, um bald darauf die Betonfläche hinter dem Wald pflastern 
zu lassen. Das Metallbecken wurde in die Fläche integriert, und 
in der Teich-Vertiefung die eingekellerten total überlagerten  
Gartenerzeugnisse aus den Einweckgläsern und Gefrierboxen 
im Garten beerdigt. Bis Anfang Juni 1996 schafften wir es dann 
tatsächlich Teilbereiche so weit zu gestalten, dass wir Mitte Juni 
dort unsere Hochzeitsparty feiern konnten. Ein Highlight war 
damals der weiße 3x3m Pavillon am Ende der Betonfläche, dort 
wo jetzt die Scheinakazie steht. Die raumfüllende orientalisch 
anmutende Liegewiese im Zelt wurde mit den letzten noch 
nicht ausgestreuten Mulchsäcken der ersten 100 Sack-Lieferung 
gepolstert. Das roch zwar recht streng, wurde aber trotzdem 
begeistert als Sitz- & Liegefläche von den Gästen angenommen. 
Leider gibt es kein Foto davon. So, wie uns aus der Anfangsphase 
auch so manches andere Foto im Nachhinein fehlt.

Und jetzt, nach 18 Jahren befindet sich unser Garten im Moment 
in einem Zwischenstadium. Denn seit 1 Woche kämpfe ich nun 
mehr als üblich gegen unsere wuchsfreudigen Bäume, Sträucher, 
Rosen sowie den schilfdurchseuchten Teich. Einiges muss jetzt 
noch geschnitten werden, aber da komme ich an meine Grenzen: 
Zu hoch, zu unhandlich oder zu sehr ineinander verschlungen, 
um es allein bewältigen zu können. Doch allmählich wird der 
Garten nun schon etwas lichter. Am Wochenende werden die 
Shredderberge auf der Betonfläche sowie an der Ostgrenze dann
hoffentlich noch um eignes höher, so dass bald die vorwitzigen
Frühlingsblüher wieder ungestört im Wildwuchs weiterwachsen …

In den letzten Tagen hatten wir oftmals herrlichen Sonnenschein. 
Aber ausgerechnet heute, bei diesem mal ganz anderen Garten-
spaziergang, war der Himmel  grau und verhangen. Allerdings 
passt diese Stimmung recht zu den Vergleichsbildern aus 1996 

Hier, wo ich jetzt hinter dem vorderen Hochbecken stehe, stand 
Und ohne die 2 Grenzfichten ist die Südseite des Wäldchens auch 
nach über 2 Jahren noch immer recht kahl. Den viel zu unförmig 
gewordenen Säulentaxus habe ich am Dienstag in der Höhe um 
ca. 1,5m gekürzt und dabei leider so manchen Krokus erschlagen.
 Jetzt besitzt er wohl wieder seine ursprüngliche Höhe von 1996 - 
so um die 4m. Wenn die Krokusse verblüht sind, dann wird er im 
oberen Teil wieder mit einem Draht etwas zusammengezogen 
und die braunen Spitzen müssen noch nachgeschnitten werden.

Der Steg folgt seit Herbst 2000 fast dem alten Betonplattenweg 
durch den Wald in den hinteren Teil des Gartens. Und der recht
gepflegte Rasen wurde gleich im ersten Gartenjahr zur Wiese. 

Während im Februar 1996 noch die Komposthaufen-
Umrandung das Ende des Gartens anzeigte, ist 
die Ostgrenze heute kaum noch zu erkennen …

Und hier liegt nun ein Teil der Shredderberge vom Rambler-
Rosengestrüpp, dem Säulentaxus am Steg und der Scheinakazie. 
Unseren Hochzeitsbaum, die Scheinakazie, haben wir als ca. 4m 
hohen Baum im Frühjahr 1997 von Freunden geschenkt bekommen,
selbst gepflanzt, von Anfang an regelmäßig geschnitten, ihn im 
Februar 2008 noch allein gestutzt, dann noch mehrmals im Laufe 
der Jahre unten herum eingekürzt, und trotzdem ist er uns irgend-
wann über den Kopf gewachsen. Im letzten Frühjahr hatte sich 
Wolfgang noch an ihm versucht, aber ab dem Zeitpunkt stand fest, 
dass wir mal wieder professionelle Hilfe im Garten brauchen. 
Doch im Herbst hatte ich den Zeitpunkt verpasst, und nun habe 
ich mich nochmals an den unteren 2 Ästen allein versucht. Zur 
Zeit stört eigentlich nur noch der rechte Ast an der Abzweigung 
in ca. 5m Höhe, der sich zu sehr zur Südseite zieht. Und den 
können wir am Wochenende eventuell mit vereinten Kräften 
bewältigen. Und dann darf sie bis zum Winter so bleiben.

Rechts die Pflanzgemeinschaft aus Flieder, Spiere, wildem Wein, 
Glyzinie und Rankrose Belvedere ist nun zumindest allseitig schon 
etwas gekappt. Eigentlich hatte ich auch hier einen radikaleren 
Rückschnitt vor. Doch soll ich wirklich in diesem Jahr auf fast alle 
Blüten verzichten? Außerdem ist inzwischen schon so viel auf 
der Südseite gestutzt, dass es bald zu wenig Höhenunterschiede 
zwischen Blühsträuchern, den Rosen und der immergrünen Rand-
Bepflanzung gäbe. Denn die Hemlocktanne am Zaun mit der 
Rosa helenae soll auch noch um 2 bis 3m gekürzt werden. Blöd 
für die Vögel, die im letzten Jahr hoch oben in der Astgabel 
der früheren Schnittstelle gebaut hatten, aber langfristig ist es 
der bessere Weg. Denn sonst müssten wir den wuchsfreudigen 
Baum sicherlich auch irgendwann wegen unserer Nachbarn 
fällen lassen …

Früher nannte ich diese Stelle 'unter der Scheinakazie' 
oder bezeichnete sie als den 'Weg zur Brombeerhecke'. 
In diesem Jahr heißt der Bereich wohl 'der Weg zum 
blauen Pool'. Nur dafür muss ich zunächst die Schling-
knöterich-Ranken shreddern. Denn der Weg ist seit 
Donnerstag nicht mehr begehbar. Und somit ist das 
'Beet der vergessenen Gemüse' bei diesem Spaziergang 
tatsächlich mal wieder in Vergessenheit geraten.

Andere gehen ins Fitness-Studio, ich habe mich dafür 
lieber 3 Stunden im Tauziehen geübt. Hätte ich noch 
weitere Kränze aus Knöterichranken winden wollen, 
wäre ich wohl erst nach einigen Tagen zu diesem wind-
schiefen Ergebnis gekommen. Der Baum links im Bild 
hat seine Haube behalten, denn auch dieser Bereich 
in der Baumkrone war bisher ein beliebter Nistplatz ...

Und diese wild wuchernde Hopfenecke an der Nordseite 
bis zum Haselstrauch hat noch etwas Zeit. Denn hier soll 
wieder ein Trampelpfad vor den Sträuchern zur Mirabelle 
führen. Und dann lassen sich die Ranken vom Weg und 
vom Zaun aus herausreißen. Ob unser Nachbar und ich den 
Hopfen hier jemals ganz herausbekommen? Wohl kaum.

Vor dem Nachbarhaus warten noch die Hasel und die fiesen 
Cornus kousa links daneben, leidet inzwischen zu sehr unter 
der wuchsfreudigen Eckbepflanzung. In der Höhe werden wir
 diese Pflanzgemeinschaft allerdings noch so belassen, um 
in den Sommermonaten den Blick auf den weißen Giebel 
etwas zu mildern 

In der Verlängerung des Glastisches steht der schon sehr alte 
über 5m hohe Taxus im Wäldchen. Vermutlich wurde er auch 
um 1968 von den Eltern meines Onkels gepflanzt, als sie sich 
hinter der damals gerade erbauten Garage ein Beet angelegt 
hatten. Leider ist das Foto der stolzen Gartenbesitzer vor dem 
übersichtlichen Beet - dem heutigen Wäldchen, zur Zeit nicht 
auffindbar. Auch dieser Taxusschnitt steht nun noch auf meiner 
Wunschliste der möglichst schnell zu erledigenden Arbeiten. 
Denn in ihm ranken endlich Rosa barbierana, Donna's Rambler. 
Rosa brunonii in der Hasel hat sich selbst einen Rosenbogen 
über den Weg vor dem Taxus gebaut. Aber damit der schmale
 Mulchweg auch im Sommer gut begehbar bleibt, müssen noch 
einige Taxuszweige weichen, und anschließend die langen 
Rosenranken tiefer in den immergrünen Strauch eingeflochten 
werden. Dann haben auch die Vögel bald wieder eine Chance 
dort zu nisten. Denn im Moment klettert Nachbarskater Cäsar 
noch sehr gern in dem lichten Gehölz umher, um den Vögeln 
nachzustellen ...

Und hier unter dem Efeu-Apfelbaum wartet nun noch 
der zweite Teil des Steinsame-Rückschnitts auf mich. 
Denn aus dem Untergrund kommen schon überall neue 
Triebe hervor. Aber wegen der dort wahrscheinlich 
lauernden Zecken sollte ich mich in dieses Abenteuer 
wohl nur noch verhüllt und wohl sogar möglichst nur 
eingenebelt begeben. Und die Quecke dahinter, unter 
wächst wieder Gras drüber!

Das kleine Metallbecken zu versäubern, ist demnächst auch mal 
wieder nötig. Aber links vom Teich die Ranken der Steinsame 
drängeln mehr, denn dahinter müssen bald einige Rosen in Form 
gebracht werden, und die Prunkspiere fängt bald an zu blühen.

Am Teich sind die Hochbecken runtergeschnitten, 
die Sitzfläche vor der Mauer ist gefegt und die Fugen 
sind zumindest provisorisch versäubert. Einige Tage 
können wir es hier nun vielleicht noch in der Sonne 
reich wird. Darum soll das restliche Schilf und das 
Efeu am Teichrand jetzt auch noch möglichst bald 
geschnitten werden 

Bei all' den Vorhaben werde ich diesen inzwischen wirklich 
wilden Teil des Gartens hinter der Teichmauer wohl auch 
in 2014 wegen der Zecken kaum oder gar nicht besuchen. 
Und ich vermute, dass ich die sehr üppige Rosa x Dupontii 
in diesem Sommer wegen der wild wuchernden Waldrebe 
vor dem Badezimmerfenster leider auch nicht sehen kann!

Wenn die Krokuswiese verblüht ist - sie fängt allerdings eben erst 
mit der Blüte an, dann wird von der Korkenzieherweide auf der 
linken Seite noch ein Ast mit zu südlichen Tendenzen entfernt. 
Und auch der große Ilex vor der Schuppenwand unserer Nachbarn 
braucht noch einen leichten Formschnitt, damit die Rambler-Rose 
NoName darin ungestört klettern kann 

Würden wir noch an der offenen Pforte Hannover teilnehmen
so wäre das zur Zeit der Eingangsblick von der Garage auf Wiese, 
Steg, die zwei Hochbecken und die mächtige Blutbuche unser 
nördlichen Nachbarn. Doch leider sprechen auch in den nächsten 
Jahren noch viele Gründe dagegen diese schöne Tradition wieder
aufzunehmen. Doch ohne die Teilnahme an offene Pforte ab 
Dezember 2006 würde es 'Wildwuchs unter Aufsicht' wohl gar 
nicht geben. Und inzwischen bin ich mir sicher, dass unser Garten 
ohne die vielfältigen Gartenblogs und den Austausch mit anderen 
Gartenbegeisterten jetzt teilweise ganz anders aussehen würde 

Fotos: S.Schneider


Donnerstag, 27. Februar 2014

Schneeglöckchen von oben



Bei dem warmen Wetter ist die Schneeglöckchenzeit 
leider schon bald beendet. Also noch schnell vom Steg 
in die Wiese fotografiert …

Foto: S.Schneider


die erste Biene am Teich


Am späten Vormittag, als die Sonne das Beet unter 
dem toten Apfelbaum erwärmte, erklang plötzlich 
das satte Brummen einer Hummel. 

Und in der Mittagszeit, als Allegra und ich die Sonne 
am Teich genossen, flog plötzlich die erste Biene vorbei. 
Leider liegt sie Krokuswiese durch die noch recht tief 
stehende Sonne zu dieser Jahreszeit fast den ganzen Tag 
im Schatten des Nachbarhauses. So legte das Tierchen 
eine sonnige Verschnaufpause ein.

Foto: S.Schneider


Dienstag, 25. Februar 2014

Das Ende der Sandalenzeit


Als mir gestern beim Schneiden der Steinsameranken 
überall Marienkäfer im Sonnenschein begegneten, 
hatte ich schon ein etwas mulmiges Gefühl bei der 
Gartenarbeit. Häufiger schaute ich auf die hellen 
Handschuhe bzw. das Stückchen freie Haut dahinter 
im Beet voranwie die Arme reichten.

Und heute früh, als Allegra sich in den Garten aufmachte, 
um mal wieder ihr Lieblingsgras am Holzbalken auf der 
Betonfläche zu besuchen, …

blitzte etwas orange-rotes am linken Öhrchen.

Ich hatte mich gestern also nicht nicht getäuscht: 
Wenn sich die ersten Marienkäfer zeigen, dann ist 
auch wieder Zeckenzeit. 

Diese Zecke hatte sich wohl schon vor 2 oder 3 Tagen 
bei Allegra einquartiert. Auch wenn unsere graue Dame 
in den letzten Wochen recht selten im Garten unterwegs 
war, so hat sie sich diesen Blutsauger wahrscheinlich bei 
der kurzen Grasinspektion im Steinfeld zugezogen. 

Denn eine beliebte Igelrennstecke führt rechts von der Teichmauer 
entlang der Hochbecken zum Steinfeld. Und dann unter dem Steg 
hindurch weiter zur Wiese. Von dort geht es geradewegs ins Wäldchen 
hinter dem Gartentisch. Und dort, unter der Futtersäule, hatte ich 
im letzten Jahr diesen Igel mit 3 Zecken entdeckt.

noch nicht geschnitten. Das werde ich nun aber heute ganz schnell 
nachholen, denn dort im zweiten Becken vor der Mauer hatten sich 
unsere Katzen in den vergangenen Jahren schon häufiger Zecken 
eingefangen. Und auch mir sind dort ab und an mal die Tierchen 
begegnet. Die Plagegeister halten sich eben nicht nur in Bodennähe 
auf - sondern überall, wo es sich lohnt auf einen Wirt zu warten. 
Für eine erfolgversprechende Warteposition nehmen sie auch gern 
mehrere Meter Weg auf sich. Bei Freunden von uns waren das  
vor einigen Jahren sogar die Blumenkübel auf der Terrasse ...

Für Maus, Allegra und Nachbarskater Cäsar beginnt nun leider 
die Frontline-Saison. Und ich wechsele jetzt wieder von Sandalen 
auf Gummistiefel, wenn ich die Beete betrete …

Und wer nun meint, dass das fürchterlich früh ist - so viel länger 
dauerte die unbeschwerte Gartenzeit im Frühjahr 2011 auch nicht. 
Da hatte Allegra ihre erste Zecke auch schon am 11. März am Po
und ich die erste Nymphe am 12. März 2011 auf dem Socken.

Und dieser Artikel auf Zecke.de vom Juni 2013 erklärt recht 
gut, warum 2014 ein spannendes Zeckenjahr werden könnte.

Fotos: S.Schneider


Sonntag, 23. Februar 2014

Nur einen Teil geschafft ...


Als ich heute früh kurz nach Sonnenaufgang durch den leicht 
gefrosteten Garten ging, hatte ich fürchterlich viel Pläne, 
was an diesem sonnigen Sonntag nun endlich alles im Garten 
geschehen sollte. Denn inzwischen grünt & blüht so viel, 
dass wir uns mit einigen Arbeiten sputen müssen, um nicht 
zu viel Schaden an den vorwitzigen Pflänzchen anzurichten. 
Und da der gestrige Tag bei uns eher grau, leicht regnerisch 
und noch dazu windig war, hatten wir die Schnittarbeiten 
auf heute verschoben. Nur leider kam die zweite Hälfte von 
SchneiderHein am späten Vormittag nicht so recht in Garten-
laune. Und als unsere kränkelnde Allegra endlich mal wieder 
bereit war gegen Mittag ein paar Pfötchen ins Steinfeld und 
aufs Hochbecken zu setzen, wollte ich ihr im Sonnenschein 
lieber dort Gesellschaft leisten, als weiter hinten im Garten 
mit Säge & Astschneider in unhandlichen Bäumen zu hantieren 
bzw. mich im Tauziehen am Schlingknöterich zu versuchen

Also griff ich am Teichrand zur Schere und schnippelte zumindest 
schon mal am Rand entlang. So weit, wie ich ohne den Einsatz 
der Gummistiefel kam. Aber als gegen 15 Uhr die Sonne am Teich 
fast verschwunden war, der Wind wieder unangenehmer wurde, 
und sich der Rücken meldete, war es genug. Zumal sich schon 
reichlich Shreddermaterial in Körben & Taschen angesammelt 
hatte. Außerdem soll morgen und in den nächsten Tagen auch 
noch schönes Gartenwetter sein. Ich könnte also Schilf & Co 
auch etwas später schneiden!

Nur unsere Pflanzen an Land und im Wasser sehen das 
bei dem frühlingshaften Wetter wohl bald ganz anders …

Foto: S.Schneider


Samstag, 22. Februar 2014

Perlschweif am Haus



Doch, es war eine wirklich tolle Empfehlung des Gärtnermeisters 
Perlschweif - Stachyurus chinensis 'Celina' ans Herz legte! Und es 
quartier zu holen und vors Haus zu stellen. Ohne seinen blau-grauen 
Winterschutz wäre er mir jedoch auf der Zinksäule immer noch 
zu nackig. Obwohl sich seine 'Perlenketten' allmählich entfalten. 
Im Haus trägt der abgebrochene Zweig nun schon seit Mitte Februar 
einige Blüten. Leider sind sie hier in der Deko hinter unserer alten 
grauen Dame kaum zu erkennen. Doch seitdem warte ich noch 
etwas ungeduldiger auf seine wassergelben Glöckchen …

Foto: S.Schneider


Geht's noch höher?



Auch wenn hier in letzter Zeit schon häufiger Schneeglöckchen 
auftauchten, so fasziniert mich der Tuff in der Wiese neben 
dem Podest so sehr, dass auch dieses Zwischenstadium fest-
gehalten werden muss. Ich habe ihn zwar nicht vermessen, aber 
er hat wohl schon die 25cm-Marke überschritten. Ob er nun 
noch höher hinaus will? Vermutlich hatte ich diese Zwiebeln 
im letzten Jahr irgendwo an einer versteckten Stelle im Garten 
meiner Mutter ausgebuddelt. Und eigentlich müsste es dann auch 
das ganz normale Galanthus nivalis sein. Nur bisher hatte noch 
kein Schneeglöckchen solche aufstrebenden Tendenzen …

Foto: S.Schneider


Wie geht's White Flight?



Zur Zeit sehen die Triebe von White Flight an der Teichmauer 
recht vielversprechen aus. Die wenigen frostigen Tage haben 
ihren Ranken wohl kaum geschadet. Nun wäre es sehr schade, 
wenn nochmals starker Frost käme. Denn in den letzten Wintern 
hatte sie viele Triebe verloren, legte sich kaum noch über 
die Mauer und kam nur vereinzelt zur Blüte. Wie viele Jahre 
wir nun wohl wieder auf diesen Anblick warten müssen?

Foto: S.Schneider


ein seltener Blickwinkel


Mit dem Rücken zur Südseite bietet sich auf dem Weg 
hinter dem alten riesigen Taxus jetzt dieses Bild:

Im Vordergrund die Schneeforsythie, dahinter rechts im Bild 

Foto: S.Schneider


Freitag, 21. Februar 2014

Das wird nix ...



Heute, beim Blick hinter die Teichmauer war die Freude groß. 
Denn diese zierlichen frischgrünen Blättchen sind Winterlings-
Kinder! Ich hatte, wie schon seit einigen Jahrennicht nur die 
kleinen Knollen kurz vor der Blüte aus dem Garten meiner Mutter 
mitgenommen, sondern auch häufiger die Saat der Winterlinge 

Aber wenn ich mir diese älteren Winterlinge anschaue, die 
schon einige Jahre auf der gelben Seite des Gartens stehen, 
dann ist es ihnen auf der Nordseite hinter dem Haus einfach 
zu kalt und zu schattig. Außerdem fühlen sich dort die fiesen
Schleimer recht wohl und freuten sich schon häufiger über 

Im letzten Jahr hatte ich zwar überlegt, ob ich die nächsten 
Saatkörnchen im Beet der vergessenen Gemüse verteilen sollte, 
aber dort wäre mir ihr leuchtendes Gelb jetzt doch zu grell. 
Wassergelbe Blüten von Scheinhasel und Elfenblume empfinde 
ich dort passender.

Daher sollte die nächste Saatgut-Gerneration lieber wieder 
im Garten meiner Mutter verteilt werden. Denn aus manchen 
Beeten sind die gelben Köpfe durch Umpflanzaktionen etc. 
bei ihr schon fast verschwunden …

Fotos: S.Schneider


Scilla am Teich


Sehr oft fotografiert, aber trotzdem haben es die zauberhaften 
verhältnismäßig selten unter normalen Bedingungen in einen 
eigenen Post geschafft. Unter nicht normalen Bedingungen hatte 
ich im letzten Jahr über misshandelte Zwiebeln, gefrostete und 
sich dann erholende Blüten gepostet. Und nach dem 7. März 2011 
kamen in 2013 am 6. März, nochmals am 9. März vor dem Frost, 
und am 31. März weitere Versuche hinzu, die Entwicklung des 
Beetes hinter dem Teich zeigten. Doch sehr oft spielte mir dabei 

In diesem Jahr erschien die erste Blüte am 6. Februar 2014
Heute war es an der Zeit wieder einmal den Zwischenstand 
festzuhalten. Und damit das Beet in 2015 noch blütenreicher 
wird, hoffe ich, dass mir demnächst noch einige Scilla-Töpfe 
zum Nachverdichten irgendwo im Gartencenter oder 
einer Gärtnerei begegnen …

Denn vor dem Schneeglöckchenfeld unter der Magnolie 
sind sie zur Zeit hervorragende Lückenfüller für den sonst 
so trostlosen grau-brauen Bereich bis zum Teichrand.

Hier sind jetzt endlich mal der hellblaue Streifen 
auf dem wasserblauen Blütenblatt zu erkennen.

Und erst bei sehr genauer Betrachtung kann ich 
an einem der Blütenblätter eine kleine Fehlstelle 
entdecken, die wohl mal wieder einer Schnecke 
anzulasten ist ...

An anderen Stellen hätten diese Scilla in unserem Garten
leider wohl kaum noch Chancen. Denn dieses Beet wird 
durch den Hochwald vor den eisigen Ostwinden im Winter 
recht gut geschützt. Und erhält noch dazu im Frühjahr 
relativ viel Sonne. Alles Faktoren, die unser Garten sonst 
kaum zu bieten hat. Ich hatte es früher einmal mit diesen 
Scilla an anderen Standorten versucht. Aber dort kamen 
sie meist viel zu spät aus der Erde, und wurden sogleich
 freudig von den Nacktschnecken empfangen.

So, wie die etwas später erscheinenden Puschkinien
Puschkinia scilloides in der Wiese, mit denen ich die Scilla 
in den Anfangsjahren häufiger verwechselt hatte 

Fotos: S.Schneider


Nachtrag Montag, 24. Februar 2014:
Dafür hat sich bei mir aber ein ganz anderer Fehlerteufel 
eingeschlichen, den ich dann jahrelang munter weiterkopiert 
habe! Auch wenn ich mich ein Schuljahr lang mal fürs Abi mit 
Latein rumärgern musste, so habe ich leider trotzdem extreme 
Probleme mit der botanischen Schreibweise. Vielleicht wäre 
das ganz anders gewesen, wenn es damals im Unterricht eher 
anwendungsbezogenes Latein gegeben hätte - zum Beispiel für 
medizinische Fachbegriffe oder zur Pflanzenbestimmung. Aber so 
war ich froh, dass ich mich nach einem Jahr wieder von diesem 
langweiligen Fach trennen konnte. Obwohl es durchaus sinnvoll 
ist sich als begeisterter Pflanzensammler auch mit botanischen 
Namen zu beschäftigen, wie es hier und hier geschildert wird.

Vielleicht wäre mir dann auch eher aufgefallen, dass ich bei 
der botanischen Bezeichnung ein 'sch' unterschlagen habe. 
Denn diese Scilla werden nicht 'mitschenkoana' geschrieben 
sondern heißen Scilla mischtschenkoana, bzw. sie werden 
auch als Scilla tubergeniana bezeichnet. Einprägsamer ist da 
dann Hellblütige Sternhyazinthe oder Persischer Blaustern …