Mittwoch, 2. April 2014

Wie ein Urzeit-Tierchen ...



Ganz gelassen sonnte sich die Wanze auf einem Blatt 
der Topfrose Schneewittchen mitten auf der Betonfläche.

Und auch als ich ihr mit der Kamera ziemlich nah kam, 
störte sie das überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil, sie 
rückte sich sogar ins rechte Licht.

So ganz sicher bin ich mir nicht, ob sie auf Schneewittchen 
nur eine Pause in der Sonne einlegte oder zu den Rosen-
schädlingen zählt. Aber weder in der Rosenbibliothek noch 
hier konnte ich etwas Negatives über sie finden 

Fotos: S.Schneider


Kommentare:

Christian Arnold-Leiner hat gesagt…

Hallo,
wenn ich mir euren Blog so ansehe bekomme ich Gelüste auf einen eigenen Garten.
Bei euch würden sich meine Bonsai gut machen :-)
Gruß Christian

SchneiderHein hat gesagt…

@ Christian
Aber ganz ehrlich, dieser Garten ist jetzt wirklich nicht mehr für Bonsai-Bäumchen geeignet ;-) Ende der 90er, als wir ihn angelegt hatten, und die Stauden & Sträucher noch klein & übersichtlich waren, das Metallbecken noch klares Wasser und keine Pflanzen hatte, die Metallstühle & der Glastisch noch in neuem Glanz erstrahlten, da hätte ich mir so manche kleine Miniaturwelt auf den Glas & Metalltischen hier noch vorstellen können. Doch jetzt gibt es hier zu viel Patina und die kleinen Kunstwerke würden in unserer 'grünen Hölle' untergehen ...

Christian Arnold-Leiner hat gesagt…

Das siehst du falsch 😊
Wenn zu viele bunte Blumen da wären würde das ablenken.
Ausserdem finde ich einen Garten mit Patina schöner als einen sterilen mit einem Rasen, der mit der Nagelschere getrimmt wurde...

SchneiderHein hat gesagt…

@ Christian
Rasen hatten wir gleich im ersten Jahr abgeschafft ;-)
Es gibt zwar Gärten, wo so ein gepflegter Rasen einen schönen Kontrast zu üppigen Blumenrabatten bietet. Bei meiner Mutter im Garten passt es. Aber mich schreckte einerseits der hohe Pflegeaufwand ab, und andererseits ist es ein Kindheitstraume, dass man den Rasen tagsüber nicht mehr benutzen sollte, wenn er am Abend gemäht wurde. Daher gab es bei uns nur eine Wiese, die 1x im Jahr zu einer Sommerfeier runtergetrampelt wurde = Mähen ;-)
Durch die Zecken entfällt das jetzt leider. Aber deswegen bin ich froh, dass wir im mittleren Teil des Gartens eine großzügige und relativ zeckensichere Fläche zum Leben haben. Und die schafft auch eine gewisse optische Ruhe im Garten …

Und wo sind Deine Bonsai zu sehen? Bisher gibt es doch nur Dein Profil!?

Christian Arnold-Leiner hat gesagt…

Wir hatten früher bei meinen Eltern einen Teil mit einer Wildblumenwiese.
Dort kann man wenigstens Tiere beobachten...
Da ich auf einem Bauernhof aufgewachsen bin liebe ich hohe Gras...
Rasen ist was für Weicheier ^^

Die letzten beiden Jahre habe sie schwer gelitten.
Bin aus meinem Elternhaus weggezogen. Dort stand mein Gewächshaus mit einer Grundfläche von 4,20m auf 2,50m.
Zum überwintern nicht schlecht.
Nach einem Streit mit meiner Mutter bin ich dort aber weg.
Wohne jetzt in einer Mietwohnung und mein Garten fehlt mir.
So Grundzüge der Bonsais habe ich noch auf wkw gepostet.

Bin hier erst seit gestern angemeldet und noch nicht so ganz firm mit der Handhabung. :-(

SchneiderHein hat gesagt…

@ Christian
Dann gibt es bei Zeiten also mal was zu sehen?

Stimmt, so ganz ohne Garten würde es mir auch schwer fallen. Als wir noch die Wohnung mitten in der Stadt hatten, tat es gut immer mal zu meiner Mutter zu fahren und da im weißen wilderen Vorgarten zu arbeiten. Auch wenn es meist nur alle 1 bis 2 Wochen mal ein paar Stunden waren ...

Christian Arnold-Leiner hat gesagt…

Ich habe es mal vor.
Dann gibt es auch Bilder von meinem Gewächshaus am alten Standort.
Das werde ich demnächst auch mal abbauen müssen.

Mir fehlen extrem meine Lilien (Lilium, Hemerocalis, Iris) wobei ich bei den Lilium gut und gerne auf die Lilienhähnchen verzichten könnte...

SchneiderHein hat gesagt…

@ Christian
Lilien habe ich zwar keine, aber Lilienhähnchen - an den Schachbrettblumen. Eine am Teich hat das Tierchen schon angeknabbert :-(

Taglilien machen bei uns keinen Sinn mehr - Schneckenfutter. Die Letzte konnte ich im letzten Jahr noch retten. Die wohnt jetzt bei meiner Mutter auf dem heißen Südhof im Topf …

Und die Iris haben auch schon Fraßspuren an den Blättern! Es gibt so einiges, was in einem schattigeren Garten nichts zu suchen hat - bzw. verdammt früh blühen muss, um schneller als die Schnecken zu sein.

Dann bin ich mal gespannt auf Deine Bilder!

Christian Arnold-Leiner hat gesagt…

Wenn ich klugscheißen darf ;-)
Die Schachbrettblumen gehören zur Lilienfamilie.
Dort wo ich meine Lilien noch stehen habe, werden keine der Lilien von den Schnecken beachtet. Gibt ja auch einen Gemüsegarten ^^

So ein paar Iris würden eurem Teich gut stehen.

Wie gesagt, ich muss mich erstmal zurecht finden hier. ;-)

SchneiderHein hat gesagt…

@ Christian
Danke für den Hinweis. Wer zu welcher Familie gehört, das ist ein Bereich, um den ich bisher einen großen Bogen gemacht habe. Früher sollte es eben möglichst wie oder blau blühen. Dann war es teilweise spannend verschiedene Campanula etc. zu sammeln. Aber wegen der Schnecken brauchte ich meine Staudenkenntnisse schon bald nicht zu vertiefen. Und ähnlich war es mit den Zwiebelblumen. Erst der lange Frühjahrwinter 2013 hat mir gezeigt, dass da doch ab und an noch was geht ;-) Und erst im letzten Jahr hatte ich Lilienhähnchen an den Schachbrettblumen gesehen. Bei meiner Mutter kannte ich sie nur auf Lilien …

Iris haben wir am Teich, aber nur im Hochbecken haben sie ab und an eine Chance, wenn da nicht die Raupen wettrennen veranstalten. Oder war das an den Schwertlilien ...?

Christian Arnold-Leiner hat gesagt…

Iris ist der lateinische Namen der Schwertlilien ;-)
Gibt da so schöne Farben und Größen, je nach Gegebenheit vom Feuchtbiotop, über Sumpf bis hin zu trockener Erde.

Manchmal bleibt es aber nicht aus sich mit den lateinischen Bezeichnungen auseinander zu setzen.
Ich kam da über die Ahornbäume für Bonsais dazu und hab es dann intensiviert bei den Lilien, Tomaten und Paprikagewächsen mit all ihren Schärfegraden :-)

SchneiderHein hat gesagt…

@ Christian
Ok - auch so ein alter Sprachgebrauchsfehler, der einfach bleibt: Schwertlilien sind (bis auf die gelben Sumpfschwertlien, die überall im & am Teich wuchern), die komplizierten Dinger, die keinen gemulchten Boden mögen und deren Blüten fast immer gestäbt werden müssen. also überhaupt nix für uns!
Und Iris sind für mich die, die zwar auch an Land zurecht kommen, wüchsiger sind, aber dafür mit weniger kopflastigen Blüten daherkommen. Von Iris sibirica ist noch etwas da, und versicolor oder kaempferi ev. auch noch. Und eine neuere die seit 2 Jahren auf dem Hochbecken steht kommt leider nicht in Gang. Also auch so ein Thema, wo es kaum Sinn macht die botanischen Namen noch im Hinterkopf zu haben. Dabei würden sie so perfekt hinter dem Steinfeld stehen ... :-(

Wir waren auch mal ganz begeistert von vergessenen Gemüsesorten, die inzwischen ja wieder in sind. Nur die konnten wir auch wegen der Schnecken vergessen …
Und Tomaten sowie grüner Spargel funktionierte auch nicht. Also wurde das Stückchen Nutzgarten irgendwann auch noch für Sträucher genutzt.

Christian Arnold-Leiner hat gesagt…

Iris sind doch genügsam.
Ich musste die regelmäßig ausstechen, weil sie so extrem gewuchert sind.
Da musste ich auch nie nur einen Kopf stützen...

Zu den Gemüsesorten:
Ihr hätte besser das Gewächshaus behalten... ;-)
In guten Jahren hatte ich 20 verschiedene Sorten Tomaten drin, Schlangengurken und 6-7 Paprika und Chilisorten von Gemüsepaprika bis Habanero...

PETRA JANSSEN hat gesagt…

Da hast Du die "kleine braune Schneekönigin" wirklich gut eingefangen. Ob sie schädlich ist für Deine Rose = keine Ahnung! Ich hoffe, sie sonnt sich nur ein wenig ... :)

Ein zauberhaftes Wochenende wünscht Dir Petra (goldenfairycottage)

SchneiderHein hat gesagt…

@ Christian
Vor langer langer Zeit konnte ich Iris sibierica auch abstechen und an anderen Stellen im Garten verteilen. Inzwischen muss ich mich mit 2 bis 5 Blüten am Teich zufrieden geben. Und im vorderen Hochbecken ist es den anderen Iris-Arten jetzt oftmals zu trocken. Denn dann müssten wir das Schilf im hinteren Hochbecken wieder mitbewässern, so dass sich dort die Zecken noch mehr freuen. Vieles hat eben 2 Seiten bzw. im Laufe der Jahre entstehen Vor- & Nachteile …

Also die Schwertlilien, die wir mit dem Garten geerbt hatten, standen vor unser Zeit alle an einzelnen Stäben. Hier gab es für Chrysanthemen & Schwertlilien usw. reichlich Bambusstäbe und Fixierringe. Die nicht blauen Varianten zogen dann zu meiner Mutter um und sind dort ebenfalls nach einigen Jahren verschwunden - zu viel Mulch mögen die nicht auf ihren Rhizomen. Und die, die bei uns im Garten blieben, kippten regelmäßig um. Den Rest erledigten Schnecken, bzw. sie verfaulten oder vertrockneten. Ich bekam das einfach nicht mit der richtigen Tiefe hin.

Wenn wir unter 1,65cm Körpergröße wären, dann hätten wir vielleicht noch mehr mit dem Gewächshaus überlegt. Aber da schon das Haus für Liliputaner gebaut wurde, und mit jedem Anbau an der Deckenhöhe und der Türsturzhöhe gespart wurde, wollten wir uns das nicht auch noch im Garten antun. Schon so können wir hier teilweise nicht aufrecht gehen. Außerdem war das Glashaus wirklich alt & nicht ansehnlich. Wir hätten viel Zeit mit dem Restaurieren verbringen müssen. Und den Platz können wir jetzt wirklich gut zum Leben im Garten gebrauchen.
Als Kind durfte ich häufiger mal was im Garten anbauen, aber auch da waren die Erfolge so mäßig, dass ich schnell die Lust daran verlor. Und auch hier habe ich selbst bei Beerensträuchern nicht so das Händchen. Zumal die Vögel meist viel schneller sind.
Noch dazu erbten wir mit dem Haus & Garten eine nette Giftküche für Zier- & Nutzpflanzen - also nicht nur Schneckenkorn. Und der Keller war voll mit total überlagerten eingeweckten & eingefrorenen Gartenerträgen. Das war echt abschreckend.
Nur ab und anhätte ich doch gern mal ein paar Kräuter & Co. Aber auch da würde ich inzwischen nur noch den Nacktschnecken eine Freude machen ...

SchneiderHein hat gesagt…

@ Petra
'Kleine braune Schneekönigin' - was für eine nette Bezeichnung! Aber es stimmt, sie thronte dort wirklich auf dem Blatt.
Ich denke mir, wenn sie ein Rosenschädling wäre, dann hätte mich Rudolf schon gewarnt, bzw. ich hätte das Tier in seiner Rosen-Bibliothek gefunden ...