Freitag, 11. April 2014

Nicht nur die Zeckenflasche ...



mit Chlorreiniger gehört jetzt zur Gartenausstattung.

Auch eine Schnecken-Sammelschale macht bei 
dem feuchten Wetter nun wohl Sinn …

Denn in dieser Rucola-Schale befinden sich nochmals 30 
überwiegend kleine Nacktschnecken. Die fand ich heute 
früh gegen 8 Uhr auch noch in diesem 1m breiten Streifen 
am WiesenrandNun bin ich mir sehr sicher, dass sich dort 
ziemlich dicht an der Betonkante ein Schneckengelege mit 
über 200 Eiern befand. Also werde ich dieses Wiesenstück 
in den nächsten Tagen nun noch mehr unter besondere 
Aufsicht stellen müssen.


Und einige der braun-roten Schleimer waren bereits 
in den Wiesenbereich neben dem Steg ausgewandert.

Doch für Zecken war es heute vielleicht zu feucht-kalt. 
Oder sie nehmen mit ihrem Haller'schen Organ zur Zeit
nichts verführerisches wahr und bleiben lieber am Boden. 
Jedenfalls ist mir am Morgen mal keine Zecke begegnet.

Fotos: S.Schneider


Kommentare:

Tanja`s Allerlei hat gesagt…

Oh je, wenn ich das mit den Zecken und den Schnecken immer wieder bei Dir höre, wird mir ganz anders...
Bis jetzt hab ich zum Glück noch keine Schnecke entdeckt... Ich hoffe, unser Igel ist nämlich weiterhin schön fleißig... Und unser Garten ist ja nur ziemlich klein...

SchneiderHein hat gesagt…

@ Tanja
Toll ist es wirklich nicht. Aber ich gebe zu, dass ich seit heute, nachdem ich diesen Wikipedia-Text über das Haller'sche Organ der Zecken gelesen habe, uns ein weiteres Licht aufgeht. Allmählich lässt sich das Ganze erklären und dadurch lassen sich eventuell auch geeignete und auch ganz individuelle Maßnahmen dagegen finden …

Schlimm fand ich sowohl bei Schnecken auch als bei Zecken diesen Zustand als sie in Massen auftraten, und wir einfach nur hilflos dem Thema gegenüberstand. Zunächst die Frage wie kommt das und dann, was kann man dagegen tun.

Bei beiden Problem war es sicherlich die recht große Gartenfläche, die ich einfach nicht komplett im Blick haben konnte.
Und ich vermute, da wir eine Anstaltspackung Schneckenkorn mit dem Garten geerbt hatten, waren sie auch schon vor uns da ...
Die Zecken wohl auch, denn zumindest in einigen Bereichen Hannovers gibt es ebenfalls Zeckenprobleme. Die Stadt hat viele Grünflächen und so weit wohnen wir auch nicht von einer Teichlandschaft entfernt, die schon lange unter Naturschutz steht. Außerdem wird ein Teil der Flächen zeitweilig überflutet, und der Fluß kommt aus dem Harz. Wenn man dann noch berücksichtigt, dass Zecken problemlos einige Wochen auch unter Wasser überleben können ...

Trotzdem bin ich mir inzwischen sicher, dass wir zusätzliche Schnecken & deren Eier unbemerkt durch diverse gekaufte Staudentöpfe eingeschleppt haben. Denn erst so um das Jahr 2000 hatten wir mal Eier oder Babyschnecken in den Töpfen nach dem Kauf entdeckt.
Ebenso befürchte ich, dass wir uns durch den billigen Baumarkt-Rindenmulch, der nicht erhitzt wurde, Zeckenlarven oder Nymphen eingeschleppt haben. Denn dieser Mulch wird oft aus Osteuropa oder wohl auch aus den Wäldern in NRW geliefert.

Wenn wir dann noch dazu nicht gerade mit Wasser sparen (Grundwasserpumpe), da es reichlich junge Pflanzen im Garten gibt, die gut anwachsen sollen. Und der Garten noch dazu recht sonnig ist, dann fühlen sich in dem feucht-warmen Klima in der Mulchschicht Schnecken und Zecken richtig wohl.
Ebenso Mäuschen, Igel & Eichhörnchen, da der Garten im Laufe der Zeit perfekte Unterschlupfmöglichkeiten für sie bietet.
Was haben wir uns damals gefreut, als wir im Herbst 2 Igelmütter mit jeweils 4 Kindern im Hochwald hatten. Natürlich haben wir den Kleinen dann gern unser Katzenfutter rausgestellt, damit sie über den Winter kommen. Und als wir irgendwann im Frühsommer mal in der Wiese ein Igelkarrussel hautnah miterleben konnten! Und beobachten konnten wie die Igeldame Tag und Nacht von dem Igelherrn bedrängt wurde ;-)
Natürlich wussten wir damals schon, dass Igel Zecken haben. Aber nicht, dass Zecken bis zu 3.000 Eier legen. Und das Hannover auch schon zu den Borreliose-Gebieten zählt.

SchneiderHein hat gesagt…

@ Tanja Teil 2

So konnte der Prozess lange unbemerkt ablaufen. Und ich stehe bei beiden Problemen nach wie vor auf dem Standpunkt Absammeln und dann vernichten ist die beste Methode, um mit dem Problem umzugehen Denn mit Chemie greift man zu sehr in das System ein und vernichtet auch viele Nützlinge.
Bei den Schnecken verzichte ich nun auf das Töten. Nach über 9.000 rot-braunen Naclktschnecken von August 2002 bis Oktober 2003 mag ich nicht mehr. Aber meist sammele ich sie und setze sie auf den Hochwald-'Kompost'. Da bekommen sie auch ab und an Futter. Und im Idealfall machen sich die Tigerschnegel über ihre Eier her.
Igel wohl kaum. Die fressen lieber andere Schnecken. Und leider habe ich im www dazu wenig gefunden. Aber angeblich bekommen Igel von den rot-braunen Schnecken bei hohem aufkommen Lungenwürmer. Ab und an habe ich in den vergangen Jahren Igel husten hören Solche kranken Igel sind natürlich anfälliger für Zeckenbefall.
Und da hatten wir auch früher mal einen großen Fehler begangen: Wir haben einen todkranken Igel noch gefüttert, anstatt ihn umgehend zum Tierarzt zum Einschläfern zu bringen. Der hat uns sicherlich noch in seinen letzten Tagen so manches Zeckennest beschert …

Also wenn Ihr Euch über den Igel im Garten freut, dann würde ich ihn möglichst oft auf Zecken untersuchen und notfalls entfernen.
und beim Kauf von Stauden die Pflanzen genau kontrollieren. Denn zwei rot-braune Schnecken, die sich treffen und Eier legen reichen wohl aus ;-(