Mittwoch, 2. April 2014

in Bodennähe ...



zeigt sich jetzt plötzlich eine Hopfenranke. 

Dieser ca. 35cm hohe Trieb scheint allerdings zum etwas 

Auf der anderen Seite des Steges im Wäldchen, wo er sich 
Hopfen schon deutlich an Höhe gewonnen.

Und auch, wenn es auf diesem Foto leider nicht gut 
zu erkennen ist, hat eine Hopfenranke hier bereits die 
Armlehne des Sessels erreicht. Und unter der rechten 
Sitzfläche strebt ein Trieb geradewegs nach oben …

Es wird nun von Tag zu Tag wieder schlimmer mit 
der Hopfenwucherei. Bald ist sicherlich auch wieder 

Und so entschied ich mich zumindest die 4 Markierungstäbe 
die 2 Hopfentriebe endlich aus der Wiese zu entfernen. 
Einen kurzen Moment lang überlegte ich, ob ich es wagen 
könnte die Wiese auch ohne Gummistiefel zu betreten. 
Aber ein ungutes Gefühl zwang mich dann doch in die 
grünen Dinger. Und das war auch gut so. Denn nur einen 
kleinen Schritt von der Betonkante entfernt thronte sofort 
ein Zeckenweibchen auf meinem Stiefel. Danach war zwar 
kein Tierchen mehr zu entdecken. Aber sie können dort 
überall und zu jeder Tageszeit an Krokus- & Grashalmen, 
Schneeglöckenblättern oder in den Efeuranken lauern.

Und nachdem die gelben Windröschen hinter der Teichmauer 
einen neuen Wirkungskreis auf der gelben Seite des Gartens 
erhalten hatten, machte ich mich an die Hopfentriebe ...


Aber nach der Zecke auf einem Bärlauchblatt im Beet der 
vergessenen Gemüse ist mir der Appetit auf bodennahes 
Ernten im Garten zur Zeit vergangen. Und im letzten oder 
vorletzten Jahr begrüßte mich eine Zecke freudig auf einer 
Knoblauchsrauke. Also kann man vielleicht mit Knoblauch, 
Bärlauch oder Knoblauchsrauken Vampire fernhalten, aber 
leider wohl keine Zecken aus den Beeten vertreiben ...

Bei uns landeten diese Wurzelausläufer 

Und mir graut nach diesen Mengen, die da mal eben 
beim kräftigen Ziehen an den 2 kleinen Hopfentrieben 
mit aus der Wiese kamen, nun noch viel viel mehr vor 
der Hopfenbekämpfung in Wäldchen und Wiese ...

Zum Glück hatte ich mich am Sonntag mit unserem östlichen 
Pool-Nachbarn mal einige Zeit über Garten, Zecken & Co 
übern Gartenzaun unterhalten. Und danach konnte er sich 
dann auch erklären, warum er eine seiner Nachbarinnen 
früh morgens in einer Art Schutzkleidung - total verhüllt 
in einem hellen Overall, im Vorgarten gesehen hatte. Es 
mag auch sein, dass sie Gift versprühte. Aber mich brachte 
diese Schilderung auf eine Idee! Es sieht sicherlich total 
bekloppt aus, ist aber zur Zeit wohl sehr sinnvoll und 
 auch etwas sicherer für die Arbeit in unseren 
kleinen Zeckengebieten.

aus Österreich aus dem Jahr 2006 wurde auf Arbeitssicherheit 
verständlicherweise viel Wert gelegt.

Fotos: S.Schneider


Nachtrag Freitag 4. April 2014:
Auch wenn ich vor einigen Tagen behauptet hatte, dass 
ich inzwischen das Stadium des Kribbeln & Krabbelns 
bei dem Gedanken an Zecken eigentlich schon länger 
überwunden hätte, stimmt das leider doch nicht ganz: 
Denn als ich heute am regnerischen Morgen gegen 10 Uhr 
6 Zeckenweibchen & 5 Männchen aus der feuchten Wiese 
zwischen Steg und Vogelfutterplatz von den Halmen 
absammelte, war ich einfach nur genervt, dass wohl noch 
so manches Tierchen dort auf uns, unsere Katzen bzw. 
Mäuse oder Igel wartet. 

Aber als mich in der Mittagszeit auf dem Laptop am Bett 
ein Zeckenmännchen freudig empfing, war es auch mir 
mal wieder zu viel. Wie es dahin kommt? Ganz einfach: 
Maus oder Allegra gehen kurz in den Garten und snacken 
etwas Gras im Steinfeld. Zecken haben anscheinend einen 
sehr guten Instinkt und wissen daher ganz genau, dass es 
lohnt sich zum Steinfeld zu begeben und dort am Teich auf 
unsere grasenden grauen Damen zu warten. Maus & Allegra 
sind zur Zeit zwar nicht mehr durch Frontline geschützt - 
denn die zeckenabtötende Wirkung hält wohl nur ca. 2 
oder maximal 3 Wochen an, aber eine Zecke empfindet 
den Aufenthaltsort Katze mit Frontline auf der Haut wahr-
scheinlich nicht gerade angenehm. Doch sogleich wieder 
abspringen, das kommt wohl trotzdem recht selten vor. 
Also wartet sie lieber, bis die Katze einen für die Zecke 
günstigeren Ort erreicht, der nach einem  Säugetier oder 
Menschen duftet. Mal war es bei uns der Waschtisch im Bad, 
ein Gartensessel vor dem Treppenhaus, mein Klemmbrett, 
das im Garten kurz auf dem Boden lag, wir selbst beim 
Katzenkuscheln oder eben auch das Bett, auf dem unsere 
mal mitbloggt …

Allerdings kann ich mir nicht mit genau erklären, warum 
ich in den letzten Tagen 4 tote Zecken an den Halmen in 
der Wiese fand. Liegt es eventuell an Nachbarskater Cäsar,
 der jeden Tag mehrmals unseren Garten besucht und auch 
würde ich darauf tippen, dass sein Frontline-Schutz zur 
Zeit noch so gut ist, das geschädigte Zecken beim Garten-
spaziergang in der Wiese von ihm abspringen und mit letzter 
Kraft die Halmspitzen erklimmen, um dort zu verenden. 

Denn ich kann mir kaum vorstellen, dass die idealerweise 
mit Permethrin behandelten Mäuse, die Kontakt zu den 
sterben verantwortlich sind. Sie bekämpfen wohl über-



Kommentare:

WilderGartenVordereifel hat gesagt…

Liebe Silke,
da musste ich jetzt schon ein wenig lachen! Bei dem Hopfen müsst ihr ja aufpassen, dass ihr auf Eueren Stühlen nicht einwachst ;-)). Also kein längerer Mittagsschlaf auf dem Stuhl ;-)). Deine Zeckenplage scheint wirklich extrem! Vielleicht versuchst Du es doch mal Dich mit Lavendel und Teebaumöl auszustatten. Zumindest bei unseren Hunden wirkt das besser als Frontline! Letztes Jahr habe ich im Radio eine Sendung über Zeckenmittel gehört, die Leute waren begeistert. Leider fällt mir nicht mehr ein was sie benutzt hatten :-( . Ich versuch mal was darüber raus zu finden!

Liebe Grüße Alexandra
Ach so, Deine Mail habe ich bekommen :-)).

SchneiderHein hat gesagt…

@ Alexandra
Im Vergleich zu 2011 bin ich jetzt einerseits gelassener, aber auch meist noch vorsichtiger als früher. Ich hoffe, dass ich allmählich die aktuelle Zeckensituation im Garten ganz gut einschätzen kann.
Allerdings am Donnerstag bei meiner Mutter im Garten hatte ich mich noch verschätzt: Da wartete an der heißen Hofeinfahrt im Vorgarten an einem Grasbüschel ein Männchen. Und das Zeckenweibchen hat wohl die Gießkanne mitgenommen, als ich an der Nordseite aus dem Regenfass Wasser holte. Da saß nämlich plötzlich auf dem Gießkannengriff mitten auf dem kurzgemähten Rasen ein Zeckenweibchen …

Im Moment reagiere ich auf irgendetwas allergisch und laufe draußen meist mit Triefnase & tränenden Augen rum. Jetzt, nach dem Regen wird es etwas besser. Das mag sein, dass ich daher ein perfektes Opfer für Zecken bin ;-)
Allerdings scheue ich mich gerade jetzt etwas zum Schutz vor Zecken zu nehmen, das dann ev. allergische Reaktionen noch verstärken kann. Denn mit meinem Immunsystem stehe ich seit etwa 2 Wochen auf Kriegsfuß …

Wenn ich mich bei der Gartenarbeit schützen will, dann nehme ich Parazeet ( https://www.sanicare.de/produkte/sortiment/Haut_und_Haare/Sonnen_und_Insektenschutz/4433412-detail.html ) den Geruch kann ich einigermaßen ertragen. Von intensivem Lavendelgeruch wird mir übel und mit Teebaumöl mag ich mich auch nicht umgeben. Eigentlich mag ich es am Liebsten duftneutral soweit es bei Duschgels, Waschmittel etc geht.
Und wenn ich so die Zecken auf die Halme locke, ist das der beste Weg sie zu fangen ;-)

Die Tischgruppe nutzen wir seit 2005 nicht mehr wegen der möglichen Zecken in der Wiese. Seitdem ist er Futter- & Dekotisch. Aber von diesem herrlichen Blick profitieren wir sogar vom Bett aus ;-) Und zum Glück haben wir noch genug andere Sitzplätze ...

Doro hat gesagt…

Hallo Silke,
Danke für Dein Pflanzenangebot,das würde ich gerne was Bärlauch und Knoblauchranke angeht annehmen,wenn wir denn mal einen Garten haben- die Zecken lasse ich Euch,die haben wir selbst..... ;)
Hier lese ich,dass Du Hopfen zu viel hast!?!- den könnte ich auch gebrauchen,männlich und weibliche Wurzelranken,das ist doch zu Schade für den Kompost....
Liebe Grüße und ein schönes Wochenende wünscht Doro

SchneiderHein hat gesagt…

@ Doro
Garantieren kann ich zwar nicht dafür, dass sich eventuell ein winziges Zeckentier miteinschleicht, aber ich werde mir dann Mühe geben. Und die Pflänzchen zuvor auf dem Glastisch 'gut durchbraten lassen' - dann verziehen sich hoffentlich eventuelle Reisegefährten.
Aber möglich ist der ein oder andere Einwanderer trotzdem. Denn vor einigen Tagen bekam ich Pflänzchen per Post - und mit einem der Töpfe wollten 5 Baby-Nacktschnecken in unseren Garten einziehen. Kontrolle ist also immer sinnvoll …

Ja, Hopfen habe ich wirklich zu viel!
Und wenn Du ihn in Deinen neuen Garten lassen willst, dann solltest Du zunächst überlegen, welche gut abgegrenzte Fläche du ihm zugestehen kannst. Also zum Ernten würde ich eine entsprechende Fläche mit einer Wurzelsperre versehen - wie tief? In der Wiese befanden sich die dicken Wurzeln, die ich herausreißen konnte etwa 1 bis 3 cm im Erdreich. Keine Ahnung was da noch im Boden umherwandert. Je lockerer der Boden, um so tiefer? Im lockeren Waldboden habe ich mich leider noch nicht an ihm vergnügt. Wenn es geht, würde ich ihn wohl in ein Hochbeet einsperren und die Zapfen ernten, bevor der Wind die Saat verteilt.

Ich werde ihn bei uns sicherlich nie ganz eliminieren können. Daher kannst Du gern reichlich Wurzelgewirr bekommen, wenn es bei Dir soweit ist. Nur ob ich dann bei der Rumreißerei männlichen & weiblichen Hopfen unterscheiden kann? Aber was dann zu viel ist, kannst Du ja später auch aufessen ;-)

Giovanni hat gesagt…

Ich muss gestehen, dass das Thema Rosen ein doch sehr vielfältiges ist, aber das direkte Erkennungsmerkmal für einen männlichen Hopfen kannte ich bisher noch nicht *lach
danke für den tollen Beitrag!

SchneiderHein hat gesagt…

@ Giovanni
Da stimme ich Dir zu, dass das Thema Rosen wesentlich vielfältiger ist. Darum war ich auch eben beim Besuch auf Deinem Blog total erstaunt, dass Dein Rosenschnitt ohne die verschiedenen Rosenklassen und ohne Bilder auskommt. Da gibt es noch Entwicklungspotenzial ;-) Ich werde Deinen Blog mal im Auge behalten …

Das mit dem männlichen Hopfen weiß ich auch noch nicht lange. Erst beim Lesen auf Wikipedia fand ich dann zufällig die Begründung, warum es an unserer Tischgruppe in der Wiese keine Hopfenzapfen gibt und was das für kleine grüne Blüten sind, die dort erscheinen.