Donnerstag, 24. April 2014

Füll' endlich auf!


Heute früh staunte ich nicht schlecht, als ich ein leises 
Kraspeln aus dem Treppenhaus hörte. Maus & Allegra 
hatten ihren ersten Gartenspaziergang schon hinter sich 
und lagen müde auf dem Kissen im Gartenfenster bzw. 
auf dem Bett. Sie hoben zwar kurz die Köpfe, stellten 
aber fest, dass das Geräusch nicht besorgniserregend 
klang. Also war es an mir nachzuschauen, was da unten 
los war. Ach, hätte ich doch gleich die Kamera zur Hand 
genommen! Denn da stand ein Drosselkind mitten im 
Treppenhaus und hatte wahrscheinlich versucht an die 
Eimer mit dem Vogelfutter heranzukommen, mit denen 
ich immer am Gartentisch erscheine. Als es mich sah, 
spazierte es ganz gelassen durch den ca. 20 cm breiten 
Türspalt und flog nach einigen eiligen Schritten 
Richtung Teichmauer.

Währenddessen wartete das andere Drosselkind 
schon extrem ungeduldig auf dem Futtertisch ...

Und ein Blick zu den umgekippten Schalen im Häuschen 
sagte nun viel mehr als das spektakelnde Amselkind.

Also musste ich ganz schnell in den Garten, um Erdnußbruch 
und Haferflocken nachzufüllen. Das Jungtier war jedoch 
so ungeduldig, das es sich währenddessen nur einige Meter 
vom Tisch entfernte und zum Warten ins Gebüsch verzog.

Und kaum hatte ich den Tisch verlassen, 
erschien schon der Amselvater, …

um dem hungrigen Schreihals hinten in der geschützten Ecke 
des Tisches zwischen trockenen Zweigen und Etagere endlich 
den Schnabel zu stopfen.

Wenig später erschienen auch das Amselkind am Tisch, das 
sich zuvor bei uns im Haus auf Futtersuche begeben hatte. 
Ob die Jungdrossel eventuell ein Kind der mutigen Amseln ist, 
die im Sommer 2010 zur Tür hereinspaziert kamen, um sich zu 
beklagen, dass die Igelfutterschalen in der Wiese leergefuttert
 waren? In dem Jahr hatten sie ihre Kinder nämlich nicht nur 
mit Sauerkirschen & Fischfutter großgezogen, sondern sich 

Wie gut, dass Maus & Allegra heute viel zu müde waren. 
Denn eine neugierige Meise hatte vor einigen Jahren 
leider nicht so viel Glück. Die kam ebenfalls durch den 
schmalen Türspalt ins Treppenhaus und war dort so auf-
geregt, dass sie trotz schnell geöffneter Tür gegen die 
Glasscheibe flog, kurz zu Boden fiel, und die kleine Maus 
dann blitzschnell zuschnappte. Aber im Regelfall wissen 
unsere gefiederten 'Hausbesucher' wohl ziemlich genau 
wo der Ausgang ist ...

Fotos: S.Schneider


Kommentare:

Birgit Olann hat gesagt…

Liebe Silke,
die Vögel mit ihrer Brut beobachten - ergibt sich die Gelegenheit, freue ich mich auch darüber. Wenn sie einen so reich gedeckten Tisch vorfinden, bleiben sie gerne. Hier laben sich die Amseln im Moment an den Regenwürmern aus dem Mutterboden (und zu meinem Erstaunen haben sie sogar einige Töpfe mit Sämlingen durchwühlt).
Die Planung des Blumengartens steht derzeit hinter der des Nutzgartens an, aber ich bleibe am Ball. Deine Geißblatt-Idee habe ich aufgegriffen, den Schneeball erst einmal gestutzt und das "holzige Wesen" im Vorgarten treibt nun doch wieder aus.
LG, Birgit

SchneiderHein hat gesagt…

@ Brigit
Als ich gestern über Ghislana mal wieder zu Dir kam, war mir schon klar, dass Du im Moment mit anderen Dingen beschäftigt bist ;-)
Aber am Ball bleiben ist für den Blumengarten eine gute Vorgehensweise - zumal wenn das 'holzige Wesen' nun austreibt und wohl einfach noch Zeit braucht, um sich wieder irgendwohin zu bewegen. Ich habe bei vielen meiner Sträucher und immergrüner Gehölze ja auch langfristige Pläne …

Wenn ich eben auf den Gartentisch schaue, dann müsste ich jetzt eigentlich schon wieder am Gartentisch sein! Der Drosselvater war eben kurz da, um wohl mal nachzuschauen. Hat aber seine 2 hungrigen Sprösslinge einfach stehen gelassen und ist wieder davon geflogen. Ein Kind lungert immer noch am Gartentisch rum, wohl in der Hoffnung, dass Papa noch Futter vorbeibringt. Und das andere durchpflügt seit Freitag unsere Wiese und zerlegt den Steg ;-(
Schade, dass Posten immer so viel Zeit beansprucht. Das sind wirklich witzige Beobachtungen! Bei uns saß ein Amselkind vor einigen Tagen fast den ganzen Tag im Blumentopf auf dem Tisch ...

Ayka Schwarze-Pfoten hat gesagt…

Was für eine herrliche Beobachtung, das sind für mich die schönsten Momente, wenn überraschend "Kleinkinder" auftauchen, oder die Wildtiere ihre Kreativität zeigen.
Gute Tage wünscht dir
Juralibelle

Jimmy Johns hat gesagt…

Super interessanter Artikel zu Gerne mehr!

Tnx
Blumenzwiebeln

Tanja`s Allerlei hat gesagt…

Wie süß :o)
Das finde ich total schön, dass du die so beobachten kannst und das die anscheinend überhaupt nicht wirklich ängstlich sind.
Wir haben vor ein paar Tagen nun auch das erste mal die beiden Kinder unseres Amselpärchens gesehen :o) Mutter voran und die beiden kleinen hinterher. Sah total süß aus :o) Irgendwie war ich dann aber so fasziniert davon, weil das so süß aussah, das ich überhaupt nicht darüber nachgedacht habe, mal ein Foto zu machen ... lach...

Elke Schwarzer hat gesagt…

Hallo Silke,
schön, dass es den Babies gut geht.
Seit ein paar Tagen probieren die Amseln das Geißblatt-Gewucher im Rosenbogen an. Mal schauen, ob sie tatsächlich dort brüten werden. So nah an der Terrasse ist nichts für schwache Nerven, aber die Elstern würden sich bestimmt auch nicht herantrauen.
Danke für den Tipp mit den Melonenschalen, das klingt nach einem Erfolgsrezept!
Für heute ist die Razzia schon erledigt (ich war früh auf)...
VG
Elke

Mein Waldgarten hat gesagt…

Schön, daß die Kleinen groß werden können bei Euch! Wir haben auch mindestens zwei, die regelmäßig unseren Garten besuchen - ihr Nest hatten sie aber wohl nebenan. Der Garten ist schließlich auch dichter bewachsen als der unsrige.

Das mit den Katzen (bei uns!!!) finde ich - mit Verlaub - nicht so toll! Ich bin auch nicht gut auf sie zu sprechen, obwohl ich Katzen sehr gern habe! Aber seit sie unseren Garten vollsch.... und das Ganze auch nicht verbuddelt wird (was aber wohl eher an der Bodenbeschaffenheit liegt), ärgert es mich zunehmend, daß fremde Katzen so mir nichts dir nichts einfach in unsern Garten einfallen können, wie es ihnen beliebt und sich da auch über die Vögel hermachen, wie kürzlich wieder geschehen. Wurde sogar zum Teil von der WildviewCam aufgenommen. ;-)
Ich hoffe, Du nimmst es nicht persönlich, aber man muß sich einmal in die Lage von anderen Gartenbesitzern versetzen, die nicht so dicht bewachsene Gärten haben und vieles aus dem Garten auch aus Bodennähe verzehren wollen.
Ähm, was schreibe ich das HIER überhaupt ... ja, da kam ich durch die ungeduldige Meise drauf ...
In der Zwischenzeit haben sich diese Probleme allerdings doch schon reduziert. Je bewachsener die Beete oder Seitenstreifen sind, desto weniger werden sie von Katzen frequentiert. So hat ein Waldgarten also durchaus seine Vorteile ...

Wie dem auch sei, niedlich sind sie, die Kleinen ...wenn man das so aus der Nähe beobachten darf.

Liebe Grüße und einen schönen ersten Mai
Sara

Anette Ulbricht hat gesagt…

Schön, dass du die Amselkinder so aus der Nähe beobachten kannst. Es bringt viel Freude, den Küken beim Wachsen zuzusehen.
Direkt neben unserem Balkon beginnt jetzt noch ein Amselpaar mit dem Nestbau. Singvögel haben es hier sehr schwer. Weniger wegen der Katzen, als viel mehr wegen der Elstern, die praktisch jedes Nest finden und leerräumen.

Danke auch für deinen netten Kommentar.
Bei deiner Anmerkung, dass du "leider" keinen Maikäfer gesehen hast, brach bei mir der pure Neid aus. Ich mag Maikäfer ungefähr so gern wie du Zecken.
Die Engerlinge, die es hier in der Erde zu hunderten gibt, sind eine riesige Plage, gegen die es kein Gegenmittel gibt. Viele Pflanzen gehen ein, weil sie kaum noch Wurzeln aufweisen.
Hier im Dorf sind im vorigen Jahr fast alle Erdbeerbestände eingegangen. Die leider gar nicht netten Maikäfer verbreiten sich hier in der Gegend rasant.
Ja, so hat jeder sein spezielles Ungeziefer, mit dem er leben muss.
Liebe Grüße,
Anette

SchneiderHein hat gesagt…

@ Juralibelle
ja, kreativ sind die Wildtiere wirklich! Der Hit war ja mal ein Igel, der es auf der Futtersuche im Herbst bis fast unters Dach schaffte. Wenn ihn nicht die Wohnzimmertür unserer Haus-Mitbewohnerin daran gehindert hätte …
Amseln und Rotkelchen hatten wir auch schon häufiger auf Futtersuche im Haus - sogar in der Küche unserer Haus-Mitbewohnerin. Und kleine Igel schauen gern mal im Winter vorbei, ob es im Haus nicht ein nettes Quartier gibt.
Die Mäuschen fanden es vor einigen Jahren im Herbst zwischen Ostergras und Hagebutten auch mal sehr gemütlich in der Deko-Garage ;-) Aber die Krönung war mal eine Nacktschnecke vor der Katzenfutterbar, die sich wohl im Mausefell ins Haus tragen ließ und dann an den Futterschalen absprang ...
Die Tierchen passen sich den Möglichkeiten erstaunlich gut an.
Inzwischen kommen die Amselkinder seltener. Dank der Feuchtigkeit finden sie nun auch in Bodennähe Getier. Aber ab und an lassen sie sich für einen Snack morgens noch blicken :-)

@ Tanja
Manchmal habe ich ja wirklich geflucht, dass ich morgens um 6 Uhr schon in die Gummistiefel musste, um die Schalen zu füllen. Aber das Schauspiel war es wert. Und nun sind es endlich kleine Selbstversorger, die Wurm & Co selbst finden :-)
Bei uns war es mal total süß, als der Amselvater vor einigen Jahren seine 3 wartenden Kinder auf dem Steg mit dem Katzenfutter für die Igel abfütterte. Davon gibt es leider auch kein Foto.
Und nun haben wir wegen der Zeckengefahr die Igelfütterung ohnehin eingestellt. Und auch wegen der Elstern, Raben und Nachbarskater Cäsar können wir das von unseren grauen Damen verschmähte Futter so leider nicht mehr entsorgen. Das hätte den Speiseplan der Amselkinder bei der Trockenheit sicherlich bereichert …

@ Elke
Ich bin auch der Meinung, dass die Amseln die Menschennähe suchen, um sich besser vor den Elstern zu schützen. Bei meiner Mutter baut eine Drossel jetzt zwischen Garagen- & Wintergartentür ein Nest. Da hat sie wohl auch ganz gute Chancen, dass die Elstern ihr nicht zu nahe kommen …

Ach ja, wegen der Melonen: Die Honig-Melone mundete ihnen weniger. Beste Ergebnisse hatte ich mit dieser orangefarbenen Gallia oder Netzmelone, die wohl süßer ist. Bei braunschweiger & hannoveraner Nacktschnecken hat das jedenfalls prima funktioniert, wenn ich die frischen saftigen Reste am Abend vor die Beete legte ...

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Ich hatte schon gesehen, dass Du Dich nun auch über Amselkinder freuen kannst! Und es ist schon erstaunlich, dass es die Drosseln trotz Eurer Katzendichte trotzdem schaffen. Schwund gibt es allerdings immer. Das hat die Natur wohl aus gutem Grund so eingerichtet. Es ist wohl wirklich eher ein Problem der guten Nistmöglichkeiten und der Futterquellen denn der Räuber …

Ich vermute, bei Euch wird Dir wegen der Katzen und sonstigem Getier bei all' Deinen Ängsten wohl nur ein abgedecktes Hochbeet helfen. Ich sehe bei uns im Garten auch häufiger Marderkot, Spuren von Igeln jetzt weniger, aber Mäuse toben hier auch durch den Garten. Auch die Vögel sind diesbezüglich ja gnadenlos;-) Von daher kann man eigentlich nur erhöht und gut abgedeckt anbauen oder auf Beerensträucher und Obstbäume umsteigen.
Mein Sauerampfer steht ohnehin im Topf auf dem Beistelltisch, da er sonst nur Schneckenfutter wäre. Und unserer früher mal für Kräuter angelegtes Hochbeet wurde hinterrücks zum Mäusequartier. Und zwischen den Steinfugen legten die Schnecken recht bald ihre Eier. So gesehen ist eigentlich nur der Gewächshaus-Anbau einigermaßen klinisch rein ;-)
Tja, und wenn ich dann noch an die netten Geschichten denke, wie gut Pferdemist ist, wie Guano gelobt wird, und dass bei manchen Gartenbesitzern zumindest früher das WC lieber nicht benutzt werden sollte und alles zum Düngen in den Garten kam, dann stellt sich wirklich die Frage was Hygiene und was schädlich ist.

Die rote Katze, die Ihr da aufgenommen habt, ist wahrscheinlich krank (Allegra schafft es manchmal auch nicht schnell genug zurück ins Haus zum Katzenklo) oder da hat jemand massive Revierprobleme.
Ich gehe aber nicht davon aus, dass der Rote kein Katzenklo zuhause hat. Es sei denn, es ist eine echte Freigänger-/Bauernhof-Katze. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Katzenhalter, der seine Katze auch im Haus hält auf eine Kiste verzichtet.
Mehr als eine Pumpgun, mit der Du die Katzen dann mit einem Wasserstrahl aus dem Garten vertreibst, kann ich Dir auch nicht raten. Da musst Du Dich dann halt entscheiden, was Dir wichtiger ist ...

SchneiderHein hat gesagt…

@ Anette
ja, die Elstern! Ich war auch erstaunt, dass das im Taxus gut ging. Denn die Elstern erschienen auch häufiger am ein paar Meter entfernten Meisenknödel auf dem Futterhaus. Oder vielleicht gerade deswegen, da sie bei Bedarf dort auch Nahrung fanden?
Na, jedenfalls 2 Kinder können jetzt selbstständig futtern. Und ich hoffe, dass das dritte schon im Umfeld unterwegs ist. Drei Kinder gleichzeitig habe ich schon länger nicht mehr gesehen. Aber sie gehen jetzt ja schon auch eigene Wege. Es hat zwar bei einem Drosselkind etwas länger als 2 Wochen gedauert, aber nun kommt es wohl auch ohne Papa zurecht :-)

Na, ich glaube, zwischen Zecken und Maikäfern besteht wegen der Borreliose & FSME doch noch ein Unterschied in der 'Beliebtheitsskala' ;-) Schnecken passt da wohl doch eher …
Ich hatte zwar mal gelesen, dass der Maikäfer wohl alle 3 Jahre verstärkt in Erscheinung tritt und noch immer große Schäden anrichtet. Aber dass das bei Euch so extrem ist, das hätte ich wirklich nicht erwartet.
Ich hatte meinen letzten Maikäfer wohl vor 3 Jahren im Garten gesehen. Meinen ersten mal als Kind in der Heide. Und zur Schulzeit vielleicht mal 2 oder 3.
Da waren die 12 Rosenkäfer am Weißdorn am letzten Freitag wirklich eine ungewohnte Käfer-Invasion. Und die Fluggeräusche dieser grün-metallic Brummer waren wohl ähnlich. Daher erinnerte ich mich an die Maikäferzeit, die bei uns keine ist ...

Sara hat gesagt…

Das mit dem Hochbeet ist keine schlechte Idee, liebe Silke. Nur wird daraus wohl in diesem Jahr nichts mehr. Mein Mann hat einfach keine Zeit und da wir wanken, ob wir noch bleiben, ist das ohnehin so eine Sache ...
Aber letztendlich könnte man es immer noch bauen ...

Es mag so aussehen, als hätte ich spezifische oder gar viele Ängste, doch all das ist erst durch diesen Garten entstanden, da das Problem hier wirklich nicht klein ist. Wobei es sich schon verändert hat, es ist viel weniger geworden. Und doch wird unser Garten nach wie vor von etlichen Katzen frequentiert. Sie kommen wohl auch - wie Du schon schreibst - von außerhalb und auch Bauernhofkatzen - und treffen sich ausgerechnet gern in unserem Garten. ;-) Das weiß ich auch deshalb, weil wir hier schon entlaufene Katzen hatten und eine von ihnen lag eines Tages tot am Straßenrand, niemand kümmerte sich um sie. Durch Herumtelefoniererei erfuhr ich dann, daß sie aus einem der Nachbarorte stammte, eine Bauernhofkatze.

Von den Vorgängern ist bekannt, daß sie keine Kiste hatten. Wenn man natürlich die Katzen bewusst sich in den Garten lösen läßt, ist es kein Wunder, wenn dadurch wohl auch andere angelockt werden oder haben Katzen da ein Markierungs-Revierverhalten? Das weiß ich nicht so genau, nur von Hunden ... unsere bzw. die meiner Mutter waren ja immer drinnen.

Was Du vom Pferdemist schreibst oder was das WC betrifft, da kenne ich noch Spulwürmer aus der Kindheit, weil der "Mist" aus dem WC ohne Verkompostierung aufs Land kam. Das war ganz von Übel, denn diese Würmer sind für kleine Kinder ein Leiden! Wer es mitgemacht hat, weiß was es bedeutet! Da genügte nicht immer reines Abwaschen, denn das taren wir. Später hat man gelernt, daß man Jauche nicht im Garten ausbringen sollte, ohne diese vorher kompostieren zu lassen. Aber ja, das muß man erst einmal wissen ...
Freilich bringen die Bauern die Gülle heute auch "so" aus ...

So z.B. hier beschrieben

http://books.google.de/books?id=TzQXTfwqCgcC&pg=PA151&lpg=PA151&dq=jauche+verkompostieren&source=bl&ots=FImHWAwpqA&sig=bLwu0Kctj6hOJuZcBTjGUimQBUQ&hl=de&sa=X&ei=UytkU7yBHszqONaWgZgP&redir_esc=y#v=onepage&q=jauche%20verkompostieren&f=false

Diese Würmer hatten Kinder früher häufiger, weil eben häufig die Jauche aus dem Plumpsklo, die mit Wurmeiern versetzt war, aufs Land ausgebracht wurde.

oder hier

https://humanurehandbook.com/downloads/Humanure_Manual_German.pdf

und in diesem Büchlein

http://www.wurmwelten.de/shop/product_info.php?info=p81_das-kompost-klo---christian-kuhtz.html

Marderkot haben wir hier zwar auch, doch der hält sich wirklich in Grenzen.
Wobei - so "klinisch rein" soll der Gewächshausanbau inzwishcen auch nicht mehr sien, denn ich habe mir sagen lassen, der Fuchs dringt in die Gewächshäuser ein und - theoretisch - können grade auch am gekauften Obst oder Gemüse Fuchsbandwurmeiner sitzen, da der Fuchs häufiger durch die Stadt streift heute als über Land. Hier habe ich ihn tatsächlich auch noch nicht gesichtet - im Garten.

Und klinisch rein wäre schließlich ungesund, nur die Fuchsbandwurmeiner will man schon aus guten Gründen nicht haben. Bei dem Pferdemist wäre lediglich das Wundstarrkrampf-Problem - trotz Impfung übrigens erkranken die Menschen, wenn auch nicht immer so schwer.

Es tut mir auch echt leid um die Tierchen, aber das mit dem Wasserstrahl haben wir in der Tat schon angewendet und das hat auch bei einigen geholfen, die nun einen Bogen um unseren Garten machen. Ansonsten waren Tipps "Verpiss-Dich-Pflanzen" (die ich in der ganzen Stadt allerdings nicht bekommen kann) und Bananenschalen auslegen - ob's hilft - keine Ahnung ;-)

Danke für Dein Verständnis und liebe nächtliche Grüße
Sara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Klar, mit dem Wasserschlauch könnt' Ihr es auch versuchen die Katzen zu vertreiben. Aber im Endeffekt ist so eine mobile größere Pumpgun wirklich sinnvoller. Im Idealfall brauchst Du damit irgendwann nur auf der Bildfläche erscheinen. Im Anfang macht es allerdings wirklich Sinn das Tier bis zum Zaun mit dem Wasserstrahl zu verfolgen und das auch ganz konsequent durchzuziehen.
Ich weiß nicht mehr, ob es damals wegen der Nachbarskatze Minka oder wegen Oskar war, dass wir so ein Spielzeug angeschafft hatten. Auf jeden Fall gab es Stress mit unseren Katzenkindern und einer aggressiven Nachbarskatze.
Bei Nachbarskater Cäsar hätte ich trotz Wasserpistole wohl echt Mühe ihn aus unserem Garten fernzuhalten: Der guckt bei uns viel zu gern Frösche, stellt den Mäuschen nach und findet den Futtertisch so spannend. Außerdem ist ihm an Seminartagen viel zu viel Trubel in seinem Garten. Ich glaube, der würde mich nur mit großen Augen anschauen und fragen was das mit dem Wasser soll. Aber wir möchten ja auch, dass er und unsere grauen Damen friedlich nebeneinander leben. Da wäre das jetzt der falsche Weg …

Bei Dir glaube ich kaum, dass die Verpiss-Dich-Pflanze hilft. Oder willst Du damit den ganzen Rasen bepflanzen? Das Teil kommt mir eher wie ein Marketing-Gag vor. Daher vermute ich, dass alle Katzen konsequent mit Wasser zur Grundstücksgrenze zu treiben bei Euch der kostengünstigste und effektivste Weg ist. Und da kann sich auch kein Besitzer beklagen!

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara - Teil2
Na ja, und ganz naheliegend ist natürlich auch: Katzen mit 'Heh' laut anschreien wenn sie das Grundstück betreten, laut in die Hände klatschen und einfach auf die Katze zurennen und zum Zaun zurücktreiben.
Unsere Nachbarin hat es früher immer mit 'Hau ab Du Biest!'' bei unserem Kater versucht. Das war natürlich zu wenig. Mehr Stress muss man Katzen schon machen, damit sie den Garten meiden ;-)

Sara hat gesagt…

Ja, den Wasserschlauch müßte man schnell parat haben, das ist auch nicht das Ideale. Und in der kälteren Jahreszeit täte mir das auch zu leid. Was ist, wenn so ein Tierchen sich dann erkältet?
Eine Wasserpistole wäre vielleicht nicht verkehrt, aber auch sie muß man - gefüllt - griffbereit haben. Aber das ließe sich einrichten.
Was diese Pflanze betrifft, weiß ich auch nicht ... und nein, den gesamten Garten will ich natürlich nicht damit bepflanzen. Wir haben aber mittels Kamera festgestellt, daß die Katzen an bestimmten Stellen in den Garten einfallen und dort könnte man diese Pflanzen setzen. Nun hat mein Mann sich etwas anders ausgedacht, den Zaun an den Stellen mit einem fast unsichtbaren Draht versehen. Nun wollen wir mal schauen, ob das hilft. Einen anderen Zaun können wir hier nicht aufstellen, die Höhe ist vorgegeben. Denn ursprünglich wollte er einen speziellen Anti-Katzen/Tierzaun über unseren Zaun ziehen. Doch davon ist er wieder abgekommen, so gut die Idee auch war. Es wäre schon optisch ziemlich daneben gewesen und das geht hier gar nicht.
Das kann schon manchmal ein Konflikt sein, denn an sich mag ich Katzen ja sehr gern und es tut mir auch leid, daß ich sie nun nicht mehr zum Streicheln an der Terrasse einladen kann. Im Waldgarten gab es da keine nennenswerten Probleme. Da kam regelmäßig nur die Schwarz-Weisse

http://mein-waldgarten.blogspot.de/2008/09/tigerchen-fuhlt-sich-wohl-bei-uns.html

rannte auch öfter mal mit einer Maus im Fang durch den Garten. Aber der Waldgarten war halt dicht bewachsen und auch kein Katzentreff. Doch hier im Landkreis gibt es eine Katzen"plage", wenn man das so sagen kann

http://www.peiner-nachrichten.de/lokales/Peine/kastration-von-katzen-sollte-pflicht-sein-id1139628.html Und in BS ist das ja wohl inzwischen Pflicht

https://ratsinfo.braunschweig.de/?site=fulltext&action=anlagen&type=pdf&id=14461&idx=0

Es kommen zu uns auch Katzen von anderswo her, teils auch räudig Aussehende. So schön ist das dann nicht mehr, zumal das Tierheim überfüllt ist. ;-)

Einen schönen Sonntag und liebe Grüße
Sara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Räudig aussehende Katzen gibt es überall. Aber wohl eher noch auf dem Land. Ich denke mir in der Stadt und in Siedlungen werden sie doch irgendwann eingefangen und kastriert. Aber es wird sicherlich nicht grundlos über die Kastrationspflicht & Markierung für Freigängerkatzen nachgedacht.

Mit so einem 'unsichtbaren' Zaun wäre ich vorsichtig. Wenn sich eine Katze darin verfängt/verletzt.

Mit der 'Verpss-Dich-Pflanze' vermute ich, dass die Flächen wirklich recht groß sein müssen. Außerdem reagieren auch nur manche Katzen auf Baldrian und Katzenminze mit Rauschzuständen. Daher kann ich mir gut vorstellen, dass auch nur manche Katzen der Geruch der Pflanze stören würde.
Und da Katzen nun mal Gewohnheitstiere sind und Euer Garten nun mal zum Kontrollgang dazugehört, wird das kaum Wirkung zeigen.

Versuch' es doch wirklich mal mit dem auf die Katze zurennen - so richtig mit energischen Schritten und kurzem Anschreien. Und wenn Du dann noch dazu eine logischerweise mit Wasser gefüllte Pumpgun im Anschlag hast, müssten die Katzen eigentlich schon flüchten. Notfalls noch mit Wasser hinterherspritzen. Nicht unbedingt aufs Fell sonder kurz davor zielen. Aber Wasser hat noch keiner Katze geschadet. Irgendwann laufen sie ja auch im Regen rum.
Und klar, dass solltest Du konsequent bei allen so handhaben. Denn Reviermarkieren, sich abgrenzen und Kontrollgänge gehören bei Katzen nun mal dazu. Und selektives Streicheln geht dann halt nicht. Das kannst Du bei Deiner Mutter machen ...

Sara hat gesagt…

Keine Bange, mein Mann hat das Zäunchen (Aufsatz auf dem Zaun) in diesem Falle so konstruiert, daß da nichts drin hängen bleiben kann. Nichts Engmaschiges oder gar Scharfkantiges! Aus den Elementen dürfte sich eine Katze leicht selbst wieder befreien können. Es wurde auch zunächst testweise nur am Eingangstor des Gartens angebracht und wird da auch fotografiert.

Na, auf die Pflanze habe ich auch nicht 100%ig gesetzt, las das nur bei anderen Bloggerinnen, die scheinbar Erfolge damit hatten, auch mit Bananenschalen. Aber die sind mir doch zu riskant, schon wegen der Rutschgefahr. ;-)

Ich bin ja nun nicht so oft zuhause und die Katzen frequentieren den Garten zu allen möglichen und unmöglichen Zeiten, also auch nachts, wie unsere Wildview-Cam das zeigt. Da dürfte es schwierig sein, eine Katze abzupassen. Mir begegnet jetzt nur noch selten eine. Dachte schon, es hätte sich ganz gegeben, aber dann finde ich doch immer wieder noch Kothaufen, die bei uns nie verbuddelt werden, egal von welcher Katze sie auch stammen. Und bei Analyse der Kamerafotos zeigt es sich ja dann auch. Zu manchen Zeiten ist hier ein ziemliches Getöse nachts, wenn sich sämtliche Katzen der Umgebung hier treffen, wie es scheint. ;-)

Ja, schade, was das Streicheln betrifft ... aber das ist wie bei den Igeln ... die lernen es leider auch nie, daß sie nicht über die Straße vors Auto rennen sollten