Freitag, 4. April 2014

ein neuer gebrauchter Meisenknödel



Seit heute früh haben die Meisen wieder einen Meisenknödel. 
dem Dach des Futterhauses gedrahtet, wurde er auch sogleich 
besucht. Zwar hatten die Meisen reichlich Erdnußbruch im 
Schälchen, aber seit einigen Wochen ist der fettige Knödel 
ebenfalls wieder sehr beliebt.

Schon im letzten Winter konnte ich feststellen, dass sowohl 
der Meisenknödel oder auch der sonst verschmähte Futterknast 
erst im Frühjahr zur Paarungszeit und sogar noch während der 
Aufzucht der ersten Brut gern als Zusatznahrung genommen 
wurde. So stand auch das Fettfutter im letzten Jahr bei uns 
bis Ende Mai für Meisen, Specht, StarElstern und Rabe 
auf dem Gartentisch zur Verfügung.

Erstaunlich ist nur, wie unterschiedlich der Futterbedarf 
in den Gärten sein kann. Denn dieser Knödel hing bis gestern 
noch im Vorgarten in Braunschweig. Dort hatte ich zu Beginn 
des angekündigten Winters Ende Januar 3 Knödel unter Ton-
töpfen in die Sträucher gehängt. Einer wurde inzwischen von 
unseren Gartenvögeln verspeist. Und der Zweite wechselte 
jetzt zu uns über. Auch an ihm waren kaum Fraßspuren zu 
erkennen. Und so wird wohl bald auch der dritte Knödel 
in unseren Garten umziehen ...

Denn hier herrscht noch immer Betrieb am Futterhaus und 
der zweiten Etage der Etagere trinken Meisen, Grünfinken, 
Eichhörnchen und Eichelhäher. Während die Drossel jetzt 
den Teich zum Trinken und Baden bevorzugen. Aber 
wegen der plantschenden Meisen muss ich das Wasser 
in der Etagere fast täglich erneuern.

Daher ist es auch allerhöchste Zeit mal wieder selbst mit 
reichlich Wasser zu arbeiten, um den Tisch gründlich zu 
reinigen. Zumal etwas Osterdeko auf der Fläche jetzt auch 
nicht schlecht wäre. Doch mit Triefnase und tränenden 
Augen (vielleicht sind das jetzt gerade die Birkenpollen, 
die mir den Gartenaufenthalt erschweren), einige Zeit 
in der Zeckenwiese zu stehen, fällt mir im Moment nicht 
leicht. Denn ich scheine in dem Zustand wohl wirklich 
einen perfekten Zeckenlockstoff zu verströmen 

Also wird es noch etwas dauern, bis ich mich in die Wiese 
traue, um die Lichterkette aus dem Felsenbirnen-Bündel 
zu entfernen, den Tisch gründlich abzuspülen und das 
Futterhaus & die Etagere in eine vogelverträgliche Oster-
Deko zu integrieren. Und dann sollte ich mir auch gleich 
noch den Pflanzstecher greifen, um dem Hopfen erneut 
den Kampf anzusagen. Denn der gibt sich rund um 
den Gartentisch herum jetzt ein Stelldichein!

Foto: S.Schneider


zur Ganzjahres-Vogelfütterung im www gefunden … 


Kommentare:

WilderGartenVordereifel hat gesagt…

Das ist ja was, füttern auch im Sommer! Irgendwie klar wenn man mal ein bisschen seinen Kopf benutzt ;-)). Ich habe mit dem Füttern gerade aufgehört! Gut, dass Du darauf hingewiesen hast!

Liebe Grüße Alexandra

SchneiderHein hat gesagt…

@ Alexandra
Ganz ehrlich, klar war mir das lange Zeit nicht. Zumal ja selbst der Nabu immer noch nicht so ganz mit der Zufütterung im Sommer einverstanden ist. Und den Standpunkt, den ich hier in einem Nabu-Artikel von 1999 gefunden habe ( http://www.nabu.de/nh/499/winter499.htm ), vertritt er eigentlich noch immer so ähnlich. Ebenso wie viele Zeitschriften-Artikel & Fernsehberichte.

Ich habe das eigentlich nur zufällig bemerkt. Denn meine Mutter, die wegen meiner pflegebedürftigen Großmutter lange Zeit ans Haus gebunden war, freute sich über die Vogelbesuche im Frühjahr. So verfütterte sie über den Sommer die Vogelfutterreste, die bei uns im Garten keine Abnehmer fanden. Und zum ersten Mal seit Jahren hatte der sehr alte Apfelbaum, in dem das Futterhaus hing, weniger unter Schädlingen zu leiden. Denn die Meisen pickten nebenbei auch Insekten von den Ästen und Blättern. Also wurde aus purem Eigennutz auch im Folgejahr durchgefüttert.
Und bei uns war es eben sehr auffällig, dass die Knödel & Energieblöcke erst beliebt wurden, als es eigentlich schon überall die Empfehlung gab die Fütterung endlich einzustellen. Doch bei uns standen ja zunächst noch reichlich Futterknast-Reste zur Verfügung.
Im fortgeschrittenen Frühjahr 2013 war es dann allerdings gar nicht so einfach noch Meisenknödel etc. zu beschaffen. Und es war erstaunlich, dass der Futterbedarf zwar etwas abnahm, aber lange Zeit noch recht hoch blieb.

Daher mache ich die Fütterungsdauer nun ganz extrem vom Verhalten der Vögel abhängig. Und nach dem extrem kalten Frühjahr 2013 hatte ich mich sicherheitshalber im Herbst recht gut mit Vogelfutter eingedeckt. das muss ich nun zwar nicht unbedingt abverbrauchen, aber solange noch Bedarf besteht ...