Montag, 21. April 2014

Drosselvater im Stress



Eines der drei Amselkinder hält sich vorzugsweise am Futtertisch 
oder zumindest im Gestrüpp in der Nähe auf. Und immer wenn 
der Vater sich nährt, wird aufdringlich gepiepst, und der Schnabel 
ganz weit aufgerissen. Meist füllt der Amselvater dann mehrmals 
seinen Schnabel mit Erdnussbruch und füttert den kleinen Schrei-
hals. Zwischendurch wären Würmer und Insekten sicherlich auch 
gut für das Jungtier. Aber so sehr er auch in Wiese & Wäldchen 
scharrt und pickt, es ist kaum etwas am Boden zu finden ...

Trotz etwas Regen ist es noch immer viel zu trocken im Garten. 
Und Würmer sind anscheinend kaum in oberen Bodenschichten 
zu finden. Daher ist ein anderer Drosselvater inzwischen schon 
auf winzig kleine Nacktschnecken umgestiegen, die er nun ab 
und an am Wiesenrand herausfischt. Dort, wo ich vor einigen 
Tagen noch über 80 Nacktschnecken fand und anschließend auf 
den Hochwald-Kompost beförderte. Doch inzwischen sehe ich 
kaum noch ein Tierchen durch die Wiese schleimen.

Foto: S.Schneider


Nachtrag 24. April 2014:
Dafür sind aber andere Tierchen nach wie vor in der Wiese 
viel zu gut vertreten - die männlichen und weiblichen Zecken. 
Allerdings konzentrieren die sich weiterhin am Wiesenrand 
vor dem Treppenhaus und in der Nähe vom Steg. Doch heute 
hatte ich sofort, als ich diesen Bereich, wo Vater und Kind 
nach Futter suchten, eine Nymphe auf dem Gummistiefel. 
Und wenig später juckte das auf dem Tisch wartende Amselkind 

Schade, dass die Zeckenfalle bei unserem ersten Versuch 
gar kein Tier gefangen hatte, und wir uns inzwischen auch 
nicht mehr vorstellen können darin jemals ein Tier zu fangen. 
Vielversprechender erscheint uns der kurzzeitige Einsatz 
einer lauwarmen Wärmflasche mit einigen Tropfen Butter-
säure, um die Tiere hervorzulocken, und sie dann mittels 
Klebeband aufzunehmen. Aber noch immer scheuen wir 
die extreme Geruchsbelästigung 


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