Samstag, 12. April 2014

Drosselkinder


Kein Wunder, dass Nachbarskater Cäsar am Vormittag so gar nicht 
dazu zu bewegen war nach Hause zu gehen. Denn im Unterholz 
des Wäldchens hüpfte ein Drosselkind umher und wartete recht 
ungeduldig auf den Futternachschub seiner Eltern. Glücklicher-
weise fühlte sich Cäsar nach ca. 30 Minuten zu sehr von unseren 
grauen Damen beobachtet und trat den Heimweg an.

Den ganzen Tag über sahen wir nun Dosseleltern auf Futtersuche. 
Und so manches Mal legten sie einen Zwischenstopp am Futterhaus 
ein, um mit einem Schnabel voll Erdnussbruch oder Haferflocken 
mit Fett-Futtergemisch in den Büschen zu verschwinden. 

Und irgendwann entdeckte ich sogar zwei ungeduldig wartende 
Drossel-Spößlinge über der Teichmauer in den Zweigen des 
Wachholders. Zum Fotografieren war es jedoch leider zu dunkel.

Allerdings gegen 15 Uhr entdeckte ich eines der Kinder 
ganz still unter dem großen Ilex am Wiesenrand. Und 
nur wenn ein Elternteil sich nährte, schlug es aufgeregt 
mit den Flügeln, piepste und riss den Schnabel auf ...


Fotos: S.Schneider


Kommentare:

Elke Schwarzer hat gesagt…

Hallo Silke,
das ist ja sehr früh! Ich habe noch keine gesehen, bzw. gehört, denn so bekommt man her mit, dass sie irgendwo versteckt sein müssen.
Letzten Sommer hatten wir sogar ein Nest im Geißblatt und ich habe es wochenlang nicht entdeckt.
VG
Elke

SchneiderHein hat gesagt…

@ Elke
Da ich über die Amselfrau zumindest ab und an gepostet habe, konnte ich eben mal hier nachschauen: Am 5. März hat sie ihre Bautätigkeit im Taxus am Steg aufgenommen. Am 8. März haben wir uns dann noch getraut den Taxus oben zusammenzuziehen. An dem Tag und auch später haben wir sie dann nicht mehr gesehen.
Um nun herauszufinden seit wann die Eltern für ihre Sprösslinge auf Futtersuche waren, hätte ich zumindest mal meine viel zu vielen Fotos vorsortieren müssen. Aber am 2. April habe ich den Post über Köcherfliegenlarven gemacht. Da waren die Eltern schon einige Tage dabei wegen der anhaltenden Trockenheit ständig Larven aus dem Teich zu fischen. Und wenig später holten sie auch Haferflocken und Ernussbruch vom Futterhaus.
Wenn die Angaben ( http://www.brodowski-fotografie.de/beobachtungen/amsel.html ) auf unsere Amselfamilie zutreffen, dann wären die Kleinen Ende März geschlüpft. Und Mutter Amsel hätte wohl tatsächlich bald nachdem wir den Taxus gebunden hatten ihr Nest bezogen. Das würde auch erklären, warum wir dort keine Aktivitäten mehr gesehen hatten.
Und auch wenn die Kinder in den letzten Tagen gefüttert wurden, hatte ich Mühe aus 1.5m Entfernung ein aufgeregtes Piespen zu hören. Eventuell haben sie wegen des Insekten-Futtermangel nur 2 Kinder durchgebracht. Oder am ersten Ausflugstag gab es gleich Verluste …

Gestern habe ich nur noch ein Kind frühmorgens neben dem Vater auf dem Futtertisch gesehen - und dafür 3 graue flauschige Federn am Teich gefunden. Ist aber auch blöd, dass die Kleinen dem Nachbarskater vor der Nase rumhüpfen ...