Donnerstag, 10. April 2014

Bei 55 hatte ich eigentlich keine Lust mehr ...


Eigentlich war es mir heute früh viel zu feucht für 
einen Gartenspaziergang. Aber schon vom Haus aus 
konnte ich erkennen, dass das Schälchen mit dem 
Erdnußbruch und auch das mit den Sonnenblumen-
kernen sehr leer war. Auch in der Futtersäule im 
Wäldchen fehlten die tagesüblichen 2 bis 3cm. Also 
rein in die Gummistiefel und raus zum Vogelfüttern.

Zu meiner Verwunderung saß keine Zecke auf einem 
der sehr feuchten Halme, und auch auf den Stiefeln 
konnte ich kein Zeckentier beim Ausziehen erkennen.

Und da ich nun eh schon feucht war, wollte ich doch 
noch ein paar nasse Gartenfotos machen. Wer weiß, 
wann der nächste so dringend nötige Regen kommt!

Weit kam ich nicht. Denn am Wiesenrand erblickte ich …

Eine, 

ganz dicht bei die Zweite, …

eine Dritte am Löwenzahn ….

Und hier wurde mir klar ohne Wegwerf-Handschuhe 
und eine Sammelschale ging da jetzt nichts mehr!

Binnen weniger Minuten sammelte ich  
zwischen dem weißen und dem himmel-
blauen Kaukasus-Vergißmeinnicht 

55 überwiegend 1 bis 2cm lange Nacktschnecken. 
Die Meisten von ihnen vergnügten sich noch an einem 
Gras. Also mal kein Zecken- sondern ein Schneckennest 
ganz dicht am Wiesenrand. Sicherlich habe ich noch 
einige von ihnen übersehen, oder die Kinder sind schon 
viel früher auf die Reise gegangen. Aber das war für 
mich dann erst einmal genug Schleimerei! 

Doch dann kam noch diese vor dem Treppenhaus.

Eine vor dem Podest am Steg. 

Eine weitere fand den nassen Steg so schön glitschig.

Und ein Tierchen fand sich am Hochbecken.

Sie wanderten also auch noch ins Schälchen und dann 
kamen alle zusammen auf den Hochwald-'Kompost'
Und damit sie dort hoffentlich noch etwas länger 
gern verweilen, gab es ein paar Möhrchenspäne und 
weitere Küchenabfälle obendrauf …

Fotos: S.Schneider


Kommentare:

Elke hat gesagt…

Bei uns herrscht noch extreme Trockenheit vor, da hält sich die Schneckenplage in Grenzen. Gesehen habe ich noch keine, hin und wieder mal eine einsame Schleimspur.
LG - Elke

Frauke hat gesagt…

Hallo, in dem Wals und in der Feuchtigkeit fühlen sich Schnecken natürlich sehr wohl
und in diesem jahr konnten sie auch gut üerwintern,
bisher fand ich nur Weinbergschencken , die sich auf den friechgekalkten Böden wohl fühlen. Sie sollen angeblich Scheckeneier fressen..
aber für alle Fälle habe ich rund um den Rittersporn schon Schneckenkorn ausgestreut, Die Weinbergschnecken sammle ich aber alle ab, denn die sollen keinen Schaden nehmen.
Und Mit den Zecken würde ich auch kurzen Prozess machen und einen Schädlingsbekämpfer holen, denn Brolliose und FSM sind dagegen wirklich sehr gefährlich, beides schon in der Familie erlebt !
Grüße von Frauke

Elke Schwarzer hat gesagt…

Hallo Silke,
ja, der milde Winter hat sie prima überleben lassen. Dieses Jahr fressen sie mir Pflanzen ab, die sie sonst zuverlässig verschmäht hatten, super.
Ach, und unsere Katze hatte gestern abend eine Zecke, obwohl sie ja Wohnungskatze ist. Die muss ich wohl aus dem Garten mitgebracht haben.
VG
Elke

Calendula hat gesagt…

Oh je! Sind die auch schon unterwegs! Hier ist es im Moment ziemlich trocken, dass bisher noch nicht allzuviele Schnecken herumkriechen! Aber Zecken gibt es leider schon. Wir sind ja hier auch noch in einer Borreliose- und FSME-gefährdeten Gegend. Also auf DIE Viecher könnte ich auch gerne verzichten!
LG Calendula

SchneiderHein hat gesagt…

@ Elke
Bis gestern war mir auch kaum eine Schnecke begegnet. Nur die Fraßspuren an den weißen Kaukasus-Vergißmeinnicht & an den Puschkinien in der Wiese wurden von Nacht zu Nacht mehr. Eigentlich scheint es bei uns mit der Nacktschneckenplage jetzt wirklich etwas besser zu werden. Nur wenn da ein Gelege mit ca. 200 Eiern am Wiesenrand durchkommt, dann brauche ich mich nicht zu wundern wenn es nach dem Regen dort wimmelt …

@ Frauke
Ich hatte ja schon im Januar vor dem kurzen Wintereinbruch angefressene Schneeglöckchen in der Wiese! Jetzt ist mir auch klar warum ;-) Wenn da wirklich um die 200 Babyschnecken ausschwärmen …

Unsere Weinbergschnecken sind leider verschwunden - oder gut versteckt!? Aber dafür haben wir reichlich Tigerschnegel, die uns auch schon wieder Hausbesuche abgestattet haben. Daher kommt Schneckenkorn bei uns ganz bestimmt nicht zum Einsatz. So wichtig ist mir keine Pflanze.

Zu der chemischen Keule gegen Zecken hatte ich @ Christian unter diesem Post am 5. April etwas mehr geschrieben:
http://wildwuchs-unter-aufsicht.blogspot.de/2014/03/blodes-zeckenwetter.html
Unsere Freunde, die ihren Garten komplett chemisch behandelt haben, haben einen wesentlich übersichtlicheren Garten. Da mag der Einsatz vielleicht helfen. Ob sie in diesem Jahr zeckenfrei sind? Ich vermute wenn der Garten möglichst tierunfreundlich ist und sie einen dichten hohen Zaun besitzen, haben sie eventuell eine Chance. Sonst wandern Igel, Mäuse & Co aus den Nachbargärten ohnehin wieder ein.
Wir müssten für solch einen chemischen Einsatz unseren Garten gut vorbereiten. Das bedeutet die gesamte Mulchschicht auf ca. 600qm Garten entsorgen, alle Stauden bodenbündig runterschneiden und alle Sträucher & Rosen mindestens 30cm freischneiden, damit das Mittel vor allem die Larven & Nymphen erwischt. Und wahrscheinlich wäre dann eine 2 bis 3-malige Behandlung im Abstand von 1 bis 2 Wochen trotzdem erforderlich.
Denn als wir das Zeckennest vor der Rose am Wiesenrand mit dem Zecken- & Grasmilben-Konzentrat 3x behandelt hatten ( http://wildwuchs-unter-aufsicht.blogspot.de/2011/07/wir-sind-keine-profigriller.html ), tauchten im Sommer an der Stelle trotzdem noch ab und an Nymphen und Larven auf. Die sind wirklich verdammt zäh. Und es ist wirklich nicht unerheblich, was man an Kleinlebewesen selbst mit diesem Mittel dann mittötet. Daher verwende ich dieses Mittel auch nur bei Zeckennestern im Umkreis von 1 bis 2m, die anders wirklich nicht zu bekämpfen sind ...
Wenn Du Dir diese Seite aus Österreich anschaust ( http://zecken.at ), dann finde ich das Verhalten in Norddeutschland noch ziemlich neurotisch. Für uns ist das Problem wohl noch zu neu. In Österreich besteht das Problem schon länger, und die versuchen einfach gut zu informieren und vernünftig mit der Gefahr umzugehen.
Und das versuchen wir nun seit 3 Jahren auch in unserem Garten ...

SchneiderHein hat gesagt…

@ Elke
Och nö, eine Zecke bei einem echten Stubentiger! Aber möglich ist alles. Wahrscheinlich war die an Deiner Kleidung. Ich hatte auch schon mal eine, die mich in der Kleiderkammer auf dem Wäscheberg begrüßte …
Und auch eine in der Osterdeko, die mit etwas Moos einwanderte ;-(

Heute ist es wieder leicht feucht. Ich werde wohl lieber gleich mal wieder in der Wiese auf Schnecken- & Zeckenfang gehen.

Sag mal, hast Du eine Idee wo man herausfinden kann wie weit sich erwachsene Zecken fortbewegen können? Ich vermute allmählich, dass die bei uns nach und nach in die Wiese einwandern. In einer Woche habe ich ca. 40 Weibchen und fast die gleiche Anzahl an Männchen in der Wiese gefunden. Alle entlang des Wiesenrandes bis ca. 1m Tiefe und einige entlang des Steges. So viele Igel und Mäuse können da im letzten Sommer/Herbst doch gar nicht durch die Wiese gelaufen sein …
Bei Zeckenlarven hatte mich ein Zeckenjäger aus der Eifel ja schon gewarnt, dass die sich problemlos 1 bis 2m vom Nest entfernen können. Aber erwachsene Tiere?
Mir scheint, wir haben da einen Zeckentreffpunkt, und es rücken immer wieder welche nach. Oder kehren sie als erwachsene Tiere tatsächlich an den Ort zurück wo sie geboren wurden - wenn sie nicht mit einem Vogel etc zu weit verschleppt werden? Schade, dass das Leben der Zecken wohl noch recht wenig erforscht ist ...

SchneiderHein hat gesagt…

@ Calendula
Ja, wenn endlich der langersehnte Regen kommt ;-)

Borreliose hatte mich ja auch im Sommer 2011 erwischt. Und wahrscheinlich haben mich auch vorher schon infizierte Zecken erwischt - nur bis dahin ohne Wanderröte. Ich vermute, dass meine damalige Antibiotika-Einnahme nicht reichte, da es schon damals gut versteckte Erreger in Gelenken und Organen gab, aber im Moment warte ich lieber mal bis zur nächsten Wanderröte, denn die kommt bestimmt ;-(
Einzelne Fälle von FSME gibt es hier angeblich auch schon, aber da hoffe ich, dass die Betroffenen sich die bei Besuchen in anderen Regionen eingefangen haben …
Aber lange wird es sicherlich auch nicht mehr dauern, bis auch hier die Impfung gegen FSME empfohlen wird. Denn durch Zugvögel ist ja alles möglich!

Elke Schwarzer hat gesagt…

Hallo Silke,
wieder mal ein Bereich, der nicht gut erforscht ist - das Wanderverhalten der Zecken. Ich hatte immer angenommen, dass sie nicht besonders weit laufen, aber wer weiß. Um das herauszufinden, müsste man sie wohl markieren - nicht einfach bei so kleinen Tieren.
Ich habe schon Untersuchungen gefunden, wo die Borreliose auch in Herbst-Grasmilben nachgewiesen werden sollte (es gab keine eindeutige Aussage, aber eher nein), also wird wohl in die eine oder andere Richtung doch geforscht. Ich hätte was dafür übrig, da mal genauer nachzugucken!
VG
Elke

WilderGartenVordereifel hat gesagt…

Liebe Silke,
so langsam glaube ich Du solltest nochmal über die Laufenten nachdenken. Die würden bei Dir aber sowas von satt werden und die Handschuhe arbeitslos!

Liebe Grüße Alexandra

SchneiderHein hat gesagt…

@ Elke
Na ja, in einem Schlafzimmer scheinen Zecken schon längere Wege auf sich zu nehmen, um einen Wirt zu finden:
http://www.zeckenwetter.de/zecken/erlebnisse-mit-zecken/die-zecke-im-bett.php
Vielleicht wäre Deine Geschichte mit Deiner schwarzen Stubentigerdame da auch gut aufgehoben ;-)

Und meine Nachbarin erzählte mir schon vor Jahren von einer Pferdewiese in Süddeutschland, wo es überall an den Halmen nur so wimmelte. Da kann ich mir auch nicht so ganz vorstellen, dass das eine besonders gute Wildwechsel-Stelle sein soll, wo alle Nymphen im richtigen Moment vom Wirt abspringen, sich in Bodennähe zum Ruhen und Häuten zu verkriechen, um dort fast gleichzeitig 'aufzuerstehen'.

Auch finde ich es erstaunlich, wie oft schon im Moment nach 'Zeckennest' bei Google gesucht wird, und die Leute dann bei uns auf dem Blog landen.
Auch wenn die Zecken schon recht früh - oder eigentlich fast das ganze Jahr aktiv waren, so finde ich es unwahrscheinlich, dass so früh schon Zeckenlarven aus Nestern schlüpfen sollen.
Ich vermute inzwischen, dass es nicht gerade wenige gibt, die jetzt auch gehäuft Männchen & Weibchen auf einer kleinen Fläche versammelt vorfinden und glauben, dass es sich dabei um ein Zeckennest handelt.
Die 3 Entwicklungsstadien der Zecke sind nämlich leider immer noch kaum bekannt …

Tja, dann ist das mit den Herbst-Grasmilben genauso spannend wie mit Zeckenlarven: Da habe ich auch ab und an gelesen, dass schon die Laven mit Bordellen verseucht sein können - die Erreger vererbt werden können.
Aber in manchen Artikeln wird ja auch noch behauptet, dass Larven nicht in der Lage sind die menschliche Haut zu durchstechen. Doch das bekam ich ja schon mehrmals am eigenen Leib zu spüren ...

SchneiderHein hat gesagt…

@ Alexandra
Gestern habe ich nochmals ganz dicht am Wiesenrand 30 Babyschnecken abgesammelt. Da war bestimmt ein Nest! Eigentlich war ich der Meinung, dass die Spanische Schnecke bis zu 200 Eier legt. Gestern las ich jedoch etwas von 200 bis 400 Eiern. Da kann ich noch etwas länger sammeln ;-(

Von August bis Oktober 2002 wären Leihenten bei über 6.000 Nacktschnecken, die ich gesammelt hatte bestimmt hilfreich gewesen. Und die 3.000 im Jahr 2003 hätten die Enten auch gut beschäftigt.
Nur jetzt scheinen mich die Tigerschnegel zu unterstützen. Und die würden dann auch den Enten zum Opfer fallen. Das wäre sehr schade! Und an den Posthornschnecken im Teich, die so perfekt die Pflanzen putzen, würden sie sich vielleicht auch vergreifen ...

Außerdem hatten Maus & Cäsar so viel Respekt vor den Enten im & am Teich. es wäre schade, wenn Maus auf ihre alten Tage wegen der Enten nicht mehr in den Garten mag.

Und zum Thema Wegwert-Handschuhe: Für solche Fälle hebe ich alte versiffte und zerschlissene 3 bis 5x getragene auf, die ich danach guten Gewissens wegwerfen kann.
Außerdem waren die Schnecken noch zu winzig und es waren mir zu viele. Normalerweise nehme ich sie mit einem Blatt auf. Oder ich suche 2 kleine Stöckchen im Garten, um sie wie mit Eßstäbchen in die Schale zu befördern …

Nein, Enten würden bei uns nur als Leihenten Sinn machen Ader im Moment sehe ich wirklich keine Notwendigkeit, da mir bis auf diese eine Stelle kaum nacktschnecken aufgefallen sind. Gut, die blauen Buschwindröschen am Metallbecken haben sie mir vollgeschleimt und abgefressen, aber sonst geht es eigentlich ;-)

WilderGartenVordereifel hat gesagt…

Liebe Silke,
Leihenten, dass wäre doch mal was. Ich denke hier sind es nicht die Enten die die Schnecken eindämmen, es sind eher die Hühner die im Herbst und Winter durch den Garten streifen. Sie scharren alles durch und vertilgen, glaube ich, zumindest auch einiges an Schneckeneiern.
Die Wegwerfhandschuhe haben mein vollstes Verständnis , ich hätte keine Lust mit Blättern, Stöckchen und Schnecken mein Gartenjahr zu verbringen. Schließlich will man den Garten ja auch mal genießen können :-)). Das Thema Zecken finde ich in diesem Jahr besonders schlimm. Wir hatten uns doch nochmal entschieden unsere Hunde zu behandeln. Es hat leider überhaupt nichts genützt. Sie sind voll,voll,voll. Ich sammele mehrmals täglich die kleinen Biester aus den Fellen. Unsere Katzte, die ich nicht behandelt hatte, hatte noch keine einzige! Ein echtes Mysterium !

Liebe Grüße Alexandra

SchneiderHein hat gesagt…

@ Alexandra
Wenn die Nacktschnecken größer sind, geht das sehr gut mit Stöckchen oder Blättern, aber das sind teilweise solche Winzlinge - heute früh war es nur noch ein 1cm Tierchen an einem Grashalm. Idealerweise hatte ich das perfekte Timing ;-)

Tja, mit Katzen & Zecken ist das wirklich spannend: Da ich mal meine Statistik genauer betrachtet hatte, war ich echt überrascht, dass ich auf ca. 9qm entlang der Betonkante und dem Steg binnen einer Woche ca. 40 Männchen und 40 Weibchen dort an den Halmen einfangen konnte.
Da unsere Katzen zum letzten Mal am 25. Februar Frontline bekommen hatten, bin ich mehr als erstaunt, dass Maus mir 3 oder 4 Zecken ins Bett gebracht hat, nur 1 an ihr an ihr fest saß und wir Allegra 2 aus dem Fell fischen und vor kurzem 2 nacheinander am rechten Ohr entfernen mussten. Denn beide sitzen oft am Wiesenrand/Steg und Allegra geht sogar in die Wiese, um dort zu pinkeln oder mal zu grasen.
Bei ihr finde ich es nicht ungewöhnlich, dass sie Zecken hat - allerdings finde ich die Anzahl für die Mengen in der Wiese trotzdem noch erstaunlich gering. Aber genau, wie ich mit meiner Birkenallergie wohl ein perfekter Lockstoff war, ist es Allegra wahrscheinlich durch ihre Diabetes. Es mag sein, dass sich dadurch die Zecken so vom Wiesenrand angezogen fühlen.
Und im Vergleich zu Maus, die auch mal in anderen Beeten liegt, ist das Nervensystem bei Allegra je nach Tagesform nicht so fit wie bei Maus. Die kommt nämlich sofort zu uns, wenn sie eine Zecke im Fell hat, damit wir sie finden. Danach geht sie meist sofort wieder ihres Weges. Außerdem habe ich schon ganz oft beobachtet, dass sie sehr genau überlegt, wie sie ganz schnell durch Zeckengebiete springt, um erhöhte sicherere Plätze zu erreichen. Oder diese Gebiete an bestimmten Tagen ganz bewußt meidet. Eventuell sind gesunde Katzen diesbezüglich mit besseren Sinnen ausgestattet. Denn Allegra kam früher auch zu uns und ließ sich die Zecken aus dem Fell kraulen.

Ist es möglich, dass Eure Hunde doch schon unter Borrliose etc. leiden, so dass ihr Nervensystem eventuell dadurch etwas oder zumindest zeitweilig geschädigt ist?
Denn ich bin teilweise echt erstaunt, was ich bisweilen für merkwürdige Aussetzer habe, wenn mein Immunsystem schwächelt: Besonders interessant war, dass ich ab und an kaum oder nur ganz schwach Düfte wahrnehmen kann. Im Moment bei der Feuchtigkeit müsste unser Garten z.B wahnsinnig nach Waldmeister duften - ich merke aber nichts davon. Meine Nase ist seit dem Regen jedoch wieder frei. Und zur Zeit habe ich morgens mal wieder Sehstörungen bis der erste Kaffee wirkt. Da gibt es eine Reihe merkwürdiger Symptome, die plötzlich kommen und gehen. Daher vermute ich immer mehr, dass ich vor meiner Wanderröte schon mit Bordellen infiziert war, und die Antibiotika nicht alles bekämpfen konnten.

SchneiderHein hat gesagt…

@ Alexandra Teil 2
Und ich spinne jetzt noch mal etwas weiter: Vielleicht finde ich den Artikel demnächst mal wieder, denn der war extrem spannend: Da ging es darum, dass mit Borellienen verseuchte Zecken noch widerstandsfähiger gegen Hitze sind. Vielleicht ist das Hallersches Organ der Zecken sogar so perfekt ausgelegt, dass sie infizierte Wirte bevorzugen. Denn Katzen sollen ja angeblich nicht an Borreliose erkranken …

Vielleicht ist in dem Zusammenhang mit vielen Zecken das für Dich auch noch interessant, was ich bei @ Elke geschrieben habe. Inzwischen befürchte ich nämlich, dass wir so eine Art Partnertreff in der Wiese haben, dort wo wir im Sommer 2011 mindestens 1 Zeckennest hatten. Schließlich gibt es ja so manches Tier, das zur Paarung wenn möglich an seinen Geburtsort zurückkehrt. Das wäre nach 3 Jahren bei den ausgewachsenen Zecken durchaus vorstellbar. Zumal erwachsene Zecken aus eigener Kraft wohl auf jeden Fall mehr als 2m zurücklegen können ;-(

Leider wirkt Frontline erst nach 2 oder 4 Tagen. Und dann werden Zecken auch trotzdem nicht sofort beim Fellkontakt abgetötet. Und spätestens nach 3 Wochen lässt die abtötende Wirkung selbst beim Saugakt wieder nach - und der Mensch, der mit dem Tier kuschelt ist extrem gefährdet. Diese Mittel bieten also fast nie einen perfekten Schutz. Unser Tierarzt hatte und empfohlen in der extremen Zeit nach 3 Wochen schon wieder das Mittel zu verabreichen.
Und bei unserem Kater, der zu schwer war, hatten wir die falsche Dosis - der brauchte wegen seinem Gewicht nicht 'für Katzen' sondern 'für kleine Hunde'. Passt bei Euch eventuell die Menge nicht zum Hundegewicht?

Mein Waldgarten hat gesagt…

Ohje, ja, aber das kenne ich ja auch von früher. Im jetzigen Garten habe ich inzwischen auch ein paar dieser kleinen Nacktschnecken gesichtet. Denn ich wunderte mich über abgefressene Triebe. Es ist nicht allzuviel und der Verlust ist zu verschmerzen. Solange es nicht mehr werden ...

Liebe Grüße auch hier
Sara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Wenn einige kleine Schnecken da sind, dann deutet das aber auch auf zumindest ein Nest hin. Vielleicht hat ja ein Vogel ein paar der Eier aus dem Gelege erwischt. Sonst kannst Du demnächst wohl auch mit mehr Schneckenkindern rechnen. Denn so ein Gelege kann 200 bis 400 Eier haben.
Oder Deine Babyschnecken sind mit den neuen Staudentöpfen eingewandert ...

WilderGartenVordereifel hat gesagt…

Liebe Silke,
da unsere Hunde, komischerweise nur die mit dem hellen Fell, die schwarze hat nie Zecken, jedes Jahr hunderte von Zecken haben, schaut unsere Tierärztin dort sehr genau hin. Bei der jährlichen Impfung müssen sie immer etwas Blut lassen. Die beiden sind kerngesund. Wie schon häufiger geschrieben, dieses Thema scheint nicht so richtig erforscht :-( . Unser bester Freund ist auch an Borrelliose erkrankt, es war der einzige Zeckenbiss in seinem Leben :-((. Bei der Gewichtsverteilung (Frontline) gibt´s immer ein wenig mehr als nötig, wir haben auch diverse andere Firmen getestet mit wenig Erfolg, vielleicht werden die Biester immun ! Ein leidiges Thema!

Liebe Grüße Alexandra

SchneiderHein hat gesagt…

@ Alexandra
Gut, dass Ihr dann anscheinend ja noch nicht so viele Zecken mit Borreliose habt! Wenn Euer weißer Hund gesund ist.
Oder ist es eine Hündin? Es mag sein, dass es auch mit der Läufigkeit zusammenhängen kann.

Hat sich Euer Freund die infizierte Zecke eigentlich bei Euch zugezogen, oder war das in einem ganz anderen Gebiet?

Uns ging heute früh jedenfalls hier ein weiteres Zeckenlicht auf: http://de.wikipedia.org/wiki/Haller-Organ
Jetzt ist uns klar, dass Zecken meilenweit 'latschen' um Wirt bzw. Weibchen zu finden.
Und nun habe ich auch die Bestätigung meiner Vermutung, dass unsere Wiese eine Zecken-Partnerbörse ist. Kurz vor 9 Uhr hatte ich heute an der Betonkante nur 3 Weibchen gefunden. Dafür aber 10 Männchen und 6 Weibchen an den Halmen neben dem Steg.
Wenn ich nicht froh über jede Zecke wäre, die sofort im Glas landet, dann hätte ich lieber nur die Weibchen pflücken sollen. Die hätten wahrscheinlich in den nächsten Tagen aus dem gesamten Gartenumfeld noch so manches Weibchen angelockt …

Blöd war nur, dass ich auch noch 2 Nymphen auf dem Gummistiefel beim Absammeln entdeckte. Vor denen habe ich viel mehr Ehrfurcht, denn die übertragen ebenfalls schon Borreliose und sind so winzig, dass ich bestimmt schon viele an mir ganz arglos und unbemerkt weggekratzt habe.
Letzten Sonntag hatte ein Nachbarskind sogar eine Nymphe am Auge. Hoffentlich war die noch nicht infiziert …

Da helle Tiere - auch Katzen, meist etwas krankheisanfälliger sind, mag es auch sein, dass solche Tiere durch ihre chemische Zusammensetzung ein perfekteres Lockmittel besitzen.
Oder aber ihr habt im schlimmsten Fall auch irgendwo auch so eine 'Zecken-Partnerbörse' an Stauden, Sträuchern oder einer wilden noch nicht erschlossenen Ecke und Euer heller Hund geht dort trotzdem hin ...
Ich würde mir im Moment jedenfalls alle Gartenbereiche sehr genau anschauen (wo ein Männchen/Weibchen sitzt, ist der Partner ev. auch nicht weit bzw. 2,3 ...), denn im Moment scheint ideales Paarungswetter zu sein ;-(

Mein Waldgarten hat gesagt…

@ Silke
Darüber mache ich mir jetzt keine Gedanken. Ich vermute aber, daß mein Bewässerungsverhalten im vergangenen Jahr dazu beigetragen haben könnte. Denn da ich ja aus unserem Waldgarten vieles umgesiedelt habe und das erst gut einwachsen mußte, habe ich ausgiebig und zwar auch per Gartenschlauch, gewässert. Da ich in diesem Jahr nicht vorhabe, das so zu wiederholen, denke ich auch nicht, daß das mit den Schnecken zum Problem werden könnte. Der Garten ist schließlich im Sommer sehr sonnig, um nicht zu sagen extrem besonnt. Er ist ja streckenweise noch ganz kahl. Also wenige Schneckeneier habe ich natürlich im letzten Jahr schon entdeckt, die hatte ich auch im Blog gezeigt. Solange das nicht mehr wird, ist das schon o.k.

Liebe Grüße
Sara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Das Problem ist auch 'nur', dass die Tierchen kaum Feinde haben. Der Igel frisst sie nicht und Drosseln holen sie nur im äußerten Notfall für ihre Jungen, da sie sie zu lange im Dreck panieren müssen, um den Schleim zumindest außen loszuwerden. Lediglich die Schnecken, die meiner Mutter im kleinen Teich ertrunken sind und somit ausgeschleimt hatten, die wurden von Tieren am Teicherand gefressen.
Und glaub# mit die rot-braunen kennen gute Verstecke und können viel Hitze ab. Sie treten meist nur in Erscheinung, wenn ihnen das Wetter zusagt ;-)

WilderGartenVordereifel hat gesagt…

Liebe Silke,
wir haben eine helle Hündin und einen hellen Rüden, beide sind voll mit Zecken, nur die schwarze bleibt verschont . Unser Freund hat sich die Zecke nicht in unserem Garten gefangen, es war im Urlaub in Bayern!
Unsere Hunde streunen oft durch Wald und Wiesen. Wenn wir nach Hause kommen muss ich erst einmal ansammeln , dass ist schon fast normal geworden :-((.

Liebe Grüße Alexandra

SchneiderHein hat gesagt…

@ Alexandra
Dann habe ich das vollkommen falsch verstanden! ich dachte, Eure Hunde holen sich die Zecken sogar in Eurem Garten …

Klar, bei Wald & Wiese - und wenn es da dann vielleicht wirklich solche Zecken-Partnertreffs in manchen Gebieten gibt!?
Ich kann mich noch lebhaft daran erinnern, wie meine Nachbarin mir mehrmals ganz entsetzt von dieser Pferdewiese voller Zecken in Süddeutschland erzählte, wo sie davor stand und ganz schnell wieder wegwollte. Und das muss schon einige Jahre her sein.
Dann habe Eure hellen Hunde vielleicht ein ganz besonderes Näschen für solche Ecken ;-(
Und die Schwarze ahnt eventuell rechtzeitig etwas!???