Samstag, 26. April 2014

befallener Buchs & Beeren



Nun ist es mal wieder so weit, der Buchsbaumblattsauger ...

oder auch Buchsbaumblattfloh genannt - 
Psylla buxi, ist wieder unterwegs.

Für mich allerdings noch kein Grund zur Panik. 
Denn diese Entdeckung mache ich schon seit Jahren 
an den Buchsbäumen in unserem Garten und auch 
Normalerweise wäre es wohl sinnvoll die Triebspitzen 
im Hausmüll zu entsorgen, aber bisher haben wir sie 
einfach durchgeshreddert. Und der Befall hielt sich 
trotzdem in Grenzen. Ob das nach diesem milden 
Winter allerdings anders ist?

Auf den ersten Blick sind die weißen wolligen Flocken 
an den jungen Trieben jedenfalls nicht erkennbar.

Nur, da der Buchsbaum unter dem Flieder bereits recht stark 
ausgetrieben hat, und an dieser Stelle auch kaum noch größer 
werden darf, wird es schon bald Zeit für den Rückschnitt. 
Dadurch wird sich das Problem der Blattsauger zumindest hier 
fast automatisch lösen lassen. Und an den anderen Buchsbäumen 
im Garten ist mir der weiße Belag an den Triebspitzen bisher 
noch nicht so sehr aufgefallen.

Aber der Rückschnitt hat jetzt ganz andere Tücken. 
Denn es gibt bereits die ersten Buchsbaumbeeren! 
Es ist erstaunlich wie schnell die Entwicklung im Vergleich 
zum Vorjahr voranschreitet. Denn am 20. März waren mir 
Hier, unter der Scheinakazie blühte ein Buchsbaum zwar 
schon etwas früher, aber trotzdem erscheint mir die Frucht-
bildung ungewöhnlich früh. Zumal die vertrockneten Blüten 
sogar noch die Früchte umgeben.

Weniger erfreulich ist hingegen der Anblick einiger Buchsbaum-
blätter. Denn vereinzelt sind solche verfärbten Blätter an dem 
immergrünen Strauch zu entdecken. Ob es sich dabei nun um 
einfangen können, ist wohl bald alles möglich ...

Doch solange es möglich ist, werde ich mich noch an 
dem immergrünen Füllmaterial, das ganz dezent blüht, 
später sogar Früchte trägt, und ein hervorragendes 
Dekomaterial für alle Jahreszeiten ist, noch erfreuen.

Doch in strenge Formen werde ich unsere Buchsbäume 
nun nicht mehr zwingen. Ein luftiger Wuchs, so dass sie 
bei feuchter Witterung schneller abtrocknen können, 
scheint den Infektionskrankheiten etwas vorzubeugen.

Und falls der Buchsbaumpilz an dieser Stelle - hinter der 
kleinen Mauer unter der Scheinakazie, um sich greift, 
würde ich den kleinen Buchsbaum zwar nicht sonderlich 
vermissen, aber es wäre trotzdem schade wäre um ihn. 
Denn er hatte sich diesen Platz selbst ausgesucht: Vor 
einigen Jahren wurde er nämlich zum unerwarteten 
Steckling, der eigentlich nur als Winterschutz für die 
Princesse de Nassau gedacht war. Doch er bekam Wurzeln 
und hat sich hier erstaunlich gut entwickelt. So gut, dass 
er im Laufe der Jahre ein immergrüner Winterschutz für die 
mehrmals heruntergefrorene und recht kälteempfindliche 
Rambler-Rose werden könnte …

Fotos: S.Schneider


Kommentare:

Mein Waldgarten hat gesagt…

Diesen Floh kannte ich auch noch nicht. Was es doch alles gibt.
Ja, in diesem Jahr ist vieles einen Monat voraus. Euer Buchs ist so schön hoch schon und die weißen Blüten der Sternmiere dazu sehen entzückend aus.

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Als ich meiner Mutter heute früh den Grund für den weißen Belag am Telefon erzählte, sagte sie nur 'Na den haben wir doch schon lange!' Jetzt hat das Kind halt' einen Namen. Ich dachte eher an einen Pilzbefall. Aber den Meisen scheint der Floh zu schmecken, die sitzen jetzt nämlich häufig an den Buchsbaumspitzen. Also ist es wohl sogar ganz gut, dass ich eben nicht zum Spitzenschnitt komme ;-)

Nö, die beiden Buchse unter dem Flieder und an der Sternmiere sind sogar noch recht klein. An der Nordseite stehen 2 die sind wohl so 2,5 bis 3m hoch. Und auch der am Hochwald müsste schon über 2 m hoch sein. Da schneide ich ab und an nur noch größere Äste für die Deko raus, damit sie stabiler bleiben. Auf den typischen Rückschnitt damit die Sträucher schön dicht und buschig werden verzichte ich ganz bewusst, seitdem der Pilz durch die Länder zieht ...

Sara hat gesagt…

Ich kannte noch keine Buchsschädlinge, sah zuerst kaputte Buchsbäume vor wenigen Jahren, als der Pilz um sich griff. Wenigstens etwas, wenn diese Flöhe den Meisen schmecken. ;-)
Hmm, auf dem Foto kam mir der Buchs schon größer vor. Diese ganz hohen mag ich auch sehr gern. Aber das dauert, bis die mal so hoch gewachsen sind.

Liebe Grüße
Sara

Anette Ulbricht hat gesagt…

Ich schließe mich heuter deiner Mutter an: Jetzt hat das Kind einen Namen.
Den weißen Befall habe ich jedes Jahr an meiner Buchsbaumhecke. Nach wenigen Wochen ist der Spuk vorbei und der Buchs wirkt wie immer. Jetzt weiß ich, dass es ein Floh ist. Schaden scheint er nicht anzurichten.
VG Anette

SchneiderHein hat gesagt…

@ Anette
Manchmal macht es eben Sinn der Natur ihren Lauf zu lassen und gelassener zu gärtnern ;-)