Samstag, 26. April 2014

Aller Anfang ist schwer ...



Eines der Drosselkinder, hält sich zwar immer noch 
sehr gern in der Nähe des Futtertisches auf, ...

ist aber seit einiger Zeit auch schon 
allein in der Wiese unterwegs.

Wahrscheinlich ist dieses auch das mutige Tier, 

vorbei. Aber so ganz erfolgreich ist das Amselkind noch nicht 
bei der Futtersuche. Denn hier hat es nur einen alten Kern 
aus dem grünen Grund herausgepickt. Da ist es ganz praktisch, 
dass es notfalls noch immer auf den Erdnußbruch und die 
Haferflocken im Futterhaus auf dem Tisch zurückgreifen kann.

Fotos: S.Schneider


Nachtrag Sonntag 4. Mai 2014:
Heute früh, nach einer empfindlich kalten Nacht, fanden sich 
alle drei Geschwister am Futtertisch ein. Sie sind wohlauf und 
freuten sich über das servierte Frühstück. Auch die Futtersäule 
im Wäldchen war am Morgen nur noch zu 1/3 gefüllt. Es stimmt 

 Doch so ein Amselleben ist trotz Zufütterung gefährlich. Denn 
eines der Amselkinder hat in den letzten Tagen eine Flügelfeder 
eingebüßt. Wahrscheinlich geschah es am Freitag, als es einer 
diebischen Elster zu nahe kam: Am späten Nachmittag entdeckte 
eine Elster beim Besuch des Meisenknödels auf dem Futterhaus 
zufällig das neue Nest im Taxus am Steg. Die Drosseleltern und 
sogar die Jungvögel versuchten mit wütendem Geschrei und 
mutigen Angriffen den großen schwarzweißen Vogel aus dem 
nahegelegenen Wachholder zu vertreiben. Dabei packte die 
Elster eines der Tiere plötzlich am Flügel. Und trotz diverser 
Flugangriffe ließ sich die Elster nicht davon abhalten, nach 
und nach die Eier aus dem wiederverwendeten Taxusnest zu 
holen. Danach haben die Amseleltern nun hoffentlich den 
Versuch aufgeben, direkt neben der bequemen Futterstelle 
eine zweite Brut aufzuziehen ...


Kommentare:

Mein Waldgarten hat gesagt…

So ist das auch bei uns. Nur daß die Kleinen noch ein wenig scheu sind und nicht so dicht ans Haus kommen. ;-)
Gelegentlich gab es auch bei uns immer noch einmal Zusätzliches, z.B. Rosinen, auch Haferflocken.
Sie finden bei uns zwar unheimlich viel Getier, aber das wird nicht anders als bei uns Menschen sein - zu einseitige Kost ist ungesund. ;-)
Och, das ist ja schade mit den Eiern ... aber alle kämpfen ums Überleben ...

Danke auch hier noch einmal für Deine Hilfe!

Liebe Grüße
Sara



SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Bei uns sind sie leider gar nicht scheu. Gestern hüpfte eines der Kinder ca. 1m vor der Mausenase in der Wiese herum. Welche Katze springt da dann nicht los? Zum Glück ging es gut. Aber ich befürchte irgendwann wird Maus doch mal kraftvoll zupacken. Aber das hat die Natur anscheinend ja auch so einkalkuliert ;-(

Haferflocken sind bei mir gerade aus. Nun überlege ich, ob ich noch 1kg Fettfutter (haltbar bis Mitte 2015) aufmache. Eigentlich ist das Futter hier aber gar nicht so beliebt. Und die drei Amselkinder lungern schon oft genug am Tisch herum. Da ist es wohl besser wenn ich bei Erdnüssen & Haferflocken bleibe. Es war jedenfalls erstaunlich, wie extrem der Futterbedarf in den letzten kalten Tagen anstieg. Nicht nur bei den Drosselkindern. Auch die Meisen sind recht häufig am Knödel zu beobachten. Und Grünfinken lungern hier auch mehrmals am Tag an der Futtersäule rum.

Beim Taxusnest hatte ich mich wirklich gewundert, dass es beim ersten Mal gut ging. Aber, dass sie das Nest dann auch noch recycelten !? Ich habe dann absichtlich nicht eingegriffen. Mir war es ehrlich lieber, dass das Spektakel aufhörte. Und da ich mal die geköpften aus dem Nest verschleppten Drosseljungen im Garten meiner Mutter gesehen hatte, war es mir lieber, dass das jetzt nur Eier waren.
Gestern durchwühlte Frau Drossel Allegras Grasbar am Haus - es entsteht irgendwo in der Nähe ein Neubau ...

Sara hat gesagt…

Das finde ich - nichts gegen Deine Katzen - immer traurig! Naja, Natur ... es ist doch so, daß der Mensch in großem Stil Haustiere züchtet. Wenn sie nicht fremdgefüttert und von ihm gehalten würden, gäbe es vermutlich weniger davon, da die natürlichen Bedingungen einfach härter sind. Die Hauskatze entstammt einer Domestikation und ob es so viele Wildkatzen gäbe, ist fraglich.
Klar denke ich auch an die Szenarien, z.B. in Bulgarien ... nur glaube ich kaum, daß die da draußen nur von Mäusen leben. ;-)
Gut, wir werden das Problem kaum ändern können, doch die vielen Nahrungsmittelabfälle ernähren natürlich so manches Lebewesen, gerade auch in den Urlauberhochburgen ... von irgendwas müssen die armen Tiere schließlich auch leben. Wenn das Rad einmal in Gang gesetzt wird ...

Aber eben deshalb denke ich immer, wenn eine Katze im Garten die Vögel fängt, das muß nicht sein. Z.B. könnte ein Glöckchen um den Hals Abhilfe schaffen, so daß der Vogel die Katze frühzeitig herannahen hört.
Und - ja, selbst auf dem Balkon meiner Mutter hatten die zwei Vorgängerkatzen Vögel geschnappt. Das ging in Blitzesschnelle, da hat keiner mit gerechnet. Nur die noch verbliebene Katze ist ein "sanftes Lamm" ;-) :-)

Ja, mir taten die Kleinen auch leid und deshalb bekamen sie von mir auch in diesen kalten Tagen noch Zusätzliches. Haferflocken und Rosinen habe ich ohnehin stets da, da ich sie selbst auch verzehre.
Bei uns sind es nun hauptsächlich Amseln und Spatzen. Sehr selten sehe ich auch noch einmal einen Grünfinken. Und vereinzelt Stare. Die WildviewCam zeigt es mir auch, was sich da so herumtreibt. Die Spatzen fallen immer gleich in Horden ein. :-)

Na, da bin ich ja gespannt, wo sich die Drossel bei Euch nun einen neuen Nistplatz ausgesucht hat. Bei meiner Mutter bauten die Rabenkrähen manchmal nicht sehr geschickt ihre Nester, zwar in der Höhe, aber auf dürren Zweigen, die beim nächsten starken Wind nachgaben und die Nester samt Jungen auf den Boden fielen, was diese meist nicht überlebten. Unter den Vögeln scheint es auch intelligentere und weniger intelligente zu geben. ;-) Zumal, wenn der Fehler auch noch wiederholt wird ...

Liebe Grüße
Sara

Iris hat gesagt…

Ja, die Rabenvögel...
Bei uns sind's Krähen, die mitunter den kleineren Singvögeln das Familienglück zerstören.
Baumaterial wird hier momentan auch allerhand verschleppt - auch direkt von unserer Terrasse, da sind die gefiederten Gartenbewohner gar nicht ängstlich - z.B. Kokosfasern aus meinem Hanging Basket oder getrocknetes Moos, das ich hier noch zum Basteln liegen hatte.
Unsere Gartenwächterin ist schon zu alt, um die Vögel zu erwischen, sie kommentiert das rege Treiben der gefiederten Gartenbewohner nur noch, aber vor ein paar Tagen hat sie mir seit Langem zum ersten Mal wieder stolz ein Mäusekind gebracht. Tja ...ich habe Begeisterung geheuchelt - ganz wie bei menschlichen Geschenken, die nicht so ganz meinen Geschmack treffen. ;o)