Samstag, 8. März 2014

ein Rabe ist auch schon da



Schlecht zu erkennen, aber seit heute hält sich wieder ein Rabe 
im Garten auf. Er genoss lange Zeit den sonnigen Platz in Nachbars 
Blutbuche. Und nun ist es wohl nur eine Frage der Zeit, wann er 
wieder am Gartentisch randaliert oder sogar versucht das Futterhaus 
samt Meisenknödel zu verschleppen. Den nächsten Knödel werde 
ich jedenfalls lieber an die Kette legen - anstatt ihn nur zu drahten. 
Denn jetzt in der Bau- & Paarungsphase besteht wohl trotz des 
frühlingshaften Wetters doch wieder mehr Fett-Futterbedarf bei 
Meisen & Co. als im WinterUnd da wir auch schon die Elstern 
in den umliegenden Gärten gehört haben, ist es uns lieber, wenn 
sie sich bei uns an dem noch viel zu üppigen Futtervorrat an 
eingekellerten Knödeln bedienen, als sich demnächst wieder 
als Nesträuber zu betätigen …

Foto: S.Schneider


Kommentare:

Mein Waldgarten hat gesagt…

Bei uns haben sie jetzt auch das Herz aufgefuttert und auch an die Vogelringe gehen sie nun. Wirklich seltsam, denn eigentlich müßten sie ja bei größerer Kälte eher mehr Fett benötigen. ;-)

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Nö, überhaupt nicht seltsam. Dazu gab es im Spiegel vor einigen Wochen einen sehr interessanten Artikel. Leider scheint er online nicht oder noch nicht verfügbar zu sein. Da wurden unsere Beobachtungen ziemlich genau bestätigt. Die Vögel sind gerade jetzt für eine zusätzliche Fütterung dankbar. Denn Revierverteidigung, Paarung, Nestbau und Aufzucht der Jungen kosten Kraft. Und durch die Veränderung der Landschaft/Siedlungsgärten ist auch das Futterangebot anders als früher. Bei mir hält ein Meisenknödel ohne Rabenbesuch wohl jetzt 3 bis 4 Wochen, wird aber trotzdem täglich besucht. In milderen Wintern sehe ich daran kaum ein Tier.
Auch Efeubeeren werden erst jetzt von den Drosseln geerntet. es ist eben doch so manches anders, als Mensch bzw. Werbung sich das denken ...

Sara hat gesagt…

Ich hätte dennoch beim Winter auf den höchsten Energiebedarf getippt. ;-) Ist ja bei uns Menschen ähnlich, wobei viele sich ja speziell im Winter eher weniger bewegen. Schon zur Aufrechterhaltung bzw. Anpassung an die tieferen Temperaturen ... und bewegen müssen sich die Vögel im Winter schließlich auch.

http://www.biokurs.de/skripten/12/bs12-26.htm

Aber eines ist natürlich klar, wenn sie Junge haben, müssen sie für diese mitfuttern. Doch das war hier noch nicht der Fall in diesem Jahr.
Um ehrlich zu sein, ich weiß es nicht genau, aber ich hätte auf den Winter getippt. Auch da gibt's Futterneid und Kämpfe, wie ich ja im Waldgarten hinreichend beobachten konnte. Dort wurde das Fettfutter auch weitaus besser angenommen als hier. Vielleicht, weil im Umfeld zu reichlich gefüttert wird? Aber - keine Ahnung ... alles nur Vermutungen ...
Da fällt mir noch ein, am Balkon bei meiner Mutter geht dieses Futter auch immer. Was man jedoch bei Balkon-Vögeln für Rückschlüsse ziehen kann in gewissen Gebieten ? ? ?

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
in dem Spiegel-Artikel wurde übrigens auch festgestellt, dass sich das Zufüttern günstig auf die Schädlingsbekämpfung auswirkt. Also genau das, was wir im Apfelbaum meiner Mutter am Haus auch schon seit 2 Jahren beobachten. Denn auch wenn die Meisen gerne Erdnüsse fressen, so picken sie zwischendurch auch gern Insekten von den Ästen.

Da der Winter ja wirklich nur kurz war, möchte ich behaupten, dass zur Zeit fast genauso viel Futter am Gartentisch gefuttert wird, wie in den milden Wintermonaten. Das hängt natürlich auch vom Wetter ab. Aber vermutlich hatten sie zunächst noch den Garten geplündert. Und da nun doch noch nicht so viel Nahrung im frühen Frühjahr vorhanden ist, nehmen sie zwischendurch das Zusatzfutter gern an. Vor allem auch den Meisenknödel. An den wenigen frostigen Tagen im Januar/Februar war es höchstens eine ähnliche Menge - ev. sogar weniger.
Aber das hängt sicherlich auch davon ab, was in der Nachbarschaft angeboten wird. Und wenn viele im Frühjahr die Fütterung einstellen, kommen sie anscheinend zu uns, um den Bedarf zu decken.

In der Stadt am Balkon hängt das sicherlich auch stark davon ab wer wann was füttert …

Auf jeden Fall wird bei meiner Mutter mit Erdnüssen, Sonnenblumenkernen und Haferflocken durchgefüttert.
Und ich werde noch nach und nach die drei Meisenknödel anbieten, die bei meiner Mutter bis jetzt nicht angerührt wurden. Hier besteht Bedarf. Und seit vorgestern haben wir wieder einen Star, der Erdnüsse mag. Ich sollte mir also überlegen, wie ich zukünftig das Futterhaus in die Osterdeko auf dem Gartentisch integriere ;-)

Sara hat gesagt…

Ja, warum auch nicht, denn nur von Körnern allein leben einige Vögel nicht.
Ich verfüttere gerade die Reste vom Winterfutter. Es ist derzeit ja auch wieder kühl geworden. Doch dann gibts bei uns nichts mehr. Meine Mutter füttert auch nur im Winter bis es im Frühling milder wird. - Bei ihr ist es eigentlich sogar verboten, Vögel zu füttern, wegen der Ratten und Mäuse. Auch Wasser im heißen Sommer für die Vögel aufstellen, ist dort untersagt. Denn Mäuse bedienen sich ja leider auch und ebenso die dort unerwünschten Tauben. Ich sah bei uns an der Terrasse neulich eine Rötelmaus, etwas, das man in Hausnähe absolut nicht haben will. Auch wenn sie zum Nachbarn hin verschwand. Leider hatte ich so schnell keine Kamera zur Hand ...

Einen schönen Sonntag noch und liebe Grüße
Sara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Stimmt, wegen der Ratten & Mäuse ist das auch ein berechtigter Einwand. Wir hatten ja letztes Jahr eine niedliche Gelbhalsmaus am Tisch, die kam immer zur Mittagszeit zu Tisch. Aber wenn es nicht eine Katze war, dann fand vielleicht der Rabe die zusätzliche Fleischeinlage spannend. Denn plötzlich war sie weg.

Und der Schmutz, den Vögel verursachen ist ja auch nicht unerheblich! Wenn wir in den Sommermonaten noch an dem Tisch leben würden, dann sähe er jetzt auch anders aus - bzw. ich würde dort gar nicht füttern. Aber da er in der Zeckenwiese steht, und wir dort nicht auch noch pflastern wollen, hat die Natur sich ein Stück Garten erobert. Und der Blick vom Bett aus ist ganzjährig herrlich: Eben Garten im Wandel ...

Sara hat gesagt…

ja, im Waldgarten sah das auch ein wenig anders aus, denn weiter hinten im Garten hätte es wohl nicht gestört.

Liebe Grüße
Sara