Montag, 31. März 2014

noch besseres Zeckenwetter ...


Keine Angst ich werde nun sicherlich nicht jeden Tag über 
die aktuelle Zeckensituation in unserem Garten berichten.
Denn zum Glück gibt es auch viele schöne Entdeckungen!

Doch nachdem ich am Freitag noch zur Winterzeit zwischen 
12:30 und 17:05 Uhr 7 weibliche und 11 männliche Zecken 
von trockenen Halmen, Krokusblättern und ca. 20cm langen 
Grashalmen überwiegend an unserem Wiesenrand vor dem 
Treppenhaus absammeln konnte. Und am Samstag zwischen 
8 und 18 Uhr nochmals 8 Weibchen und 7 Männchen aus der 
Wiese fischte, war ich nach dem sonnigen Sonntag nun sehr 
zuversichtlich, dass wir jetzt zunächst Ruhe hätten. Denn 
gestern begrüßte mich nur um 8:45 Uhr zur Sommerzeit 
ein Zeckenweibchen am Wiesenrand im lichten Schatten. 
Und obwohl Maus & Allegra am frühen Abend im dahinter-
liegenden Wäldchen wohl auf Mäusejagd waren, brachten 
sie uns am Abend von dort wohl keine Zecke mit ...

Eigentlich wollte ich heute gegen 10 Uhr nur mal ganz kurz 
in den Garten schauen. Aber beim Blick auf die Halme am 
Wiesenrand, fand ich meine Beschäftigung: Binnen 10 Minuten
 entdeckte ich auf einer ca. 4m langen Wiesefläche vorm Haus 
5 lauernde Zeckenweibchen und 5 Männchen. 

Besonders eindrucksvoll war es, dass an einer Krokusblattspitze 
sogar 2 Weibchen ganz dicht hintereinander warteten. 

Und an einem meiner Markierungsstäbe … 

für die wuchernden gelben Windröschen … 

und wuchsfreudigen Hopfensprossen, die ich bald 
möglichst aus der Wiese ausstechen möchte, 

warteten ziemlich am Ende des Bambusstabes ein Weibchen ….

und weiter unten ein Männchen gemeinsam auf einen Wirt.

Nach einem kurzen Spaziergang, bei dem ich entlang der 
anderen gepflasterten Wege keine einzige Zecke an einer Staude 
oder Zwiebelblume entdeckten konnte, kam ich zurück zum Steg. 

Dort, am Grashalm, der etwas über das Holz ragte, 
streckte sich ein Weibchen nach mir aus. Bei genauer 
Betrachtung fiel mir dann links daneben am kleinen 
Liguster-Sämling ein weiteres Weibchen auf. Und bald 
darauf erblickte ich unter einem Blatt ein Männchen. 
Genau an dieser Stelle saßen gestern Maus & Allegra 
lange Zeit in der Sonne und blickten in die Wiese …

Und während ich am Steg vor dem Wäldchen noch etwas 
auf und ab patrouillierte und immer wieder in die Wiese 
spähte, gaben sich nach und nach noch ein paar Tierchen zu 
erkennen. So wanderten von dort auch noch 9 Taschentuch-
Stückchen mit 4 weiblichen und 5 männlichen Zecken in 
unser Glas mit Chlorreiniger am Treppenhaus.

So langsam frage ich mich bei diesem recht hohen Zecken-
aufkommen am Wiesenrand, ob wir und unsere Katzen nun nur
ein besonders gutes Lockmittel für die Zecken sind. Oder ob 
geschlechtsreife Zecken - ähnlich wie Lachse & Frösche, vielleicht 
zur Paarung wieder an ihren Geburtsort zurückkehren. Denn in 
diesem Gartenbereich hatten wir im Sommer 2011 mindestens 
ein Zeckennest unter einem kurzen Grasbüschel - direkt an der 
Betonkante und recht dicht am Stegpodest vor der Hedi Grimm. 
Doch dort haben wir reichlich Zeckenlarven mittels getragener
Socken hervorgelockt und die Fläche später 3x behandelt ...

Aber heute war zumindest ein sehr erfolgreicher Morgen: 
In 35 Minuten entlang des Wiesenrandes 20 Zecken erlegt. 
Und somit 9 Zeckennester mit jeweils bis zu 3.000 Eiern 
verhindert!

Fotos: S.Schneider


Wer also etwas gegen Zecken im Garten unternehmen will, der
sollte wohl gerade jetzt an nebelfeuchten und grau-verhangen
wärmeren Tagen auf die Jagd gehen.

Denn leider können sogar auch Vögel ganz unbemerkt ein
vollgesogenes und zur Eiablage bereites Zeckenweibchen
in den Garten einfliegen: 'Achtung, Zecken im Anflug!'

Und was Zecken im 'Idealfall' auf einer Katze so treiben,
das ist auf dem Blog 'Merzburg' zu sehen ...


Kommentare:

Kath rin hat gesagt…

Wir haben auch recht viele Zecken in der Gegend, aber in der Weise wie Du es beschreibst, wären sie mir noch nie im Garten aufgefallen.

lg kathrin

SchneiderHein hat gesagt…

@ Kathrin
Was noch nicht ist, kann leider im Laufe der Jahre werden …
Im Nachhinein bin ich mir ziemlich sicher, dass wir das erste Zeckennest 2004 in der plattgetrampelten Fläche unter dem Gartentisch hatten. Damals krabbelten an meinem Bein wohl etwa 30 durchsichtige Zeckenlarven umher, denen ich aber keine Beachtung schenkte. Für mich waren es nur kleine Spinnentiere, gegen die wir nichts unternahmen.
Irgendwann - wohl so um 2009 gab es mal im Garten schräg gegenüber auf der anderen Straßenseite ein Zeckennest mitten auf dem Rasen. Hätte damals der kleine Hund sich dabei nicht unzählige Zeckenlarven eingefangen, wäre das Nest wohl auch unentdeckt geblieben. So wurde aber zumindest ein Teil des Nestes wohl hoch erhitzt und ein Brandfleck blieb zurück …

Ich habe gerade gestern gelesen, dass eine Zecke unter normalen Umständen 3 bis 5 Jahre bis zur Geschlechtsreife braucht. Und weder die Nymphen und erst recht nicht die Zeckenlarven sind im Garten unter normalen Umständen zu entdecken - die sehen wie hochgespitzte winzige Erdkrümel aus.
Das war strategisch sehr sinnvoll, dass eine Zecke direkt an unseren Betonplatten vor unserem Treppenhaus ihre Eier ablegte - war aber wohl nicht der Regelfall. Doch seitdem ich genauer hinschaue, fällt mir so etwas halt manchmal auf.

Unser Zeckenproblem scheint sich wohl wirklich auf die Wiese zu konzentrieren.
Allerdings in anderen Bereichen mit reichlich Tierverkehr - Mäuse, Igel, Eichhörnchen, Marder, Vögel etc., halte ich mich sicherheitshalber nicht so lange auf und schaue daher auch nicht so genau und lange hin, was da am Boden/in den Beeten los ist. Und so fange ich mir da auch seltener Zecken ein.
Lediglich am Wiesenrand zu den Betonplatten und entlang des Steges habe ich die Fläche bis zur Tischgruppe gut im Blick ...

CarpeDiem hat gesagt…

Ich bekomme wirklich Angst, wenn ich das Lese und bin froh, dass ich von solch einem Problem scheinbar erschont bin.
Aber dennoch, rein spekulativ soll es doch auch Pflanzen gegen Zecken und Insekten geben. Z. B. soll doch Knoblauch eingenommen helfen. Vielleicht können die robusten Rocambole Arten und Allium schoenoprasum und oleraceum in Kombi den Garten für diese Biester etwas weniger attraktiv gestalten??? Vielleicht gibt es noch mehr Pflanzen. Wunder bewirkt das wahrscheinlich nicht, aber vielleicht ein Ansatz?? Wie gesagt, rein spekulativ und ohne große Ahnung oder Recherchen, einfach nur als Idee. Wenn Du Saat bzw. Brutwiebeln brauchst, kannst Du dich gerne melden.....Lieben Gruß Cordula

SchneiderHein hat gesagt…

@ Cordula
Bärlauch hilft jedenfalls nicht. Denn da saß vor einigen Tagen auch ein Tierchen ganz erwartungsvoll mitten auf einem Blatt.
An abstoßende Wirkungen glaube ich eigentlich kaum, wenn die Heißhunger haben, laufen die dafür meilenweit ;-) Gerade gestern habe ich auf Zeckenwetter.de einen Kurzbeitrag gelesen, dass sich ein Zeckentier von der Kleidung eines Waldspaziergängers nach einigen Tagen zu ihm auf den Weg ins Bett aufmachte und sich dann an ihm vergnügte: http://www.zeckenwetter.de/schutzmassnahmen/was-tun-nach-waldbesuch/index.php

Außerdem, was habe ich davon, wenn ich sie in bestimmten Bereichen ev fernhalte, dafür, dass sie dann andernorts unkontrolliert Eier legen und die Nymphen irgendwann durch Mäuse, Igel usw. wieder einwandern. So wie bei den Nacktschnecken ist das gezielte Wegfangen und Vernichten nun mal leider die sinnvollste Methode, um das Problem zumindest einzudämmen. Und der Vorteil an der Wiese ist, dass ich sie da recht schnell sehe und so mein eigene ganz individuelle 'Zeckenwetter-Prognose' vor der Tür habe.
Aber allmählich glaube ich, dass Zecken nicht nur total perfekte Organe zum Aufspüren von Wirten haben, sondern auch perfekt ausgestattet sind, um paarungsbereite Partner zu finden. Vielleicht ist darum unsere Wiese so beliebt.
Denn auch in der Eilenriede in Hannover soll es total verseuchte und nahezu zeckenfreie Gebiete geben. Vielleicht wäre das ja eine Erklärung. Ob ich das jemals erfahre?

SchneiderHein hat gesagt…

@ Cordula
Wenn ich endlich mal trotz der Zecken zum Aufräumen des Gartens komme, nehme ich Dein Angebot gerne an. Aber im Moment sollte ich mich lieber um das kümmern, was da ist bzw. zu viel ist ;-)

Mein Waldgarten hat gesagt…

Puhh, da täte es mich gruseln, bei der hohen Zahl an Zecken bei Euch! Hat Deine Mutter eigentlich auch so viele Zecken? Ist mir jetzt gar nicht mehr bewußt, ob wir darüber schrieben ... aber wo Pflanzen hin- und herwandern, dürfte da ja leicht etwas eingeschleppt werden ...
Bin echt froh, daß wir hier keine Zecken haben, das, wo ich kürzlich in den hintersten Ecken herumgebuddelt habe. ;-) Wo sogar der Iltis schon herumspazierte ...

Den Hopfen kannst Du als "Spargel" essen ... soll sehr gut schmecken. Habe ich selbst noch nicht versucht, mangels Hopfen, aber meiner beginnt auch zu sprießen, habe ich gestern gesehen.

Liebe Grüße
Sara

Steinigergarten hat gesagt…

Das sieht ja nach einem schlimmen Zeckenjahr aus. Nach solchen milden Wintern sind sie meistens besonders zahlreich. Im Garten haben wir hier auch keine, aber ich weiß auch nicht, ob ich sie so erkennen würde. Da staune ich schon, dass du sogar männliche von weiblichen unterscheiden kannst. Bei der Menge lernt man das wahrscheinlich...
LG Sigrun

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sarah
Die erste weibliche Zecke habe ich sogar an Herrn Katze im Wintergarten meiner Mutter im Fell umherkrabbeln gesehen - wenn ich mich richtig erinnere. Wann das war? Vielleicht so um 2004/2005. Aber bald darauf ging es bei uns auch los, dass unsere Katzen Frontline bekamen.
Und die Nachbarin meiner Mutter hatte dann wohl so um 2008 oder 2009 eine vollgesogene Zecke auf dem Rücken. Bedingt durch den Kater war meine Mutter da schon fit in der Zeckenentfernung.

Daher finde ich es ja immer noch sehr plausibel, dass sie mit dem billigen Baumarkt-Rindenmulch in den Garten gekommen sind. Denn ich hatte den für meine Mutter meist aus Hannover mitgebracht: 8 Säcke gekauft = 6 für unseren zum Anhäufeln der Rosen und 2 für die Rosen meiner Mutter. Im Folgejahr begrüßten mich beim Rosenschnitt zumindest bei uns Zecken auf en Zweigen …

Natürlich kann es auch Zufall sein, und sie wurden nahezu zeitgleich durch Igel, Wühlmäuse etc. eingeschleppt. Denn die hatten wir auch beide im Garten.
Dass man sich durch Pflanzen die Tierchen holen kann, na klar. Auf jeden Fall Zeckenlarven & Nymphen - so winzig wie die sind. Aber so um 1984 hatte ich da wohl noch Glück, als ich mir so einiges für meinen weißen Vorgarten aus dem Wald holte.
Nur wenn sogar ab und an Zecken unter dem Tannenbaum im Weihnachtszimmer auftauchen, finde ich es durchaus möglich sich beim Kauf von Baumschulpflanzen auch ein Tierchen mitzunehmen.
Jedenfalls hatte ich 2011 oder 2012 bei meiner Mutter unter der Birke ab und an Zeckenlarven auf der Haut. Da gab es also mindestens 1 Nest, das ich aber leider nicht lokalisieren und bekämpfen konnte.
Und meine Mutter muss sich um 2009 herum eine Nymphe bei ihr im Garten eingefangen haben, die ihr wochenlang eine entzündete Stelle auf dem Bein bescherte.
Seit mindestens 2 Jahren klagen Hundebesitzer in der Nachbarschaft jetzt ebenfalls, dass es mit den Zecken immer schlimmer wird …

Da der Hopfen bei uns überwiegend in Zeckengebieten (Wiese/Wäldchen) sprießt, reichte mir schon die Begegnung mit einer Zecke auf einem Bärlauchblatt im Gemüsebeet. Wenn ich demnächst mal wieder genug Mut aufbringe in den Gartenflächen zu arbeiten, dann werde ich ihn nur rausreißen und auf den Kompost befördern. Bodennahes Ernten - da habe ich keinen Nerv zu. Das ist mir im Moment da echt zu gefährlich.

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sigrun
Am Blatt kann ich sie auch kaum voneinander unterscheiden. Aber auf einem Taschentuchstückchen schon. Da das Rot am Hinterleib des Weibchens recht auffällig ist. Allerdings war ich mir bei den Männchen bis gestern nicht sicher, ob das nicht vielleicht auch Nymphen waren. Doch gestern hatte ich meine erste in diesem Jahr am Hosenbein. Die sind wirklich noch kleiner und um einiges flinker unterwegs. Kein Wunder, dass die viel gefährlicher sind. Die sehen wirklich wie ein Dreckkrümel aus. Nur wenn Sonne auf das Rückenschild fällt, lassen sie sich erahnen.
Sie nicht nur zu sammeln & zu vernichten, sondern sie auch nach Stadium zu registrieren, macht wirklich Sinn, um ein Gefühl für die Verbreitung im Garten zu bekommen. Ich bin erst durch einen Betroffenen aus der Eifel auf die Idee gekommen. Der hatte damit wohl schon 2009 in seinem Garten begonnen. Und im Frühsommer 2011 hatte ich zufällig seine Berichte in einem Gartenforum gelesen. Bei seinen gelisteten Mengen, die er gefangen hatte, bin ich dann zum Glück aufgewacht und habe mir unseren Garten daraufhin auch genauer angeschaut. Seine Unmengen erreichte ich zum Glück nicht, aber ohne diesen Hinweis wäre mir das Zeckennest am Podest sicherlich nicht - oder erst viel später aufgefallen. Das war echt noch Glück im Unglück ...

Ja, durch den milden Winter waren sie bei uns wohl wirklich fast das ganze Jahr aktiv. Bei 8°C am Morgen waren sie zwar noch träge, saßen aber schon an den Halmen.
Und nach dem feuchten Frühsommer 2013 könnten jetzt schon reichlich Nymphen unterwegs sein.
Ich glaube kaum, dass die ausgewachsenen Zecken, die ich hier eben in der Wiese finde schon vom letzten Jahr sind. Wenn sie normalerweise 3 bis 5 Jahre dazu brauchen geschlechtsreif zu werden. Da ist es wirklich realistischer, dass die aus den Nestern von 2011 oder früheren Gelegen stammen.
Das fiese daran ist ja, dass es ein schleichender Prozess ist, der lange im Verborgenen stattfindet. Und theoretisch kann sich unter jeder kleinen Staude/Bodendecker so ein Zeckennest befinden. Nur wenn das Gelege an einer zu sonnigen Stelle ist, dann hätten die Zeckenlarven beim Schlüpfen wohl Probleme mit der Hitze. Die Eier sind allerdings mit einer Schutzschicht gegen Austrocknung umgeben. Und es scheint wohl auch von der Natur so eingerichtet zu sein, dass nicht alle Larven gleichzeitig schlüpfen. In meiner 'Zeckenrolle' auf dem Küchentisch schlüpften von Juli bis nach Weihnachten in teilweise praller Sonne und unter Luftabschluss immer mal wieder Larven. Und im Garten hatten wir die Fläche wo wir das Nest vermuteten 3x die Fläche behandelt - ich glaube ca. nach 10 Tagen . Aber wahrscheinlich kamen später noch immer mal Larven nach. Nur mit dem aufgesprühten Zecken- & Grasmilben-Konzentrat tötet man ja nicht nur Zecken sondern auch viele andere Insekten ...

Sara hat gesagt…

Tja, da kann ich nicht mitreden, denn so viele Zecken hatten wir nie und unterm Weihnachtsbaum gar nimmer, wie auch niemals im Haus.
Unsere Kinder hatten aber auch nie Kopfläuse - das sind so Sachen, da weiß ich auch nicht, woher die auch immer kommen oder ob bestimmte Menschen eher befallen werden als andere ... wie da die Zusammenhänge sind.

Und ob das nun am Rindenmulch liegt? Ich glaube durchaus, daß man sich mit Pflanzen aus dem Wald oder anderen Gärten da viel eher noch etwas reinholen kann. Daher tausche ich heutzutage auch ungern Pflanzen mit anderen Gartenbesitzern bzw. nehme nichts mehr an! Seit das so um sich greift mit den Zecken.
Aber hier im Sonnengarten - habe ich bislang keine Zecken entdeckt und auch nichts aus der Nachbarschaft gehört. Im Waldgarten hatte es auch nur ganz wenige und auch dort habe ich in der Nachbarschaft nichts über Zecken-Invasion vernommen.

Mag sein, daß es speziell in Hannover ein Problem ist, warum auch immer ...

Liebe Grüße
Sara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Dass Du in diesem Zusammenhang Kopfläuse anführst, finde ich ziemlich verletztend. Und deswegen ist diese Diskussion mit Dir hiermit für mich beendet.

Christian Arnold-Leiner hat gesagt…

Ist echt heftig mit euren Zecken.
An mich geht keine und ich bin oft in der Natur unterwegs.
Dafür haben meine Kinder damit arge Probleme.

Mir gefällt die Methode der Brandbestattung sehr gut.
Ich würde anstatt der Markierungsstäbe direkt mit dem Bunsenbrenner anrücken ;-)

Und zum Thema Kopfläuse:
Die kommen in den besten Familien vor.
weiß nicht wie oft ich bei meiner Tochter den Nissenkamm benutzt habe als sie im Kindergarten war.
Wenn dann im Kiga nur notdürftig bekämpft wird kann das ganz schnell in Stress ausarten...

SchneiderHein hat gesagt…

@ Christian
Das mit den Läusen sehe ich auch so. Schule & Kindergarten sind dafür prima Verbreitungsmöglichkeiten. Und das Vertuschen, weil damit eventuell Unsauberkeit in Verbindung gebracht wird, ist der Beste Weg, so dass sich das Problem noch weiter ausbreiten kann.

Wo ich hinhöre, sind es überwiegend Frauen, die ein Problem mit Zecken haben. aber wahrscheinlich nur, da sie als Opfer häufiger im Garten verfügbar sind ;-) Allerdings hier in der Nachbarschaft sind es eher die Männer, die schon Bekanntschaft mit Zecken gemacht haben: im nördlichen Garten auch Borreliose durch eine Nymphe, im südlichen Garten haben sich bei einem Gartenbegeisterten auch schon diverse Zecken & Nymphen eingefunden. Und der Nachbar auf der gegenüberliegenden Straßenseite hatte schon recht früh eine auf dem Rücken.
Und wenn mein Mann mit seinen Bären an bestimmten Tagen in den Garten zieht, um sie zu fotografieren, dann werden auch Bären, Hasen & Co 'angefallen'.

Aber gerade bei Kindern finde ich das auch äußerst problematisch, denn die Nymphen sind so winzig und verdammt schnell. Ich möchte nicht wissen, wie viele ich schon als 'kleine Pickel' am Haaransatz oder auf der Kopfhaut versehentlich weggekratzt habe. Und bei Kinder kommen sie beim Spiel ja noch viel schneller ans Ziel.

Tja, über kontrollierte Brandrodung haben wir im Sommer 2011 auch nachgedacht. Aber dann müssten wir danach eine Mauer entlang der Grenzen ziehen und am Besten den Garten nach oben mit einem Fliegengitter gegen Vögel & Eichhörnchen sichern ;-) Dann können wir auch in unsere Stadtwohnung zurück und dort auf dem Garagenhof in der Hitze hocken …

Nein, im Ernst, ein Freund von uns hatte auf seinem früheren Grundstück in waldjähe auch ein massives Zeckenproblem. Da saßen sie sogar in den Blumenkübeln auf der Terrasse.
Da er Produktentwickler ist, hatten wir ihm auch vorgeschlagen, dass so ein Fanggerät mit Saugvorrichtung und integrierter Verbrennungsanlage ganz praktisch wäre. Aber an das Thema wollte er nicht ran.
Nun muss ich mich eben mit gebrauchten Taschentüchern und einer Flasche Chorreiniger behelfen. Das geht meist ganz gut.
Sie selbst sind aus dem Haus weggezogen und haben nun ein anderes Grundstück. Dort schien es zunächst zeckenfrei zu sein. Aber im letzten Jahr versprühte er auf dem gesamten Grundstück ein ziemliches Hammerpräparat. Angeblich ist jetzt Ruhe. Nur wie lange? Denn Igel & Co kommen ja wieder ...

Christian Arnold-Leiner hat gesagt…

Bei eurem Befall würde ich aber auch dazu übergehen die Chemiekeule auszupacken. Dann hat man nachher nicht wieder so viele von den Plagegeistern auf einmal.

Ich komme ursprünglich aus dem Hunsrück und war viel im Wald unterwegs. Dort hatten sehr viele Forstarbeiter und Privatleute beim Holz sägen das Problem mit Zecken...
Ich bin eher gern gesehener Feind der Wespen...
Kaum bin ich im Garten schwirren sie um mich rum...

SchneiderHein hat gesagt…

@ Christian
Das Mittel ist zunächst mal gar nicht für mich erhältlich. Nur über Umwege …
Und da schon das Zecken- & Grasmilben-Konzentrat von Neudorff nach 3-maliger Anwendung dazu führte, dass dort fast kein Gras mehr im Sommer nachwuchs, ist mir das echt zu viel Chemie für 18 Jahre nahezu giftfreien Garten. Und vor allem ist es dann bestimmt nicht mit 1x sprühen getan - abgesehen davon, was ich dann alles mit vernichten würde.
Und wenn ich einerseits hier die Campact-Aktion gegen das Bienensterben verlinke, wäre es sehr sonderbar, wenn ich nun sogar selbst dazu beitrage, dass mehr als 'nur' Bienen sterben ;-)
Außerdem müssten wir den Garten von der Bepflanzung dann grundlegend verändern, so dass sich hier keine Maus, Igel etc mehr wohl fühlt. Wie ich schon schrieb: Dann können wir auch wieder auf dem Hinterhof in der Stadt unsere Katze an der Leine auf Knastgang schicken ...

Außerdem hatten wir im Sommer 1999 ein Wespennest im Dach. Und die Tierchen kamen auf die tolle Idee durch die Deckenleuchte in das Arbeitszimmer unserer Haus-Mitbewohnerin einzudringen. da musste die Feuerwehr ran und vergasen, da das Nest zu ungünstig lag. 2 Müllbeutel Dämmung und Nest mussten sie entsorgen. Zurück blieb ein offenes Dach = Dachdecker, eine saftige Rechnung für den Einsatz, neue Tapeten & Spezialanstriche, da das Gift durch die Decke suppte und der Giftgeruch ist immer noch da. Also ich würde da als Mieter nicht mehr wohnen wollen. Und wenn sie irgendwann mal auszieht, weiß ich noch nicht, was wir dann mit dem Raum machen - wohl nur ein Lagerraum für selten benutzte sehr gut verpackte Dinge.

Nee, eh' ich hier mit Gift anfange, würde ich lieber aufgeben. Aber was Neues suchen macht auch kaum Sinn. Wo es mehr Natur gibt, sind auch Zecken. Und wo die Natur ausgesperrt wird, ist Betonwüste. Und in dem Bereich dazwischen - Neubausiedlungen, sitzt man ja fast auf dem Schoß vom Nachbarn. Dann kann ich auf den Hauch von Grün auch verzichten und davon zehren, was ich mal hatte ...

SchneiderHein hat gesagt…

@ christian
Das hatte ich noch vergessen: Wir haben hier leider auch so uneinsichtige Nachbarn, die weiterhin noch billigen Baumarktmulch kaufen, obwohl sie von mir darauf hingewiesen wurden, dass wir diesen Fehler früher gemacht haben. Nur unsere Nachbarin gegenüber, die weigert sich seitdem noch Mulch zu kaufen. Direkte Zeckenbekämpfung findet nur bei uns im garten statt. Die Meisten leiden still Und Manche glauben hier immer noch, dass Zecken von Bäumen fallen und schaffen lieber ihre Bäume ab.das ist ein Kampf gegen Windmühlen.
aber solange sie sich überwiegend bei uns in der wiese tummeln, kann ich damit umgehen. Und irgendwann traue ich mich ja vielleicht doch noch mal an den Buttersäuretest, um sie damit aus den Beeten zu locken ...

Sara hat gesagt…

@ Silke
Tut mir leid, wenn Du das anders aufgefaßt hast!
Das sind jedoch meine Beobachtungen, daß manche Menschen eben mehr oder überhaupt befallen werden, von was auch immer. Manche werden auch nie von Mücken heimgesucht, auch nicht von anderen Tierchen wie eben den Kopfläusen, Flöhen oder eben Zecken. . . in jedem Fall von übel, den, den es trifft. Bei mir sinds denn eher Mücken, die mich gern mal stechen oder an Pferdeweiden schon auch mal Bremsen. Selten Bienen oder Wespen, während manche Leute davon häufiger heimgesucht werden. Wie Christian ja auch schreibt.
Und ich kenne eben auch viele Leute, die nie im Leben eine Zecke gesehen haben, auch mit Gärten und befallen wurden sie auch nie, obwohl sie vordergründig auch nichts anders tun als andere oder man selbst.

Apropos Mücken - da habe ich Vitamin B in Erinnerung, das dagegen helfen soll ... also "keimfrei" ist ja nichts, die Frage ist nur, wie es dazu kommt, daß ein Ungleichgewicht entsteht, etwas ausufert ...

Das sind halt die Gedanken, die man sich macht - wie es zu dieser Dimension von Zecken kommen kann, speziell auch was Hannover betrifft, denn da ist Euer Garten ja beileibe nicht der Einzige ... und die Herrnhäuser Gärten sind sehr aufgeräumt, wie ich sehr wohl weiß! Da mag der Rindenmulch naheliegend sein, ob billig oder teuer - den teuer ist heute wahrhaftig kein Qualitätsmerkmal mehr!


@ Christian
Von Unsauberkeit habe ich hier nichts geschrieben! Natürlich weiß ich auch, daß "man" davon spricht ... doch das möchte ich nun weiß Gott niemand unterstellen! Jeder Mensch hat einen anderen Stoffwechsel, das kann schon damit zusammenhängen. Zecken reagieren bekanntlich auf Schweiß. Ob das nun ernährungsabhängig oder von Geburt an so ist - wer weiß das schon so genau. Es handelte sich lediglich um Beobachtunge, die sicher jeder in ähnlicher Weise schon gemacht oder von anderen gehört hat. Wo ist das Problem?

Last but not least, weiß ich natürlich auch, daß Zecken sich in Wildgärten leichter verbreiten als anderswo, auch wenn Silke, soweit ich mich erinnere schon Beispiele aus Sonnengärten anführte, die wenig beinhalten, also das, was man gemeinhin "gepflegt" nennt - das in Gänsefüßchen, damit hier nun nicht wieder was Falsches gedacht wird! Denn ich bin die Letzte, die GEPFLEGTE Gärten á la Klein Versailles haben will.

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Im Zusammenhang mit all' Deinen anderen Kommentaren, Überlegungen und Verlinkungen von Deinem Blog zu 'Wildwuchs unter Aufsicht' kommt schon recht häufig das Gefühl der unterstellten Unsauberkeit in Bezug auf Waschen, Saubermachen, Garten aufräumen etc. auf. Mag sein, dass Du das wirklich nicht so meinst, aber die Summe macht es irgendwann, dass es fürchterlich nervt.

Christian Arnold-Leiner hat gesagt…

Also meine Tochter hat sich schon mehrere Zecken auf einem kurzgeschorenen Rasen gefangen.

Ich bin eigentlich auch nicht für Chemie, deshalb renn ich halt immer mit dem Brenner da rum ^^

SchneiderHein hat gesagt…

@ Christian
Eigentlich macht Abfackeln nur bei Zeckennestern Sinn und dann möglichst im Umkreis von 1,5 bis 2m - so weit können sich die Winzlinge laut den Erfahrungen von einem Zeckensammler aus der Eifel nämlich vom Nest problemlos selbst entfernen. Und auch mir kam es so vor, dass ich so manche Larve noch 2m vom Nest entfernt mit dem getragen Socken auf Stab aufspüren konnte. Oder da war irgendwo sogar noch ein Nest ...

Trotz feuchter Witterung geht es bei uns im Moment. Allerdings sitzen unsere Katzen weniger auf dem Steg. Und ich patroulliere im Moment auch nicht mehr so oft am Rand, da ich jetzt wohl wirklich heftig auf Birke reagiere. Also entweder ich locke sie nicht mehr genügend hervor, oder aus dem Wiesenbereich habe ich sie allmählich abgesammelt!???
Ich habe eben mal meine Liste konsultiert: Am Freitag dem 28.3 ging es richtig los bis einschließlich Freitag den 4. April. Auf ca. 9qm - überwiegend am Wiesenrand fand ich ca. 40 Weibchen und ca. 41 männliche Zecken - davon hingen 3 oder 4 tot an den Halmen.
Beim Abbrennen des Bereiches wäre ich mir nicht sicher gewesen, dass ich die alle erwischt hätte. Mir scheint, sie sind nach und nach erst aus anderen Bereichen zugewandert. Es wäre wirklich mal interessant wie schnell und wie weit sich Zecken fortbewegen können.
An einem heißen Tag war jedenfalls eine Nymphe an mir verdammt fix unterwegs ...

Und beim Abfackeln gibt es noch 3 weitere Probleme: Brenntage sind in Niedersachen soweit ich weiß jetzt ganz verboten. Außerdem ist es im Moment einfach viel zu trocken. Und auf bestimmte Pflanzen in der Wiese mag ich wirklich nicht verzichten. Die hatten schon damals nach dem dreimaligen Chemie-Einsatz so sehr gelitten, dass nur irgendwann die Nacktschnecken über die spärlichen Pflanzenreste herfielen ...