Sonntag, 2. Februar 2014

sonniger Sonntag-Nachmittag


Während ich bereits am frühen Mittag zahlreiche Spaziergänger
 im Sonnenschein auf der Straße flanieren sah, konnte ich mich 
dann doch nicht so schnell aufraffen, um in der verschatteten 
Wiese den Futtertisch zu säubern. Also verbrachte ich lieber mit 
Katz', Mann und Maus den Nachmittag im Haus, wo uns die tief-
stehende Sonne mal wieder auf dem Bett verwöhnte. Die Vögel 
und Eichhörnchen waren bei dem herrlichen Winterwetter 
anscheinend auch anderweitig beschäftigt. Denn am Futterplatz 
oder der Säule im dahinterliegenden Wäldchen sahen wir kaum 
noch ein Tier. Und als die Sonne gegen 15 Uhr allmählich den 
Raum verließ, konnte ich mich dann doch aufraffen. Aber bevor 
ich mich in die Arbeitsklamotten begab, griff ich zunächst 
nochmals zur Kamera …

Und da die Grundwasserpumpe in der Garage recht schnell 
und ganz problemlos Wasser auf die Eisschicht des Teiches 
beförderte, gab es nun auch keine Ausrede mehr den total
verschmutzten Futterplatz länger so zu belassen.

Erstaunlich, dass in jedem Jahr, wenn der Teich allmählich 
eine Eisschicht bildet, es einige Blätter der Krebsschere 
nicht rechtzeitig unter die Wasseroberfläche schaffen. Sie 
sind dann im Eis gefangen, und ihre Spitzen verfrieren.

Dem Fieberklee scheinen die frostige Temperaturen 
weniger zu schaden. Nur im letzten Spätwinter waren 
seine zu frühen Knospenansätze alle verfroren.

Das Tauwetter bringt es an den Tag: Es wurde geschlemmt! 
Es ist schon erstaunlich, wie lange der Ilex neben dem Steg 
seinen üppigen Beerenschmuck behielt. Und dann, ganz 
plötzlich, waren die Drosseln fast den ganzen Tag damit 
beschäftigt durch die Zweige zu hüpfen, Beeren zu fressen 
und fast genauso viele hier in den Schnee fallen zu lassen. 
Dort lagen sie dann ein oder zwei Tage. Währenddessen 
verschwanden immer mehr Beeren, die dann allerdings 
durch kleine Kothaufen auf weißem Grund ersetzt wurden. 
Und nun bleibt reichlich Schweinerei zurück. Ich hoffe, 
der Wasserstrahl der Pumpe reicht aus, um den Dreck 
nachher wegzuwaschen!

Eine Blüte der zartrosa Lenzrose im Helleborusbeet neben 
dem Steg scheint die Wintertage überstanden zu haben. 
Die anderen Blüten der Orientalis wurden vermutlich beim 
Gartenspaziergang oder diesem bzw. diesem Fototermin 
versehentlich abgetreten. Doch vielleicht war ihnen auch 
die zusätzliche Auto-Schneedecke irgendwann zu schwer. 
Und bei den anderen Lenzrosen wird sich wohl erst in den 
nächsten Tagen zeigen welche Blüten überlebt haben ...

Seit einiger Zeit ist auch der kleine Metallteich unter 
der geschlossenen Schneedecke wieder aufgetaucht.

Und auf der Betonfläche zeigt sich mal wieder 
wie verschattet unser Garten ist - bzw. wo die 
wärmende Sonne schon wirken konnte …

Fotos: S.Schneider


Kommentare:

Tanja`s Allerlei hat gesagt…

Die Bilder sind sehr schön :o)
Bei uns war es soooo schön, dass wir einfach raus mußten.. lach...
Ich kann auch nicht den ganzen Tag zu Hause sitzen.. Dann werde ich ganz hibbelig ;o)

Brigitte hat gesagt…

Hast du toll beschrieben. Ich glaubte fast in deinem Garten zu sein!

Hier war das dann nix mit Sonne, ist selten an der Donau bei dieser Wetterlage.

Wünsche euch eine schöne Woche!

Lieben Gruß, Brigitte

SchneiderHein hat gesagt…

@ Tanja
Ich war ja schon am frühen Morgen im Garten,als alles noch gefroren war. Nur ich komme bei all' den Eindrücken nicht mehr mit dem Posten hinterher. Danach war ich so durchgefroren, dass ich lieber drinnen Sonnenlicht tankte ;-) Aber dann genoss ich es draußen fast bis zur Dämmerung.
Bedingt durch Allegra sind wir zur Zeit sehr gerne Haus- & Garten-Hocker, denn die Tage mit ihr sind wahrscheinlich gezählt. Und da sich abzeichnet, dass Wolfgang in diesem Jahr viele Tage & Nächte im Büro verbringen muss, genießen wir die frei verfügbare Zeit lieber mit Katz' & Maus. Raus in die Welt können wir später bei Bedarf wahrscheinlich immer noch - wenn uns mal die Decke auf den Kopf fallen sollte …

@ Brigitte
Wenn es mir nicht ab und an doch zu kalt im Schattengarten wäre, dann würde ich wohl noch viel häufiger dort durch die Beete krabbeln ;-) Eben geht das zum Glück ja noch relativ unbeschwert. In der nächsten Woche könnten die Zecken stellenweise schon wieder im Mulch an geschützten Stellen warten. Ist schon verrückt, dass ich jetzt mit Socken und Sandalen im Garten unterwegs bin, und später fast immer in die Gummistiefel steigen sollte um der Natur so nah zu sein …
Den gestrigen Tag konnte ich bei meiner Mutter im Frühlingsgarten ausnutzen. Und nun wird wohl am Wochenende der Sturm hier etwas wüten. Aber zum Blümchen-hervorgucken wird es wohl trotzdem ab und an reichen ;-)