Freitag, 21. Februar 2014

Scilla am Teich


Sehr oft fotografiert, aber trotzdem haben es die zauberhaften 
verhältnismäßig selten unter normalen Bedingungen in einen 
eigenen Post geschafft. Unter nicht normalen Bedingungen hatte 
ich im letzten Jahr über misshandelte Zwiebeln, gefrostete und 
sich dann erholende Blüten gepostet. Und nach dem 7. März 2011 
kamen in 2013 am 6. März, nochmals am 9. März vor dem Frost, 
und am 31. März weitere Versuche hinzu, die Entwicklung des 
Beetes hinter dem Teich zeigten. Doch sehr oft spielte mir dabei 

In diesem Jahr erschien die erste Blüte am 6. Februar 2014
Heute war es an der Zeit wieder einmal den Zwischenstand 
festzuhalten. Und damit das Beet in 2015 noch blütenreicher 
wird, hoffe ich, dass mir demnächst noch einige Scilla-Töpfe 
zum Nachverdichten irgendwo im Gartencenter oder 
einer Gärtnerei begegnen …

Denn vor dem Schneeglöckchenfeld unter der Magnolie 
sind sie zur Zeit hervorragende Lückenfüller für den sonst 
so trostlosen grau-brauen Bereich bis zum Teichrand.

Hier sind jetzt endlich mal der hellblaue Streifen 
auf dem wasserblauen Blütenblatt zu erkennen.

Und erst bei sehr genauer Betrachtung kann ich 
an einem der Blütenblätter eine kleine Fehlstelle 
entdecken, die wohl mal wieder einer Schnecke 
anzulasten ist ...

An anderen Stellen hätten diese Scilla in unserem Garten
leider wohl kaum noch Chancen. Denn dieses Beet wird 
durch den Hochwald vor den eisigen Ostwinden im Winter 
recht gut geschützt. Und erhält noch dazu im Frühjahr 
relativ viel Sonne. Alles Faktoren, die unser Garten sonst 
kaum zu bieten hat. Ich hatte es früher einmal mit diesen 
Scilla an anderen Standorten versucht. Aber dort kamen 
sie meist viel zu spät aus der Erde, und wurden sogleich
 freudig von den Nacktschnecken empfangen.

So, wie die etwas später erscheinenden Puschkinien
Puschkinia scilloides in der Wiese, mit denen ich die Scilla 
in den Anfangsjahren häufiger verwechselt hatte 

Fotos: S.Schneider


Nachtrag Montag, 24. Februar 2014:
Dafür hat sich bei mir aber ein ganz anderer Fehlerteufel 
eingeschlichen, den ich dann jahrelang munter weiterkopiert 
habe! Auch wenn ich mich ein Schuljahr lang mal fürs Abi mit 
Latein rumärgern musste, so habe ich leider trotzdem extreme 
Probleme mit der botanischen Schreibweise. Vielleicht wäre 
das ganz anders gewesen, wenn es damals im Unterricht eher 
anwendungsbezogenes Latein gegeben hätte - zum Beispiel für 
medizinische Fachbegriffe oder zur Pflanzenbestimmung. Aber so 
war ich froh, dass ich mich nach einem Jahr wieder von diesem 
langweiligen Fach trennen konnte. Obwohl es durchaus sinnvoll 
ist sich als begeisterter Pflanzensammler auch mit botanischen 
Namen zu beschäftigen, wie es hier und hier geschildert wird.

Vielleicht wäre mir dann auch eher aufgefallen, dass ich bei 
der botanischen Bezeichnung ein 'sch' unterschlagen habe. 
Denn diese Scilla werden nicht 'mitschenkoana' geschrieben 
sondern heißen Scilla mischtschenkoana, bzw. sie werden 
auch als Scilla tubergeniana bezeichnet. Einprägsamer ist da 
dann Hellblütige Sternhyazinthe oder Persischer Blaustern …


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