Sonntag, 28. Dezember 2014

Drossel am Tisch



Heute früh war es recht kalt. Morgens gegen 6 Uhr waren es 
laut Wetterbericht wohl sogar um -7°C. Und natürlich machte 
sich der Drosselmann kurz nach Sonnenaufgang auf dem Ast 
am Gartentisch wieder bemerkbar. Denn er forderte Futter 
sowie etwas heißes Wasser in der 2. Etage der Etagere.

Foto: S.Schneider


Den Meisenknödel in der Hedi Grimm haben die Tiere seit 
Ende November schon so oft besucht, dass ich bereits kurz 
vor Weihnachten einen neuen Knödel in dem Kaninchendraht-
gitter befestigte. Und seit einigen Tagen gibt es nun Hafer-
flocken für die Amseln, das Rotkehlchen und die Braunelle. 
Mittags, am Heiligabend kam sogar die Gelbhalsmaus zum 
Futterschälchen am Podest. Für den Eichelhäher gibt es 
jetzt auch wieder Erdnußhälften am Tisch. Und die Futter-
säule ist seit dem 1. Weihnachtstag gründlich gereinigt und 
mit Sonnenblumenkernen sowie Erdnüssen gefüllt. Aber 
trotz der Kälte wird sie im Moment noch nicht von den Eich-
hörnchen besucht. Die wuseln jedoch durch den Garten 
und buddeln in der Mulchschicht nach ihren Nüssen. Viel-
leicht haben sie während der langen Pause von Mai bis 
vor 3 Tagen die Futterstelle im Wäldchen vergessen 


einem selbstbewussten Drosselherrn fängt dieser Blog jetzt 
allmählich wieder an. Was zu dieser unerwartet langen 
Blogpause führte, ist hier kurz zusammengefasst. Und bis 
zum Anfang des Jahres werde ich sicherlich noch mit 
beschäftigt sein. Aber dieses sonnig-frostige Vogelfoto 
verleitete nun doch schon einmal vorab zu einem Post.


Mittwoch, 14. Mai 2014

nix mit Fastfood



Der Meisenvater hat gerade mindestens drei hungrige Mäuler 
zu stopfen. Da ist es praktisch, dass nicht einmal eine Flug-
minute entfernt der Vogelfuttertisch mit Erdnussbruch steht.

Doch das Nußstück in den wartenden Jungvogel zu bekommen, 
frisst deutlich mehr Zeit. Dabei könnte der Meisenvater jetzt 
wirklich von schnellen Fütterstopps profitieren.

Der Jungvogel mag den Nußbruch nicht schlucken, 
obwohl er doch schon im Schlund steckte.

Dann fliegt der Meisenvater eben weiter zum nächsten heftig 
tschiependen Jungtier. Hoffentlich hat er dort mehr Glück.

Schon beginnt die nächste Runde. Es gibt wieder 
Erdnussbruch vom Gartentisch.

Es muss doch in den Kleinen reingehen, wenn meise 
das Stückchen diesmal etwas tiefer reinsteckt.

Die Jungvogel sperrt hungrig den Schnabel auf. 
Muss es denn ausgerechnet Nuss sein?

Es muss, der Meisenvater fliegt hier doch nicht zum Spaß 
herum. Er wird gefressen, was in den Schnabel kommt.

 Warum reißt der Kleine nur dann den Schnabel auf, wenn er 
nach Futter zwitschert? Und kneift den Schnabel zu, wenn er 
endlich schlucken soll?

Der Vater will schon wieder entnervt abdrehen. 
Doch: "Halt, nicht wegfliegen. Huuungeerr!"

Also nächster Versuch. Und rein mit dem Stück in den Schlund.

So und jetzt nicht auf der Zunge balancieren – 
sondern auch runterschlucken.

So landet das Nuß-Stück natürlich daneben. 
Aber der Meisenvater gibt nicht auf.

Das wird jetzt endlich gefressen: Ein Stück für Mama!

Fotos: W. Hein


Federball



Wie viele Kohlmeisenkinder zur Zeit zu versorgen sind, 
konnten wir noch nicht zählen. Die Eltern scheinen 
aber den Überblick zu behalten wo überall zwischen 
Teichmauer und Wiese die hungrigen Federbälle 
auf sie warten ...

Foto: W.Hein


im Insektenhotel



Unsere mit Efeu bewachsene Teichmauer hat für einen 
vielbeschäftigten Meisenvater anscheinend viel zu bieten.

Foto: W.Hein


Hochbetrieb


… an der Futtersäule

16 Uhr - die zweite Füllung des Tages ist schon wieder 
zur Hälfte verschwunden. Zur Zeit ist der Futterbedarf 
der Vögel sogar größer als in den Wintermonaten. Und 
inzwischen ist der üppige Wintervorrat fast abverbraucht.
Ob es an den feucht-kalten Eisheiligen liegt, dass sich 
sogar Grünlinge wieder an der Futtersäule einfinden?

Foto: W.Hein


in der Waschanlage








Fotos: W.Hein


Fly-in



Im Fly-in herrscht vom frühen Morgen bis zum Abend Hochbetrieb.

Und schon gegen Mittag ist die erste Füllung der Futterschalen aus.

Schließlich wird hier nicht nur der eigene Hunger gestillt, 
sondern auch die ganze Familie durchgefüttert …

Fotos: W.Hein


Dienstag, 13. Mai 2014

Schneemarbel im Regen



Als am frühen Morgen einen kurzen Moment lang der Regen aufhörte, 
nahm ich die Kamera und ging in den Garten. Mein erster Blick fiel 
auf den Schneemarbel im Steinfeld, der nun zum ersten Mal auch bei 
uns erschien. Diese regenschwere und doch so ruhige Stimmung der 
Grasblüte zwischen den Farnwedeln passte zu diesem bedrückten und 
so ganz anderen Morgen. Denn heute früh gegen 4:30 Uhr erhielten 
wir den Anruf, dass Wolfgangs Mutter loslassen konnte …

Schade, dass sie diesen so überschwänglichen Frühling nicht in 
ihrem geliebten Zuhause erleben durfte, sondern sich in den 
letzten 6 Wochen nur an Blumensträußen mit Rosen, drei weißen 
Milchsternkerzen, Schneeballblüten, Orchideen etc. im Kranken-
zimmer erfreuen konnte. Und ihr über und über mit Knospen 
besetzter weißer Rosenbogen hätte ihr in diesem Frühsommer 
sicherlich noch viel Freude bereitet.

Foto: S.Schneider


Zwischenstadium



Ganz zufrieden bin ich mit der Kübelpflanzen-Ansammlung 
auf der Betonfläche noch nicht. Aber im Moment werden 
die quadratischen Leichtbetonkübel wohl noch einige Zeit 
einfach so stehen bleiben …

Am letzten Mittwoch - nach dem Krankenhausbesuch bei 
Wolfgangs Mutter, entdeckten wir noch einige der bereits 
vorhandenen Übertöpfe in apfelgrün & grau bei Hornbach 
in Osnabrück. Und so luden wir auch dort nochmals mein 
Auto damit voll. Doch schon zu dem Zeitpunkt hatte ich ein 
ungutes Gefühl, dass es das letzte üppige Deko-Geschenk 
meiner Schwiegermutter kaufen würde. Und leider hatte mich 
mein ungutes Gefühl nicht getäuscht, wie wir am Folgetag 
dann telefonisch erfuhren. Seit dieser Nachricht hielten 
wir uns überwiegend bei Wolfgangs Mutter auf, und gingen 
meist nur noch ganz kurz vor der Fahrt in den Garten. Doch 
einige Bilder waren dann trotzdem noch von der streng 
geometrischen Kübel-Landschaft entstanden. Und so konnte 
sie zumindest ihr grau-grünes Geschenk mitten im Maigrün 
zwischen den weißen Blüten auf einem Foto erahnen.

Nun ist diese Kübel-Ansammlung plötzlich zu einer Art 
kleiner Gedenkstätte in unserem Garten geworden. Und da 
diese Leichtbetongefäße frostfest sind, werden sie uns  
durchs ganze Gartenjahr begleiten 

Fotos: S.Schneider


Donnerstag, 8. Mai 2014

Feldzug ...


Als wir gestern Nachmittag den Besuch bei Wolfgangs Mutter im 
osnabrücker Krankenhaus hinter uns hatten, bat ich Wolfgang 
noch einen kleinen Abstecher zu Hornbach mit mir zu machen. 
Denn nachdem ich vor einigen Tagen in Hannover bei Hornbach 
drei graue große quadratische Leichtbeton-Übertöpfe gekauft 
hatte, und es bei Hornbach in Braunschweig dann sogar noch 
andere Größen in apfelgrün und grau gab, hoffte ich die kleine
Sammlung nun in Osnabrück noch durch einige grüne Kübel 
ergänzen zu können. Denn schon vor einiger Zeit hatte mich 
meine Schwiegermutter gefragt, was ich mir denn Schönes von 
ihrem Weihnachts- & Geburtstagsgeld gekauft hätte. Und als 
mir nun zufällig diese schlichten Pflanzkübel begegneten, 
dachte ich sofort an das noch vorhandene Geschenkebudget. 
Und in Osnabrück hatte ich sogar viel mehr Glück als erwartet:

 Denn all' diese Gefäße passten problemlos in meinen Pluriel.
Und dazu gab es dort dann sogar noch 2 üppige weiße Ginster.

Und so sieht nun die provisorische Verteilung der stapelbaren 
Betonkübel aus. Irgendwann in den nächsten Wochen werde 
ich sie sicherlich anders anordnen. Doch da wir heute erfahren
 haben, das Wolfgangs Mutter nicht mehr viel Zeit bleibt, 
bleibt unsere Zeit vorerst fast stehen …

Fotos: S.Schneider


Samstag, 26. April 2014

Drosselkind zerlegt Steg ...



In den letzten Tagen hatte ich mich gewundert, 
warum vor dem morschen Stegpodest ab und an 
kleine Holzspäne auf den Betonplatten lagen.

Heute sah ich dort am Podest eines der Amselkinder.

Nach und nach flogen kleine Holzstücke zur Seite,
denn das Tierchen war dort wohl auf der Suche nach 
kleinen Holzbewohnern ...

Doch die Suche verlief anscheinend nicht so erfolgreich, 
so dass bald darauf lieber das Steinfeld am Teich genauer 
inspiziert wurde.

Es dauerte allerdings nicht sehr lange, bis 
das Drosselkind wieder am Steg erschien, ...

und die Holzbearbeitung fortsetzte.

Fotos: S.Schneider


Sumpfgladiole & Akeleien



Was für ein Glück, dass ich Anfang April die weiße Sumpfgladiole 
bei Stanze mitgenommen hatte. Ich befürchte zwar, dass sie den 
Winter im Teich nicht überleben wird. Aber seitdem sie - noch im 
Kauftopf, im Wasser steht, bringt sie ständig neue Blüten hervor. 
Ohne sie wäre das Hochbecken und die Fläche vor der Teichmauer 
jetzt ziemlich blütenlos. Denn der Winterjasmin und die gelben 
Windröschen im Kübel sind nun nur noch grün. Die blauen Akeleien 
in den Pflasterfugen fangen erst allmählich an. Und den roten Hart-
riegel links im Bild hatte ich im Frühjahr zu sehr geschnitten - 
er wird in diesem Frühjahr wohl nicht zur Blüte kommen ...

Foto: S.Schneider


Wo ist Papa?



Jetzt hätte ich wirklich gerne kleine Markierungspunkte 
an den drei Drosselkindern. Denn so kann ich nur durch 
ihr Verhalten vermuten wer wer ist. Die drei Jungvögel 
scheinen nämlich nach den 2 Wochen - seitdem sie bei uns 
am Gartentisch auftauchten, ganz unterschiedlich in ihrer 
Entwicklung zu sein. Während ein Amseljunges erstaunlich
 furchtlos und unternehmungslustig den Garten nach Futter 
absucht, scheint sich das andere Tier überwiegend an den 
Schalen im Futterhaus selbst zu versorgen. Und das dritte 
Geschwistertier zieht es noch immer vor am Tisch auf den 
Herrn Papa zu warten, um bei seinem Erscheinen sofort 
den Schnabel aufzureißen. Doch allmählich reagiert der 
Vater sehr genervt, wenn er ab und an zum Rechten schaut: 
2 oder 3x füllt er dann noch den Schnabel des Schreihalses.
 Doch danach fliegt er schnell wieder davon. Und während 
dieses 'Nesthäkchen' noch sehr viel Zeit wartend am Tisch 
verbringt, pickt es zumindest schon kleine Haferflocken 
von der Tischplatte. Aber an die Futterschalen mit dem 
Erdnußbruch traut es sich noch immer nicht heran. 

Foto: S.Schneider


Aller Anfang ist schwer ...



Eines der Drosselkinder, hält sich zwar immer noch 
sehr gern in der Nähe des Futtertisches auf, ...

ist aber seit einiger Zeit auch schon 
allein in der Wiese unterwegs.

Wahrscheinlich ist dieses auch das mutige Tier, 

vorbei. Aber so ganz erfolgreich ist das Amselkind noch nicht 
bei der Futtersuche. Denn hier hat es nur einen alten Kern 
aus dem grünen Grund herausgepickt. Da ist es ganz praktisch, 
dass es notfalls noch immer auf den Erdnußbruch und die 
Haferflocken im Futterhaus auf dem Tisch zurückgreifen kann.

Fotos: S.Schneider


Nachtrag Sonntag 4. Mai 2014:
Heute früh, nach einer empfindlich kalten Nacht, fanden sich 
alle drei Geschwister am Futtertisch ein. Sie sind wohlauf und 
freuten sich über das servierte Frühstück. Auch die Futtersäule 
im Wäldchen war am Morgen nur noch zu 1/3 gefüllt. Es stimmt 

 Doch so ein Amselleben ist trotz Zufütterung gefährlich. Denn 
eines der Amselkinder hat in den letzten Tagen eine Flügelfeder 
eingebüßt. Wahrscheinlich geschah es am Freitag, als es einer 
diebischen Elster zu nahe kam: Am späten Nachmittag entdeckte 
eine Elster beim Besuch des Meisenknödels auf dem Futterhaus 
zufällig das neue Nest im Taxus am Steg. Die Drosseleltern und 
sogar die Jungvögel versuchten mit wütendem Geschrei und 
mutigen Angriffen den großen schwarzweißen Vogel aus dem 
nahegelegenen Wachholder zu vertreiben. Dabei packte die 
Elster eines der Tiere plötzlich am Flügel. Und trotz diverser 
Flugangriffe ließ sich die Elster nicht davon abhalten, nach 
und nach die Eier aus dem wiederverwendeten Taxusnest zu 
holen. Danach haben die Amseleltern nun hoffentlich den 
Versuch aufgeben, direkt neben der bequemen Futterstelle 
eine zweite Brut aufzuziehen ...


Den richtigen Zeitpunkt abpassen ...



Noch blüht die Knoblauchsrauke im oberen Teil. 
Doch weiter unten haben sich bereits Saathülsen gebildet. 
Damit sich das Kraut nicht zu sehr im Garten verteiltwird 
es nun bald Zeit die oberen Triebe zu köpfen, es komplett 
runterzuschneiden und teilweise einfach rauszureißen …

Foto: S.Schneider


befallener Buchs & Beeren



Nun ist es mal wieder so weit, der Buchsbaumblattsauger ...

oder auch Buchsbaumblattfloh genannt - 
Psylla buxi, ist wieder unterwegs.

Für mich allerdings noch kein Grund zur Panik. 
Denn diese Entdeckung mache ich schon seit Jahren 
an den Buchsbäumen in unserem Garten und auch 
Normalerweise wäre es wohl sinnvoll die Triebspitzen 
im Hausmüll zu entsorgen, aber bisher haben wir sie 
einfach durchgeshreddert. Und der Befall hielt sich 
trotzdem in Grenzen. Ob das nach diesem milden 
Winter allerdings anders ist?

Auf den ersten Blick sind die weißen wolligen Flocken 
an den jungen Trieben jedenfalls nicht erkennbar.

Nur, da der Buchsbaum unter dem Flieder bereits recht stark 
ausgetrieben hat, und an dieser Stelle auch kaum noch größer 
werden darf, wird es schon bald Zeit für den Rückschnitt. 
Dadurch wird sich das Problem der Blattsauger zumindest hier 
fast automatisch lösen lassen. Und an den anderen Buchsbäumen 
im Garten ist mir der weiße Belag an den Triebspitzen bisher 
noch nicht so sehr aufgefallen.

Aber der Rückschnitt hat jetzt ganz andere Tücken. 
Denn es gibt bereits die ersten Buchsbaumbeeren! 
Es ist erstaunlich wie schnell die Entwicklung im Vergleich 
zum Vorjahr voranschreitet. Denn am 20. März waren mir 
Hier, unter der Scheinakazie blühte ein Buchsbaum zwar 
schon etwas früher, aber trotzdem erscheint mir die Frucht-
bildung ungewöhnlich früh. Zumal die vertrockneten Blüten 
sogar noch die Früchte umgeben.

Weniger erfreulich ist hingegen der Anblick einiger Buchsbaum-
blätter. Denn vereinzelt sind solche verfärbten Blätter an dem 
immergrünen Strauch zu entdecken. Ob es sich dabei nun um 
einfangen können, ist wohl bald alles möglich ...

Doch solange es möglich ist, werde ich mich noch an 
dem immergrünen Füllmaterial, das ganz dezent blüht, 
später sogar Früchte trägt, und ein hervorragendes 
Dekomaterial für alle Jahreszeiten ist, noch erfreuen.

Doch in strenge Formen werde ich unsere Buchsbäume 
nun nicht mehr zwingen. Ein luftiger Wuchs, so dass sie 
bei feuchter Witterung schneller abtrocknen können, 
scheint den Infektionskrankheiten etwas vorzubeugen.

Und falls der Buchsbaumpilz an dieser Stelle - hinter der 
kleinen Mauer unter der Scheinakazie, um sich greift, 
würde ich den kleinen Buchsbaum zwar nicht sonderlich 
vermissen, aber es wäre trotzdem schade wäre um ihn. 
Denn er hatte sich diesen Platz selbst ausgesucht: Vor 
einigen Jahren wurde er nämlich zum unerwarteten 
Steckling, der eigentlich nur als Winterschutz für die 
Princesse de Nassau gedacht war. Doch er bekam Wurzeln 
und hat sich hier erstaunlich gut entwickelt. So gut, dass 
er im Laufe der Jahre ein immergrüner Winterschutz für die 
mehrmals heruntergefrorene und recht kälteempfindliche 
Rambler-Rose werden könnte …

Fotos: S.Schneider