Montag, 15. Juli 2013

letzte Sonnenstrahlen kurz vor 8 Uhr



Heute am Abend habe ich mal wieder für mich gefegt: 
Die Mulchtaschen mit Vorgartenmaterial sind am südlichen Grenz-
zaun verteilt. Die Rosenabschnitte von Hedi Grimmeinige der 
Grenzranken mit Hagebutten-Ansätzen von Rosa helenae und 
neue Triebe von Belvedere sind jetzt geshreddert. Auch etwas 
Liguster von der Brombeerhecke und Wachholderspitzen sowie die 
Schneeball-Triebe von der südlichen Grenze waren schon wieder 
im Weg, und wurden auch gleich zu Mulchmasse verarbeitet. 
Jetzt lohnte es sich endlich mal wieder die Betonfläche von 
den abgeworfenen kleinen Äpfeln zu befreien und auch gleich 
die wuchernde Polsterglockenblume noch mehr zu zupfen. Auch 
einige Sämlinge aus den Betonfugen mussten weichen, damit die 
hohe violette Glockenblume und das große Waldwindröschen 
besser zur Geltung kommen.

Hier, vor der kleinen Mauer, lagen noch immer die Blütenblätter 
neuen Blütenschnee. Doch jetzt sind alle Sträucher geschnitten.

Doch dafür wirft Belvedere nun schon Blüten ab ...

Ich bin gespannt, wie lange wir bei diesem herrlichen 
Sommerwetter nun noch unsere Freude an ihren rosa-weißen 
Blütenranken haben werden.

Auf jeden Fall werden bei dieser Witterung 
ihre Blüten von Tag zu Tag weißer. 


Rosa helenae in der Hemlocktanne produziert nicht nur Hagebutten 
sondern schiebt auch reichlich lange Ranken entlang der Südgrenze 
und in luftige Höhen. Sie ist wirklich nichts für kleine Gärten!

Auch der Holunder im schattigen Südbeet hatte neben 
der Beerenproduktion noch genug Energie um 2m lange und
kräftige Triebe zu entwickeln. Doch die liegen jetzt schon 
gehäckselt auf dem gemulchten Weg an der Grenze.

Rosa brunonii und die Hasel dürfen noch etwas wachsen. 
Zwar scheint heute die Vogelfamilie ihr Nest irgendwo 
in der wuchernden Rose verlassen zu haben, aber ganz 
sicher bin ich nicht. Doch bald müssen diese neuen Rosen-
ranken weichen, denn sonst hätten wir irgendwann nur 
noch Brunonii und Helenae entlang der Grenze ...

Während alles munter wuchert, tun sich Efeu und die blaue 
Clematis viticella recht schwer den toten Birnenbaum im 
ehemaligen Wäldchen zu erobern. Nur der Hopfen ist dort 
oben am Stamm natürlich schon wieder angekommen!

Rosen säumen den Weg zum Steg: Links Sternenflor im 
Vordergrund sowie Little White Pet dahinter. Und auf der 
rechten Seite das Aspirin-Sea Foam-Gemisch mit der gerade 
beginnenden Snow Ballet dicht am Weg.

Die Himalaya-Zeder habe ich gefühlsmäßig gerade erst 
vor kurzem in Form gebracht. Aber sie treibt schon wieder 
munter neue Spitzen ...

Die Knospen des Eibisch erhaschen noch etwas Abendlicht.

Ebenso wie die Blüten von Little White Pet 
noch kurz in warmes Licht getaucht werden.

Und wie eine Wegbeleuchtung erhellt das Licht einen Streifen 
aus Akelei- und Erdbeerblättern am Wegesrand ...

Gleich verschwindet die Sonne hinter dem Hochwald, 
und der panaschierte Ilex, sowie der restliche Garten 
werden bald wieder zu einer dunklen grünen Masse.

Doch für unsere grauen Damen beginnt jetzt gleich
ein spannender Abend am Hochwald-Kompost ...

Fotos: S.Schneider


Kommentare:

Brigitte hat gesagt…

Das war jetzt mal ein interessanter Ganz durch den Garten. Und fleißig warst du ja auch.

LG, Brigitte

Brigitte hat gesagt…

Sollte "Gang" heißen.

SchneiderHein hat gesagt…

@ Brigitte
Ach ja, ich hätte fast zu jeder Ecke noch etwas zu zeigen und zu schreiben, denn das Morgen - und Abendlicht faszinieren mich jeden Tag aufs Neue. Jeden Tag ist das Licht trotz herrlichem Sommerwetter etwas anders. Die Natur schafft wirklich immer wieder neue kleine Kunstwerke :-)

Fleißig würde ich das nicht nennen. Bei der Hecke im Vorgarten hatte ich mir sogar einen Schnitt Ende Mai gespart. Nun war es halt etwas mehr Material. Und hier warten noch so einige wilde Ecken. Da werde ich auch in diesem Jahr nicht durchkommen. Und dort, wo ich jetzt schon längst bei den Rosen Hand anlegen wollte, da verhinderte Familie Kohlmeise den Schnitt: Die haben doch einfach in der Brunonii ihr Nest gebaut ;-)