Freitag, 19. Juli 2013

3 Zeckennester weniger ...



Denn diese 3 vollgesogenen Zecken hatten wir heute früh ...

diesem Igel entfernt, der plötzlich beim Auffüllen der Futtersäule 
im Wäldchen erschien. Das scheint der Igel zu sein, der seit einigen 
Wochen unter dem Taxus am Steg schläft. Dort hörten wir in letzter 
Zeit zumindest häufiger einen Igel husten. 

Ansonsten machte das Kerlchen aber trotz seiner 3 Zecken 
einen munteren Eindruck. Denn sobald er wieder Boden-
kontakt hatte, war er auf der Flucht.


Nun werden wir diesen und eventuell auch andere Stachelgesellen 
im Garten wohl lieber häufiger mal morgens oder abends aufgreifen.

Und ihnen mit Hilfe des Zeckenhakens die fiesen Dinger entfernen. 

Das hätten wir lieber auch schon viel früher bei diesem kleinen Kerl 
im Frühjahr 2007 machen sollen. Dann wäre uns in den vergangenen 
Jahren vielleicht so manches Zeckennest erspart geblieben: Bisher 
konnten wir nur 2 Nester unter der Rose am Steg bzw. am Wiesenrand 
im Juni/Juli 2011 genauer lokalisieren. Die hatten wir aber wohl zu 
spät entdeckt. Und die aufwändige Bekämpfung war wohl leider nur 
teilweise erfolgreich. Denn aus den Eiern eines Geleges scheinen 
die Larven nicht alle gleichzeitig zu schlüpfen, sondern auch noch 
zeitlich versetzt - über einen längeren Zeitraum. Außerdem werden 
die Eier nach der Ablage von der Zecke noch mit einer Schutzschicht 
gegen Austrocknung versehen ...

 Leider haben wir uns erst heute getraut auch den Zecken am Igel 
den Kampf anzusagen. Dabei ist das zu zweit mit diesem Haken und 
festen Rosenhandschuhen gar kein Problem!

Die 3 vollgesogenen Zecken wanderten nun auch zu Testzwecken 
Eier legen. Und ob dort irgendwann ohne weitere Luftzufuhr über 
mehrere Monate verteilt wieder Larven schlüpfen. Denn auch nach 
Weihnachten 2011 gab es noch Leben in einer der Fimdosen ...

Fotos: SchneiderHein


Die Entwicklung der Zecke von der Eiablage, zum Stadium der Larve 
und Nymphe, sowie der anschließenden Entwicklung zu weiblichen 
bzw. männlichen Zecken erklärt diese Seite recht anschaulich. Dort 
gibt es auch eine kurze Animation zum Lebenszyklus der Zecke.


Kommentare:

Lis hat gesagt…

Unser Leo kommt auch öfter mit einer Zecke nach Hause und auch ich hatte dieses Jahr schon eine am Bein sitzen. Aber dass es regelrechte Nester gibt, das war mir bis jetzt neu!

Schönes Wochenende

LG Lis

SchneiderHein hat gesagt…

@ Lis
Bei den Nacktschnecken jammern alle schon über Gelege mit bis zu 200 Eiern und deren Folgen. Leider haben wir viel zu spät erfahren, dass Zecken bis zu 3.000 Eier legen. Da reicht eigentlich schon ein Nest aus, um dauerhaft den Garten zu verseuchen ...

Brigitte hat gesagt…

Barbarossa hatte erst kürzlich ebenfalls wieder drei Stück. Aber, er hasst es, wenn man sie entfernt und wir müssen ihn zu zweit und mit Gartenhandschuhen festhalten. Kurz darauf hat er es wieder vergessen und läuft wie ein Hündchen hinter mir her.

Grauenvolle Viecher sind die Zecken.

Schönes Wochenende und LG, Brigitte

HERZ-UND-LEBEN hat gesagt…

Puhh, wie widerlich!
Aber eine gute Idee. Sollte mir mal ein Igel in die Finger kommen, werde ich ihn auch daraufhin untersuchen.
Nur zuvor müßte ich mir diesen Haken anschaffen.

Liebe Sonntagsgrüße
Sara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Brigitte
3 Zecken am Igel bei diesem Wetter hätte ich auch nicht erwartet. Hier ist es fürchterlich trocken ...
Bei Maus & Allegra geht es zur Zeit. Im Moment verzichten wir sogar auf Frontline, um ihnen nicht zu viel Chemie geben zu müssen. Allerdings wäre es ja sinnvoll sie durch solche Behandlung auch zum Kampf gegen die Zecken zu nutzen ;-) Denn die Larven und Nymphen werden wir bei ihnen wohl kaum entdecken ...
Glücklicherweise kommen beide meist zu uns, wenn sie eine Zecke haben: Dann wird geschmust und geschnurrt bis wir das Vieh gefunden und entfernt haben. Danach gibt es ein Würstchen fürs Stillhalten und dann gehen sie wieder.

@ Sara
Ursprünglich gab es die beiden Haken nur beim Tierarzt. Aber inzwischen wurde wohl auch festgestellt, dass sie auch für Menschen gut geeignet sind. Aber blöd bleibt es trotzdem Nymphen zu entfernen.
Schade, dass der Vereisungs-Tickner nicht mehr in Deutschland erhältlich ist. Der war super für die winzigen Nymphen.

Birgit Olann hat gesagt…

Auch bei uns im Garten gibt es viele Zecken. Den roten Kater scheinen sie nicht zu mögen, Kurt dafür umso mehr (trotz Frontline) und aus mir wurden dieses Jahr schon 7 (winzige, vermutlich diese Nymphen) entfernt. Ein Nest konnte ich noch nicht finden, bin aber ganz froh, deinen Bericht entdeckt zu haben.
Häcksel vom Winter hatte ich dieser Tage auch noch verteilt (könnte noch mehr sein), aber kann ich jetzt noch Buchs schneiden? Wir haben hier einige alte Exemplare, die schon länger keine Schere mehr gesehen haben und ich fürchte, dass sie vertrocknen, wenn ich jetzt schneide. Was meinst du?
Lieben Gruß
Birgit

SchneiderHein hat gesagt…

@ Birgit
Also im Moment würde ich den Buchs höchstens gießen und sonst in Ruhe lassen. An diesen Tipp hab' mich natürlich am sehr alten hohen Buchs auf der Nordseite am Sonntag nicht gehalten ;-) Allerdings steht der sehr schattig und ich hatte da auch nur im unteren Teil auf der rechten Seite nachgeschnippelt und nicht den kompletten Strauch ...
Ich habe schon häufiger noch im August/September geschnitten - auch in der Weihnachtszeit. Allerdings dann immer größere Zweige tiefer ins alte Holz hinein. Seitdem die Buchse so viel Krankheiten und Schädlinge bekommen können, bin ich immer mehr für eine lockere Wuchsform, die besser abtrocknen kann. Einen strengen Formschnitt würde ich vielleicht lieber auf das nächste Frühjahr verschieben. Aber locker zurückscheiden müsste an weniger warmen Tagen nach einer kleinen Regenzeit noch möglich sein. Ich werde wohl an fast allen Buchsen und auch an der Hecke die meisten Triebe noch um 10 bis 20cm kappen, da sie im innern noch grün sind. Sinnvoll ist es eben hinter dem nachten Holz noch genug stehen zu lassen - also mindesten 5cm mit Blättern besetzt. Und nach dem Schnitt würde ich sie häufiger mal wässern auch wenn es ab und an regnet. So haben sich die Buchskugeln bei meiner Mutter im Garten auch schnell vom Augustschnitt erholt ...

Mit den Nestern pass auf. Denn wir hatten 2004 im Sommer eines unter dem Gartentisch. Das war eventuell des Übels Anfang. Denn leider wussten wir damals nicht, was das war, und haben deswegen auch gar nichts dagegen unternommen :-( Und erst im Sommer 2011 habe ich erfahren, dass eine Zecke bis zu 3.000 Eier legen kann. Bei dem 'Wildwechsel' den wir hier durch Mäuse, Igel, Katzen, Eichörnchen usw. im Garten haben, kann eine Larve binnen eines Jahres locker selbst zur eierlegenden Zecke werden. Da ist die Vermehrung von unkastrierten Katzen harmlos gegen ...

Birgit Olann hat gesagt…

Danke! Dann warte ich lieber noch etwas, auf ein paar Wochen kommt es ja auch nicht an. Den Tipp mit der lockeren Wuchsform finde ich interessant(mag auch keine grünen Fußbälle), einer Freundin ist eine ganze Hecke wegen eines Pilzes eingegangen. Hier wurden wohl vor Jahren viele Büsche und Obstbäume gepflanzt, die nun zu dicht stehen, ich bringe es aber auch nicht über´s Herz einen wegzumachen.
Die Zecken hatte ich jedesmal aus dem Staudenbeet, was auch vollkommen ineinander gewachsen ist, mitgebracht. Da ein Nest ausfindig zu machen ist momentan unmöglich. Da draußen wartet noch einiges an Arbeit auf uns, freue mich trotzdem.

SchneiderHein hat gesagt…

@ Birgit
Ein Zeckennest ist auch verdammt schwer zu finden. Es sei denn, es sitz so markant am Wiesenrand vor dem Treppenhaus, wie wir es im Sommer 2011 hatten. Da wimmelte es im Grasbüschel. Die anderen Nester konnte ich leider auch nie genau lokalisieren. Da fielen mir immer nur ein paar Larven auf. Und deswegen einige Quadratmeter komplett runterschneiden und 1x pro Woche dort mindestens 3x Gift sprühen!?? Vor allem kam es mir so vor, dass das Stück im Juli runtergeschnittene und 2 oder 3x besprühte Wiese sich in dem Sommer nicht mehr erholte. Das dauerte ewig, bis dort wieder Gras wuchs. Aber ich hatte es doch nur fast bodenbündig geschnitten und dann wieder wachsen lassen. Das Zecken- & Grasmilben-Konzentrat ist also möglichst sparsam zu verwenden - eben nicht überall gleich drauflossprühen ;-) Erstaunlich war nur, dass das arme Kaukasusvergißmeinnicht, das auch geköpft werden musste, bald darauf den spanischen Nacktschnecken schmeckte ...

Grüne Fußbälle ist eine tolle Bezeichnung. Noch ein Grund mehr die Dinge nicht mehr im Garten zu haben ;-)

Birgit Olann hat gesagt…

Jetzt bleibe ich doch gleich hier und antworte (Ein triftiger Grund, wieso ich nach 26 Jahren plötzlich anders hätte heißen sollen, fiel mir auch nicht ein und so blieb auch bei uns beiden alles beim Alten ;-)
Der Garten, den wir hier übernommen haben ist sehr - sagen wir mal naturbelassen, alles wächst ineinander und hat zu wenig Platz. Der Tipp eines Freundes (alles ausgraben, was ich noch haben möchte, zwischenlagern und auf den Rest/Blätter dieses Zeugs sprühen, was alles eingehen lässt) behagt mir noch nicht wirklich, ich fürchte nur, anders werde ich dem Wildwuchs (´tschuldigung ;o)) nicht Herrin.
Wenn ich jetzt aber den Rat mit der Zeckenbekämpfung lese, kommt es fast auf´s Gleiche heraus.
Diese erste Hürde, wie kann ich dauerhaft die Unmengen an Unkraut auf ein zu bewältigendes Maß reduzieren, scheint mir momentan die schwierigste.

Kaukasusveilchen gibt es hier auch viele aber mit den Schnecken habe ich Glück!

SchneiderHein hat gesagt…

@ Birgit
Du Glückliche - ein Problem weniger, wenn sich das mit den Schnecken in Grenzen hält!

Wie groß ist denn eigentlich der Garten? Und wie alt sind wohl die Pflanzen die Du noch behalten möchtest/ wie viele sind es? Und wie viel Quadratmeter Wildwuchs gilt es zu bewältigen?

Also einmal die Giftkeule wegen dem Unkraut schwenken, wird wahrscheinlich nicht ausreichen. Und mit Haustieren, und für den Boden an sich, finde ich das ohnehin keine gute Idee zu viel Chemie im Garten zu verteilen. Die Zecken werden über so eine Aktion wahrscheinlich nur lachen, denn die sind zäh (zum schnellen Abtöten der Viecher wird Alkohol, Sagrotan oder unverdünnter Chlorreiniger empfohlen). Wahrscheinlich sitzen die Zecken derweil irgendwo in der Laubschicht oder unter Blättern und warten die Giftdusche einfach ab ...
Da macht es wegen der Zecken schon mehr Sinn die Pflanzen, die bleiben sollen, stehen zu lassen, und alle restlichen Sträucher so auf 30 bis 50cm zum Roden runterzuschneiden, das Schnittgut durchzushreddern und das Material irgendwo zu sammeln. Dann den restlichen Boden, der zu stark verunkrautet bzw. eventuell zeckenverseucht ist ca. 5 bis 10cm abtragen und entsorgen. Dann beginnt die Handarbeit - das restliche Unkraut manuell entfernen ;-) Wahrscheinlich macht es dann Sinn sich Mutterboden liefern zu lassen, um darauf die Mulchschicht zu verteilen ...
Viel Aufwand und wenn Igel, Mäuse, Katzen & Co dann immer noch durch die Gärten streifen, ist es spannend wann wieder Zecken im Garten auftauchen ;-)

Ich verlege meine Hopfenrodung und andere Wildwuchs-Bewältigungs-Tätigkeiten daher möglichst auf Tage unter 5° Celsius. Da fühle ich mich sicherer. Und ich muss nicht so schnell befürchten, dass mich ein Tierchen erwischt, wenn ich kopfüber im Beet oder Gestrüpp wusele.
Und das Auslichten mache ich am Liebsten immer einen Strauch um den anderen, damit es nicht zu kahl und unansehnlich in bestimmten Bereichen ist. Ich habe das in den letzten Jahren bei uns leider etwas schleifen lassen, aber erste Erfolge stellen sich schon wieder ein.

Wir hatten 2011 auch sehr radikale Maßnahmen wegen der Zecken durchgespielt, mussten aber irgendwann feststellen, dass die Ergebnisse dann ein Garten ergeben hätten, in dem wir uns nicht mehr hätten aufhalten wollen. Also haben wir nach Kompromissen gesucht und sind jetzt dabei sie von Jahr zu Jahr mehr umzusetzen.
Aber eigentlich bringt die Beschäftigung mit dem Thema Zecken etwas Gelassenheit, da wir unsere nahezu unsichtbaren Gegner inzwischen besser einschätzen können. Zum Beispiel ist es je nach Witterung mal gefährlicher oder jetzt, bei der Hitze etwas unbedenklicher. Auch an bestimmten Stellen im Garten ist mehr Vorsicht geboten als an anderen. das hängt halt mit dem 'Wildwechsel' zusammen.

Vielleicht sind diese Tipps auf Zeckenrolle.de für Deine Umgestaltungs-Überlegungen ganz hilfreich: http://www.zeckenrollen.de/natuerlicher-zeckenschutz
Ich habe zwar teilweise etwas andere Erfahrungen gemacht. Aber zum Sensibilisieren für das Thema Zecken im Garten ist die Seite gut und ein sehr informativer Einstieg.
Dann viel Erfolg bei der Entscheidungsfindung. Denn jeder Garten ist anders und daher sollte es eigentlich keine Universal-Lösung dafür geben. Außer alles platt machen lassen, betonieren, Mauer drum rum und dann in der Betonwüste hocken ;-)

Birgit Olann hat gesagt…

Bin heut erst wieder zum Schauen gekommen. Danke, für die vielen Tipps und Überlegungen, die du schon so schnell für mich hattest.
Die letzten Abende habe ich einige Zeit im Garten verbracht, aber es ist noch nicht das Wahre.
Habe deine Mailadresse entdeckt und wenn es o.k. für dich ist, schreibe ich mal ein bisschen zu unserem Stück Land und was für Vorstellungen wir (jetzt) haben.
Auf bald!

SchneiderHein hat gesagt…

@ Birgit
Die Idee mit dem Abtragen der Erde fand ich zwar selbst etwas extrem, aber gestern hatte ich einen Blog entdeckt, der zumindest auch ein Wildwuchs-Problem auf viel Fläche hat. Und dort wurde tatsächlich auch mit dem Abtragen des Bodens überlegte. Schau mal hier: http://www.blog.wildgardening.de/?page_id=151

Klar, schreib mal etwasmehr dazu, denn Deine Bilder mit dem Label 'Garten' habe ich mir zwar angesehen, aber da bleiben bei mir viele Fragen zu Größe, Umland und Bewuchs übrig. Wenn Du willst, können wir auch gern telefonieren ...

Birgit Olann hat gesagt…

Prima, melde mich gerne!
Alles in allem sind es ca. 1 ha, wovon die Wiese den größten Teil ausmacht, aber einen Teil davon möchte ich irgendwann zum Nutzgarten machen. Zuerst mussten wir halt schauen, dass das Haus so weit fertig wird, dass wir einziehen können. Es ist noch viel zu tun und zum Glück sind wir es nach gut vier Jahren Renovieren noch immer nicht leid.