Sonntag, 30. Juni 2013

Semiplena aus der Ferne



Rosa Alba Semiplena hat in diesem Jahr üppig geblüht. 
So wie fast alle Rosen in diesem Frühsommer. Daher sind im Juni 
sehr viele schöne Fotos entstanden, aber die Masse an Bildern war 
dabei kaum noch zu bewältigen. Meist war die freie Zeit schon 
gut damit ausgefüllt die Rosen im Morgenlicht zu fotografieren 
und am Abend die Bilder in den entsprechenden Rosenordner 
zu speichern. Denn auf den Fotos lassen sich manche Blüten 
ohne einen Größenbezug kaum auseinanderhalten. Also eine 
Arbeit, die ich nicht lange aufschieben wollte. Denn schließlich 
sind bei uns im Garten die Rosenblüten überwiegend weiß.

Leider habe ich Semiplena in diesem Jahr viel zu selten besucht, 
denn seitdem sich der selten benutzte Wirtschaftsweg vor der Nord-
grenze verwachsen durfte, muss ich für einen Besuch dieser Rose 
und des Pfeifenstrauches 'Schneesturm' nun von der Betonfläche 
mitten durchs Waldmeisterfeld unter den Obstbäumen wandern. 
Und von diesem Trittspuren erholt sich die Staudenfläche kaum. 
Den verlorengegangenen Trampelpfad werde ich wohl spätestens 
im nächsten Jahr wieder aktivieren. Auch wenn das nun wirklich 
kein Gebiet mehr ist, in das ich mich ohne Gummistiefel noch 
hineintraue - egal ob mit oder ohne Weg.

Als Juni-Zeckenbilanz reichten mir nämlich 2 verankerte Nymphen 
am rechten Bein und ein Zeckenweibchen an der linken Hüfte, 
das ich mir allerdings wohl vom Rosengießen im Garten meiner 
Mutter mitgebracht hatte. Insgesamt wurden wir und unsere 
Katzen in diesem Monat mit 16 Zeckenweibchen, 12 Zecken-
männchen, 10 Nymphen und wahrscheinlich mit 4 Zeckenlarven 
konfrontiert. Im schlimmsten Fall haben/hatten wir also an 
4 verschiedenen Orten Zeckennester: Irgendwo am Regenfass 
hinter der Garage, mitten im Wäldchen in der Nähe des roten 
Rhododendron und an der 3er Buchsbaumgruppe vor der Liguster-
hecke. Aber vielleicht sind das auch Tierchen vom letzten Jahr, 
die noch keinen Wirt erwischen konnten. Denn eine Zeckenlarve 
begegnete mir mitten auf der Betonfläche, als ich eine Rose im 
Kübel berührte. Die hat sich wahrscheinlich im Herbst/Winter, 
als wir die Rosen im Hochwald einlagerten, dort einquartiert. 
Bis jetzt sind mir an den 4 Fundstellen noch keine weiteren 
Larven begegnet ...

Jedenfalls machte es bei dieser Zeckenbilanz und dem idealen 
feucht-kalten Zeckenwetter kaum Spass für längere Gartenarbeiten 
einen Fuß ins Beet zu setzen. Und entsprechend verwunschen sieht 
der Garten jetzt in Teilbereichen auch noch aus. Schnittarbeiten 
haben meist nur in den Randbereichen stattgefunden, die ohne 
besondere Schutzkleidung von der Betonfläche aus möglich waren.

Nun hoffen wir auf einen sonnig-warmen Juli!

Foto: S.Schneider


Kommentare:

Sisah vom Fließtal hat gesagt…

Oh je, Silke, du führst sogar Buch bei den Katzen.
Unser Sammy legt sich immer genüsslich die Zecken von meinem Mann rausziehen und muss dann immer anschließend schäferhundgenau daran schnüffeln. Fällt bioloigisch betrachtet wohl unter die Rubrik 'social grooming'. Und solange die Zecken keine Borreliose übertragen ist ja alles im Rahmen.... wenn man Wildwuchs liebt in Garten und Natur....muss man damit leben.
Wir waren jetzt wieder wandern in Wald und Flur, außer unserem Hund wurden wir glücklicherweise von Zecken verschont. Es ist inzwischen zur Gewohnheit geworden sich abzusuchen...
Rosa Alba semiplena hat einen schönen Wuchs und Schatten hält sie ja offenbar auch ganz gut aus, eigentlich sollte ich diese 'White Rose of York' meinem Yorkshire Ehemann in den Garten holen. Sie leuchtet wirklich auf deinen Fotos!
LG
Sisah

Brigitte hat gesagt…

Dein Garten ist ja recht verwunschen, jetzt nicht nur von den Zecken. Ich weiß das natürlich nicht, aber ich stelle mir da sehr viele verborgene Plätze vor, Silke-Plätze halt.

Natürlich, ich hatte es nicht anders erwartet *ggg*. Extra für mich, die kurzen Texte. Brauchst du nicht, ich bin zufrieden, wie du es eben bringst. Nicht immer nehme ich mir die Zeit alles zu lesen, aber ich lese es mit Muse auch gerne.

Zecken hatten wir jetzt seit 2, 3 Wochen keine mehr an den Katzen gefunden, nur einmal hatte Schnecke noch eine. Die machten wir ihm raus. Aber, ich glaube auch nicht, dass wir Nester beherbergen in unserem Garten. Zum Glück!

Viele Grüße, Brigitte

Herz und Leben 2 hat gesagt…

Ich muß mich immer wieder aufs Neue wundern, mit wie vielen Zecken Ihr konfrontiert werdet! Im neuen Garten begegnete mir keine einzige, aber auch nicht in der Natur.Nur mein Sohn hatte in der Heide unschöne Begegnungen. Da ist er wohl auch ein ein Zeckennest gekommen während einer Radtour und hatte mehrere Dutzend!!! am Bein, zum Glück nicht festgesogen. Also das kann schon eine Pest sein! ;-)

Liebe Grüße
Gute Nacht!
Sara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sisah
Die Zeckenzahlen umfassen alle Zecken: Also meine drei angedockten, die ich auf meinen Gummistiefeln oder der Kleidung krabbelnd entdecke, die ich im Beet und auf auf der Betonfläche zufällig an Pflanzen finde und was tot oder lebendig an den Katzen und ihren Schlafplätzen zu finden ist. Wenn möglich notiere ich auch Fundort und Zeit.
Denn Tipp habe ich von einem zumindest 2010 zeckengeplagten Gartenbesitzer aus der Eifel, der sein Problem wohl mit diesen gezielten Notizen und der Zeckensuche allmählich in den Griff bekam. Ich werde da demnächst mal nachfragen.
Leider haben wir mindestens auch wieder einen Igel im Garten. Daher wären neue Zeckennester auch nicht abwägig. Und um die möglichst schnell aufzuspüren ist es hilfreich solche Notizen zu haben.
Auch muss ich zugeben, seitdem ich solche Zahlen habe, kann ich mit dem Thema besser umgehen und die Situation im Garten besser einschätzen.
Schließlich bin ich an der Nordsee auch nicht an einem unbeaufsichtigten Strand baden gegangen, bevor ich den Gezeitenkalender und möglichst auch das Gebiet bei Ebbe gesehen habe ;-)

Tja, mit der Borreliose, das wird bei mir jetzt spannend. Wenn nach den Stichen keine Wanderröte auftritt, sagt das ja nicht unbedingt was aus. Und Antikörper sind bei mir jetzt mindestens seit 2011 nachweisbar. Wenn mir jetzt in den letzten 2 Wochen nicht einfach das Wetter aufs Gemüt geschlagen ist, dann könnte es sein, dass da die Borrelien in mir 'Tango tanzen' ;-) Nur würde der Nachweis jetzt schwierig und trotzdem ungewiss. Also kann ich auch noch abwarten und dann vielleicht im Winter meine 'gesammelten Werke' testen lassen. Dann fällt es wegen der Antibiotikaeinnahme auch nicht so schwer die Sonne zu meiden ...
Nur, was ich zu dem Thema gelesen habe bzw. die neueren Berichte zur Behandlung - da ist es mehr als spannend, welchen Weg man dann einschlagen sollte. Antibiotika-Menge und Dauer der Therapie. Das ist ja teilweise das reinste Abenteuernd die Meinungen gehen weit auseinander :-(

Ich hatte es ja schon häufiger geschrieben: Klar hat unser Garten die Vermehrung der Zecken sicherlich begünstigt. Nur den Garten meiner Mutter würde ich nun weniger als Wildwuchs bezeichnen. Und ganz bestimmt nicht den Garten ihrer nördlichen Nachbarin. Die schon vor Jahren eine vollgesogene Zecke auf dem Rücken hatte. Nach wie vor sehe ich das Hauptproblem eher in der Tierwelt. Dort wo Igel und Mäuse sich aufhalten mögen, besteht eben Gefahr. Das kann dann auch im übersichtlichen Garten mit gepflegtem kurzen Rasen, gehackten Rosenbeeten, Stauden und einem Obstbaum der Fall sein, wo das Fallobst über Nacht Tiere anlockt.
Mein Fehler war wohl wirklich der billige Baumarkt-Rindenmulch, mit dem wir in beiden Gärten im Frühjahr und Herbst die teilweise kahlen Beete abgedeckt hatten.Da war wohl irgendwann eine zeckendurchseuchte Partie dabei. Und über die Jahre haben die sich dann genauso unbemerkt vermehrt, wie damals die Nacktschnecken, die wahrscheinlich durch einige gekaufte Pflanzen aus den Gärtnereien in die Gärten übersiedelten ...
Nachher ist man klüger ;-)

Bei uns hat Semiplena lange gebraucht, aber durchgehalten :-) Und das sagt schon was aus. Auch das grau-blaue Alba-Laub ist eine Bereicherung für die Rosensammlung - ebenso wie die Hagebutten. Aber Vorsicht bei der Standortsuche: Seit 2 Jahren hat sie bei uns den ersten Ausläufer. Aber ich bin mir sicher, dass das bei ihr weniger zum Problem wird als bei der Dünenrose.

SchneiderHein hat gesagt…

@ Brigitte
Die Kamera nimmt es anders wahr. Oftmals sieht es da unordentlcher/unübersichtlicher aus, als es eigentlich ist. Allerdings habe ich durch Wetter und Zeckenrespekt inzwischen so manche Ecke, wo ich mal wieder dringend Hand anlegen sollte und der Shredder dann einiges zu tun hat ...
Wenn ich den Garten irgendwann mal wieder so im Griff haben würde, wie ich es mir eigentlich vorstelle - eigentlich die weitläufigere Version vom Garten meiner Mutter, dann würde mich das allerdings leider auch nicht vor Zecken schützen. Denn auch sie hat mindestens einen Igel im Garten, die Mäuschen haben sich die Baumwolle aus den Zeckenrollen geholt, ein Eichhörnchen wollte bei ihr im letzten Herbst ein Nest bauen, ab und an tobt nachts etwas durchs Dachgebälk und Nachbars Kater guckt gern Frösche am kleinen Teich. Also eigentlich genau die Idylle, die man sich bis auf den Besuch im Dach auf einem Grundstück normalerweise wünscht.
Jedenfalls waren es schöne Zeiten so um 2000 herum, als es bei uns noch Sommerfeste im Garten gab, und die Kinder noch unbeschwert überall durch den Garten toben konnten. Eigentlich hat sich seitdem nicht viel verändert - bis auf die fiesen kleinen Krabbler ....

Das mt den Texten habe ich schon verstanden ;-) Das ist bei mir auch eine Frage der Laune, und dementsprechend werde ich es hier und auch auf den anderen Blogs auch weiterhin so handhaben. Halt eine bunte Mischung je nach Anlass. Und für den vergangenen Juni hoffe ich noch auf reichlich Gelegenheiten meine Bilderflut hier unterzubekommen. Wem das zu viel Weiß ist, der kann ja weggucken und sich den Farbrausch auf anderen Blogs holen ;-)

Wenn Igel im Garten auftauchen, wäre ich mir da nicht so sicher, denn ich habe ja selbst beobachten können, wie vor einigen Jahren eine vollgesogene Zecke von einem Igel 'abgesprungen' ist und sich dann einen Platz im Schotterstreifen genau neben unserer Gartentür suchen wollte. Und nach den Erfahrungen, die ich mit der vollgesogenen Zecke auf unserem sonnigen Küchentisch gemacht habe, hätte sie dort problemlos Eier gelegt und die Larven hätten dort auch schlüpfen können ...
Wie ich bei @ Sisah schon schrieb - ist das ein schleichender Prozess, der bei uns ja wohl auch jahrelang unbemerkt ablief. Genau wie mit den Schnecken. Wenn man keinen betonierten und ständig gefegten Garten hat, dann kann man so etwas wohl leider erst bemerken, wenn es schon viel zu spät ist. Schließlich stand ich ja wohl 2004 mit den Füßen in einem Zeckennest unter unserem Gartentisch. Aber für mich waren das damals nur kleine durchsichtige Tierchen. Und das aus so einem Nest bis zu 3000 Larven schlüpfen könnten, das weiß ich ja leider auch erst seit 2011 ...

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Freu Dich doch, dass Du diesbezüglich noch unbeschwerte Zeiten hast! Nur je dichter Du Deinen Garten bepflanzt um so mehr Gefahr besteht, dass Du Dir mit den Pflanzen Nacktschneckeneier oder kleine Schnecken mitbringst. Und inzwischen finde ich es auch nicht mehr abwägig, dass man sich aus Baumschulen auch Zecken einschleppen kann. Denn schließlich werden nicht alle Pflanzen im Gewächhaus gezogen sondern stehen teilweise auch auf Feldern. Und wenn selbst bei den Tannenbäumen die Gefahr besteht, dass pötzlich eine Zecke zwischen den Geschenken mit unter dem Baum sitzt. Ich will hier wirklich keine Panik machen. Aber nach unseren Erfahrungen der letzten Jahre in Haus & Garten finde ich solche Verbreitungswege der Zecke durchaus möglich.

Da ich selbst ja schon häufiger mit Zeckenlarven zu tun hatte, und Wolfgang ebenfalls schon in einem Zeckennest stand als er im Garten fotografierte, muss ich ehrlich sagen, dass es unwahrscheinlich ist, dass man alle Larven erwischen kann. Aber die Gefahr ist wohl noch um einiges geringer, dass sie schon Borreliose-Überträger sind. Obwohl ich schon vor vielen Jahren gelesen habe, dass die Erreger auch vererbbar sind. Aber man muss ja nicht immer vom schlimmsten ausgehen!

Gartenfee hat gesagt…

Hallo Silke,
von Fotomassen kann ich auch ein Lied singen...während Du die weißen Rosen auf den Fotos nicht auseinanderhalten kannst, sind es bei mir die vielen in Hellrosa blühenden historischen Rosen. Auf den Fotos sehen sie irgendwie alle gleich aus...;-)

In Sachen Zecken bist Du ja, wenn auch sicher ungewollt, mittlerweile eine richtige Expertin. Das ist ja eine richtige Plage bei Euch. Dieses Jahr habe ich erst 2 Zecken an einer unserer 3 Katzen entdeckt. Und die hat sie auch bestimmt nicht aus unserem Garten mitgebracht, sondern eher von den angrenzenden Feldern und Wiesen. Auch in den vergangenen Jahren waren es, zum Glück, nie mehr, ich hoffe, das bleibt so...

Liebe Grüße, Bärbel

SchneiderHein hat gesagt…

@ Bärbel
Dann weiß ich jetzt ja, warum Du kaum zum Posten kommst ;-)
Früher hatte Wolfgang zwar schöne Fotos gemacht, aber ohne Übersichtsfoto war ich echt aufgeschmissen. Und auch wenn es jetzt wesentlich weniger Rosen sind, so ist es immer noch problematisch, da Aspirin und z.B Sea Foam in der Knospe ähnlich sind und noch dazu miteinander verwachsen sind ...

Notgedrungen bin ich allmählich wohl leider wirklich eine Zeckenexpertin was das Verhalten von Zecken in Haus & Garten anbelangt. Und ich vermute ebenfalls, dass unsere Maus sich neben den Zecken aus unserem Garten auch noch aus anderen Gärten welche mitbringt. Denn ihr Revier umfasst mindestens 8 andere Gärten. Und einige dieser Nachbar geben inzwischen zu, dass sie auch schon Zecken hatten bzw auf einem Rasen gab es schon vor Jahren ein Zeckennest :-(

Aber ich scheine die Tierchen wirklich anzuziehen bzw. bin einfach nur genügend sensibilisiert: Denn als wir Anfang Mai auf einer Hochzeitsfeier im Georgengarten auf einer Wiese zum Sektempfang waren, hatte ich plötzlich eine Nymphe auf der Hand. Die muss ich mir wohl eingehandelt haben, als ich eine Klappbox mit Gläsern anfasste, die auf der Wiese unter einem Tisch stand. Die Wiese war extra für die Hochzeitsfeiern am Samstag frisch gemäht ...

Herz-und-Leben hat gesagt…

Also unser Garten soll dichter, aber niemals zu dicht werden. Denn ich weiß ja inzwischen um die Gefahren eines solchen "Urwaldes".
Doch das sagt sich eben leichter als es umgesetzt ist ... das zunehmende Alter, Krankheitszeiten, Wenig-Zeit-Zeiten . . . und schon ufert das Ganze aus ;-)

Genießen kann ich einen Garten dennoch erst, wenn die Grenzen bewachsen sind. Frei einsehbar verursacht er mir ungute Gefühle. Bin eben keine geborene "Rampensau". ;-)

Sicher kann man von überallher Eier einschleppen. Doch müssen diese auch einen "Nährboden" finden bzw. das Biotop muß für sie stimmen.

Jedenfalls bin ich bestrebt, die Gartengrenzen zwar dicht zu bekommen, die Mitte des Gartens jedoch hell zu belassen - es insgesamt also nicht zu dicht und waldmäßig werden zu lassen. Doch bis das alles spruchreif wäre - wer weiß, was DANN ist. ;-) Deshalb denke ich gar nicht allzu weit im Voraus - es kommt meistens ohnehin alles anders, als man es jemals geplant hat ...

Mein Sohn hatte sich da glücklicherweise nichts eingefangen, er war erst sicherheitshalber beim Arzt...
Aber da kann man mal sehen - auch in der Heidelandschaft treten sie in Vielzahl auf ...

Liebe Grüße
Sara

Herz-und-Leben hat gesagt…

Aber mal was anderes ... und wie ich Dich kenne, ist bei Dir keine Panic wegen BlogConnect & Co. ausgebrochen - aber wie wirst Du das künftig dann managen? Wenn die Vorschaubildchen weg sind bzw. die Icon-bebilderte Mitglieder-Liste?

Ute hat gesagt…

Liebe Silke, dein Zeckenproblem hört sich ja richtig gruselig an. Das kann einem ja den Spaß an der Gartenarbeit total vermiesen. Ich weiß, du hast schon viel versucht und ich mag mir gar nicht vorstellen, dass man da gar nichts machen kann. Hoffentlich gibt es doch noch einen Weg die Biester loszuwerden. Ich drück dir die Daumen.
Viele liebe Grüße
Ute

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Das hört sich für mich allmählich nach einem eierlegenden Wollmilchschwein an, und ich bin gespannt, wie sich Dein Garten dann durch zufällige besuche in Gartencenter und durch andere Einflüsse entwickelt ;-)

Genau, bei dem Thema da habe ich die Ruhe weg. Ich muss sogar zugeben, dass ich bis jetzt nicht ganz verstanden habe, was da nun wegfällt oder schon verschwunden ist. Denn für mich reicht bisher der 'Gartenblog-Mischmasch' als Liste für meinen Spaziergang durch fremde Gärten. Und wenn ich mal viel Zeit im www verbringen mag bzw. keine Lust zum Posten habe, dann schaue ich mir die Links auf meiner Sidebar an.
In der Zeit, als man begann sich als Leser auf Blogs einzutragen, hatte ich gerade eine längere Blogpause. Nach und nach haben dann ja trotzdem noch einige Leser die Möglichkeit gefunden.
Im Moment ist mir das alles zu unübersichtlich mit Blog-Connect, Blog-Lovin' usw. Ich habe echt keine Lust mir die Sidebars damit vollzupflastern - und vor allem nicht deswegen überall selbst Accounts haben zu müssen. Also lautet meine Devise abwarten und Teetrinken. Wer Spass an den Blogs hat findet auch Mittel und Wege. Und die Dinge,die ich nachposte, die verlinke ich eh' im Text ...

SchneiderHein hat gesagt…

@ Ute
Inzwischen sehen wir das Zeckenproblem zwar nicht gelassen, aber lernen damit zu leben. Denn die Forschung kommt wohl nicht schnell genug voran ...

Daher finde ich es sinnvoll meine Beobachtungen hier aufzuschreiben. Denn nicht alle haben das Glück, dass der Garten noch zeckenfei ist. Und da haben wir vielleicht leider doch schon die ein oder andere Erfahrung gesammelt, die andere Gartenbesitzer eventuell noch rechtzeitig für das Thema sensibilisiert. Denn es ist wohl oftmals ein lange unentdeckter Prozess, der da im Garten abläuft.
Das sehe ich ja fast täglich an den Zugriffszahlen auf unserem Blog - fast Sommer wie Winter. Denn Zecken haben wohl leider nur sehr kurze Pausen. Unsere Blogstatistik zeigt als beliebte Posts zunächst 7x Posts zum Thema Zecken und dann kommen erst die Rosen. Mit fast 3600 Zugriffen ist besonders die Wanderröte und das Zeckennest interessant. Fortgeschrittene suchen nach der kleineren durchsichtige Zeckenlarve auf der Haut. Und ebenso beliebt ist die Möglichkeit der Zecken im Rindenmulch. Wir stehen mit dem Problem wirklich nicht allein auf weiter Flur. Nur kaum einer scheint sich zu trauen darüber zu schreiben. Das scheint in der Öffentlichkeit leider wirklich als Makel abgestempelt zu werden ...
Doch ich bin mir sicher, je mehr Naturgärten im Trend liegen, und Tierbesuche von Igel & Co erstrebenswert sind, um so mehr Gartenbesitzer bekommen auch ohne eigene Haustiere mit diesem Problem irgendwann zu tun.

Amélie hat gesagt…

Oh weh, ich habe vorher noch nie von Zeckennestern gehört. Ich dachte immer, die Tiere gibt es hier und da mal und eher selten. Wobei, letztes Jahr habe ich im Wald einmal 8 Zecken binnen 20 min (!) am Bein gehabt. Das war dann wohl auch so ein Nest.

Mäuse und Igel haben wir im Garten. Für die Igel haben wir eigentlich sogar einen Reisig-Haufen angelegt. Ist es besser, so etwas nicht zu tun?

SchneiderHein hat gesagt…

@ Amélie
Also wenn Du so fies richtige ausgewachsene Zecken am Bein hattest, dann sagt das eher etwas über die Zeckendichte pro Quadratmeter aus. Wenn Du in ein Zeckennest geraten bist, dann hast Du entweder die durchsichtigen Larven auf oder in der Haut - wohl frisch geschlüpft ( http://wolletest.blogspot.de/search/label/Zecken ) oder diese etwas älteren schwarzen Mini-Tierchen ( http://wildwuchs-unter-aufsicht.blogspot.de/2011/06/2-socken-weniger.html ) Die sind aber so winzig klein, dass man schon sehr genau hinschauen muss, wenn die auf einem vereinzelt rumkrabbeln ....
Ähnlich klein sind aber auch noch die Nymphen - das 2. Zeckenstadium. Die sind eventuell auch schon borrelienverseucht. Daher sind das für mich die eigentlich die richtig fiesen Zecken. Denn die spürt man kaum auf der Haut und der Huckel ist meist so klein, dass man sie kaum sieht. Ich möchte nicht wissen, wie viele ich schon z.B. am Haaransatz hatte :-( Meine Mutter hatte vor einigen Tagen so einen 'kleinen schwarzen Punkt' zwischen den Zehen.

Angeblich werden Igel von anderen Zecken befallen. Bei uns hatten sie jedenfalls diese fiesen dicken Dinger. Und im Nachhinein hätten wir uns viel Kummer ersparen können, wenn wir permanent die Igel geschnappt und die Zecken entfernt hätten. Aber es wären sicherlich noch genug übrig geblieben.
Außerdem sind wir schon froh, wenn wir an unseren beiden Katzen die Tierchen rechtzeitig entdecken und entfernen können (trotz Frontline).
Wir haben zur Zeit auch wieder einen Igel. Den höre ich nur, sehe ihn jedoch nicht. Ich gebe zu, am Liebsten würde ich ihn des Gartens verweisen. Aber das bringen wir doch nicht fertig. Er ist halt auch Siedlungsgarten-Natur ...

Amélie hat gesagt…

Ok, dann war dort eine hohe Zeckendichte, denn das waren ausgewachsene Zecken. Beeindruckend viele :-/

Ich glaube, ich werde unseren Reisig-Haufen im Garten entfernen. Im Prinzip kann der Igel auch wunderbar im vielen Reisig am Bach gegenüber wohnen. Ich will keine Zecken in Massen im Garten, allein schon wegen meiner Kinder.

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Inzwischen habe ich eine Lösung für Wildwuchs & unseren Katzenblog gefunden: Die sind nämlich auch ohne mein Zutun schon bei bloglovin' gelistet. Daher konnte ich den Link nun problemlos ohne Anmeldung ganz unten auf der Sidebar einbauen ;-)

SchneiderHein hat gesagt…

@ Amèlie
Wenn der Igel bei Euch noch nicht heimisch ist, würde ich das nach heutigen Erkenntnissen auch so handhaben. Zumal wenn es dann auch noch irgendwann junge Igel gibt ...

Herz-und-Leben hat gesagt…

@ Silke
na, warten wir mal ab ... meistens kommt es doch anders als man denkt ... heute war ich ja auch wieder ganz "zufällig" im Gartencenter und nun nenne ich die Guirlande mein ;-) Der Strauch war einfach so schön und wüchsig und auch sehr preisgünstig - klar, die sind froh, die jetzt loszuwerden. ;-) Bei unserem Boden habe ich da aber keine Bedenken.

Nun, ich hab' mich mal auf die Suche nach dem "Problem" begeben, einfach weil es mich mal interessierte und das ist dabei herausgekommen ....

https://productforums.google.com/forum/#!topic/blogger-de/3XkntKy2zMU

Das Ganze handelte sich lediglich um den Google Reader, der mit unseren Blogs gar nichts weiter zu tun hatte. Doch was die panischen Bloggerinnen dann daraus machen. ;-)

Wie Du ja nun auch herausgefunden hast, sind wir automatisch bei BlogLovin. Was einige jetzt separat installiert haben, ist das Mitglieds-Widget von BlogLovin. Das passierte wohl aus Angst, Leser zu verlieren, da "etwas" abgeschaltet wurde ... nur was, das ging für die meisten aus dem Gerücht nicht genau hervor.

Ich bin zwar so eine optische Tante und habe - zumindest im anderen Blog, der derzeit geschlossen ist, all diese Links, wie auch Pinterest, BlogLovin & Co. - aber ich muß es auch nicht haben und besuche "meine" Blogs ohnehin ganz individuell und nicht überwiegend durch Feeds.
Spannend fand ich aber BlogLovin auch insofern, als daß dort noch gelöschte Blogs oder deaktivierte Blogs zu finden sind, zumindest das erste Bild und ein paar Zeilen. Wenn ich jetzt als Beispiel Brigittes Blog nicht mehr sehe, aber zu BlogLovin gehe, kann ich mir durchaus einen ihrer Posts dort noch heraussuchen, wenn auch nur ansatzweise ...

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Welche Blogs bei bloglovin' gelistet sind, das habe ich nicht weiter verfolgt. Nur als ich bei Google unseren Katzenlog suchte, da erschien plötzlich der Link zu bloglovin'. Das machte mich neugierig. Nur unser Bärenblog, der fehlt dort. Alle anderen haben sogar schon Leser ;-) Und da Wolfgang einen schlecht gepflegten Facebook Account hat, wird er die Bären wohl bald mal anmelden. So viel 'Service' tut ja nicht weh ...
Tja, alles halb so schlimm ;-)

SchneiderHein hat gesagt…

Kommentar umkopiert von 'Sie ist noch da!' vom 4. Juli 2013 von Sisah vom Fließtal ( https://plus.google.com/110297734461396336324/posts )

Sisah vom Fließtal hat gesagt…
Leuchtsterne im grünen Dunkel!

Da ich im Urlaub war, hier noch eine Antwort auf deine Antwort zum Thema Zecken.
Auch wenn du sicherlich schon alles gelesen hast über Zecken, hier ein Link aus dem Berliner Raum zum Thema Zecken, ein informatives Interview, dessen Inhalt meiner Betrachtungsweise des Themas entspricht.
Neulich fragte mich eine Kollegin, ob ich auch den Eindruck hätte, dass die Zeckenpopulation zugenommen hätte in den letzten Jahrzehnten. Im Gespräch kam dann heraus, dass sie von der Nordseeküste stammte...und jetzt ihr städtisches Freizeitverhalten so geändert hat, dass sie ein Wochendhäuschen in den Wäldern des Berliner Umlandes hat.
Ich kann mich erinnern, wir hatten als Kinder ( das liegt 5 Jahrzehnte zurück!) häufiger mal 'Holzböcke' wie wir sie nannten., da wir ständig im naheliegenden Wald unterwegs waren. Von Borreliose war damals noch nicht die Rede. Vielleicht hatten wir ja sogar eine, denn Borreliose kann durchaus auch ausheilen.Das würde zusammenpassen mit dem Ergebnis der Diagnostik meiner ersten Wanderrötebehandlung. Da ergab der Bluttest, dass ich Antikörper im Blut hatte...vielleicht von einem Uraltkontakt?
Inzwischen kennst du doch alle biotischen und abiotischen Faktoren deines Gartens, die zur Massenvermehrung von Zecken führen. Ich verstehe nicht ganz, wieso du mit Zählen weiterkommen willst. Dann weißt du zwar , wo die Zecken sich punktuell besonders wohl fühlen, aber die Überträger/ Wirte der Zecken bleiben beweglich: Igel und Mäuse wandern munter herum. Also müsstest du denen es etwas unwirtlicher in deinem Garten machen, damit der Fortbestand der Zecken eingedämmt wird...und zusätzlich die biotischen Bedingungen deines Gartens ändern.
Übrigens gehe ich durchaus zum Strand ohne Kontrolle des Tiedenkalenders, nur wenn ich ins Wasser will, ist der für mich von Interesse. Mir genügt da immer die reine Beobachtung und das Einhalten allgemeiner
Vorsichtsverhalten beim Bad in der
Nordsee.
Eine andere Kollegin pflegt bei den überbordenden Evaluationsmaßnahmen an Berliner Schulen zu sagen..." Vom vielen Wiegen, wird das Schwein auch nicht fetter"
LG Sisah

5. Juli 2013 09:09


Sisah vom Fließtal hat gesagt…
Den Link zum Interview habe ich vergessen, in ihm sind weitere Links zum Thema nachzulesen:
http://sozdia.de/Wir-erforschen-Zecken.1181.0.html
LG Sisah

5. Juli 2013 09:13

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sisah
Deinen Kommentar habe ich hierher umkopiert, da es mehr Sinn macht das Thema Zecken nicht unnötig auf noch mehr Posts zu verteilen ...

Ich gebe zu, gestern war ich etwas genervt, dass das Thema nun mal wieder in eine weitere Kommentarrunde geht. Denn eigentlich wollte ich endlich einfach mal Garten genießen, und gegebenenfalls Zecken 'einwecken' und in die Statistik eintragen ;-)

Danke für den Link. Denn manche Details hatte ich zwar schon früher einmal gelesen z.B das mit den Wirten, die wohl gegen Borrelien immun sind. Und die 5 verschiedenen bisher entdeckten Borrelienstämme - doch darüber wird ja nur recht selten berichtet. Spannend fand ich zudem, dass in dem Artikel nun wieder davon ausgegangen wird, dass Zeckenlarven noch keine Erreger in sich tragen. Leider kann ich nicht mehr nachvollziehen, wo ich gelesen hatte, dass bereits auch Larven borrelienverseucht sein können. Doch eventuell habe ich damals auch noch Larven und Nymphen durcheinandergebracht und das daher falsch verstanden ...

Das notieren der Fundorte im Garten mit Tageszeit und dem entsprechenden Zeckenstadium erachte ich durchaus als sinnvoll:
Beim Auftreten von Larven hilft es eventuell Zeckennester frühzeitig im Garten aufzuspüren. Die sollten ja auf jeden Fall bekämpft werden. Denn dabei nur auf die Hilfe von Zeckenrollen unter der Mithilfe von Mäusen zu hoffen, erachte ich als grob fahrlässig. Auch wenn es wohl meist weniger als 3.000 Larven sind, die da wahrscheinlich sogar über mehrere Wochen verteilt aus den Eiern schlüpfen (In meiner 'Zeckenrolle' auf dem Küchentisch unter Luftabschluß schlüpften aus den Eiern von Juli bis Dezember immer mal wieder Larven - jedenfalls war damals noch nach Weihnachten teilweise Leben in dem Filmröhrchen)
Gerade gestern habe ich erfahren, dass meine Mutter vor einigen Tagen eine durchsichtige Larve in der Haut hatte. Und leider war sie an dem Tag an sehr unterschiedlichen Ecken im Garten aktiv, so dass wir nun noch keine Idee haben, wo sich das Zeckennest befindet ...
Ganz besonders interessant finde ich bei meiner Statistik, dass an der bis vor Kurzem total verwilderten Ostgrenze mir bisher noch keine Zecke begegnet ist. Dort hatte ich damit gerechnet, dass ich beim Auslichten regelrecht von Zecken überfallen werden würde. Stattdessen treten sie gehäuft an und direkt auf der fast freien Betonfläche auf. Dort, wo unsere Katzen und wir uns bevorzugt aufhalten. An Allegras Gras ca. 2,5m vom Beetrand entfernt, habe ich in diesem Jahr mindestens 5 erwachsene Zecken abpflücken können. Ebenso treten sie häufiger in Hausnähe, auf unseren Gartengeräten und auf unseren Gartensesseln auf. Sie bewegen sich also entweder aktiv zu solchen vielversprechenden Plätzen oder lassen sich sogar gezielt an solchen recht erfolgversprechenden Orten vom Wirt fallen, um nach der notwendigen Ruhephase von dort recht schnell einen neuen Wirt zu erwischen.
Auffällig ist auch, dass männliche und weibliche Zecken meist relativ dicht beieinander auf einen Wirt warten.
Und leider habe ich durch meine Notizen immer häufiger feststellen müssen, dass die Tierchen nicht nur in feuchten schattigen Bereichen auf uns lauern, sondern kaum Probleme mit freiliegenden heißen Wartezonen haben. Bestes Beispiel unser Haussockel auf dem heißen Südhof: Dort hatte ich plötzlich beim Pflanzen im Totholzbereich in der Mittagszeit eine Nymphe auf der Hand. Und das war nicht die erste Zecke, die mir dort begegnete. Allerdings muss ich auch zugeben, das dort irgendwo ein Mäuschen wohnt ...
Auch das Zeckennest einer Nachbarin, das sie wohl so um 2010 in ihrem recht freien Garten entdeckte, war nicht irgendwo in einer lauschigen Ecke des Gartens sondern mitten auf einer häufig gemähten Rasenfläche.

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sisah - Teil 2
All' diese Erfahrungen zeigen leider, dass das Verhalten von Zecken in Gärten unterschätzt wird. Und von daher sind solche Notizen für mich schon sehr hilfreich, um gezielt Zecken zu suchen, möglichst auch einzufangen, zu vernichten und damit möglichst neuen Zeckennestern vorzubeugen. Denn den Garten komplett mit der chemischen Keule zu behandeln, erscheint mir nach den ersten Erfahrungen mit dem Zecken- & Grasmilbenkonzentrat wenig erfolgversprechend. Und wahrscheinlich würden dabei überwiegend nützliche Insekten umkommen ...

Mir ist schon klar, dass umherwandernde Mäuse und Igel das Hauptproblem sind. Aber wie sieht denn bitte ein Garten aus, in dem sich Igel und Mäuse nicht wohl fühlen!??? Denn schon in den 70ern hatten wir im Garten einen Igel. Und unser Kater fing auch ab und an Mäuse. Die kamen wohl aus der näheren Umgebung der Nachbargärten. Und zu der Zeit sah der Garten meiner Großeltern noch fürchterlich kahl und übersichtlich aus - so wie alle Gärten dort.
Ich kann mich daran erinnern, dass unser Kater wohl Mitte der 70er mal einen Holzbock hatte. Ich selbst bin früher gern und häufig durch Wiesen und Wälder getobt. Selbst auf dem Gutshof mit Wiesen, Wald und Fischteichen in der Nähe von Hildesheim, wo ich mir damals unseren ersten Kater schnappte, hatte ich nie einen Holzbock.

Die erste weibliche Zecke begegnete mir 2004 im Fell unseres zweiten Katers in Braunschweig. Die habe ich achtlos aus dem Fell entfernt und in den Garten geworfen, da ich damals noch nicht wußte, wie eine Zecke aussah ...

Von meiner Mutter weiß ich, dass ein Arbeitskollege von ihr spätestens in den 90ern erwerbsunfähig wurde, da er an Borreliose erkrankt war. Aber es ist ja auch durchaus möglich, dass er sich den Zeckenstich irgendwann in Süddeutschland auf Reisen zugezogen hatte. Nur das Thema war damals noch nicht so weit verbreitet.

Von Deinen früheren Kommentaren weiß ich, dass wir was die Behandlung von Borreliose anbelangt teilweise unterschiedlicher Meinung sind.
Ich oute mich hier mal als Fleischfresser. Und da ich auch als Kind schon gern und viel Fleisch gegessen habe, bin ich mir ziemlich sicher, dass ich dadurch unbewußt nicht gerade wenig Antibiotika im Laufe meine Lebens zu mir genommen habe. Und was passiert, wenn der Körper nicht mehr auf Antibiotika anspricht, das musste ich bei unserem Kater miterleben. Ich vermute jedoch, dass ich ab und an aber um eine Borreliose-Therapie nicht herumkommen werde. Daher ist eine gewisse Vorsicht für mich immer noch der beste Schutz. Zeckensprays verwende ich immer noch recht selten, da ich allergische Reaktionen befüchte. Meist sprühe ich nur die Kleidung im unteren Bereich ein und den Zeckenblick habe ich nun besser trainiert als den Schneckenblick ;-)

Zum Baden in der Nordsee: Für mich war das echt ein einschneidendes Erlebnis gegen die Ebbe anschwimmen zu müssen - wenn der Strand sich trotz heftiger Anstrengungen immer weiter entfernt und der Gezeitenstrom einen aufs Meer hinaus zieht. Als Kind nimmt man das eventuell noch intensiver wahr, aber auch für meine Mutter war das damals wohl erschreckend. Als unbedarfte Ostseeurlauber einfach mal baden zu gehen hatte damals halt seine Tücken. Zum Glück ist es noch gut ausgegangen. Aber in Zeiten ohne Handy mindestens 1,5km über Sandstrand vom nächsten Telefon entfernt hätte das auch schief gehen können.
Und nachdem ich die folgenden Jahre fast immer an der gleichen Stelle am Strand war, fand ich es schon spannend, wie sich Sandbänke, Priele und Gezeitenströme im Laufe der Jahre oder sogar manchmal während der 3 Wochen veränderten.

Ich bin wirklich nicht der Typ, der übervorsichtig durchs Leben geht und überall Gefahren erwartet. Aber wenn ich Dinge/Situationen durch interessante Beobachtungen eventuell besser einschätzen kann, dann ist das für mich keine verlorene Zeit. Und beim Baden auf Amrum ohnehin nicht. Denn dann habe ich mindestens 2 Wochen Zeit dazu ;-)

SchneiderHein hat gesagt…

Kommentar umkopiert von 'Sie ist noch da!' vom 4. Juli 2013 von
Herz-und-Leben ( http://www.blogger.com/profile/00203878153680941547 ) hat gesagt…

Oh wie hübsch! Welche Art der Malve ist denn das? Aber vielleicht steht das ja unter Deinem Link? Schaue ich gleich noch. Aber das ist ja ein ganz schöner zeitlicher Unterschied des Blühbeginns! Konnte man bei manchen anderen Pflanzen schließlich auch beobachten in diesem Jahr.

Eben habe ich auch mit Interesse Sisah's Kommentar gelesen. Und das ist ja auch immer noch meine Meinung, daß das Umfeld für die Zecken stimmen muß, damit sie sich so vermehren. Urwald, um es einmal drastisch auszudrücken, konnte man schon immer nur mit Schutzkleidung betreten.

Auch ich hatte ein einziges Mal als Kind einen Holzbock am Po. ;-) Das war ganz grässlich. Kinder empfinden den Schmerz ja noch viel intensiver. Ansonsten aber waren Zecken nie Thema bei uns (die waren damals nur im Wald, wenn überhaupt) und im Garten gabs aber auch mal Mäuse und Ratten sogar. Nur wurden die mit der Falle dezimiert, darin war meine Großmutter hart! Und das muß man, glaube ich, auch sein, sonst tut man dem Ungeziefer Gutes und so geht das nicht, wenn man gesund bleiben will, da muß man an sich selbst denken. Die Igel mmit ihren Jungen durften bleiben, denne wig bleiben die Jungen eh nicht ... ganz hinten im Garten unterm Hollerbusch.Ins Haus durften sie allerdings nicht. Wenn ich sie anschauen wollte, dann nur draußen und sie wurden mit Zeitungspapier angefaßt. ;-)

Irgendwann, als ich längst selbst Kinder hatte, kam mir das Ursprungswerk über Borreliose in die Hände. Das war die Zeit, in der man alles und jedes möglichst wissenschaftlich erforschen mußte, weil man glaubte, dem nur auf diese Weise beikommen zu können ... ich denke da auch als anderes Beispiel an diese Bücher über Pilze im Darm und wo noch nicht überall ;-) Daß man von dem Wissen letztlich nichts hat sondern zuerst einmal seine Lebensweise ändern sollte, dann reguliert sich die Sache mit den Pilzen meist von allein, das war dann wohl nicht mehr spannend genug ...
Eben deshalb beschäftige ich mich an sich nicht mit diesen Dingen, weil ich das Gefühl habe, man zieht das Unglück an, je mehr man sich damit befaßt ohne jedoch die Umstände, die dazu führen, zu ändern.

Ich hoffe und wünsche Dir, daß sich das Zeckenproblem bei Euch im Garten doch einmal lösen läßt.

Mit lieben Grüßen
Sara
6. Juli 2013 00:24

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Wenn Du diese Einstellung zu dem Thema hast, dann verstehe ich nicht, warum Du dann doch noch häufiger Kommentare dazu schreibst ;-) Anscheinend beschäftigt Dich das Thema ja doch irgendwie ...

Da ich den größten Teil Deiner Anmerkungen in dem Kommentar @ Sisah schon aufgenommen habe, verzichte ich hier jetzt darauf auf Deine unterschiedlichen Themen und Überlegungen nochmals gesondert einzugehen.

Ich denke mir, wenn würde Hannover in Teilbereichen eventuell eher zu einer Lösung des Zeckenproblems kommen können. Doch bei leeren Stadtkassen und einer wohl immer noch recht schleppend vorankommenden Forschungssituation ...

Und leider ist es für das Thema doch mehr als bezeichnend, dass Hannover als eine von vielen Grünflächen umgebenen Stadt eine Zecken-/Borreliose-Infoseite hat. ( http://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Gesundheit/Gesundheitsschutz/Infektionsschutz-und-Umweltmedizin2/Zecken/Borreliose )
Mit dem Problem stehen wir also wirklich nicht alleine da. Nur Dein Kommentar beweist leider mal wieder, dass Zecken als persönlicher Makel angesehen werden - man als unsauber bzw. verwahrlost abgestempelt wird.
Das zeigt sich leider auch inzwischen an der Hannover Seite, denn die war früher etwas ausführlicher und informativer. Da ist Stadt-Image anscheinend jetzt wichtiger als Information ;-)
Doch Anfang Mai hatte ich bei einer Hochzeitsfeier auf der Grünfläche vor dem Wilhelm-Busch-Museum im Georgengarten plötzlich eine Nymphe auf der Hand. Und die Fläche wird wohl immer Freitags für die dort feiernden Hochzeitsgäste extra gemäht ...

Besser wäre es sich über Erfahrungen und beobachtungen auszutauschen, um die Entwicklung und das Verhalten von Zecken besser zu verstehen und einschätzen zu können. Aber für die meisten ist das Thema wohl nur ekelig und wird verdrängt.

Den Link zum Artikel der HAZ vom 3. Juni 2013 ( http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Wissenschaftler-besorgt-Die-Zecken-kommen-naeher ) und vom Niedersächsischen Landesgesundheitsamt ( http://www.nlga.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=30366&article_id=104720&_psmand=20 ) die ich eben bei meiner Suche nach der Hannover-Seite gefunden habe, packe ich hier auch gleich mal mit rein, damit ich die aktuellen Zeckeninfos zusammen habe ...

Herz-und-Leben hat gesagt…

Das kann ich Dir erklären, liebe Silke. So häufig sind meine Kommentare ja an sich nicht mehr zum Thema Zecken. Grundsätzlich aber bin ich an dem, was meine Favoriten-Blogs schreiben, auch interessiert, unabhängig von meiner eigenen Meinung dazu.
Nun schrieb ich ja aber auch, daß wir in meiner Kindheit kaum ein Zeckenproblem kannten, wenngleich auch ich einmal von einem sog. Holzbock befallen wurde. Aber nur ein einziges Mal und ich war ein Naturkind! ;-) Immer draußen, barfuß und halbnackt noch dazu.

Woran ich in diesem Zusammenhang aber glaube, ist, daß man rigoros gegen gewisse Schädlinge wohl vorgehen muß, dazu gehören auch Mäuse, Ratten, wenn man gewisse Probleme loswerden will. Meine Großmutter verstand sich auf Landwirtschaft, hatte aber geschickt einen Nutzgarten mit einem "Ziergarten" zu verbinden gewusst, in dem es beileibe nicht kahl war, er war aber eben auch keine ausufernde Wildnis. So erklärt sich das vielleicht ... und die Zecke muß ich mir in einem etwas dunkleren Teil geholt haben, der schon gelegentlich im Sommer mal vernachlässigt wurde.
Ansonsten hielt sie die Gießregeln ein, es war nie zu feucht ... aber klar, sie hatte den ganzen Tag Zeit für ihren Garten. Wir waren damals nahezu Selbstversorger. Wer wendet heute schon noch so viel Zeit für und im Garten auf, wer will das schon, wer kann das schon?!

Ob den Städten denn an der Lösung eines Ungezieferproblems so schnell gelegen ist, erscheint mir indessen fraglich. Ich sehe es ja bei uns - in anderen Bereichen zwar ... da wird fleissig Geld für Dinge ausgegeben, die nicht sein müssen, die die "hohen Herren" aber wollen, um das Image der Stadt aufzupolieren. Andererseits ist für andere, eigentlich für viele Leute viel wichtigere Dinge dann kein Geld da! ;-)

Doch da muß ich mich Sisah anschließen - wenn es in Hannover eine so hohe Zeckendichte gibt, muß da irgendwas schieflaufen . . . nur was, das wäre herauszufinden.

Und das, was du da schreibst, unsauber, verwahrlost, das habe ich so nie behauptet! Es tut mir leid, wenn Du das so aufgefaßt hast! Vielmehr lese ich aus Deinen Zeilen ja immer wieder die fortwährende und permanente Belastung durch Zecken und manchmal hab' ich dann das Gefühl, Du drehst Dich im Kreise und das Problem löst sich nie, trotz all der Maßnahmen, wie Zählen, Filmdosen etc. ... Und so sind diese Zeilen - genau wie die von Sisah, davon gehe ich aus - gut gemeint. Man selbst ist da ja manchmal "befangen", wenn man mitten in diesem Problem hockt und keinen Ausweg mehr sieht . . . Und für jedes Problem gibt es schließlich eine Lösung, nicht erst in 10 Jahren, davon bin ich überzeugt! Ungeziefer ist eine Plage und Plagen kann man beseitigen - wenn man weiß wie, vorausgesetzt ... und diese Plagen haben immer Ursachen . . . interessant wäre vor allem, die Zeckengebiete einmal, z.B. auf einer Deutschlandkarte, abzutasten . . . und da Vergleiche anzustellen, doch das ist ein Forschungsauftrag, der finanziert werden will. Als Privater hat man kaum die Zeit oder auch Mittel, sich dem erschöpfend hinzugeben.

Herz-und-Leben hat gesagt…

Und schließlich hatten wir bis vor kurzem ja selbst noch einen Wildwuchsgarten und ich weiß sehr genau, wieviel Arbeit das alles macht, daß man irgendwann nicht mehr hinterherkommt ... Was anderes ist es natürlich, wenn man es gern so wild haben will und Du weißt ja, daß auch ich den "Wald" schätzen gelernt hatte. Trotz der allerdings wenigen Zecken, die wir auch gelegentlich einmal einfingen. Allerdings muß ich ganz ehrlich sagen, wenn ich Dutzende oder gar Hunderte Zecken im Garten hätte, wäre ich persönlich ziemlich radikal. Denn das wäre mir ein Garten denn doch nicht wert, wenn ich ihn kaum mehr betreten könnte. Da würde ich wohl mit dem Flammenwerfer umhergehen. ;-)Daran hätte ich jedenfalls dann keine Freude mehr.
Wir hatten ja früher in L. auch schon mal relativ viele Zecken und wenn wir da nicht weggezogen wären, hätte ich mir schon bald etwas überlegen müssen ... unsere Nachfolger haben es getan und seither hat es sich weitgehend ausgezeckt. Das ist für mich schon ein Beweis, daß zu viel Wildwuchs, auch Mäuse und anderes Getier auf engem Raum eben nicht den Garten bevölkern sollten, jedenfalls dann nicht, wenn starker einseitiger Ungezieferbefall auftritt.

Tiere schön und gut . . . ich erinnere an dieser Stelle noch einmal daran . . . auch in meiner Kindheit hatten wir Igel im Garten! Doch alles, was ausufert, würde ich eindämmen. Igel nicht noch zusätzlich füttern, denn sie finden das, was sie brauchen und wenn nicht, geht die Natur eben ihren Gang. Wir können nicht alle Lebewesen vor ihrem Ende retten, das ist nicht im Sinne der Natur, dort herrscht ein Fressen und Gefressenwerden, das ist der Lauf der Welt.
Bei uns im neuen Garten lasse ich nachts nicht einmal mehr Wasser stehen, damit Wildtiere nicht trinken kommen des Nachts. Tagsüber steht da immer Wasser, schon wegen der Vögel. Doch den Fuchs und anderes Getier will ich hier nicht haben, welches mir möglicherweise meinen Garten verseucht. Seit ich das nächtliche Wasser weggelassen habe, hat sich auch das Kotproblem weitgehend gebessert! Für den Fuchs kann man sogar eine Falle aufstellen und dann die Polizei informieren, die den höchstwahrscheinlich töten läßt, so haben wir jedenfalls gehört. Und das täte mir, ganz ehrlich, überhaupt nicht leid! Denn hier geht es um uns, unseren Garten, unsere Erholung und nicht die der Tiere ... von denen es ohnehin zu viele gibt, so daß sie sich schon über die Müllkästen selbst in der Stadt hermachen.

Vielleicht gibt es viele Mäuse in den Herrnhäuser Gärten/Georgengarten - irgendwas muß doch da nicht stimmen! Denn ansonsten schaut es da doch gepflegt aus.

Mit dem Thema auseinandersetzen finde ich an sich auch nicht verkehrt. Klar ist es eklig. Und ich brauch' es auch nicht zu verdrängen. Ich gehe da halt anders heran, beschäftige mich z.Zt. damit allerdings ohnehin nicht, da wir nicht betroffen sind. Wenn ich jetzt Wälder aufsuche, laufe ich nicht mehr mit kurzen Hosen weitab der Wege im Dickicht herum. Wenn ich das vorhabe, ziehe ich jetzt sogar Stiefeletten und engschließende helle Hosen an - eben "Tropen"kleidung. Doch das wußte man an sich in meiner Kindheit schon, daß man Wälder nicht nackig betritt.

Herz-und-Leben hat gesagt…

Was mich dann noch interessieren würde . . . Du sprichst oft von Zeckennest - mir ist jetzt nicht ganz bewußt, ob Du schon einmal ein solches hier abgebildet hast. Ich hab noch nie eines gesehen. Mich würde es aber sehr interessieren, wie das ausschaut. Dann könnte ich zumindest und "spaßeshalber" mal im Wald danach Ausschau halten.

Kann ich mir das Nest als eine Art Spinnwebenartiges Gebilde vorstellen, in dem die Zecken "hängen" oder wie genau schaut das aus und von welcher Größe ungefähr sind diese Nester bzw. wo genau sind sie angebracht?

Liebe Grüße
Sara

Sisah vom Fließtal hat gesagt…

"Besser wäre es sich über Erfahrungen und beobachtungen auszutauschen, um die Entwicklung und das Verhalten von Zecken besser zu verstehen und einschätzen zu können. Aber für die meisten ist das Thema wohl nur ekelig und wird verdrängt."

Das unterstreiche ich voll und ganz, Silke! Und es beruhigt mich, dass du meinen Beitrag wohl auch unter diese Rubrik einordnest. Ich dachte schon, dass dir mein Beitrag zum Zeckenzählen als ignorant ankäme.
Vielleicht solltest du nach so viel Erfahrungen mit diesem Thema, nach so viel Resonanz, die durch unsere Kommentare erfährst noch einen speziellen Zecken-Blog anlegen.
Momentan habe ich ja mehr Zeit zum Surfen im Netz , da kann ich dann auch mal längere Beiträge lesen ;-). Das Thema interessiert mich wie ( fast) alle biologischen Themen, so dass ich heute noch mal gestöbert habe. Ich bin erstaunt, wie viel geforscht und berichtet wird. Erstaunt bin ich u.a. auch auf der Seite Zecken.de einen Info-Dienst mit einer Zeckenaktivitätsprognose zu finden, und eine Möglichkeit sich eine Zeckenwetter App herunterladen zu können.
Aber was habe ich davon? Mindere ich durch dieses Wissen mein Risiko eine Zecke zu erwischen, die eine Borreliose überträgt?
Für mich reicht's zu wissen, dass ich bei Spaziergängen mit dem Hund damit jederzeit rechnen muss eine einzusammeln und mich entsprechend hinterher abzusuchen, und meinen Hund prophylaktisch zu schützen.
Wenn ich allerdings Zecken im Garten hätte, würde ich vielleicht auch anfangen wie du genauer zu untersuchen, wo der Befall besonders stark ist.
Nur meine ich, dass du gerade wegen (vermuteter oder diagnostizierter?) Antibiotikaresistenzen in deinem Körper radikaler gegen Massenvermehrung der Zecken in deinem Garten dagegen radikaler vorgehen solltst...also es durchaus für eine bestimmte Zeit es ungemütlich für Überträger (Igel, Mäuse) machen würdest.
Wenn es Menschen gibt, deren Immunssystem sich gegen Borrelien wehren kann und deines eben nicht, dann musst du halt eben auch andere Maßnahmen ergreifen als meinetwegen ich, die es bei Absuchen und entsprechende Kleidung zu tragen belässt.
Meine gefährlichen Situationen im Meer sind deinen sehr ähnlich, ich bin fast mit meinem Vater in der dänischen Nordsee von einer Strömung abgetrieben worden und bin seit dieser Zeit sehr vorsichtig beim Baden in der Nordsee. Hast du dich da verschreiben...beim unbedarften Baden in der Ostsee? Da kann man sicher auch ertrinken- habe ich auch erlebt in einem Urlaub bei Schönhagen als ein Kind im Schwimmring vom Wind abgetrieben worden war- aber Unterströmungen habe ich da nie erlebt.
Trotzdem lese ich nicht vorbereitend auf den Meerurlaub Statistiken über Todesfälle, noch gucke ich da ständig auf den Gezeitenkalender... Ich fand deinen Vergleich der Ansteckungsgefahr mit Borrelien durch Zecken mit Hilfe von Zählen zu 'bekämpfen'in deinem Garten mit dem Blick auf den Gezeitenkalender zu vergleichen nur etwas abwegig.
Hast du eigentlich irgendwo schon andere Ideen erwähnt, wie du außer durch statistische Erhebungen ( und die Zeckenrollen)gegen die 'Zeckennester' vorgehst?
Ich denke da an Neupflanzungen, Abholzen...um die Luftfeuchtigkeit, die die Zecken so lieben etwas zu mindern oder Mausefallen anlegen? Und kann man nicht auch die Igel prophylaktisch behandeln mit irgendeiner chemischen Keule? Hast du mal mit einem Tierarzt über diese Möglichkeit gesprochen?
Ich hätte auch noch ein schön ekliges Thema: Wir leben ja direkt an einem Fließ, dort sehe ich hin und wieder Ratten schwimmen, die durchaus auch schon mal in Thermokompstern ihre Jungen hochgezogen haben.... Und da kommen bei mir archaische Ängste hoch..... Rattengift mag ich nicht wegen unsere Tiere auslegen.
Dieser Winter hat offenbar einige zur Strecke gebracht, so dass ich bisher noch keine gesehen habe.
LG
Sisah



SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara / Sisah
Nachdem ich heute früh die Kommentare geschrieben hatte, habe ich in unserer Blogstatistik entdeckt, dass jemand über den Post von Karin Greiner vom November 2009 'Zecken im Rundenmulch' zu unserem Blog gelangt ist.
So kam es, dass Wolfgang & ich ihren Post nochmals gelesen haben. Unabhängig vom Thema Rindenmulch, zu dem wir seitdem ohnehin unsere Einstellung geändert haben, ist ihr Text über das Zeckenproblem kurz, kompakt und noch immer sehr aktuell:
http://www.pflanzenlust-blog.de/zecken-im-rindenmulch/
Denn viel scheint sich seitdem in der Forschung nicht getan zu haben ...
Und die meisten Medien beschränken sich immer noch darauf vor Zecken zu warnen und die üblichen Schutzmaßnahmen wie Kleidung, Sprays und Absuchen zu empfehlen.
Die Zeckenvernichtung ist wohl immer noch ein fast unlösbares Problem. Da hilft wohl wirklich nur der Flammenwerfer und dann der betonierte und möglichst überdachte 'Garten'

Zu einigen Dingen werde ich demnächst noch etwas schreiben, aber heute ist der Tag zu schön und zu sonnig, um mich dem Thema zu widmen ...

@ Sara
Ein Zeckennest habe ich nur in der Filmrolle auf dem Küchentisch durch Zufall kennengelernt: http://wildwuchs-unter-aufsicht.blogspot.de/2011/07/das-ist-unsere-zeckenrolle.html
Das bedeutet, dass das Zeckennest aus der vollgesogenen Zecke entsteht, die Eier legt und dann abstirbt. So ein Nest kann also eigentlich überall entstehen. Laut der Erfahrung von Harald - der Zeckenzähler mit dem Eifelgarten (der mich ja erst durch seinen Forumsbeitrag dazu gebracht hat selbst eine Zecken-Statistik zu führen), ist im Umkreis von etwa 2m dann mit Zeckenlarven zu rechnen.
Im Garten konnte ich nie ein Zeckennest lokalisieren, nur unter der Hedi Grimm konnte ich im Juni 2011 das große Krabbeln feststellen:
http://wildwuchs-unter-aufsicht.blogspot.de/2011/07/ausflugstag.html

http://wildwuchs-unter-aufsicht.blogspot.de/2011/06/2-socken-weniger.html

Herz und Leben 2 hat gesagt…

Heute war's wirklich schön, das mußte man ausnutzen. War auch fast den ganzen Tag im Garten. ;-) Unter Pflanzenlust schaue ich dann gleich noch. Ursachenforschung fände ich hier schon sehr wichtig, aber ganz so krass würde ich es nicht sehen mit betoniertem Garten etc. Wobei man manchmal tatsächlich zur Ursachenbeseitigung extreme Wege gehen muß. Mir fällt da nur das Beispiel verschimmeltes Fertighaus ein. ;-) So wie ich gehört habe, kann man das kaum trocken kriegen und wird es abreißen müssen. Denn will man dran herumdoktern und in Kauf nehmen, daß die Sporen denn doch noch vorhanden sind und man sich langfristig einer Gesundheitsgefährdung aussetzt? Das gilt sicher nicht für jedes vom Schimmel befallene Haus und sicher auch nicht für jeden mit Zecken massiv befallenen Garten. Deshalb würde es mich ja in Deinem Falle auch sehr interessieren, wieso ausgerechnet Hannover ... denn das ist ja nicht auf Euren Garten allein begrenzt. Nur als Privatperson wird man das kaum herausbekommen ... Dafür müßte man Rentner sein, nichts weiter zu tun haben und die nötigen Mittel ...

Zum Zecken"nest"
Unter "Nest" habe ich mir immer ein gewisses Gebilde vorgestellt. Die Zecken müssen doch irgendwo schlafen und gedeihen ;-) Zumindest, wenn es Spinnentiere sind - bei den Spinnen gibts Spinnennetze - warum nicht auch hier? Ich kenne die Fertigkeiten der Zecken in dieser Hinsicht allerdings nicht, denn so genau hatte ich mich damit nie befaßt. Aber ich dachte halt, weil Du öfter von Zeckennest schriebst, daß Du solche Nester gesehen hast, nicht nur die Ansammlung von Zecken. Aber vielleicht haben Zecken ja gar kein "Nest" in dem Sinne und bestehen tatsächlich nur aus einer Ansammlung ... Mama, Papa-Zecke und viele viele Kinder ;-)

So, jetzt will ich erst einmal weiterschauen ... eine angenehme Sommernacht wünsch' ich
Sara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Erst heute früh, nach Deinem Kommentar, ist mir eingefallen, dass das Video auf Zecke.de das wesentlich besser erklärt wie 'Papa- & Mama-Zecke' das mit den 3000 Eiern hinbekommen, und wo die Eier abgelegt werden. Nur habe ich hier schon so oft auf die Seite und das Video hingewiesen, dass ich davon ausging, das wäre Dir inzwischen bekannt: http://www.zecken.de/die-zecke/wie-sie-lebt/der-lebenszyklus-der-zecke/