Sonntag, 16. Juni 2013

Mal kurz ...


... den Astschneider holen:

Während an diesem Wochenende viele Gärten für die offenen Pforten 
auf 'Hochglanz poliert' und für Gartenbesucher geöffnet sind, hatte es 
mich nach der heutigen Wildwuchs-Fotorunde mal wieder verlockt nur 
'ganz kurz' etwas gegen die grüne Hölle anzuarbeiten: Denn der Wind 
der letzten Tage hatte das Fliedergemisch aus Rankrose Belvedere 
und dem wilden Wein so Richtung Osten zur Scheinakazie gedrückt, 
dass die verblühten Fliederrispen nun teilweise gut erreichbar aus 
dem Strauch herausschauten. Und da er ohnehin nach der Blüte der 
Rose eingekürzt werden soll, konnte ich ja schon mal anfangen ... 

Im Vordergrund auf dem Boden vor der Tischgruppe versammelten 
sich reichlich frische ca. 1m langen Triebe der Belvedere. Dieser 
Neuaustrieb hätten ohnehin demnächst ihre Rosenblüten verdeckt. 
Den gesamten Rosen- und Ilexschnitt aus dem Garten häcksele ich 
übrigens getrennt vom restlichen Shreddermaterial. Denn dieses 
unangenehme Schnittgut kommt nur auf den Hochwald-Kompost-
haufen. Der weniger pieksige Grünschnitt hingegen wird nach dem 
Sheddern sogleich in die Beete unter die Sträucher befördert.

Dieses war der erste Streich und hinterließ einen ordentlichen 
Haufen, der nun leider bis Montag warten muss. Denn auch ein 
Leisehächsler sollte am Sonntag Pause machen ...

Also konnte ich mich nun an der etwas freieren Sicht 
auf den gerade beginnenden Pfeifenstrauch und die Deutzie 
unter der allmählich verblühenden Scheinakazie erfreuen.

Doch der immergrüne Schneeball und die Spiere 
hinter der Mauer bekamen nun gleich auch noch 
ihren notwendigen Rückschnitt nach der Blüte. 

So war der schmale Weg zum 'Beet der vergessen Gemüse' 
schon wieder wesentlich besser begehbar!

Und weil ich gerade dabei war: Die Scheinkerrie konnte etwas 
nachgeschnitten werden, die Hemlocktanne hing im Weg und 
nahm die Sicht auf Rosa helenae. Und von der Scheinakazie 
störten mich nun auch ein paar der unteren und sogar für mich 
noch gut errreichbaren Äste. Also kam die Teleskopsäge raus.

Nun hat das Belvedere-Wein-Gemisch im Flieder auch von oben 
wieder etwas mehr Licht. Da lagen nämlich schon einige Zweige 
der Scheinakazie darüber.

Ob diese Rosenknospen nun mal zur Blüte kommen? 
Oft waren die wenigen Blüten durch das Regenwetter 
verklebt. Und dann blühte sie natürlich durch die 
höhere Luftfeuchtigkeit auch extrem rosa ...

Die Spiere im Flieder habe ich jetzt auch mal stärker beschnitten. 
Ob sie im nächsten Jahr nun mehr als 3 weiße Zweige hervorbringt?

Und das war dann plötzlich das Ergebnis von 'Mal kurz ...'

Doch bis auf den verschwundenen Glastisch 
sieht man es dem Garten zum Glück kaum an.

Da konnte ich dann auch noch ein paar größere Haseläste 
an der Südseite schneiden und Rosa brunonii einige frische 
Ranken entfernen. Nun ist es für Fair Bianca und die nach-
folgenden Rosen im schattigen Südbeet etwas lichter ...

Fotos: S.Schneider


Kommentare:

CarpeDiem hat gesagt…

Ich habe auch gerade eiige Zweige der Bluthasel geschnitten, damit meine Rose dort hochwachsen kann und der Wind und Regen haben mir sogar meine riesige Rose über den Weg gefegt und ich mußte einiges wegschneiden. Sie ist einfach zu schwer zum Binden. Aber so viel Schnittgut wie Du fällt bei mir nicht an.
Schredderst Du das? Bei uns kommt im Herbst ein Gärtner vorbei und schreddert den Kubikmeter dann für relativ wenig Geld.
Lieben Gruß Cordula

SchneiderHein hat gesagt…

@ Cordula
Das waren noch Zeiten, als ich im Juni/Juli mal einen Tag den Garten durchschnitt und dann nur ab und an bis zum Herbst mal hier und da nachschnippeln musste. Zu dem Zeitpunkt teilten sich meine Mutter und ich sogar noch den Shredder ;-) Ihr Garten hat so wenig Lagerraum für Grünschnitt, dass wir meist schon nach dem Schnitt einer Deutzie den Shredder anwerfen müssen.

Ich hätte zwar im Hochwald etwas Platz den Grünschnitt von ca. 2 Sträuchern zwischenzulagern, aber dann ist das Shreddern sogleich wieder mit Gefahren verbunden. Denn das von mir angefasste Material zieht Zecken magisch an. Ganz oft habe ich schon erlebt, dass sich dort über Nacht einige Tierchen an den Sammelkörben eingefunden hatten und notfalls auch mehrere Tage dann auf mich warteten.
Außerdem lässt sich das Material meist mühsamer durchjagen, wenn es durchtrocknet bzw. der untere Teil irgendwann vermatscht.

Grünschnitt-Abfuhrtermine gibt es in Braunschweig & Hannover schon lange nicht mehr. Und die Abgabestellen wären nur mit dem Auto & Anhänger zu erreichen. Außerdem ist die Abgabe zumindest in BS kostenpflichtig. Da ist es wirklich praktischer möglichst schnell zu hächseln und alles im Garten zu belassen.
Außerdem sind diese ca. 5 Ikea-Taschen voll Shreddermaterial gleich am Montag Mittag an die Südgrenze gekommen. Jetzt habe ich wieder einen krautfreien und gut begehbaren etwa 50cm breiten Wirtschaftsweg von der Hasel bis zur Hemlocktanne im Osten ...