Mittwoch, 12. Juni 2013

im und unter dem Holunder



Links der verblühte Flieder, von dem ich bisher nur - soweit 
die Arme reichten - die brauen Blütenrispen entfernt habe. 
Denn inzwischen ist der Garten so üppig grün, dass in wenigen 
Minuten riesige Schnittgutberge zusammenkämen, wenn ich 
mal kurz mit Astschere und Teleskopstange in die grüne Hölle 
dass der Shredder nun einige Meter über den Steg getragen 
werden muss - und nicht wie früher mal eben in den Garten 
gerollt werden kann. Auch der Weg hinter dem Steg mit den 
drei Betonplatten war vor einigen Tagen noch befahrbarer. 
So gibt es nun also noch braune Fliederspitzen im Bild, die 
jedoch bald vom wilden Wein und der Rankrose Belvedere 
überwuchert werden.

Mitten im schattigen Südbeet spielt nun der bereits 1996 hierher
umgepflanzte Holunder die Hauptrolle. Er löst den japanischen 
Schneeball mit der Blüte ab, ist jedoch für das kleine Beet und 
die ihn umgebenden Pflanzen eigentlich schon viel zu groß. 
Doch, obwohl wir zahlreiche Holundersträucher im Garten be-
herbergen, ist nur dieser zur Zeit so blühfreudig.

Und dem Geißblatt macht es offensichtlich auch nichts aus: 
Es erklimmt die Spitzen des Holunders und kommt demnächst 
zur Blüte. Auch der Rubus x 'Tridel Benenden' schiebt seine 
langen Ranken aus dem Strauch hervor, und erfreut uns noch 
wird es in dieser Pflanzgemeinschaft wieder schwer haben!

Solche Probleme kümmern eine Nacktschnecke jedoch nicht. 
Sie labte sich an den ersten herabgefallen Holunderblüten und 
war gegen 8 Uhr auf dem Rückweg in das schattige Beet. Doch 
nachdem sie ertappt wurde, muss sie nun mit den Speisen auf 
dem Hochwald-Komposthaufen vorlieb nehmen ...

Fotos: S.Schneider


Kommentare:

Herz und Leben 2 hat gesagt…

Hast Du das alles gestern gepostet?? Aber ich kenne das ja auch ...
Ja, der Holunder ... er blüht in diesem Jahr so reichhaltig ... und dazu dieser unbeschreibliche Duft ... habe direkt wieder Holundersekt angesetzt. Ich mag den Duft und Geschmack des Holunders einfach allzu gern. Leider währt diese Phase nur sehr kurz.

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Bei der Fülle Deiner Kommentare war mir der gestern durchgerutscht ;-)

Am Samstag bin ich kaum zum Posten gekommen. Ein Teil war wohl vom Freitag. Aber im Nachhinein weiß ich das nicht mehr genau. Doch Samstag hatten wir uns mit dem Teich vergnügt und Sonntag habe ich mir den Flieder und die Spiere etc unter der Scheinakazie vorgenommen. Da bin ich auch kaum zum Posten gekommen.
Zumal es jetzt so viele Bilder und Themen sind, dass ich kaum mit dem Sortieren hinterherkomme - geschweige denn zur Bilderauswahl. Aber bald ist der Garten ja grün, dann kann ich in Ruhe die Rosen nacharbeiten ;-)

Ja, der Holunder an der Grenze im Garten meiner Mutter war am Dienstag ein Traum. Nun ist er bestimmt verblüht. Aber ich habe ja Fotos ;-) So üppig hatte ich ihn noch nie blühen gesehen.
Und bei uns kommt nun doch noch einer am Hochwald hinterher. Ich hatte befürchtet, dass er eingegangen wäre.
Den Holunderduft nehme ich nur beim Schneiden & Shreddern wahr. Aber vielleicht ist unser Garten dafür einfach zu schattig. Außerdem scheine ich Düfteohnehin nicht sehr intensiv wahrzunehmen ...

Herz-und-Leben hat gesagt…

Macht doch nichts.
Wie beschneidest Du die Spiersträucher eigentlich? Es ist zu lange her, seit wir welche hatten. Ich kenne es so, daß man das alte Holz wegnimmt. Denn wenn man die Blühsträucher oben an den Spitzen kappt, blühen sie im nächsten Jahr womöglich nicht ... aber das kann von Strauch zu Strauch auch unterschiedlich sein ...

Also unser Holunder blüht übrigens noch immer sehr schön. Es gab da ja auch noch viele Knospen, die jetzt erst aufblühen. Die Holunder blühen in diesem Jahr überall sehr reichlich. Das habe ich so schon lange nicht mehr gesehen.
Vor allem sind sie nicht so befallen, wie die Jahre davor.

Bei mir ist es eher umgekehrt, ich nehme wirklich jeden Geruch wahr und das schon in geringsten Mengen. Von Gerüchen wache ich sogar auf. Aber ich rauche auch nicht, habe nie geraucht ...

Liebe Grüße
Sara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
An den Stellen, wo bei uns Spieren stehen, kommt es mir zunächst auf eine vernünftige Ganzjahresform an. Daher schneide ich sie eigentlich wohl nie richtig für eine üppige Blütenmenge. Meist nehme ich 1/3 der Triebe weit in den alten Strauch zurück. Außen eventuell auch mal fast bodenbündig - je nachdem wo der Strauch steht. Damit er mir nicht zu hoch wird, kürze ich oftmals auch den oberen frischen Austrieb fast auf das alte Holz zurück. Und je nach Wuchsform werden die verblühten Triebe ganz oder nur teilweise herausgeschnitten.
Sicherlich kann man auch die Hälfte oder mehr vom alten Holz fast bodenbündig herausnehmen und die verblühten Triebe weit zurückschneiden. Aber in der Form wäre mir der Strauch dann jetzt zu grau und trist ...

Stimmt, bis jetzt habe ich an den jungen Trieben des Holunders auch noch nicht die schwarzen Blattlaus-Kolonien gesehen. Das kommt aber wohl bald. Bisher waren sie zumindest in BS jedes Jahr am Holunder und Pfeifenstrauch. Na ja, der Rückschnitt der frischen Triebe ist eben jedes Jahr nötig.
Gestern in BS war der Vorgarten schon wieder so üppig grün und stellenweise verblüht, da kann ich in der nächsten Woche wohl wieder Spiere, Flieder, Geißbart, Scheinquitte & Holunder schneiden. Und Heckenkirschen, die Ligusterhecke mit der Rosa arvensis und der Pfeifenstrauch sind dann auch schon bald dran ...

Also am Rauchen kann es bestimmt nicht liegen: Zwar haben Wolfgangs Eltern und meine Mutter in den 70ern geraucht., aber dem Qualm war zumindest ich recht selten ausgesetzt. Und auch im Freundeskreis gab es immer recht wenig Raucher. Sowohl Wolfgang als auch ich haben nie geraucht und trotzdem wahrscheinlich zeitweilig eine verminderte Fähigkeit Duft wahrzunehmen. Wolfgang schon lange, und bei mir anscheinend auch schon einige Jahre. Denn wenn wir in Sangerhausen waren, faszinierten mich die Rosendüfte kaum. Und die stehen dort ja fast alle in praller Sonne. Wahrscheinlich sind wir eher 'Augenmenschen' ;-)

Herz-und-Leben hat gesagt…

Interessant! Ja, dann werde ich mal schauen, wie ich meine Sträucher beschneide. Zu kahl mag ich es auch nicht, aber auch nicht zu unordentlich und ausufernd.

Bei manchen Rauchern kann man das verminderte Riech- und Geschmacksempfinden beobachten. Aber das kann schließlich auch andere Ursachen haben. Wenn es Dir selbst sogar auffällt oder hat sich das im Laufe der Jahre verändert, war das bspw. als Kind anders bei Dir? Bei mir hat es sogar noch zugenommen, daß ich sehr sensitiv auf Gerüche reagiere. Aber ich bin auch ein absoluter Augenmensch. Daran kann es auch nicht liegen. Mein Mann, der auch relativ gut, aber nicht so gut wie ich Gerüche wahrnimmt, ist gar kein Augenmensch. Ich könnte das ganze Haus auf den Kopf stellen und er würde das ewig nicht bemerken ;-) Absolut rational - so ist jeder Mensch anders und woran auch immer das liegen mag ... manches ist sicherlich auch angeboren. Aber ich glaube, sein Geruchsempfinden kann man sogar schulen, so man denn mag. Während die Parfümeure spezielle Menschen sein müssen, nicht umsonst nennt man sie "Nasen" ;-)

Also unser Holunder hat nur ganz wenige Blattläuse. Da ich ja immer Holunderblüten ernte, bemerke ich das schnell. Er ist auch sonst kaum befallen. In den vorangegangenen Jahren hatte er ja so kleine milbenartige Tierchen in Unzahl auf den Blüten. Man konnte ihn deswegen kaum verwenden.

Ein schönes Wochenende wünsche ich Dir/Euch ... liebe Grüße
Sara