Donnerstag, 27. Juni 2013

3 recht ähnliche Rambler


In unserem Garten stehen auf der Südseite drei inzwischen wild 
umherwuchernde Rambler, die aber, obwohl sie jetzt fast zeitgleich 
blühen, kaum zusammen wahrnehmbar sind. Daher habe ich heute 
kleine Rosenbüschel geschnitten, um sie miteinander zu vergleichen: 

Zuerst einmal 'No Name' aus den Historischen Rosengärten 
in Hemmingen bei Hannover, die wir im Juni 2010 dort kauften. 
Und die seit dem letzten Herbst rechts hinter dem roten Rhodo-
dendron einen Kletterplatz im angrenzenden Ilex gefunden hat.

Ihre Knospen haben einen hellgelben 
oder creme-weißen Hauch, ...

der jedoch schnell verblasst. Ihre Blütengröße beträgt 
im Mittel 35 bis 40mm. Von den hier gezeigten 3 Rosen 
beginnt sie als Letzte. Das mag jedoch auch daran liegen, 
dass sie vergleichsweise noch recht wenig Knospenbüschel 
ausgebildet hat. Und diese befinden sich noch dazu über-
wiegend im halbschattigen Bereich zwischen den Sträuchern 
der Grenzbepflanzung. Im nächsten Jahr, wenn sie den Ilex 
erobert hat, mag das schon anders sein. Jedenfalls begann 
sie erst richtig mit der Blüte, als die Rosa multiflora-Hybride 
am Waldweg allmählich verblühte.



nun üppig ausgebreitet. Sie erstreckt sich über die gesamte 
Taxusbreite. Und auf der Südseite hat sie bereits auch die 
ersten 2,5 bis 3m erobert. Wir hatten sie im Sommer 2006 
aus der Rosenbaumschule Schütt in der Nähe von Itzehoe 
mitgenommen. Und nachdem wir trotz der herrlichen Hage-
butten, die sie uns schon beim Kauf zeigte, jahrelang auf 
ihre Blüten warten mussten, werden wir nun für das lange 
Warten üppig entschädigt.

Ihren baldigen Blütenbeginn kündigt sie mit warmgelben 
bis leicht apricotfarbenen Knopen an.

Ihre Blüten gehen jedoch auch recht schnell in Weiß über 
und bilden dann Blütenteller von 45 bis 50mm.



Fast am Ende des Gartens, gleich neben der Hemlocktanne
steht Rosa helenae. Auch sie haben wir von Schütt. Nur gehörte 
sie zu den Rosen, die wir bereits im Frühjahr 2005 in den Herren-
häuser Gärten beim Gartenfestival zusammen mit Semiplena und 
Lamberts Oriole kauften. Und sie ist inzwischen auch die Rambler-
rose, die uns als erste ein Gefühl dafür vermittelte, was es bedeutet, 
wenn man eine Ramblerrose an die südliche Grenze pflanzt: Denn 
bzw. auf unserer Seite des Zauns zu halten. Daher fiel es mir bei 
ihr besonders leicht, einen Blütenbüschel fürs Foto zu schneiden.

Auch sie beginnt mit gelblichen Knospen, 
die jedoch auf bräunlich-roten Stielen sitzen.

An ihr konnte ich im Mittel Blüten von 35 bis 40mm vermessen -
 es gibt aber auch kleinere Blüten an versteckteren Büscheln.



Und da diese Rosen auf den Fotos und im Garten scheinbar 
nun alle gleich aussehen, hier jetzt der direkte Vergleich: 

Links 'No Name, in der Mitte Rosa brunonii und rechts Rosa helenae.

Und hier noch die jeweiligen Blätter. Wobei diese 
Blattgrößen an allen drei Ramblern zu finden sind.

Auch werden wahrscheinlich alle 3 Rosen Rankenlängen von über 5m 
15m langen Trieben! Doch die Ranken werde ich erst in den nächsten 
Tagen vergleichen können, wenn ein Teil von ihnen geschnitten 
werden muss. Dann werden sie sich sicherlich auch an den 'Kletter-
haken' besser unterscheiden lassen. Und im Spätsommer wird es 
an ihren Hagebutten dann noch deutlicher ...

Fotos: S.Schneider


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