Sonntag, 5. Mai 2013

Schneckenschleim auf Beton



Und wieder glitzert es im Sonnenschein. Auch wenn sich 
die Fraßspuren noch in Grenzen halten, so sind die Schleimer 
wieder unterwegs. Und zwar von A nach B und dabei sogar 
über die trockene Betonfläche. Denn hier ist zur Zeit alles 
gefegt und es liegt kaum verlockendes Futter auf den Platten! 
Oder haben es die Nacktschnecken etwa auf die pfirsich-
blättrigen Glockenblumen abgesehen, die hier im Garten 

Foto: S.Schneider


Kommentare:

chagall hat gesagt…

Ja, Silke, bei uns sind die Schleimer auch schon wieder unterwegs...ich hab wieder das gute alte Ferramol ausgestreut, bei Schnecken kenne ich kein Pardon.
Liebe Grüße von Heike

SchneiderHein hat gesagt…

@ Heike
Auch wenn es reichlich Schneckenkorn geben soll, dass angeblich unschädlich für Igel und Haustiere ist, so würden auch Schnirkel- & Weinbergschnecken vom Mittel naschen, und ich glaube kaum, dass Tigerschnegel einen Bogen drum machen würden. Gerade gestern begegnete mir mal wieder die Weinbergschnecke und vorgestern fand ich einen Schnegel im Regenfass.
Daher habe ich lieber schon immer von Hand gesammelt und selbst getötet. Nur nach 9.000 gesammelten Nacktschnecken von August 2002 bis Herbst 2003 habe ich mich gefragt was das soll, und mit welchem Recht ich nur für ein paar Blühpflanzen ich so massiv in die Natur eingreife. Daher verzichte ich seitdem lieber auf viele Pflanzen, die bei uns nur Schneckenfutter wären.
Und mir scheint, die Schneckenmenge reduziert sich allmählich. Die, die mir nun im Garten begegnen, setzte ich auf den Hochwaldkompost. Da können sie den unerwünschten Schnittgutberg abarbeiten. Denn das Material kommt auf so eine Art Totholzhaufen, wo es ganz fix immer wieder reichlich Nachschub gibt: Roenschnitt, unerwünschtes Unkraut oder Schnitgut, das ich mal nicht shreddern mag ...

Gartenfee hat gesagt…

Hallo Silke,
bei uns sind sie nach dem Regen auch wieder unterwegs...momentan bevorzugen sie den Austrieb vom roten Sonnenhut, der Flockenblume, der neu umgesetzten Asternableger und der Lupine. Da ich dieses Jahr ganz gerne etwas von diesen schönen Pflanzen haben möchte, sind abendliche Kontroll- und Absammelrundgänge jetzt ein Muss. Ich gehe dann immer ein Stück und werfe sie in die angrenzenden Felder...In den letzten Jahren haben sich auch einige Schnirkelschnecken in unserem Garten angesiedelt, so dass der Einsatz von Ferromol jetzt leider zunehmend erschwert wird.

Liebe Grüße, Bärbel

SchneiderHein hat gesagt…

@ Bärbel
Mir fiel das Abtöten auch nicht leicht. Zumal die 'eingeweckten' Mengen dann auch noch für echte Entsorgungsprobleme sorgten ...
Allerdings finde ich die Idee sie im Wald, Feld oder am Ententeich auszusetzen auch nicht richtig = anderen bzw. der Natur das Problem zuzuschieben. Denn wenn ich mich daran erinnere welche Schäden sie hier angerichtet haben und wie fix sie sich vermehren konnten. Schließlich haben sie kaum Feinde - auch nicht in Wald & Flur ...

Gartenfee hat gesagt…

Im ersten Gartenjahr hatten wir auf unserem Grundstück überhaupt keine Probleme mit Schnecken, von daher müssen sie ursprünglich nach und nach von dem Grünland hinter unserem Grundstück gekommen sein. Selbst töten kann und will ich sie nicht, daher bringe ich sie lieber wieder dorthin, woher ihre "Eltern" kamen, auch wenn ich damit riskiere, dass die ein oder andere Schnecke wieder in unserem Garten landet...;-)

LG Bärbel

SchneiderHein hat gesagt…

@ Bärbel
Wir hatten mit dem Garten auch Schneckenkorn geerbt. Aber bei einem Nutzgarten ist das wohl auch kein Wunder, dass solche Flächen dann sehr beliebt sind. Doch in den ersten Jahren sah ich eigentlich nie eine Nacktschnecke.
Allerdings reichlich wässern der Neuanpflanzung und die Rindenmulchschicht machten es den vorhandenen Tieren sicherlich sehr gemütlich. Und je dichter der Garten wurde, um so mehr gefiel es den Schleimern. Das Futterangebot war ja auch perfekt ;-) Und es wurde immer bequemer von Pflanze zu Pflanze im Schatten zu wandern. Ich kann mir auch vorstellen, dass es auch Schnecken aus der Nachbarschaft zu uns zog ...

Erst viel später entdeckte ich in gekauften Töpfen auch Schneckeneier und Schleimer. Die Töpfe kamen frisch aus Gärtnereien. Inzwischen kontrollieren meine Mutter und ich jeden gekauften Topf ziemlich genau, bevor er überhaupt in den Garten darf.
Wenn ich mir überlege, was wir in den ersten Jahren seit 1996 hier an Pflanzen reingesetzt haben - da wanderte sicherlich so manche Schnecke bzw. Eigelege mit ein ohne das wir es bemerkt haben. Also eigentlich selbstgemachte Leiden ...