Sonntag, 19. Mai 2013

Mit ihr haben wir jetzt unseren Spass ...



Das feuchte Wetter gefällt Rosa brunonii ausgesprochen gut. 
So luftig sah es noch vor einer Woche hinter dem Aluteich aus. 
Inzwischen hat diese wuchsfreudige Rose vom japanischen 
Schneeball auf der Südseite des Gartens bis zur Himalayazeder 
am Weg alles vereinnahmt und lässt ihre meterlangen Ranken 
mit dem roten Austrieb aus dem Haselstrauch herabhängen. 
Wenn sie nur nicht so ein stacheliges Wesen wäre ...

Foto: S.Schneider


Kommentare:

Lykkagard hat gesagt…

Aha, jetzt habe ich es geschnallt. Erst las ich das und überlegte, wie Du das nun meinst mit Deinem Spass mit ihr. Bist Du wirklich erfreut oder ist das Ironie.
Nach dem dritten Mal lesen endlich viel der Groschen. Die Betonung liegt auf ihrem stacheligen Wesen.
LG lykka
Dann hatte Deine Großmutter ein gutes Leben und ihre Freude am Leben bis fast zum Schluss. Deine Mama hat sich solange gekümmert. Alle Achtung!

SchneiderHein hat gesagt…

@ Lykka
Beides ist gemeint ;-) Im Moment zeichnet sich ab, dass sie einige Knospen bildet, die sich an den langen Ranken auf dem rötlich-grünen Grund sehr schön machen. Aber sie vereinnahmt jetzt so viel Fläche, dass ich sie gleich nach der Blüte schneiden muss. Und da sie sich so gern überall festhält - auch an mir, kann ich ihre meterlangen Ranken dann leider kaum alleine schneiden und zum Shreddern auf die Betonfläche befördern. Und das wird hier bekanntermaßen ja zum Problem - mit dem Antrag stellen & der fristgemäßen Erfüllung ;-)
Lange haben wir auf diese Rose warten müssen, aber nun zeigt sie uns ihr wucherndes üppiges Wesen. So wie 'No Name' hinter dem roten Rhododendron im Wäldchen, Rosa helenae an der Südgrenze in der Hemlocktanne und Rosa longicuspis in der Mirabelle. Wenn man da nicht kontinuierlich am Ball bleibt! Die sind alle extrem wuchsfreudig und können dabei so gut klammern ...

Bei meiner Großmutter würde ich sagen der Übergang war fließend und abhängig von der Tagesform. Es gab Tage, an denen sie sagte 'der liebe Gott hat mich vergessen' oder 'Herr Doktor geben sie mir doch eine Spritze, damit alles vorbei ist ...' Auch ihre rissempfindliche Pergamenthaut wurde immer mehr zum Problem. Aber genauso hatte sie nach einigen komatösen Tagen wieder Hunger und sagte plötzlich 'Ich will noch etwas hier bleiben!' Vielleicht war es wirklich die Pflege und Aufmerksamkeit, die sie am Leben hielt ...
Für meine Mutter waren diese ca. 8 Jahre, in denen sie 24 Stunden am Tag für sie in Bereitschaft war schon ziemlich extrem. Eigentlich hat sie in der Zeit ihr eigenes Leben fast aufgegeben. Aber zum Glück war das 'Loch danach' doch nicht ganz so tief, wie ich es all' die Jahre befürchtet hatte ...

Elke hat gesagt…

Die Art kannte ich noch gar nicht. Aber wenn sie so riesig wird, ist das eher nichts für meinen Garten. da reicht mir R. multiflora schon, mit der ich meinen Spaß habe.
VG
Elke

SchneiderHein hat gesagt…

@ Elke
Sie hat etwas länge gebraucht, aber seit einigen Jahren ist sie wirklich zu extrem für Dich. Ebenso sind Longicuspis & Helenae ganz bestimmt nichts für Dich - zumal die auch extrem picksig sind. Da ist die Multiflora schon wesentlich angenehmer. Lykkefund ist sehr schön und dornenlos, aber wohl auch zu ausladend. Wahrscheinlich ist für Deinen Garten eher noch die Guirlande d'Amour passender, die soll es auch mit Duft geben. Allerdings hat die anscheinend in vielen Gärten in diesem Winter gelitten. Und auch meine sieht zur Zeit nicht doll aus. Mein Star unter den weißlichen rankenden Rosen ist immer noch Hedi Grimm. Aber bei der braucht man nach einigen Jahren wohl auch eine gute Rosenschere und einen rankenfressenden Shredder, damit sie in den Garten passt ...