Mittwoch, 29. Mai 2013

kleine Nacktschnecke



Bei dem feuchten Wetter bin ich wirklich erstaunt, dass 
mir immer noch recht wenig Nacktschnecken begegnen.
 Auch die sonst so markanten Fraßspuren fallen mir noch 
nicht so häufig auf. In den vergangenen Jahren hatte ich 
um diese Zeit an sehr vielen Stauden schon erhebliche 
Schäden zu verzeichnen. Oder liegt es jetzt neben dem 
kalten Frühjahr auch daran, dass im Laufe der Jahre immer 
mehr Pflanzen von den Schnecken eleminiert wurden, so 
dass ihr Speiseplan allmählich an Abwechselung verliert? 
Wandern sie jetzt eventuell in die blühfreudigeren Gärten 
der Nachbarn aus? Und kosten in unserem Garten aus Ver-
zweifelung jetzt sogar tagsüber herabgefallene winzige 

Foto: S.Schneider


Kommentare:

Lykkagard hat gesagt…

Wer braucht die? Wir haben soviele, tausende oder mehr. Mein Liebstöckel was ich gepflanzt hatte, ist bereits Geschichte.
LG lykka

SchneiderHein hat gesagt…

@ Lykka
Och, in vernünftigen Mengen sind die ja vielleicht sogar nützlich. Zum Beispiel verarbeiten die auch recht schnell Vogel-Kot und Pflanzenteile, die im Weg liegen.

Ja, das mit den 'tausende oder mehr' kenne ich nur zu gut! Im August 2002, bei der langanhaltenden Regenzeit habe ich an einem Tag sogar 900 Tiere im Garten gesammelt. Danach war ich bis Ende 2003 auf Schneckenjagd und habe über 9.000 Tiere im Garten gefunden und getötet. Denn sie irgendwo in Wald, Wiese oder am Teich fernab vom Garten auszusetzen finde ich ökologisch nicht vertretbar. Ebenso wie es sinnvoll ist im Garten gefundene Zecken zu töten und nicht nur in der Toilette wegzuspülen. Damit verlagert man nur das Problem ...

Bei den Nacktschnecken war ich nach den Mengen aber das Abtöten leid. Seitdem sammele ich sie und befördere die Tiere auf den Komposthaufen im Hochwald. Da bekommen sie regelmäßig Material, das ich nicht im Garten in den Beeten verteilen will - und das sich nur kompakt zusammenrotten soll, damit dort wieder Platz für neues Schnittgut ist.
Und unsere Pflanzen-Vielfalt hat sich seitdem auch sehr stark eingeschränkt. Aber für dieses Wetter der vergangenen Tage, dass mich sehr stark an den August 2002 erinnert, bin ich echt erstaunt, dass relativ wenige und noch sehr kleine Schnecken unterwegs sind. Oder ich sehe mal wieder nicht, was sich da unter Beinwell & Co allmählich wieder versammelt ...