Samstag, 18. Mai 2013

feuchter Weg



Noch ist der Weg zur Betonfläche auch an regnerischen Tagen 
einigermaßen begehbar. Doch schon bald verlieren Akeleien, 
Knoblauchsrauke und Storchschnabel ihre Standfestigkeit 
und biegen sich zum Weg. Auch Walderdbeeren und ebenso 
der Waldmeister werden bei dem feucht-warmen Wetter sehr 
schnell höher. In nur wenigen Tagen überwuchern sie dann 
die Trittplatten. Nun beginnt hier wieder die gefährliche Zeit, 
denn Wetter und Beetrand bieten jetzt ideale Bedingungen 
für die fiesen Blutsauger. Und schon oft haben Maus & Allegra 
oder wir auf diesem Weg in den letzten Jahren Zecken mit-
genommen. Eigentlich sollte die Weggestaltung inzwischen 
schon einige Pflanzen umgezogen. Doch leider habe ich es im 
Frühjahr wieder nicht rechtzeitig geschafft, den Weg komplett 
freizupflanzen, wie ich es mir schon im letzten Jahr 
vorgenommen hatte ...

Doch zum Glück hält sich das Zeckenaufkommen im Moment 
einigermaßen in Grenzen. In diesem Monat waren es bisher 
'nur' 20 Tiere: 12 Weibchen, 5 Männchen und 3 Nymphen.

Erstaunlicherweise sind mir bei den Arbeiten in den Beeten 
an der ehemals verwilderten Ostgrenze kaum Zecken begegnet. 
Sie scheinen sich eher am Wiesenrand in Hausnähe und am Steg 
aufzuhalten. Auch die Garage scheint ein guter Warteplatz 
zu sein. Denn eine Nymphe saß dort oben am Verschluss der 
Düngerflasche. Dafür musste das Tierchen mehr als 1m vom 
Wiesenrand zurücklegen und wohl 1 Woche auf mich warten. 
Denn diese Flasche fasse ich nur 1x pro Woche an ...

Foto: S.Schneider


Kommentare:

Elke hat gesagt…

Hallo Silke,
ich habe auch das Gefühl, dass es dieses Jahr wenig Zecken sind. Liegt es an den Zeckenrollen, die ich jetzt das zweite Jahr ausgelegt hab? Die Mäuse finden die Dinger super und leeren sie immer brav. Oder hat die lange Kälte den Blutsaugern zugesetzt?
VG
Elke

SchneiderHein hat gesagt…

@ Elke
Ich vermute, dass die Zeckenrollen zumindest helfen die Menge der Larven und Nymphen zu dezimieren.
Gestern hatte ich bei meiner Mutter auch eine total leergeräumte Rolle unter einem Rhododendron gefunden. Gut, dass ich Ersatz mitgenommen hatte. Ich habe mir jetzt angewöhnt alle 2 bis 3 Monate 3 bis 5 Rollen auszulegen.

Und wenn wir Glück haben, dann war das genau das feucht-kalte Frühjahrswetter, das den Zecken schadet.

Allerdings, wenn ich mir ansehe, dass unsere Posts zum Thema Zecken/Zeckenrollen über 1.500 Blog-Zugriffe im letzten Monat gebracht haben, dann haben reichlich Leute Probleme mit den Tierchen ...

Aufatmen werde ich wohl nie und werde wohl immer bei +5°C mit offenen Augen durch den Garten gehen. Denn fast jede Zecke, die bei uns im Chlorreiniger-Glas landet, ist ein Nest weniger.