Donnerstag, 2. Mai 2013

Auf den ersten Blick ...


... ein schöner Nieswurz-Sämling in einer Plattenfuge:

Doch mit einem inzwischen gut trainierten Blick lauert 
da am Ende der Blattspitze etwas wenig erfreuliches ...


Fotos: S.Schneider


Hier bestätigt sich mal wieder, dass Zecken in Gärten 
nicht nur in feucht-schattigen verwilderten Ecken warten, 
sondern sich ganz bewusst dorthin bewegen wo Mensch 
und Tier sich häufiger aufhalten oder auch entlanggehen. 
Denn Maus & Allegra sitzen hier gern am Rand der Beton-
fläche und schauen zur Grenze. Und für mich ist dieser 
Platz ein oft genutzter Foto-Standort. Also absolut ideal 
für eine Zecke sich hier auf die Lauer zu legen. Dafür 
überwindet sie auch gern eine etwas längere Strecke ...

Im Sommer hatten wir sogar erlebt, wie bei strahlendem 
Sonnenschein eine Zecke aus dem Beet über die Beton-
fläche zu uns krabbelte. Während eine anderes Tier den 
Gartensessel, der ca. 1m von der Kante entfernt stand, 
 bereits erreicht hatte und im Sessel auf uns wartete.

Aber im Vergleich zu den Vorjahren ist es im April 
noch erträglich gewesen: Denn uns waren in 19 Tagen 
seit dem 9. April 'nur' 11 weibliche Zecken, 2 Männchen 
und 2 Nymphen begegnet. Davon begegneten mir 6 Tiere 
bei der Gartenarbeit. 7 entfernten wir aus dem Fell oder 
der Haut unserer Katzendamen. Und 2 weibliche Zecken 
bewegten sich aktiv auf Gegenstände zu, die ich kurz 
zuvor in der Hand hatte und auf dem Steg bzw. auf der 
Betonfläche vor dem Haus abgestellt hatte: Um an den 
oberen Rand von Allegras im Garten entleerter Wasser-
vase zu gelangen, legte eine Zecke in sehr kurzer Zeit 
ca. 30cm zurück. Und mein Klemmbrett lag etwa 1,2m 
von der Wiesenkante entfernt neben dem Gartensessel 
vorm Treppenhaus auf der Betonfläche ...


Kommentare:

Lebenszeit hat gesagt…

Oh nee, Silke... geht es schon wieder los ? Ich bin meistens so vertieft bei der Gartenarbeit, dass ich diese Viecher wahrscheinlich nicht sehen würde. Suche mich natürlich immer ab, aber man weiß ja nie. Ich wünsche euch einen zeckenfreien Sommer.
Herzliche Grüße
Rita

SchneiderHein hat gesagt…

@ Rita
Das ist schon wieder in vollem Gange. Seit Mai waren es in 2 Tagen 5 Tiere. Das hängt halt auch davon ab, wo ich wie viel ich im Garten arbeite/mich aufhalte.
Da hatte ich an der Ostgrenze beim Arbeiten wohl viel Glück, denn den Bereich haben wir fast 2 Jahre nicht betreten und unsere Katzen hatten auch kaum Lust auf das Dickicht. Daher ist mir dort zumindest keine Zecke aufgefallen. Aber das sagt ja leider nichts aus ;-)

Ich finde es wirklich faszinierend und erschreckend zugleich, wie 'strategisch' sich die Tierchen ihre Warteplätze aussuchen bzw. sich vollgesogen an Orten vom Wirt fallen lassen, um dort in Ruhe in die nächste Entwicklungsphase abzuwarten und von dort dann neu starten.

Nymphen sehe ich auch nur, wenn sie mir über die Hände/Handschuhe laufen oder auf den Gummistiefeln etwas glänzen. Ich möchte nicht wissen, wie oft sie bei mir schon unentdeckt blieben.
Das ist jetzt auch der Grund, warum wir unseren Katzen nun doch endlich Chemie in den Nacken geben sollten. Denn die winzigen schwarzen Nymphen werden wir bei ihnen leider kaum im Fell fühlen können ....

Schade, dass die unbeschwerte Gartenzeit nun vorerst wieder beendet ist. Zeckenfrei bekommen wir den Garten sicherlich nicht mehr. Da müssten sie schon von einer Krankheit befallen werden oder Feinde haben. Aber selbst dann würden bestimmt einige übrig bleiben. Da würde nur die Komplett-Entsorgung des Gartens helfen ;-)

Wir hatten 2011 mindestens 3 Zeckennester. Davon hatten wir nur eines aufgespürt und versucht es zu bekämpfen. Realistisch betrachtet müssten sich bei uns also durch die 2 unentdeckten Nester noch so um die 500 bis 1500 Zecken aller Stadien im Garten tummeln. Und die Wahrscheinlichkeit ist leider sehr groß, dass es bereits früher noch andere Nester hier gab ...

Brigitte hat gesagt…

Eigentlich ja wirklich ein so schöner Nieswurz-Sämling!

Also die Zecken zeigen sich hier in diesem Jahr derart, wie wir es noch nie hatten. Sie haben immer den armen kleinen Barbarossa belegt und wie sie sich vollsaugen. Ich schätze, dass mir dem Mäusle schon über 20 Zecken entfernt haben. Er sah irgendwie schon ganz lädiert aus. Wir nehmen an, dass er immer irgendwo einschläft, wo sie schon auf ihn lauern.

Trotzdem, ich wünsche dir und Wolfgang ein schönes Wochenende! Hier regnet es schon wieder.

Lieben Gruß, Brigitte

Im Waldhaus hat gesagt…

Buäh... Nachdem ja vorgestern so ein kleines Scheusal auf der Hand unserer Süßen rumgekrabbelt ist, ließ sich heute so ein kleines fieses Ding direkt von meinem Pullover vor meine Kaffeetasse auf den neuen Esstisch fallen und krabbelt munter drauf los ! *waaaaaah* Also, unsere Zecken fahren jetzt die Taktik: wenn ihr euch mit dem stinkigen Zeug draußen einnebelt, dann lassen wir uns eben mit reinnehmen, wo das stinkige Zeug irgendwann nicht mehr an euch dran ist und dann schlagen wir zu ! Das kennen wir ja schon von Frontline, nicht wahr ? Dass es nun auch uns Menschen betrifft, hat mich schwer mitgenommen und dass unsere bisherige Waffe "Einsprühen" nicht mehr hilft ist eine Katastrophe - das kannst du dir sicherlich vorstellen. Die Zeckenrollen sind bereits bestellt und die "Maßnahmen" zur Gegenwehr aufgelistet, damit wir sie in den kommenden Pfingstferien umsetzen können. So macht Garten wirklich KEINEN Spaß mehr ! Mit frustrierten Grüßen,
Christine

SchneiderHein hat gesagt…

@ Brigitte
Maus ist auch frustriert, wenn sie irgendwo sitzt oder Mäuschen auflauert, dass dann oftmals ein Tierchen kommt. Gestern früh im Waldmeisterfeld hatte sie wohl Glück. Aber am Nachmittag in der Wiese fing sie sich ein erstaunlich schnelles Vieh ein. Doch dann kommt sie, legt sich laut schnurrend neben mich, ich soll sie Durchkraulen und den Krabbler im Fell finden. Klappt in den letzten Tagen erstaunlich gut. Nur wenn sich doch eine festsetzt, -zwei entzündete Stellen hat sie mal wieder. Da waren die weiblichen Zecken noch so klein & an schwer erreichbaren Stellen und flutschten leider mehrmals durch den Haken ...
Flöhe gibt es leider auch wieder. Jetzt müssen wir wohl wirklich bei beiden mit Chemie anfangen. Denn noch dazu eine Flohinvasion im Haus :-(

Schade, dass es bei Euch nun auch losgeht. Und wenn Barbarossa sie mitbringt, dann haben die Igel und Mäuschen auch welche ...
Als ich vor ein paar Tagen einen schlafenden Igel bei uns im Hochwald-Kompost sah, war ich gar nicht mehr begeistert. Aber wie schon geschrieben, hier hält es sich zur Zeit noch in Grenzen. Aber draußen und drinnen müssen wir nun wieder in Hab'-Acht-Stellung sein. Denn wir locken sie wohl auch aus den Beeten ...

SchneiderHein hat gesagt…

@ Christine
Wenn es um die irresten Zeckengeschichten geht, dann finde ich die von vor ein paar Jahren auch nicht schlecht: Da hatten wir Besuch, und ein Gast kam mit einer Zecke auf der Hand aus dem Bad. Denn ein Tierchen begrüßte sie mit ausgestellten Fühlern am Waschtisch ;-) Die hatte Maus wohl ins Bad eingeschleppt und dort ist die Zecke abgesprungen ...
Zum Glück kannten unser Besuch aber selbst schon das Zeckenproblem, da sie damals am Waldrand wohnten. Bei ihnen saßen die Tiere in den Blumenkübeln an der Terrasse und lauerten auf Gäste ...

Ja, mit Frontline ist das ja auch so eine Sache. Daher scheue ich mich ja auch es den grauen Damen schon jetzt zu verabreichen. Denn spätestens in 2 Wochen, wenn die Wirkung nachlässt, sind wir wieder viel mehr gefährdet: Dann nehmen sie den Katzenbus und springen morgens im Bett ab, da es da so nett nach Mensch riecht. Keine Ahnung, wie viele Zecken mich schon morgens erwartungsvoll im Bett begrüßten ;-)

Ich weiß ja nicht, ob Du hier in den älteren Posts schon von den Überlegungen mit Buttersäure gelesen hast. Bei dem Zeckenaufkommen im Moment macht es bei uns noch keinen Sinn die Nachbar damit zu belästigen. Und früher hatte ich immer das Problem, dass unsere Nachbarin gerade dann ein Seminar-Wochenende im Garten hatte, wenn ich es mit Wolfgang testen wollte: Eine etwa auf 40° temperierte Wärmflasche in eine Tüte verpacken, ein Stück flauschiges Tuch drauf (oder besser eine festsitzende Tuchhülle) und etwas Buttersäure draufträufeln. Dann mit durchsichtigem Packband bewaffnen und die Wärmflasche in Zeckengebiete legen. Angeblich lockt das Zecken magisch an, die man dann mit dem starken Klebeband dann aufnehmen und entsorgen kann.
Kommen zu schnell zu viele aus den Beeten - bzw. sind sogar Larven dabei, würde ich das Zecken- & Grasmilben-Konzentrat in stark befallen Gebieten verwenden. Aber dazu muss möglichst viel runtergeschnitten werden, und die Mulchschicht sollte auch entfernt werden. Das Material sollte am Besten schnell an Ort und Stelle verbrannt werden. So etwas zur Deponie abzufahren bedeutet den Mist nur weiter in der Welt zu verteilen. Zum Verbrennen könnten wir uns beim nächsten Mal einen Gasbrenner vom Nachbarn leihen - der hat so ein Teil zum Verschweißen von Dachbahnen.

Vor 2 Jahren hatte ich mal Kontakt zu einem Gartenbesitzer in der Eifel. Der hatte seinen Zecken den Kampf angesagt und stieß beim Sammeln auch auf einige Nester, reichlich Nymphen und erwachsene Tiere. Von ihm stammt auch die Idee mit der Statistik - wer wo wann. Das ist wirklich hilfreich. Denn je größer der Garten, um so schwammiger wird das Gefühl dafür was los ist. Nachdem ich 2011 auch detailliertere Notizen machte, habe ich mich ganz schön erschrocken. Nur sich selbst zu schützen (einzunebeln) und auf Zeckenrollen hoffen ist wohl leider viel zu wenig. Jedes Nest bringt etwa 500-1000 neue Larven, die kaum Feinde haben. Aktives aufspüren und einfangen ist wohl die bessere Strategie.
Ich gehe mal davon aus, dass es in den nächsten Tagen bei den Wetterprognosen bei uns auch wieder schlimmer wird. Dann wird es wohl im Juni/Juli auch wieder Nester geben. Spätestens dann werde ich mich hoffentlich mal zusammen mit Wolfgang an den Buttersäuretest rantrauen - allein ist mir das zu gefährlich ...

Im Waldhaus hat gesagt…

Hab vielen Dank für deine ausführliche Antwort, Silke ! Klar habe ich deine früheren Berichte alle durchgelesen und ich finde es spitze, dass du jemand bist, der auch dieses Problem aufnimmt. Viele scheuen sich bzw. schweigen das "tot". Der Arzt erzählt ihnen, dass sie sich impfen lassen können und damit fühlen sie sich sicher... Da brauche ich ja wohl nicht viel dazu sagen, oder ? Ich habe die halbe Nacht mal wieder mit Nachdenken und Horror-Vorstellungen verbracht *nerv* - aber Thomas und ich haben uns auch darüber unterhalten, wie wir herausfinden, wo sich die meisten Zecken aufhalten und was wir tun können. Das mit der Buttersäure finde ich hochinteressant - das könnten wir hier mal ausprobieren (Thomas ist Lehrer und kann solche Sachen auch privat einkaufen). Muss ich ihm nachher gleich sagen, aber jetzt lass ich ihn erst mal schlafen nach den Sschrecken der letzten Tage. Die Zeckenrollen werden wir dann einfach zusätzlich einsetzen. Dass die nicht alle Zecken fernhalten ist mir sonnenklar *gg* ! Aber wir werden versuchen, ums Haus eine möglichst zeckenfeindliche Umgebung zu schaffen. Das wird hinter dem Haus aber kaum möglich sein - Natursteinmauer und Efeu-Bodendecker... Das alles rauszumachen wäre jetzt schlichtweg zu viel des Guten. Vor allem kommen wir mit keinem Bagger oder anderem schweren Gerät hinter das Haus und durch den Wald brauchen wir es gar nicht erst versuchen. Wir hatten vor 2 Jahren eine schlimme Mäuseplage - seitdem unterlasse ich auch das Dekorieren im Herbst und Winter mit Essbarem. Wenn ich was dekoriere, dann nur fürs Foto und schnell wieder rein damit. So bleiben auch die Mäuse aus bzw. die Anzahl ist deutlich geschrumpft. Ich habe aber auchGift ausgelegt - normalerweise bin ich ja SEHR tierlieb, aber das vor 2 Jahren war einfach zuviel des Guten. Dadurch haben wir nun eine recht geringe Population. Als Nächstes sind nun die Holzverschläge dran... Hab ich ja geschrieben. Dass Vogeltränken ein Problem sind, wußte ich noch nicht. Gerade da spielt unsere Süße total gern und ich hatte eh schon überlegt (aus hygienischen Gründen), sie weg zu stellen. Das werde ich gleich heute tun. Auch das Vogelhaus wird abgebaut. Ob ich es nochmal aufstellen werde, weiß ich nicht. Es ist zwar toll, den Vögeln im Winter zuzusehen, aber ich muss ja auch an die Folgen denken. Futter bedeutet immer Mäuse und Mäuse bedeuten Zecken... Was die Nester angeht - man findet im Netz kaum Fotos von Zeckennestern (außer deine von hier) ?! Ab wann treten diese auf und wie sehen sie aus ? Wie Spinnennester ??? In welcher Höhe sind die ? Oh, so einen Gasbrenner-Dings haben wir auch - Thomas brennt damit das Unkraut ab. Aber das ist ja eine tolle Idee, es zum Verbrennen von "befallenen Teilen" zu nutzen ! Muss ich ihm auch nachher sagen... Ach, es ist schön, einen "Seelenverwandten" zu treffen und vor allem von deinem reichen Erfahrungsschatz zu diesem Thema zu profitieren !!! Also: hab vielen Dank für deine zahlreichen Tipps und Infos ! Hab trotz Zecken ein schönes WE & ich werde berichten... GGGGGGGGLG und bis bald, Christine

SchneiderHein hat gesagt…

@ Christine
Das eigentlich Nest haben wir im Sommer 2011 zwischen der Rose und dem Steg nicht gefunden. Es hat sich aber sicherlich in der oberen Mulchschicht befunden. Für mich war nur auffällig, dass dort in dem Bereich immer mehr kleine Krabbler erschienen. Teilweise hatte ich da ja nach einigen Minuten 200 schwarze Larven auf meinem Such-Socken. Und bevor wir uns an die Ecke machten, hatte ich in den Tagen zuvor schon einige Hundert dort so hervorgelockt.
Allerdings musste das Nest schon länger existiert haben, da die Larven schon schwarz waren. Wenn sie schlüpfen sind sie wohl durchsichtig. Wann sie sich verändern/aushärten? 2008 muss ich wohl mal an ein ganz junges Nest geraten sein: http://wolletest.blogspot.de/2008/05/entdeckt.html
Denn die Larve war noch durchsichtig. Allerdings habe ich in meiner 'Zeckenrolle' auf dem Küchentisch die letzten Larven in der Filmrolle erst nach Weihnachten gesehen. Das bedeutet ja leider, dass die Tiere eventuell auch erst nach und nach schlüpfen - also über einen Zeitraum von fast 6 Monaten + X ...
Gerade gestern habe ich in der Zeitung der IG Russisch Blau wieder so einen Unsinn gelesen, dass Zecken nicht im Haus überleben können. Schade, dass die Bevölkerung mit so einem Quatsch beruhigt wird.
Mir tat das Mensch, das vor ein paar Tagen bei Google nach 'Zeckennest im Haus' suchte und dann bei uns auf dem Blog landete richtig leid. Denn nach den Erfahrungen der letzten Jahre finde ich so etwas leider durchaus vorstellbar. Fast hätte sich mal im Frühsommer eine vollgesogene Zecke, die ich zu spät an Maus entdeckt hatte, und die dann schon abgesprungen war, bevor ich sie entfernen konnte, bei uns im Bett verkrochen ...
Gut, dass Du lieber auf Katzen verzichtest!

Wenn ich mir unsere Blog-Statistik anschaue, dann gibt es reichlich Info-Bedarf. Nur kaum einer traut sich darüber zu sprechen. Wenn ich auf der Sidebar diese Funktion 'beliebte Posts' einbauen würde, dann wären die ersten 5 Posts mit dem Thema Zecken belegt ...
Aber richtig aufgewacht bin ich ja auch erst, als ich zufällig die schonungslosen Berichte von dem Betroffenen aus der Eifel las. Erst da habe ich gemerkt, was sich in unserem Garten bereits abspielte. Und nach und nach habe ich dann auch die Zusammenhänge verstanden ...

Der Zeckenjäger aus der Eifel hat mir empfohlen im Umkreis von 2qm um das Zentrum herum das Mittel einzusetzen. So weit schaffen es seiner Meinung nach die Tierchen ganz problemlos. Und bei uns krabbelten sie ca. 20cm hoch.
Wann sie schlüpfen? Das hängt stark vom Wetter ab. Erstaunlich finde ich im Moment, dass mir fast nur Weibchen begegnen. Ob der Winter ein paar Männchen erwischt hat? Normalerweise konnte ich fast immer bei einer weiblichen Zecke auch in der Nähe ein Männchen finden - bzw. wenn unsere Katzen eine Weibchen hatten, war das Männchen auch meist zu finden. Bisher habe ich aber nur 3 Männchen entdeckt - und die an anderen Orten. Also scheint das mit der Verpaarung auf Wirten im Moment schwieriger zu sein. Und wie lange dann die Ruhephase dauert bzw. die Larven bei günstigen Wetterbedingungen schlüpfen? Da muss ich mir nochmals das Video auf Zecke.de ansehen ...

Auf jeden Fall werde ich jetzt wieder meine Gläser mit Chlorreiniger im Garten aufstellen, damit ich die Tierchen, wenn ich sie sehe schnell fangen, in Papier oder ein Blatt einwickeln kann und ins Glas werfe.
Die Idee mit dem Zecken auf Borrelien testen lassen, haben wir schon lange aufgegeben. Dass es hier Zecken mit Borreliose gibt, wissen wir dank meiner Wanderröte von 2011 ja schon ;-) Jetzt geht es darum möglichst viele Tiere zu erwischen, damit es nicht noch schlimmer wird. Und einige Gefahrenquellen zu eliminieren. Deine Vorhaben hören sich vernünftig an. Viel Erfolg!

SchneiderHein hat gesagt…

@ Christine - Teil 2
Eben fällt mir noch ein, dass Du ja die viel bessere Testperson für das Kokos-Seifen-Experiment sein könntest. Meine sind eventuell ja schon zu alt - sonst würde ich Dir gern einen Teil schicken. Die Seifenfrau hat sie mir im Sommer 2011 zu Testzwecken gesiedet. Aber nach der Wanderröte und dem Zeckennest am Haus hatte ich keinen Nerv dazu. Und 2012 hatte ich mich einfach aus den Zeckengebieten bei uns im Garten ferngehalten.
Aber für Euch müsste das in der Zeit, wo ihr nicht eingenebelt seid vielleicht ein zusätzlicher Schutz sein!? Nimm' doch mal Kontakt zu ihr auf: http://marktundspektakel.blogspot.de

Und dann gab mir 2010 noch jemand den Tipp, dass es in Süddeutschland spezielle Globuli-Mischungen geben soll, die eventuell die menschlichen Lockstoffe auch neutralisieren können. Bei der Gartenarbeit würde ich mich allerdings nicht darauf verlassen, aber für die Zwischenzeit im Haus und um das Haus herum wären solche Maßnahmen vielleicht auch hilfreich ...