Mittwoch, 24. April 2013

Ein Teil ist geschafft ...


... und ich auch!

In diesem Bereich hatte ich vor 2 Tagen rechts des Weges 
mit der Brombeerhecke angefangen und mich innerhalb 
eines Tages bis zum Liguster links hinter dem Apfelbaum 
schneidend und shreddernd durchgearbeitet. 

Der gestrige Tag war mal wieder für den Garten meiner Mutter 
reserviert, denn ihre Fuchsien mussten dringend ausgekellert 
werden. Statt schneiden und shreddern war da mal wieder 
schleppen, passende Übertöpfe zusortieren und das Umtopfen 
einiger Pflanzen angesagt ...

Und heute begann mein Tagwerk hier fast am Ende des Weges 
zwischen der Ligusterhecke links und dem Liguster-Rosengemisch 
am östlichen Grenzzaun. Und schon bald bestätigte sich meine 
Vermutung, dass ich inzwischen allergisch auf Liguster reagiere. 
Das Schneiden ist kaum ein Problem, aber das Häckseln: Also war 
bei fast jeder Schnittgut-Portion, die im Häcksler landete, auch 
noch heftiges niesen, eine fast ständig laufende Nase und häufiger 
tränende Augen angesagt ...

Doch nicht nur wegen der beengten Arbeitsverhältnisse in diesem 
Bereich ist es praktisch, dass das Schnittgut gleich nach dem Ab-
schneiden im Shredder landet. Das Material erst in Taschen auf 
die Betonfläche zu tragen, dort zu zerkleinern, um es anschließend 
genau an der alten Stelle wieder unter die Büsche zu werfen, sind 
nur unnötig lange Wege. Außerdem verkanten sich die teilweise 
meterlangen Äste und Zweige dabei häufiger, was das Häckseln 
nicht gerade erleichtert. Darum hatte hatte ich in den vergangenen 
3 Jahren auch immer darauf gehofft, dass der Mitverursacher dieses 
wild-romantischen Gartens mir bei der Bewältigung des Wildwuches 
auf dem Weg zu den 'vergessenen Gemüsen' das Zerkleinern des 
Schnittgutes abnehmen würde. Allerdings sind wir im letzten Jahr 
nur bis zur Brombeerhecke gekommen. Und die hatte es wirklich 
in sich. Zumal wir uns dort nicht nur reichlich Dornen sondern 
auch so manche Zecke einfingen. Kurz danach vereinnahmte das 
Arbeitsleben jegliche Gartenenergie. So wurde der Bereich links 
hinter der Brombeerhecke durch den Schlingknöterich, Liguster 
und andere Pflanzen immer mehr zur undurchdringlichen Wildnis. 
Doch da wir unseren beiden östlichen Nachbarn für dieses Jahr 
endlich die Befreiung der Grenze versprochen hatte, musste ich 
da nun alleine durch. Egal was bei mir nun triefte oder nicht. 
Aber hoffentlich bekomme ich Herrn Hein im nächsten Jahr 
zumindest dazu mir das Shreddern des Ligusters abzunehmen. 
Den Antrag habe ich vorsichtshalber schon mal wieder gestellt.

Und für diesen Bereich habe ich für den Herbst auch schon einen 
Antrag eingereicht: Denn die ehemals kleine Buchsbaumhecke 
ist inzwischen so üppig geworden, so dass ich sie lieber nicht auf 
die ursprüngliche Größe zurückschneiden sollte. Etwas habe ich 
sie zwar eingekürzt, aber der ehemalige Plattenweg ist trotzdem 
nur noch zu 1/4 sichtbar. Hier ist es sinnvoll den Weg etwas vor-
zuziehen, um einigermaßen zeckensicher bis zum Ende 
des Gartens zu gelangen.


Die Buchsbäume rechts, die von der nach umgekippten Ligusterhecke 
überdeckt waren, haben sehr gelitten. Aber sie leben noch. Und 
hinten links sind die Reste unseres Anbaugebietes zu erahnen. Etwas 
Bärlauch hat dort sogar noch überlebt. Vielleicht bekommen wir 
irgendwann zumindest doch noch das damals erhoffte Bärlauchfeld. 
Jedoch für mehr wird es in diesem nun sehr schattig-trockenen Beet 
kaum reichen. Auch wenn wir hier noch ein paar tote Äste von der 
Zwetschge und Mirabelle entfernen müssen, bleibt es dort jetzt zu 
dunkel. Als wir im Frühjahr 1997 diesen Gartenbereich für unsere 
Haus-Mitbewohnerin durch die Ligusterhecke abgrenzten, und ihr 
im darauffolgenden Jahr ein fertig angelegtes Grünspargelbeet 
schenkten, sah das alles noch ganz anders aus ... 

Nun fehlt noch der beidseitige Schnitt im hinteren Teil der Liguster-
hecke bis zur nördlichen Grenze. Aber mit dem Rückschnitt lasse 
ich mir noch etwas Zeit, denn passend zur Triefnase arbeitet auch 
der Shredder nicht mehr so gut wie normalerweise. Nach 7 Jahren 
ist die Andruckplatte verschlissen und ein Ersatzteil muss her. Diese 
unvorhergesehene Pause ist nun aber auch sinnvoll für mich. Auch 
wenn noch etwa 8m Grenzschnitt fehlen. Aber in diesem Bereich 
haben unsere Nachbarn zum Glück in den letzten Jahren alle sie
störenden Grenzgänger selbst beseitigt. Doch trotzdem ist auch 
dort das Auslichten und Kürzen dringend erforderlich. Denn einige 
Immergrüne und Sträucher haben dort inzwischen Höhen bis 5m 
erreicht. Aber ich hoffe, dass Weißdorn, Kupfer-Felsenbirne und 
Schneeball dort erst noch blühen dürfen, bevor sie auf ein erträg-
liches Maß eingekürzt werden. Da werde ich in den nächsten Tagen 
mal mit unseren Nachbarn verhandeln, denn nun ist zumindest in 
einem Teilbereich der Plausch über den Gartenzaun wieder möglich!

Fotos: S.Schneider



Nachtrag Freitag 26. April 2013:
Kurz nach 9:00 Uhr ist das benötigte Bosch-Ersatzteil für unseren 
7 Jahre alten Leise-Hächsler eingetroffen. Gestern um 15 Uhr online 
 direkt bei Bosch bestellt und jetzt schon da! Nun könnte die Arbeit 
theoretisch weitergehen. Das Wetter lädt auch dazu ein. Aber die 
gestrige Pause für Augen und Nase reichte leider noch nicht zur 
Wiederherstellung meiner Arbeitsfähigkeit. Daher hatte ich gestern 
nun doch lieber die Betonfläche und Wege gefegt und werde mich 
in der nächsten Woche dann wieder der Herausforderung stellen ...


Kommentare:

Frauke hat gesagt…

ich habe mit Interesse dien Schenide und Häckselaktion gelesen, sie blos vorsichtig mit dem Liguster , daraus kann sich auch schnell mehr entwickeln, wenn es in die teferen TEtagen zu den Bronchen kommt, Asthma...

aber was mich eigentlich intessiert, welchen Häckseler habt ihr, ich möcht namlich auch so ein gerät, bisher sammeln und verbrenne wir immer unser Schnttgut. die andere Alternative ist es es blgelich in unserrn Hänger zu lasden und wegzufahren, ein guter und auch leiser Häcksler ist bestimmt nicht billig oder
Frauke

SchneiderHein hat gesagt…

@ Frauke
Nachdem ich jetzt erst erfahren habe, dass meine Mutter auch beim Ligusterhecke schneiden leidet - sie schneidet nämlich mit einer elektrischen Heckenschere - ich mache es aber per Hand mit der Rosenschere. Es sind also offensichtlich bei uns die angeschnittenen Blätter, die uns allergische Probleme bereiten. Da Triefnasse und Augen erst seit gestern besser werden, muss da jetzt zukünftig Herr Hein am Shredder stehen. Zum Glück habe ich zufällig festgestellt, dass Arnica Globulis den Zustand mildern :-) Also warte ich noch ein paar Tage und dann ist der Rest dran. Zudem war unheimlich viel Blütenstaub in der Luft. Das reizte sicherlich auch noch mehr. Doch nun gab es etwas Regen!

Inzwischen gibt es von Bosch ein anderes Leise-Hächsler Modell mit dem ich mich nicht auskenne. Ich würde allerdings im Notfall - wenn wir ein neues Gerät bräuchten bei der Marke bleiben ...
Unsere Geräte AXT 2000 -? und AXT 2500HP sind Walzenhächsler von 1996 und 2006. Das ältere Modell (für geringere Stammdicken) haben wir 2006 zu meiner Mutter in Rente geschickt. Da wir befürchteten, dass es irgendwann nach 10 Jahren kaputt gehen würde. Und außerdem war ich es irgendwann leid immer mit dem Hächsler auf Reisen zu gehen. Den teilten wir uns nämlich 10 Jahre lang. Beim Vorgänger hatte ich im letzten Jahr die Gegenplatte getauscht. Und nun ist unsere bereits nach 7 Jahren dran, da es mit den Jahren hier immer mehr zu shreddern gibt. Das Ersatzteil hat inklusive Versand 20,- € gekostet.
Inzwischen müsste man für einen ähnlichen Preis noch etwas dickere Stämme hächseln können. Ich habe eben mal bei Amazon geschaut. Das neuere Modell kostet immer noch um 460,-€, schafft jetzt aber Äste bis 45mm Stärke: http://www.amazon.de/Bosch-Häcksler-AXT-25-TC/dp/B001UHO8Q4/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1367116447&sr=8-1&keywords=bosch+axt+25

Und hier ist die Info-Seite von Bosch dazu: http://www.bosch-garden.com/de/de/bosch-gartengeraete/gartengeraete/axt-25-tc-3165140465366-199967.jsp

Ich hatte damals auch die Preise verglichen und mit einem 15% Gutschein bei Obi tat es dann etwas weniger weh. Aber das ist trotzdem auch einiges an Schnittgut, was man im Laufe der Jahre gebührenpflichtig abfahren könnte (in Braunschweig kostet nämlich auch des Anliefern von Grünschnitt auf der Deponie einiges; und in Hannover sind die kostenfreien Mengen soweit ich weiß begrenzt). Aber meine Mutter und ich finden es herrlich teilweise gleich an Ort und Stelle die geschnittene Korkenzieherweide, selbst unangenehmes Rosengestrüpp usw. durchzujagen und sofort wieder auf den Beeten zu verteilen (so sieht das Schnittgut bei uns z.B. von Korkenzieherweide mit dem Hächsler von 1996 aus: http://4.bp.blogspot.com/_YKAd8VMyUpI/SeE-Qze9l9I/AAAAAAAAEYA/7_73tnrYvXQ/s1600/01-Hasen-im-Nest-IMG_0053.jpg ). Also der Luxus lohnt sich für unsere Gärten. Zumal ich schon oft mit den Geräten im Vorgarten stand und meine wild wuchernde Wicke bzw. die weihnachtliche Hofdeko aus immergrünen alten Ästen reinstopfte und unsere Nachbarn extra rauskamen um sich zu erkundigten, was ich da für ein leises Gerät habe. Theoretisch kann ich mit dem sogar in der Mittagszeit und später am Abend noch alles kurz und klein bekommen ...